KELLERBODEN Aufbau mal wieder

04.09.2010



Hallo zusammen, habe viel hier gelesen doch leider noch nicht passendes gefunden: Ich habe ein größeres Problem: Haus Bj 1900, Kellerwände aus Bruchsteinen mit Lehm gemauert. Wandstärke ca 80-90cm. Natürlich ohne Fundament, das Gesamte haus steht auf LEHM. Wände sind Naß, gut kann ich erst mal mit leben, die Backsteingewölbe sind von den Grundmauern Getrennt und daher relativ trocken. Der tolle Vorbesitzer hat angefangen die Kellerräume (2 von 4) tiefer zu Buddeln: bis 15 cm tiefer als die Grundmauern. Und so steht das ganze seit 10 Jahren. Es handelt sich im Gesamten Kellerbereich um Lehmboden. In einem Kellerraum befindet sich eine Grume 1*1*1m in der sich das Waser zum abpumpen sammelt (wird ins Abwassser gepumpt) Die Wassermenge ist nicht wenig, an einigen stellen habe ich bei Regen kleine Bäche die aus der Lehmschicht kommen. Vor kurzem war mal die Pumpe ausgefallen und ich hatte binnen weniger Tage 20cm Wasser im Keller stehen.
Um das ganze zu beheben habe ich mir folgenden Aufbau überlegt: auf dem Lehm jetzt ein Filterflies verlegen. Darüber Kokosummanteltes Drainrohr als Ring in jedem Raum entlaug der Mauern verlegt. Das ganze mit SPLIT oder Kies oder Schotter oder GRANULAT?? überschütten das eine Ebene Fläche entsteht. mit dieser Fläche bin ich dann ca 5cm unter den Grundmauern. Verdichten mit kleiner Rüttelplatte. Darauf eine Folie, Abstandhalter und Baustahlmatten, ich dachte so an EINE Matte da die Betonplatte keine Mauern tragen muss. Dann 15cm WU Beton in dem Keller verteilen. Ich wollte den Beton Außen an die Wände laufen lassen damit er mit den INNEREN Steinen eine stabilisierende Verbindung eingeht. So jetzt werden sicher alle schreien keine Beton... Ich halte es aber durch das tiefe Schachten mit seinem Gewicht plus die verbindung zu den Wänden für das sicherste. Noch hat sich nichts gesetzt. Ich habe nur bedenken wegen der Wassermenge, kann das Filderflies tatsächlich die Substanz des Lehms dauerhauft aus dem Wasser Filtern. Ich habe Angst mit der Zeit den Lehm mit aus dem Keller zu spülen und weg zu pumpen. Es würden Hohlräume entstehen und dann sackt es irgendwann..



Moin Holger,



könntest du ein paar Bilder einstellen? (Hier im Forum kostenlos anmelden und hochladen).

Von Lehmböden weiss ich nur, dass ernsthaftere Probleme eher bei langanhaltender Dürre auftreten: Der Grundwasserspiegel sackt ab und der Lehm schwindet durch das fehlende Wasser.

Das könnte also bisher die "Lebensversicherung" für dein nicht gegründetes Haus gewesen sein....von daher würde ich mir zunächst die Gesamtsituation genauer betrachten wollen.

Wieso läuft dir soviel Oberflächenwasser unters Haus?

Gruss, Boris





Hallo,

jetzt schrei ich mal: ganz viel Beton !
Denn das, was bisher geleistet wurde, waren nur Vorarbeiten zum Totalabbruch, der beim Austrocknen mit Sicherheit zu erwarten ist.
Und lassen Sie das bitte gleich vom Prüfstatiker machen, denn die erforderliche Verbügelung mit den Wänden ist nicht ganz ohne. Ich hab das ganze bei einem historischen Bahnhof (in der Nähe eines in Betrieb befindlichen Steinbruchs) hinter mir. Sie glauben gar nicht, wie viel Eisen gebraucht wird und wie mir die Knie gezittert haben, bei der Erstbesichtigung des Kellers. Zwei Tage danach war Baubeginn.
Sie haben keine Zeit !!

Grüße vom Niederrhein



so



wie Dieter sagt - Betonplatte auf Kies/Splittschicht, Filterflies/geotextil ist gut, statt Pumpe dauerenden Ablauf in Kieshöhe schaffen, keine Rüttelplatte bei den 5 cm Splitt und etwa 15 cm Beton - (selbstnivellierend ist zwar teuer, aber gut!)