Luftschichtmauerwerk feucht

05.11.2009


Hallo

wir haben uns ein Haltes Haus Bj. 1950 gekauft soweit alles gut seit die Temperaturen aber sinken habe wir in den Ecken der Außenwände Feuchte festgestellt ich tippe auf Kondeswasser da es sich bei dem Mauerwerk um ein 30er Luftschichtmauerwerk handelt meine Idee ist es zwei Kernbohrungen (pro Zimmer)von innen zu setzten damit die Luft in der Luftschicht zirkulieren kann.
Oder sollte ich das nicht machen.
Wie bekomme ich sonst die feuchten Stellen weck?
Angedacht ist es das Haus nächstes Jahr mit Wärmedämmplatten zu dämmen



Bei dem Baujahr,



ist Feuchte in den Ecken nicht ungewöhnlich...um es mal liebevoll auszudrücken. Also alles abrücken, damit wenigstens Luft ran kann und dir nix schimmelt. An die Wirkung der Löcher mag ich nicht so recht glauben....

Falls du bei den Wärmedämmplatten an Styro dachtest, würde ich dir abraten.

Gruss, Boris



Warum kein Styro



Hallo

warum sollte man kein Styro nehmen , was dann?
Ich dachte ein solides WDVS währe eine gute Sache ,was spricht dagegen?



Setz dich,



mal über Nacht in ne Kühlbox...;-)

Diffusionsdicht = Schimmelgefahr.

Ich persönlich fühl mich in solchen Häusern äußerst unwohl.

Gruss, Boris



der größte Fehler



wäre eine Verbindung des kühlen Hohlraumes mit der warmen Zimmerluft ! Dann scheidet sich das Kondensat an der noch kälteren Außenwand aus und deine Wand säuft komplett ab. Kalte Wand + warme Zimmerluft = (meistens) Kondensat. (Kalte Brille im warmen Zimmer - weiß jeder Brillenträger !!).
Aufs erste hilf nur - Zimmer früh 5 min rünterkühlen durch Lüften, und dann hochheizen. Hygrometer anschaffen und beobachten - Raumfeuchte sollte von 60 auf 40 % runterkommen - dann sollte das Problem auch geklärt sein.
Styropur ist der schlechtere der möglichen Dämmstoffe. Ich hatte mich für Rockwool entschieden. Nach 5 Jahren im Winter 35 % Luftfeuchte bei 23°C.



Also,



es gibt schon solide WDVS-Systeme, allerdings gehören diejenigen mit Styropor und Kunstharzputz nicht dazu. Sie sind lediglich weit verbreitet, weil sie das billigste Verfahren sind, und billig heisst in dem Fall auch billig.
MfG
dasMaurer



nachtrag



Feuchte "einwecken" könnte helfen.





Hallo R.F.

erzähle doch einmal mehr über den Wandaufbau. Sind das wirklich zwei, von einer Luftschicht getrennte Wände oder handelt es sich um ein 30cm starkes, mit Luftkammern versehenes, grau-poröses Mauerwerk? Wenn ja, wie sind die beiden Mauerwerke beschaffen?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Kalk gegen Feuchte



Hallo,
ich wuerde innen mit einem Kalk-Leichtputz + Kalk-Oberputz + rein mineralischer Kalkanstrich arbeiten, der puffert jede Menge Feuchtigkeit und haelt die Waende trocken.



30 cm



ist das Mauerwerk mit sicherheit ,ob es wirklich zwei, von einer Luftschicht getrennte Wände oder um ein 30cm starkes, mit Luftkammern versehenes Mauerwerk handelt kann ich nicht hundertprozent sagen. Ein alter Maurer sagte mir das es sich bei dem Mauerwerk um ein Luftschichtmauerwerk handelt.
Haus ist ca. 1950 erbaubt und steht im Land Brandenburg ,ist das vielleicht hilfreich ?
Die Giebelspitzen waren nur 11,5cm dick mit zwei 24er Pfeiler,wurden aber von mir runtergenommen weil sie zu kippen drohten und durch ein 30er Poritmauerwerk ersetzt.
Außen ist das Mauerwerk(der Putz)gerissen , innen ist davon nichts zu sehen.
Der alte Putz wurde vom Vorbesitzer runtergeschlagen und durch einen Zementputz ersetzt,obendrauf kam dann ein Strukturputz.
Was ist mit Feuchte "einwecken" gemeint?

Gruß R.F.



war



nur ein Scherz:
"Wie bekomme ich sonst die feuchten Stellen weck?"



Zementputz



aussen? Da steckt wohl das Problem. Dadurch wird die Feuchtigkeit unzureichend nach aussen abgeführt und sammelt sich in der Wand. Einmal Kondenswasser von innen und durch Putzrisse eindringendes Regenwasser von aussen. Dieser Zementputz sollte auf jeden Fall runter, ehe ein WDVS installiert wird.
MfG
dasMaurer



Dann



ist wohl ein Kalk-Zementputz für innen auch nicht angebracht oder?

mfg R.F.



auf



das Mischungsverhältnis kommt es an, wenn auf 5 Teile Kalk ein teil Zement kommt, kann ich mir keine Probleme vorstellen, andersherum schon mit Sicherheit. Da ich fast alle Putze selber mische, kann ich Dir keine Sackware nennen.



1cm Lehmputz innen,



war in unserem 50er Jahre Haus mal die Lösung, um den Schimmel in der Küchenecke in den Griff zu kriegen....hinterm Hochkühlschrank ohne korrekte Hinterlüftung hatte sich bereits schöner schwarzer Schleim an der Wand gebildet.

Danach ist dann auch der Dauerreizhusten bei einem Kind im Haus endlich abgeklungen.

Gruss, Boris