Mauer Sägeverfahren mit nur einseitigem Zugang

16.03.2020 15234Johannes


Guten Tag und Hallo Forum,
ich würde mal gerne ein paar Meinung / Erfahrungen hören wollen zum Mauer Sägeverfahren zur Errichtung einer nachträglichen Horizontaltsperre. Im Konkreten Fall ob es technisch i.O. ist, wenn das Mauerwerk nur von einer Seite zugänglich ist da das Haus nicht Unterkellert ist, das untere Geschoss aber bewohnt. Zum Objekt, Siedlungs DHH 1924 Streifenfundament, zweischaliges Mauerwerk.
Mein Problem, ich hatte zwei Sägefirmen vor Ort, der Erste meinte, er Sägt auf einer Höhe wo hinterm schnitt Erdreich (also kein Hohlraum (unterlüfteter Fußboden) ist und ist der Meinung das sein Quellmörtel ja nach hinten nicht weg kann und damit es ok ist dort nicht zu verfugen.
Der Zweite meint das er so nicht den Quellmörtel einbringen kann, da er sich vermutlich mehr in den Sand/ Erde hinter die Wand anstatt in die Fuge drückt.



Der erste hat Recht



je nach Bodengefüge braucht er dafür lediglich etwas mehr Quellmörtel.



Horizontale Feuchtigkeitssperre



Hat ein unabhängiger Sachverständiger die Feuchtigkeitsursache ermittelt?

Wie macht sich die Feuchtigkeit bemerkbar?

Wurden alle anderen Sanierungsmöglichkeiten ausgeschlossen?

Wie kommt die Feuchtigkeit über den Hohlraum an die Innenseite?

Gibts Angaben zu den Kosten und Fotos der Feuchtigkeitsbelastung?

Auf welcher Höhe soll denn gesägt werden wenn das Haus nicht unterkellert ist?

Bei meinem Haus von 1910 wurde schon eine horizontale Feuchtigkeitssperre eingebaut



Danke für die Andworten / Fragen.



Hallo,
ich hatte Sachverständige da, der eine mit Sicherheit nicht unabhängig, wollte alles mit Bauchemie tränken. Der Zweite ist aber auch der Meinung das es aufsteigende Feuchte ist. Liegt bei den Rahmenbedingungen auch auf der Hand. Durch Lehm und Tonschichten habe ich ca. 20m vom Haus einen Gartenbrunnen, da Steht das Wasser bei ca. 2m. Möglicher weise war das zu Bauzeiten des Hauses anders, da um 1900 hier Bergbau betrieben wurde. Die Feuchtigkeit lässt sich in den Wänden Messen (im Sockelbereichen bis 90%) an einer Stelle gab es schon mal Schimmel (auf Lehm Streichputz) das wurde notdürftig mit einer Heizungsrohrschleife „behandelt“. Das die Feuchtigkeit den „Hohlraum“ passieren kann liegt vermutlich zum einen an der schlechten Stein und Mörtelqualität und zum anderen daran, das das Erdniveau um das Haus über die Jahrzehnte gewachsen ist und der sogenannte Sockel teilweise nur noch 15cm aus der Erde schaut. Das das Haus gar kein Keller hat stimmt nicht, es gibt eine Teilunterkellerung, wo man auch gut Feuchtigkeit sieht. Da der Keller aber nur für Gemüselagerung ist hab ich da kein Problem mit. Darum soll etwas aufgeschachtet werden 30-50cm um beim Sägen nicht in den Hohlraum zu gelangen, diese Höhe kann im Kellerbereich beibehalten werden (Kellerwände bleiben dann feucht, aber an die Überbaute Wand kommen wir eh nicht) dann soll Außen bis zur neuen Horizontalsperre Vertikal abgedichtet werden / evtl. auch noch Rollkies
Preise habe ich gerade nur fürs Sägen (schachten würde ich selber) ca.110€ pro m (36 Mauerwerk)
Der Wohnbereich EG ist alles andere als behaglich wir wollen gegebenenfalls das Zweischalige Mauerwerk mit einem Einblasdämmstoff verfüllen lassen, auch dazu muss es trocken sein.




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