Kalkmörtel für Mauer aus 130 Jahre alten Ziegelsteinen?

02.01.2007



Wir möchten aus ca. 130 Jahre alten Ziegelsteinen, die anders als die heutigen innen eher weich und außen härter sind, eine Mauer im Garten auf Fundament bauen. Damit die Mauer von Pflanzen besiedelt und Insekten (Wildbienen, Hummeln) genutzt werden kann, suchen wir eine Mörtelmischung, die dafür geeignet ist - also einen sogenannten "weichen" Mörtel. Wer kann mir das richtige Mischungsverhältnis von Kalk (und wenn welcher Kalk), Sand und ggf. weiteren Zutaten empfehlen? Und darf dort auch Zement zugegeben werden, oder ist das kontraproduktiv? Unser Haus besteht auch aus diesen alten Ziegeln, wahrscheinlich sind sie aber noch viel älter. Vielen Dank für gute Tipps. Sibylle





Nimm Lehm, dann freuen sich die Hummeln.

Wie dick und hoch soll sie denn werden?
Bei halber Stärke wird es wohl Kalkmörtel werden,
Weiskalkhydrat und grober Sand 1 zu 3.
Keine weiteren Zutaten notwendig, kein Zement.

Es gibt auch Lehm-Kalkmörtel,
sowas wurde hier und da als Innenputz verwendet,
einfach mal ein paar Experimente machen.

Viele Grüße,
Philipp Kawalek



Mäuerchen



Also zementfrei auf jeden Fall, am Besten einfach Kalkhydrat verwenden, mit feinem Sand, am besten Flussand, normale magere Mischung, also 4-5 Teile Sand auf 1 Teil Kalk.

Wenn die Mauer besiedelt werden soll, nehmen Sie vielleicht lehmigen Sand mit Kalk oder bauen gleich eine Trockenmauer mit reinem Lehm zwischen den Steinen.
Da können die Krabbeltiere besser drin graben.

Womit wollen Sie die Mauer abdecken?

Alles Gute



Wieviel



Winter soll das Mäuerchen denn überstehen? so wie Sie den Stein beschreiben werden es nicht viele sein, denn der Stein nimmt jede Menge Wasser auf was infolge Frost zur totalen Vernichtung führen wird



Steinalt



Da ist es von Vorteil, wenn die Trockenmauer mit Lehm gebaut wird, der das Feuchtigkeitsniveau reguliert, zudem trocknen auch Ziegel an der Luft, sind schließlich keine Schwämme.

Wenn die Mauer vernünftig abgedeckt wird (Tondachziegel), spricht nichts dagegen, sie die nächsten paar Jahre so zu lassen.

Die Stapelmauer auf dem Bild war mindestens 70 Jahre alt, und nach unten wurden die Steine immer besser, trotz Salz jeden Winter und Wasser von oben.

Alles Gute





Vielen Dank für die vielen und guten Antworten und Tipps. Sie haben mir sehr geholfen, Fehler zu vermeiden und das Ganze noch einmal zu überdenken, vor allem auch, was die Abdeckung betrifft. Und sehr wertvoll sind auch die Rezepte für richtige Mischung!!! Wenn die Mauer mal fertig ist, werde ich gerne ein Foto mit Kommentar ins Netz stellen. Aber das braucht noch ein paar Monate Zeit.