Trockenmauer am Hang beult sich aus

08.07.2010



Hallo!
Leider hat ein Schlaumeier vor vielen Jahren diese schöne ale Trockenmauer mit Betonputz verkleistert und nicht an eine Drainage gedacht. Da die Mauer an einem Hang liegt drückt das abfliessende Regenwasser dagegen. Die Mauer gehört jetzt uns und ich möchte sie so schnell wie möglich reparieren. Meine Idee wäre den Putz abzuklopfen, auf den nächsten stärkeren Regen warten (bis alles schön nass ist) und dann mit einem richtig grossen Hammer versuchen die Steine wieder reinzuhauen. Dann kleine Bruchsteinsplitter nehmen und in die Ritzen klopfen für Stabilität.
Was ist eure Meinung dazu? Ist nunmal meine erste Trockenmauer...
Tschüß
Annlie



Trockenmauer



Auf jeden Fall sollte man darauf achten beim entfernen des alten Putzes ,das es keine Probleme im Bereich Standsicherheit gibt ,ich denke mal die Trockenmauer auch druck durch die Erdmassen hat .Es wäre wichtig bevor Sie die Maurer sanieren einen Bau-Statiker zur Beurteilung zu holen ,Sie gehen da auf Nummer sicher(ist meine Meinung).Schließlich befindet sich die Mauer laut Bild an einem öffentlichen Verkehrsweg .Wenn alles Ok ist kann die Sanierung beginnen. Also wichtg nicht beginnen bevohr der Bau-Statiker da war.Wir haben bei Oschatz in Sachsen eine solche Wand saniert.Dieses Projekt wurde durch ein Planungsbüro für Baustatik geplant und überwacht.Ich muß mal schauen wenn ich die Bilder noch habe setze ich diese noch ein.(wird aber erst Montag)

Grüße aus Sachsen
Torsten



Achtung!



Ich kann nur warnen an dieser Mauer auch nur einen Hammerschlag auszuführen. Man kommt mit einem Hammer nicht gegen drückendes Erdreich an... Bei der von Ihnen vorgeschlagenen Methode und dann auch noch nach einem Regenguss besteht Lebensgefahr!
Die Mauer kann so mit Glück noch einige Jahre stehenbleiben. Vielleicht stürzt sie aber auch nach dem nächsten Wolkenbruch ein...
Dies kündigt sich bei einer alten Bruchsteinmauer nicht an. Dies geschieht innerhalb von Sekunden.
Auf dem Bild ist der Einsturz einer Bruchsteinmauer ca. 4 m breit und 7m hoch zu sehen. Es wurden ca. 40 Tonnen Schutt und Geröll in Handarbeit aus dem Keller geschafft. Ursache war ein defektes Regenrohr, wodurch der Mörtel aus den Fugen gespült wurde.
Das Schadensbild war zuvor übrigens eine Beule ähnlich wie ihre auf dem Foto.

Mein Ratschlag wäre die Mauer im geschädigtem Bereich kontrolliert durch einen erfahrenen Fachmann zum Einsturz zu bringen und neu aufzubauen.

Viele Grüße
Mathias Josef



Moin Annelie,



auch mit 100 deiner besten Kumpels kriegst du da nix reingedrückt. Ausserdem besteht zur Zeit immerhin noch ein festes Gefüge aus der Erde und den Steinen, dass du dann vollends zerstören würdest.

Neue Betonmauern haben regelmässige Abflussöffnungen, evtl. könnte man so erstmal die Mauer entlasten, aber da wissen die Spezis hier sicher mehr.

Erkundige dich aber schleunigst, ob du gegen Einsturz ausreichend versichert bist!!! Dann hast du wenigstens etwas mehr Ruhe eine gute Lösung zu finden.

Evtl. bist du im Rahmen deiner Verkehrssicherungspflicht auch verpflichtet durch Schilder auf die Einsturzgefahr hinzuweisen (bzw. haftest sonst für die Schäden).

Wie lang dat Ding noch hält und wo es wahrscheinlich zuerst kracht, wird dir aber selbst vor Ort keiner sicher sagen können.

Also: Von heute an immer brav den Teller leeressen (damits nicht regnet)!

;-) Boris