Mauerversatz anpassen

07.01.2013 Karli



Hallo an die Zimmermänner oder die die sich auskennen,

meine Giebelwand, also die Mauer von der Obergeschossdecke bis zum First, hatt in ca. 2 m Höhe knapp über den Mittelpfetten einen Versatz von 5 cm. Der obere Teil von ca. 1.9m ist dünner Gemauert.( Untere Bereich 28cm oberer 23cm)das nur auf einer Seite als ob 1950 den Bauherren die Ziegel ausgegangen sind. Man schaut von innen die Löcher aus den Ziegeln. Nun mit dem geplanten Dachgeschossausbau, muss ich die ganze Wand Verputzen um a: eine gerade Fläche zu erhalten und b: um die Dampfbremse des ZKF Luftdicht anschließen zu können mit Kleber und anschließend mit einer 25 mm Leiste zu fixieren. Die gesamte Mauer wird dann von innen mit den besagten 25 mm entweder mit Steinwolle oder mit Gipskarton mit Filz verkleidet da eine Aussendämmung erst in paar Jahren angebracht wird. Wie kann ich diese 5cm mit festen Materialien vermauern denn mit Aufputzdämende Stoffe würde ich ev. Schimmelbildung oben erhalten. Kann ich Ytong Steine nehmen oder muss ich gleichwertige Bausteine verwenden?


MFG:Karli



Gipskarton mit Filz oder Steinwolle ...



... an der Mauer wird mindestens genauso schimmelanfällig sein, wie "Aufputzdämende (!) Stoffe" (was immer das sein soll). "ZKF" gibt bei google den "Zentralverband für Karosserie und Fahrzeugtechnik" oder "Zentrale klinische Forschung" oder "Zeitschrift für Kommunalfinanzen" her.

Wenn Du die Dampfbremse für einen "ZwischensparrenKlemmFilz" meinst - dann wäre doch ein Leichtputz wie z.B. der Biotherm von HAGA durchaus eine Variante für den Ausgleich. Es gibt auch Fixierungen, die keine Latte brauchen.

Die Masse der Giebelmauer jetzt in die Kälte zu stellen (25mm Dämm-Material)-mit all den verbundenen Nachteilen bei der Nutzung dieser Wand - erscheint mir etwas zu kurz gedacht.

Du sprichst von dem "geplanten" Dachgeschossaufbau - warum kann dieser Planer dieses Detail für Dich nicht lösen? Was ist das für ein Plan? Ich unterstelle, dass es keiner ist, sondern nur die Idee einer Detaillösung. Das wird dem Haus nicht gut tun.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



mauerversatz angleichen



Ist Im Moment mein oberstes ziehl und wie ich es machen soll um keine größeren Fehler zu machen. Ich geb ja zu das ich in meiner Fragestellung nicht die Fachausdrucke verwenden kann weil ich sie nicht kenne. Jedoch binn ich sehr wohl in der Lage Tipps zu verstehen und sie auch umzusetzen. So nun mal vom Anfang. Ich binn der Planer weil ich mir eine Firma nicht leisten kann. Hilfe habe ich schon aber a: möchte ich verschiedene Meinungen haben und b:möchte ich auch wissen und verstehen was gemacht wird.
Also da die Sparren mit den Maßen 95 * 115 und 6250 lang sehr schwer beim aufdoppeln um ein 200 Zwischensparren Klemmfilz einzubauen werden, habe ich mir selber Sparrenexpander gebaut und benütze einen 100 Klemmfilz Wlg0.035 zweilagig. Somit kann ich eine Lage zwischen meine jetzigen Sparren einbauen und die zweite Lage zwischen den Expandern und bedecke somit die Sparren. Es gibt Auswertungen die besagen das Wlg0.032 um 9% besser als 0.035 dämmt aber auch das 15% dämmverlust durch nicht überdeckte Sparren entsteht. Somit mit dem Wlg0.035 und den Sparrenexpander habe ich einen guten Wärmedämmwert zum günstigen Preis und ein ausrichten meiner Sparren in einem Arbeitsgang. Dann die Dampfsperre die selbstverständlich luftdicht mit allen dafür vorgesehenen Klebemethoden an den Kehlbalken, First, Mittel, Fußpfette und am verputzten Mauerwerk mit dem dafür vorgesehenen Kartuschenkleber. Dann kommt eine Lattung 30 * 50 selbstverständlich mit Nageldichtband um die Dampfbremse dicht zu halten und ein UKF also ein Untersparren Klemmfilz aus Steinwolle in der die Elektrik integriert wird. Dann 12.5 feuerfeste Gipskartonplatten.
Und nun zum eigentlichen Problem dem Mauerversatz. Das Dachgeschoss hatte mal jemand vor 20-25 Jahren teilausgebaut mit Glaswolle ohne irgend eine Dampfbremse. Die Wand war mit 25 mm Styropor und 12.5 Gipskarton innengedammt und der Raum diehnte Jahrelang als Schlafzimmer mit Heizung. Als ich das alles aufgerissen habe war keine Spur von Schimmel. Das bekräftigt in meinen Augen die Aussage das man so gut wie jede Wand innen dämmen kann wenn man die dicke so wählt das sich der Taupunkt nur innerhalb der Grundmauer verschiebt. Da also die Mauer mit Max. 25mm innendammung verkleidet wird, muss ich die oberen 50mm also massiv angleichen. Für gute Tipps binn ich sehr dankbar. Belehrungen sind auch gerne gesehen wenn am Ende ein Tipp kommt.
MfG: Karli



