Einbau feuchter Schilfrohrmatten

29.10.2008



Hallo,

meine Frage richtet sich an Fachleute und erfahrene Bauherren, die mit Schilfrohrdämmung arbeiten bzw. gearbeitet haben.
Wir lassen momentan die Fassade unseres Hauses machen. Dabei wird die Wetterseite von einer Eternitverkleidung befreit. Dann kommt ein Lehmspritzbewurf. In diesen werden Schilfrohrmatten geklebt. Anschließend kommt ein mehrlagiger Kalkputz mit freskalem Anstrich drauf. Alles in allem sollten diese Arbeiten längst abgeschlossen sein.

Nun wird es zunehmend kälter und regnerischer. Die Firma hat schon zu verstehen gegeben, dass sie die Arbeiten nicht abschließen kann (Temperaturen zu niedrig). Will nur bis zum Grundputz ausführen und den Rest dann im nächsten Frühjahr.

Nun haben sie Schilfrohrmatten hier gelagert und nicht abgedeckt. In dem Regen sind diese nun naß geworden. Wie sieht es da mit einem Einbau aus? Trocknen die Matten dann an der Wand aus? Doch wohin geht die Feuchtigkeit? Oder sollte ich hier Bedenken anmelden?

Wäre nett hierzu Erfahrungen zu lesen.

Besten Dank
Sontje



nasse Schilfplatten müssen beim Einbau trocken sein.



Sonst besteht "Schimmelgefahr" mit nachfolgenden Bauschäden.



Wir



haben unsere Schilfrohrplatten aussen mehrere Wochen unverputz gelassen. Mehfach wurden die Platten vom Schlagregen durchfeuchtet.

Schimmel konnte ich keinen fetsstellen ! Woher soll der denn kommen?

Ob die Platten an der Wand trocknen hängt vom Putzmaterial ab. Hier sollten zementfreie Putze zum Einsatz kommen.

Grüße



es ist ein großer Unterschied, ob Schilfplatten waagerecht unter



Regenbelastung OHNE Hinterlüftung lagern oder ob diese senkrecht an der Fassade montiert vom Wetter gut belüftet trocknen können.



Zeitpunkt



Feuchte Matten durch unsachgemäße Lagerung (nicht abgedeckt und voll bewittert!), würden wir auch nicht verbauen bzw. verbauen lassen.
Eine Bewitterung an der Fassade selbst, ist eher etwas unkritischer zu betrachten (Luftumspühlung).
Trotzdem sehen wir den gesamten Fassadenarbeitszeitpunkt als kritisch an, denn wir bewegen uns ja jetzt schon in unteren 10°C Bereichen.
Und da noch Kalkputze dann aufbringen zu lassen, wo jetzt noch nicht einmal die Matten an der Wand sind, na gute Fuhre!
Alternativ könnten wir hier Holzweichfasersysteme als WDVS empfehlen, denn da könnte man noch mit der Grundspachtelung arbeiten.

Nachdenkliche Grüße
Udo



Danke



Besten Dank für Eure Antworten. Sie bestätigen mir ja meine Bedenken.

Wie Udo schrieb sind jetzt ja schon die Temperaturen nicht mehr so, dass man bedenkenlos einen Putz anbringen kann. Nun haben wir das Haus aber so stehen, dass die alte Verkleidung schon weg ist, was zur Folge hat, das es durch viele Ritzen zieht und wir im OG nicht mehr die Innentemperaturen erreichen wie wir es gewohnt sind.

Nun zur Frage: kann man auch nur die Schilfmatten anbringen lassen und diese offen über den Winter stehen lassen? 5 Monate dem Wetter ausgesetzt ist ja was anderes als mal 3-4 Wochen.

Und wie ist das mit dem Material an sich. Uns wurden die Schilfrohrmatten ohne Abdeckung aufs Grundstück gestellt. Sind wird verantwortlich für deren Abdeckung? Sind diese schon in unseren Besitz übergegengen, da wir eine 1. AZ für Materiallieferung akzeptiert haben?

Danke Sontje