Gartenmauer. Welcher Mörtel?

18.06.2009



Ich plane im Garten eine Ca. 70cm hohe Mauer um unseren Sitzplatz anzulegen. Die Fragen die mich jetzt schon einige Zeit beschäftigen sind folgende:
- Welche Art von Mörtel zum Mauern soll ich nehmen, um bei der Klinkermauer später "Ausblühungen" weitestgehend zu vermeiden.
- Ist eine Naß-in-Naß_Verfahren angebracht, oder soll ich die Wand nachträglich verfugen? Muschelkalk?
- Hat jemand Erfahrung mit Mauern dieser Art und kann mir sagen wie tief die Fundamente sein müssen. Mir will einfach nicht einleuchten, warum ich für solch ein "kleines" Bauwerk theoretisch ein 60-80cm tiefes Fundament anlegen soll? Bei uns in Ostfriesland friert es sowieso nie richtig stark. Der Untergrund bei uns ist Sand. Sollte es tatsächlich unter einer Mauer frieren, wird sie ja nicht gleich kaputt gehen.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand einen Rat geben kann und verbleibe mit sonnigen Grüßen aus`m schönen Norden
Björn



Mauer gründen



Hallo Herr Rippen,

mit Ihren Überlegungen zur Gründung haben Sie völlig recht. Auch die Niederländer gründen im Dünensand ihre Häuser nicht tiefer als 50 cm.
Klassisch ist eine materialsparende Gründung für Gartenmauern so anzulegen, daß alle ca. 4 bis 6 Meter ein Punktfundament 80 cm tief angelegt wird, z.B. aus Stampfbeton, dazwischen legt man bewehrte Stahlbetonbalken, die die Lasten auf diese Punktfundamente abtragen. Fertig ist die regelgerechte Gründung.
Der Mörtel richtet sich nach de verwendeten Stein. Wenn es, wie bei Ihnen üblich, eine Ziegelmauer werden soll, kann man in Mörtelgruppe II mauern und mit einem Fugmörtel später fugen.
Es sind natürlich auch andere Arten der Wandbehandlung möglich.

Grüße vom Niederrhein





Hallo Herr Beckmann!

Danke für die schnelle Antwort von Ihnen. Bei der Frage mit dem Mörtel interessiert mich vor allem, ob man Zement-, Kalk- oder KalkZementmörtel nehen sollte. Das scheint nämlich eine Frage zu sein, die polarisiert. Wenn man 3 Leute fragt, bekommt man 4 Antworten.



Gartenauer



Hallo Herr Rippen,

ich könnte Ihnen auch noch eine fünfte anbieten.
Reiner Zementmörtel ist schwieriger zu Verarbeiten (unangenehmer), er ist auch zu dicht und sperrt die Gartenmauer schichtenweise, wobei es zu auffrieren im Winter kommen kann, weil sich Eislinsen bilden.
Kalkzementmörtel ist da schon ein wenig besser, aber m.E. für Gartenmauern auch zu fest, und auf Festigkeit kommt es hier nicht an. Ein naturhydraulischer Kalk (NHL)würde Wasser durchlassen, ausreichend fest sein und noch elastisch genug, um eventuelle Verformungen der Mauer mitzumachen.

Grüße vom Niederrhein



Gartenmauer



Bei 70 cm Höhe bietet sich doch eine Trockenmauer oder ein Friesenwall an.
Haben Sie mal an diese Alternative gedacht?

Viele Grüße