200mm Vollsparrendämmung und Giebelmauer dämmen - selber planen?



Hallo Karli,

du veränderst die Gegebenheiten bei dem Gebäude doch erheblich. Wenn Du nun selber planst, weil Du Dir eine Firma nicht leisten kannst, dann ist die Gefahr recht hoch, dass Du mit viel Halbwissen Geld, Zeit und Kraft für entstehende Mängel investierst.

Z.B. Deine Sparrenangabe: 95 x 115 mm mit 6,25 m Länge ist ja nun nicht gerade der Hit. Wenn Du da noch jede Menge Unterkonstruktion, Innenschalung, Dämmung einbringst, dann könnte das statisch knapp werden. Mit was ist das Dach gedeckt? Schneelast? Auf dem Foto ist kaum Kehlgebälk zu sehen.

Was Deinen Mauerausgleich angeht: Ich würde tatsächlich einen Leichtputz auf Kalkbasis verwenden. Z.B. den Biotherm von HAGA. Und ich würde auf keinen Fall eine Innendämmung anbringen. Denn die Speichermasse der Giebelmauer würde ich dem Raum nicht wegnehmen. Die Heizung würde ich so anlegen, dass die Speichermasse Wärme erfährt. Wie ist die Mauer eigentlich außen verputzt?

1950 war nicht gerade eine rosige Zeit fürs Häuslebauen. Deine Angaben lassen vermuten, dass die Bausubstanz eher schwach ist. Da gibt es wenig Toleranzen für bauliche Veränderungen. Umso mehr müssen diese gut überlegt sein und bei jedem Schritt das gesamte Gefüge des Baus bedacht werden.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



ohne



eine Plaung läufts Du ins offene Messer in Sachen Baurecht. Wenn Du hier einen Nebenraum zu Wohnzwecken umbaust und keinen Bauantrag gestellt hast - wozu Du einen Planer brauchst wie Frank es schreibst, dann könnte es Ärger geben. Durch den Einbau der Dachfenster ist das von außen auch gut zu erkennen. Ob Du es dann selber machst - das ist dann Dein Risko !

Zur Frage: Warum willst Du unbedingt den Versatz, der durch die Zange nicht auffallen würde, unbedingt ausgleichen. Fällt dich gar nicht auf ! Und die Wand würde ich nur putzen. Da hast Du dann auch einen guten Untergrund, die Folie fachgerecht anzuschließen. Und das ist die preiswerteste Variante, wenn Du eh wenig Geld hast !



Das zu Dämmende dach ist



also ein Pfettendach mit dreifach stehenden Stuhl.
Ziegel Lattung Konterlattung Unterspannbahn
Firstpfette 140 X 150
2 Stulsäulen 150 x 150 ab Kehlbalken
je 2 Kehlbalken paare oder Zangen 130 x 150 zwischen Mittelpfette
jeweils ein Kehlbalken an den Firstmauern Li u. Re 120 x 150
Gesamt 6 Kehlbalken also
insgesamt 3 Stuhlsäulen. 2 Nord/Ost, 1 Süd/West
Sparren 95X120X6250 mittig auf der Mittelpfette.
Aussere 4 Sparren mit 68cm abstand mittige 6 Sparren mit 56 cm abstand.
Fußpfetten 120X120

Schneelastzohne 2 mit Höhen über NN: min 191 m
Schneelast sk = 0,85 kN/m²
Spaarenaufdopplung um 100mm ist mit 0,35KG per laufenden Meter nicht der Rede wert.
Gewicht sind dann die Dämmwolle die Ramen Fichte Leisten und die Gipskarton Platten.

Somit ist die Veränderung am Pfettendach gar nicht so erheblich bzw. hebt die Verstärkung der Balken durch die Expander die zusätzliche Last fast auf. Geplant von mir ist lediglich in der Hausmitte noch ein Kehlbalken zwischen den Mittelpfetten von 120 x 160 einzuziehen da Südseitig eine "Fachfirma" eine Pv-Anlage installierte ohne Statiker (ich hatte Vertrauen). Somit habe ich dann alle 2,5 m eine "Querstrebe" zwischen den Mittelpfetten und da ein Pfettendach überwiegend die Vertikalen Kräfte entwickelt, binn ich auf der sichereren Seite. Ein Statiker mit dem
Bauplan von 1949 muss vermutlich sehr viel vor Ort nachschauen und wird vermutlich auch kein anderes Ergebnis herausfinden. Bitte das hier nicht zu ernst nehmen. Hat mir ein Rentner mal so erklährt UHNVERBINDLICH :

Beispiel: Das Dach ist vor 15 Jahren berechnet worden mit (vereinfachte Berechnung): 100 Kg Mannlast + 100 Kg Schneelast entspricht 200 kg/m² zuzüglich Sicherheit (30 %) entsprechend 200 kg/m² * 1,3 = 260 kg/m²..... Das würde bedeuten dass bei 1-2 m hohen Neuschnee zusätzlich 1 Mann ( Dachdecker o. ähnlich) PRO m² stehen darf + Sicherheit-..... 100 m² also 100 Dachdecker.....

Nach neuesten Norm wird mit mehr Sicherheit gerechnet , da reicht dass nicht mehr aus.....Jetzt wird mit 50 % Sicherheit gerechnet...das Alte Dach ist dasselbe....260 kg/m² geteilt durch 1,5 = 133 kg/m²....der Dachdecker wiegt immer noch 100kg entsprechen können zwar im Winter noch 100 Dachdecker (pro 100 m²) auf dem Dach stehen aber nur 33 kg Schneelast....Das reicht natürlich jetzt nicht mehr aus..... .Naja...das kann man endlos diskutieren....... (Fazit....Das Dach hält die gerechneten zusätzlichen 8 kg/m² der Dämmung...es sei denn du hast pro m² einen Dachdecker und 100 kg Schnee stehen...dann wird es eng.. ? )

Den Biohterm on Haga habe ich nicht gekannt, Danke für den TIPP werde vermutlich in 2 Arbeitsgängen erst oben die 5cm Verputzen dann nach 5 Wochen Trockenzeit die gesamte Mauer 2 cm Verputzen und die Dampfbremse mit dem Aramierungs und Klebeband CONTEGA PV Einputzen . Heizung 3 Heizkörper unter den Fenster und ein Holzkamin.
Danke Frank für die Tipps hat mir sehr geholfen und weitere Anregungen fände ich Super. Bauherr war eine Zimmerei 1950 alles doppelt und Dreifach gesichert für die Zeit.

Also auf dem Bauamt war ich als erstes um die Nutzungsänderung anzugeben. Da ich ein Carport fur 2 Autos gebaut habe, (nachweis zusäzliche Stellplätze)
brauche ich kein Bauantrag genehmigung etc. Unter der Bedingung das ich mich mit den Dachfenster an die Ortliche Satzung halte.
Mauer angleichen wollte ich aus diesem Grund:

Der ?-Wert des Hochlochziegel-Mauerwerksliegt bei 0,52 – 0,68 W/(mK). Für 24 cm dünne Wände wird eineWärmeleitfähigkeit des HLZ-Mauerwerks von 0,465W/(mK) gefordert. Die U-Werte orientieren sich amMindestwärmeschutz der DIN 4108 ab 1952. Energetisch und
hygienisch leider nicht hinreichend, wie wir heute wissen. Das merke ich im EG und OG. Trotz neuer Fenster gibt es 1,5 – 2 ° Wärmeverlust pro Pro Stunde Im Winter bei abgestellter Heizung und 0°.

Der zweite Grund war das die Dampfbremse durch den Versatz auch eine Gefahrenquelle darstellt.

Trotzdem ist man für TIPPs sehr Dankbar denn nur dann lernt man etwas und hat eine gute Entscheidungskraft.

MFG: