Mauerentfeuchtung durch Matrolan

27.09.2009



Ich habe die letzten paar Stunden damit verbracht, mich im Internet nach dem Mauertrocknungssystem "Matrolan" umzusehen. Dabei bin ich immer wieder auf Fachwerk.de gelandet. Und immerwieder heißt es: "Der Kram funktioniert eh nicht" oder "Wenn es eine Trocknung gab dann nur durch Begleitmaßnahmen wie Lüftung etc." oder "Diese Firmen sind eh ALLE Betrüger.". Ich würde Ihnen eigentlich sofort recht geben, wäre da nicht ein kleiner Haken: Ich selber kenne mehrere (!!!) Gebäude die von der Firma Matrolan erfolgreich getrocknet wurden! Ich habe auch über diese Firma noch NIE einen Bericht gelesen oder gesehen in dem das Gegenteil bewiesen wird. Ich finde es schade das Firmen wie "Aquapol" und Konsorten es geschafft haben, dass durch ihre Betrügereien alle Mauertrocknungsfirmen die mit dem Prinzip der Elektroosmoose arbeiten in schlechtes Licht gerückt wurden. Und für alle die gerne gegen alles "anstinken". Hätte ich eine bitte: Bevor sie ihre "geistigen Ergüsse" im Internet verbreiten und die ganze Welt mitliest, Informieren sie sich bitte über das, wovon sie denken so viel Ahnung zu haben. Falls sie allerdings ein Gebäude kennen, in dem das Matrolan-System installiert wurde und nicht funktioniert hat, lassen sie mich das doch bitte wissen. Und wer neugierig geworden ist, kann mich natürlich gerne unter felix.borkenhagen@gmx.net kontaktieren. Ich kann ihnen gerne Gebäude nennen bei dem sich das System bewährt hat. Dies kann ein Vertreter der Firma selber natürlich auch. (falls Sie es gedacht haben sollten, nein ich bin kein Vertreter der Firma). Und sollte ein wirkliches Interesse bestehen, kann ich ihnen auch gerne die Nummer eines sehr netten und fachkundigen Mitarbeiters der Firma geben.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Borkenhagen



Dann ist...



...der „sehr netten und fachkundigen Mitarbeiter der Firma“ wohl ein guter Bekannter.

Für diese Verfahren gibt es aber nun mal keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass sie funktionieren.
Darum werden diese auch liebevoll „Zauberkästchen“ genannt



nachweis



Doch, für Matrolan gibt es einen Nachweis. Ich weis leider nicht wie dieser heist. Wie gesagt, ich bin nicht vom Fach. Sollten sie wirklich Interesse an Matrolan haben, bitte ich Sie mir eine email zu schreiben. Sie werden dann die Nummer des besagten Mitarbeiters (der wirklich ein Bekannter von mit ist) von mir bekommen. Bitte schmeissen sie nicht alle Firmen in eine Schublade. Sie können sicherlich auch ein Objekt begutachten und die Messunterlagen einsehen bzw. selber mit eigenem Gerät messen.

mfg.



fetter Textblock,



schwer zu Lesen, eigentlich unlesbar.

eine Frage ist eine Frage ist...



Bleibt dem geneigten Leser eigentlich nur...



...seinen eigenen Gripskasten zu benutzen und sich für sein Haus so oder so zu entscheiden - notfalls auch ohne "Segen" dieser Community.......

Gruss, Boris



Dumm gelaufen ...



Da gibt es endlich einen Nachweis dafür, dass eine Zauberkästchen-Methode zur Mauertrocknung wirklich funktioniert, und der einzige Mensch, der davon weiss, hat vergessen, wie er heisst. Sehr, sehr, sehr schade.



ich hab ja geschrieben



schreibt mir, wenn ihr wirklich interesse habt ne Mail und ich reich euch weiter. Ich kann euch auch gerne Nummern von Leuten in ganz DE geben wo Matrolan funktioniert hat!



Warum so heimlich?



Ein Beweis, der nicht öffentlich dargelegt wird, ist keiner. Ich bin durchaus daran interessiert, zu erfahren, wie das funktionieren soll, weil es mir noch niemand so erklären konnte, dass ich es verstehe (und als Naturwissenschaftlerin bin ich da nicht ganz ahnungslos). Aber ich werde sicher niemanden anrufen, um mir das erklären zu lassen. Da warte ich mal auf die Publikation.

Grüsse



Mir sind



ein paar wissenschaftliche Abhandlungen bekannt, die belegen, dass diese Verfahren nicht funktionieren können.
Mir sind noch keine Abhandlungen bekannt geworden, die nachweisen, dass das Verfahren funktioniert. Auch die Matrolan-Seite zeigt hier nur dubiose Werbeaussagen und "Zertifikate", die ich einfach mal als Mumpitz bezeichnen möchte.
Verschont doch bitte dieses Forum von schlecht getarnten Verkaufs- und Werbeversuchen.
MfG
dasMaurer



Stand der Technik



Hallo ungläubige

Hab mal nachgefragt. Die Bescheinigung ist ein Prüfzeugnis, dass die Matrolan Technik in den Stand der Technik erhebt. Ich denke das sagt jdem was, sogar mir als Leie. Wer nicht weis was das ist: gidf.de. Nur zur Info: Matrolan ist der einzige "Zauberkasten" der dieses Zewrtifikat erhalten hat. Das würde mich zum nachdenken anregen.

an Christiane:

Ich war mal so frei deine Email an den Matrolanmitarbeiter weiterzugeben. Er wird sich die Tage bei dir melden und es dir erklären.

mfg.



Hallo Gläubiger,



kennst du eigentlich den Herrn Rupnow und sein Porofin? (hier im Forum zu finden).

Vielleicht solltet ihr euch mal kennenlernen.

Gruss, Boris



@E-Osmose



Herr Webler hat gerufen, jetzt bin ich da. Hier eine Erklärung zu diesem Sperrsystem. Natürlich funktioniert die aktive Elektroosmose, allerding mit Risiken und Nebenwirkungen die man vorher wissen sollte:

Es ist ansich seit langer Zeit bekannt, das Wasser in Kapillaren oder im Erdreich durch ein elektrisches Feld bewegt werden kann. Es wird an die beiden in die Wand eingebauten Metallstäbe eine elektrische Gleichspannung angeschlossen. Das Wasser in der Wand wandert zum Minuspol der sogenannten Kathode.

Die Methode hat mehrere, auf den ersten Blick nicht offensichtliche Fehler, wie die Korrosion der Elektroden, die elektrolytische Zersetzung von Salzen im Mauerwerk und damit die Entstehung von Reaktionsprodukten unkontrollierbarer Zusammensetzung, die mauerwerkschädigend wirken können, ständigen Stromverbrauch und bedarf ständiger Kontrolle und Wartung. Der wesentlichste Fehler ist jedoch, dass die Wirkung von einem ausreichend hohen Stromfluss abhängig ist. Dieser Stromfluss zwischen der Anode und der Kathode verringert sich mit zunehmender Zurückdrängung des Wassers, da trockenes Mauerwerk für den elektrischen Strom nicht oder kaum noch leitfähig ist. Sobald also die obere Elektrode (die Anode) trockengelegt ist, endet die Wirkung des Systems und das Wasser steigt wieder. Ist die Anode wieder nass, beginnt die Wirkung wieder. Der Feuchtezustand der Wand wechselt also ständig zwischen feucht und nass, ohne dauerhafte Trockenheit zu erreichen.

Matrolan ist nach ISO 9001 zertifiziert, das hat aber nichts mit der Wirkung zu tun. Näheres hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Qualit%C3%A4tsmanagementnorm#EN_ISO_9001

Ich möchte Ihnen weiteres auf www.porofin.de empfehlen.

Ich wundere mich über den nichtgezeigten Sachverstand zum Thema. Man sollte schon was konstruktives beitragen können und hier nicht nur hinklieren um einmal dabei gewesen zu sein.

Gruß Ralf

Quelle des Bildes: Fischgroßhändler am Tsukiji-Fischmarkt, der mit einer ISO-9001 Zertifizierung wirbt. http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:ISO_9001_in_Tsukiji.jpg



Meister? Rupnow…



Das sehen Fachleute, die sich der Sache wissenschaftlich angenommen haben ganz anders. Es existieren auch genügend wissenschaftlich Veröffentlichungen darüber, dass diese Systeme zur Bauwerksabdichtung nicht taugen.

Und mal ehrlich, warum kostet ein Zauberkästchen das Dreifache eines guten PC.
Die Materialkosten Trafo, LED, Netzkabel, Gehäuse ca. 30,- Euro können es ja nicht sein.



Vielen Dank auch noch für die Lehrstunde über ISO 9001, Zertifizierungen die die Welt nicht braucht.

„Ich wundere mich über den nichtgezeigten Sachverstand zum Thema“

Ich auch Herr Rupnow, das Sie diesen Sachverstand auch nicht zeigen, sondern ihn, in so Fern überhaupt vorhanden, verweigern macht es auch nicht besser.





Jenes Prüfzeugnis war vor etwa einem Jahr schon einmal Thema hier im Forum und ebenso das IFB.
Wenn es da irgendetwas gäbe, würde die Firma, die die Prüfung in Auftrag gegeben hatte gewiss nicht zögern das Prüfzeugnis neben den anderen Aussagereichen Zeugnissen und Zertifikaten zum herunter laden anbieten – wenn denn das Ergebnis in ihrem Sinne war.

Wenn ich mich recht entsinne gab das IFB damals Informationen nur gegen Bares heraus.

Ich würde es nur zu gerne lesen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



das sie



Herr Rupnow es nicht wahr haben wollen das es funktioniert, is mir schon klar. Sie wolln ja auch ihre Sperre verkaufen.
Zum thema Sachverstand: Stimmt, der fehlt mir. Allerdings habe ich live miterlebt das Matrolan funktioniert. Ob ihrs nu wahr haben wollt oder nicht. Und das hat man nicht nur an den Messwerten gesehn, sondern auch an der Wand. Man hätte die Wasserhöhe mit nem Stift makieren können, und nen Monat später wäre sie um 5-15cm gesunken gewesen. Und das besagte haus ist schon Jahre trocken. Solche erlebnisse hatte ich nicht nur einmal. Und wenn es nicht funktionieren würde, wie kommen dann solche Partnerschaften zustande?

http://www.fassadenreinigung-zywicki.de/138/Partner.html

http://www.wentzel-dr.de/index.php?id=105&language=1

Die Firma Zywicki hat dierekt in ihrem Firmensitz eine Anlage und Wentzel Dr. in einigen ihrer Objekte.
Beides namenhafte Firmen. Meint ihr diese Firmen werben für Betrüger?



wie kommen dann solche Partnerschaften zustande?



aus 30,- Euro 3000,- zu machen könnte ein Grund sein



Also



ich kann dem Thema nicht folgen...schätze anderen geht es ähnlich



Was helfen all die Argumente - nichts, denn es geht doch nur um "glauben"



Schauen Sie sich auf der Seite:
http://www.dhbv.de/index.php?menuid=1&reporeid=247
und auch auf:
http://www.dhbv.de/index.php?reporeid=172
aber auch:
http://www3.ndr.de/sendungen/markt/videos/markt4502.html
die Beiträge genau an.
.
Die Gerichte sind auf dem richtigen Weg, denn....
LG Dessau-Roßlau 3 O 74/08 vom 19.11. 2008
Die Werbung ist unlauter, weil sie irreführend i.S.v. § 5Abs. 1, 2 Nr. 1 UWG ist.
Die Irreführung ergibt sich daraus, dass der Verfügungsbeklagte für das von ihm vertriebene …..gerät mit den im Einzelnen im Tenor benannten Wirkungsaussagen wirbt, obwohl wissenschaftlich gesicherte Ursache-Wirkung-Nachweise für die von ihm verwendete Methode nicht vorliegen.
Es gibt keine Aussagen dazu, wie die Geräte tatsächlich funktionieren und zu den beschriebenen Erfolgen führen.
.
Sollen doch die Hersteller / Vertreter und Vertreiber endlich einmal die anerkannten Institute beauftragen um uns mitzuteilen, wieso die physikalischen Gesetze bei ihrem Verfahren nicht mehr gelten.



und was hat



Matrolan mit Aquapol am Hut? GARNIX. Das is genau das was ich meine, es liegt zwar nahe wenn das der nächste der nen Kasten an die Wand schraubt und sagt das dies gegen Kapilarfeuchte hilft auch bescheisst. Dem ist aber nicht so. Jemals irgendwo gelesen das jemand ne Anlage von Matrolan im Haus hat und diese nicht funktioniert? Oder es gesehn? Also ich habe gesehen das es geht. Wenn jetz einer kommt und sagt das es nicht geht zeig ich ihm genauso nen Vogel wie er mir wenn ich sage das es geht! Außerdem "glaube" ich ned ich weis das es funktioniert!.



Ob es wirkt oder nicht



ist mir ziemlich egal. Von den Zertifikaten habe ich jedenfalls keines gefunden das die Funktion geprüft hat. Es wurde entweder die Sicherheit der Produktes oder die Qualitätssicherungmaßnahmen(z.B. ob auch wirklich alle Schrauben eingebaut wurden) der Firma geprüft. Dies sind keine Aussagen zur Funktion!!! Patente bekommt man auch auf alles Steuereinheit, Erdspieß usw. Wo ist das Patent auf das Funktionsprinzip? Ach stimmt ist ja schon alt "seit Jahrzehnten bewährt". Warum hat es sich dann nicht durchgesetzt? Preise zu hoch? Oder liegt es ggf. an der Funktion?
Wenn es so toll ist dann kann man doch das Bezahlprinzip ändern. Monatlicher Mietkauf über 72 Monate z.B. Dies senkt doch das Risiko für die Nutzer erheblich.

Gruß Marko



^weis nich ob dus wusstest



aber, man kann sich vor dem Kauf für ca. 800 euro eine testanlage einbauen lassen. sobald der kunde von der leistung überzeugt is kann er die in eine richtige anlage umtauschen lassen, oder man lässt es. weis nicht ob dies auf der homepage druff haben aber es ist so.



Buchtipp



Hier mal ein Buchtipp zum Thema

http://www.amazon.de/product-reviews/0953455726/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1

lg.Peter Schneider



Bitte um Zusendung!



Vermutlich gibt es keine unabhängige Überprüfung der Funktion, sollte ich mich irren, würde es mich freuen, wenn mir einer der gewiss zu einem Dutzend mitlesenden Matrolan-Installateure dies zusendet. Ich berichte vom Erhalt und freue mich Neues zu lernen. Herrn Borkenhagen stelle ich die Weiterleitung meiner Mailadresse frei, bis dahin,

mit freundlichen Grüßen aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer




P.S.: Wenn jemand eine Testanlage anbaut, bedeutet dies doch, dass er die Funktion seiner Anlage unter Beweis stellen will. Weshalb für den Funktionsbeweis 800 € anfallen erklärt sich mir nicht.



Das Problem gilt für alle Systeme, sagt uns doch wie es funktioniert...



...dann sind wir doch zufrieden.
Aber solange gilt der Satz:
Die Irreführung ergibt sich daraus, dass für das von ihm vertriebene …..gerät mit den Wirkungsaussagen wirbt, obwohl wissenschaftlich gesicherte Ursache-Wirkung-Nachweise für die von ihm verwendete Methode nicht vorliegen.
.
Daran muss sich jeder messen lassen.
Alles andere ist pla, pla...und hilft nicht weiter.



an Christoph Kornmayer



habe Kontaktsaten weitergeleitet





@ Felix,

vielen Dank, erwarte gespannt.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





So, dank der Adressweiterleitung durch Felix habe ich nun von Herrn Fulde,
dem Vertiebsleiter Nord der Matrolan Vertriebs GmbH aus Bendestorf eine

"Zertifizierung zum Stand der Technik" erhalten.

Das schaue ich mir nun mal näher an.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Wie voran beschrieben erhielt ich von von Herrn Fulde, dem Vertriebsleiter Nord der Matrolan Vertriebs GmbH aus Bendestorf eine

"Zertifizierung zum Stand der Technik".

Die mir überlassene offene Datei trug den Briefkopf des IfB, jedoch keine Prüf- oder Gutachtennummer etc.

Sie beinhaltete:
1. eine Beschreibung der sobenannten Funktionsweise des Produktes
2. die Aussagen, dass die
.. - Nachweise der Entfeuchtung (CM-Verfahren)
.. - Messmethoden (Darr-Methode)
.. - Nachweis der Entsalzung (Merck-Verfahren)
.. - Nachweis der Messung des Widerstandes (u.a. Wenner)

also kurz: die Messmethoden den a.a.R.d.T. entsprechen

Anschließend folgten noch einmal Grundvoraussetzungen für die Wirksamkeit des Matrolan-Verfahrens im Detail. Da das Dokument in keiner Weise einem üblichen Berichtaufbau eines Prüflabores entsprach, bzw. keine Merkmale eines gutachterlichen Aufbaus wie Nummerierung, Dargegung des Auftrages, Schlussbemerkungen oder gar Bewertungen trug, habe ich mich beim benannten Institut über die, sagen wir einmal "Vollständigkeit" des Dokumentes erkundigt.

Der Inhaber des Institutes schrieb mir zurück, dass sein Institut wohl für die Fa. Matrolan ein Prüfzeugnis erstellt hat, welches aber nichts mit dem mir vorliegenden Bericht gemein hat.
Da bin ich dann mal gespannt, ob es jemanden geben wird, der mir erzählen wird, wer dieses Dokument erstellt hat.


Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



P.S.: Freundlicher- und dankenswerterweise hat mir das Institut für Bauwesen (IfB) inzwischen den vorläufigen Bericht vollständig zur Verfügung gestellt, demnächst mehr.



Jetzt



wird die Sache ja richtig spannend.



Ich wundere mich



aber nun doch über ein paar Mitglieder dieses Forums. Das Thema, ob Matrolan funktioniert oder nicht hatten wir doch schon öfter. Auch das es in erster Linie ein Verfahren zur Entsalzung von Mauerwerken ist wurde schon erwähnt. Ich kann bestätigen, das es funktioniert. Und Sie Herr Köhler, haben doch selber die Bestätigung erhalten das Matrolan funktioniert. Ich erinnere nur an Ihre Aussage in folgender Diskussion.

---Forenreferenz-----------
Kurze Info -
nach dem Herr Hoppe hier als Referenz den Fruchtkasten in Tübingen angeführt hat, habe ich mir mal die Mühe gemacht und beim Bauamt angerufen. (Ist ja in meiner Nähe)

Von der zuständigen Abteilung habe ich folgende Info bekommen:

Kurzreferenz Fa. Matrolan

Wir haben am Gebäude Fruchtkasten seit ca. 10/2001 das Matrolan-System im Einsatz. Laut den Zwischenmessungen der Firma, die wir durch einen unabhängigen Bauphysiker parallel zum Messergebnis der Firma überprüft haben, lässt sich eine merkliche Feuchtereduktion erkennen.
Die Einsatzdauer beträgt somit derzeit rund 7,5 Jahre.
Bestätigt werden kann, dass sich ein messbarer Zwischenerfolg eingestellt hat.
Wir hoffen, dass Ihnen diese Kurzinfo die Entscheidung erleichtert und verbleiben
mit freundlichen Grüßen

========
Um das gleich klarzustellen, ich vertrete das Verfahren nicht. Im Gegenteil, ich stehe dem sehr skeptisch gegenüber. Trotzdem dachte ich, um sich neutral eine Meinung zu bilden, wollte ich diese Information ohne Wertung weitergeben.
Den Ansprechpartner inkl. Adresse, Tel., E- Mail Adresse hab ich gelöscht. Wer diese Adresse haben möchte, kann sich an mich wenden.

Fröhliches Weiterdiskutieren. ;-)) mehr ...
----------------------------------


:
Das die Überprüfung und Bestätigung der Funktion des Matrolan-Verfahrens durch das IfB Leipzig erfolgt ist wurde auch schon des öfteren erwähnt und ist seit längerem nachzulesen auf der Seite von matrolan.de
Das die Entwicklung von Technik weitergeht sollten doch endlich mal einige akzeptieren. Und wie diese Technik dann bis ins einzelne funktioniert ist sekundär (übrigens auch für viele Kunden). Wichtig für den Kunden und für mich als Ausführenden ist, das das Verfahren funktioniert und dass es geprüft ist (u.a. auch nach den Vorgaben des WTA). Und all das ist bei dem Matrolan-Verfahrens gegeben.



Tja,



da ist das von Matrolan verbreitete IFB-Gutachten offensichtlich eine Fälschung. Das ist natürlich ein sicherer Hinweis auf ein absolut "seriöses" Unternehmen.
MfG
dasMaurer



Genau



das ist es, was für mich so spannend ist.

"da ist das von Matrolan verbreitete IFB-Gutachten offensichtlich eine Fälschung. Das ist natürlich ein sicherer Hinweis auf ein absolut "seriöses" Unternehmen.
MfG
dasMaurer"

das andere war eine Wiedergabe von jemanden, den ich angeschrieben habe. Ich habe damals dazugeschrieben, das das ohne Bewertung von mir erfolgte. Das heißt nicht, das ich das System kenne oder in irgendeiner Weise weiterempfehle.

Ich finde die Entwicklung in diesem Falle doch sehr spannend. Sie nicht auch Herr Hoppe?

Grüße aus dem ars......kalten Süden

H. Köhler



Donnerwetter !



Das ist aber eine sehr abenteuerliche Behauptung, der Fa. Matrolan zu unterstellen dieses Gutachten gefälscht zu haben!

Dem widerspreche ich deutlich! Ich kenne die Fa. Matrolan als absolut integere, verantwortungsvolle, zuverlässige und seriöse Firma die so etwas nicht nötig hat!

Nun, Herr Kornmayer, dem nach dessen Aussage, ja nun das Original-gutachten des IfB vorliegt, wird dieses dann wohl bestätigen.



also



ich denke mal das sich das "in dieser form nicht vorliegt" bezieht sich auf die "form" des geut achtens. es ist halt nicht das original





"ich denke mal das sich das "in dieser form nicht vorliegt" bezieht sich auf die "form" des geut achtens. es ist halt nicht das original"

Exakt Herr Borkenhagen, dass ist es ja was mich hat skeptisch werden lassen! "Halt nicht das Original" - was denn dann wenn nicht das Original? Wenn ich ein Dokument mit dem Briefkopf eines Institutes erhalte gehe ich davon aus, dass das Institut das Dokument erstellt hat - und niemand anderes. Hier war es vermutlich anders.



aber



was steht denn nu im original?



Man könnte doch erwarten, wenn jemand integer und seriös ist, dass ....



...einem ordentliche Prüfungen einer anerkannten Institution - wie z.B. Universität; Materialprüfamt oder Technische Hochschule vorgelegt werden.
Solange dies nicht geschieht verweise ich auf Beiträge siehe Zauberkästchen
...einem ordentliche Prüfungen einer anerkannten Institution - wie z.B. Universität; Materialprüfamt oder Technische Hochschule vorgelegt werden.
Solange dies nicht geschieht verweise ich auf Beiträge siehe Zauberkästchen
http://www.dhbv.de/index.php?reporeid=172
Hier heißt es:
Elektrophysikalische Verfahren
.
Zauberkästchen Was Anbieter versprechen und was die Geräte davon wirklich halten
.
Während die Fachwelt einhellig die Wirksamkeit der Geräte bestreitet, verweisen deren Betreiber auf eine weite Verbreitung in der Praxis sowie auf Referenzen.
.
Messungen zur Wirksamkeit von so genannten Zauberkästchen wurden bereits durch die TU Wien (Prüfzeugnis V 79654 der Technischen Versuchs- und Forschungsanstalt der TU Wien vom 11.5.1993) und die ETH Zürich (F.H. Wittmann, Über wirksame Verfahren gegen aufsteigende Feuchtigkeit, Internationale Zeitschrift für Bauinstandsetzung, 1. Jahrgang, Heft 4, 1995) durchgeführt. Eine Wirksamkeit konnte in keinem Versuch, weder am Bauwerk noch unter Laborbedingungen festgestellt werden.
.
Hier schreiben nicht irgendwelche Wettbewerber, sondern anerkannte Professoren.



@ Baurep. Hoppe!



Ja ist schon klar! Wer wird schon in die Hand beißen die einen füttert.

R.Herbst



Herr Herbst,



da Sie mich direkt ansprechen:Ich bin bei Matrolan nicht auf der Gehaltsliste, wie jeder in meinem Profil lesen kann. Ich nutze das Matrolan-Verfahren nicht weil ich muss sondern weil ich will. Denn ich weiß, dass es funktioniert und den a.a.R.d.T entspricht! Und ich stehe bei meinen Kunden in der Verantwortung.
Das Prüfzeugnis des Instituts für Bauwesen Leipzig bestätigt die Tatsache das das Matrolan-Verfahren erfolgreich arbeitet. Herr Kornmayer wird nach dem Studium des Gutachtens dies sicher auch bestätigen. Wie übrigens auch das zuständige Bauamt des Fruchtkastens in Tübingen die Funktionsfähigkeit bestätigt.



Herr Hoppe



Zitat aus Ihrem Profil:

"...Nach vielen nicht zufriedenstellenden Versuchen mit den verschiedensten Produkten habe ich es nach anfänglich sehr großer Skepsis mit einem SYSTEM, das auf der Basis einer Potentialsenke im Mauerwerk basiert, versucht..."

Hört sich mehr nach rum experimentieren als nach Fachwissen an.
Welche nicht zufrieden stellenden Produkte waren denn dies?



Man sollte nicht alle über einen Kamm scheren.



Soweit mir bekannt ist handelt es sich bei dem System und eine Anlage zur Mauerentsalzung?!
Stark versalztes Mauerwerk nimmt, unwidersprochen, verstärkt hygrisch Feuchte auf.
Die elektrolytische Wanderung von Salzen ist ebenfalls unbestreitbar.
Wenn die Anlage also Salze hin zur Opferanode aus der Wand austreibt muss dies zweifellos, bedingt durch den sinkenden Salzgehalt, zu einer Verringerung des feuchtegehalts der Wand führen!
Allerdings muss meiner Ansicht nach die Wand wohl längere Zeit zusätzlich feucht gehalten werden um einen ausreichenden Spannungsfluß zu gewährleisten.

Ich halte das Verfahren zur Mauerentsalzung!! durchaus für gängig.
Zum Gerät selbst kann ich nichts sagen, kenn ich nicht.
Allerdings seh ich das Anwendungspektrum sehr speziell bzw. begrenzt.


Viele Grüße



Wie jetzt?



„Wenn die Anlage also Salze hin zur Opferanode aus der Wand austreibt muss dies zweifellos, bedingt durch den sinkenden Salzgehalt, zu einer Verringerung des feuchtegehalts der Wand führen!“


„Allerdings muss meiner Ansicht nach die Wand wohl längere Zeit zusätzlich feucht gehalten werden um einen ausreichenden Spannungsfluß zu gewährleisten.“

Wo, und in welchem Aggregatszustand bleiben die Salze???


[pubimg 19371]



Hallo Herr Struve



Die Salze Kristallisieren an der Opferanode, es bildet sich, je nach Salzbelastung teilweise richtig große Klumpen Salz an der Anode. Hab bedauerlicherweise kein Bild zu Hand. Hab dies aber verfolgen können an einer Anlage die von einem Elek. Ingenieur an einer Betonplatte an einem Parkhaus installiert wurde. Daher auch meine obige Aussage das es Funktioniert. Allerdings wurde die Anlage spez. für das Objekt berechnet und errichtet und war alles andere als ein kleiner Kasten mit zwei Kabeln und die Zielsetzung war nicht die Trockenlegung sondern der Korrosionschutz der Stahlkonstruktion durch Fremdstrombeaufschlagung, die Entsalzung der Betonkonstruktion war hier ein günstiger und willkommener Nebeneffekt.

Viele Grüße





So, das war dann doch etwas mehr, zumindest im Umfang. Vom Institut für Bauwesen (IfB) in Leipzig wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt:


Gutachterliche Aussagen als Vorbericht zum Prüfbericht

Vorab muss ich aber noch sagen, dass im Vorbericht auf den Urheberschutz und weitere Rechte hingewiesen und ausdrücklich Auszüge, Weitergabe etc. untersagt werden. Letztlich kann ich über den Vorbericht zum Prüfbericht „berichten“, nicht jedoch daraus zitieren. So will ich das auch halten und werde mich auf die wesentlichen Bestandteile des Dokumentes beziehen.

Unter dem Punkt A werden

1. Als Auftraggeber wird der Hersteller benannt
2. Als Aufgabenstellung werden benannt:
2.1 Klärung ob das aktive, elektrophysikalische Verfahren den a.a.R.d.T. entspricht
2.2 Klärung: Befähigung zur Beantragung als Gebrauchsmuster
2.3 Klärung: Welche Nachweise bereits erbracht wurden
2.4 Klärung, seit wann Grundsätze einer elektrophysikalischen Entsalzung/Entfeuchtung bekannt sind.

Unter dem Punkt B folgt das Inhaltsverzeichnis,
unter dem Punkt C bereits die Zusammenfassung, die besagt, dass

3.1 es sich grundsätzlich um ein elektrophysikalisches aktives System handelt
3.2 von 5000 Bauwerken 4 Gebäude ständig begleitet werden,
es werden die Messmethoden der Nachweise benannt. (geoelektrische Messungen, Salzanalysen, etc.) wie schon in meinem vorherigen Beitrag beschrieben, etc.

Zusammengefasst – und sehr verkürzt dargelegt – lese ich den Vorbericht zum Prüfbericht eher dahin, dass nicht das Trocknungs- bzw. Entsalzungsverfahren an sich und/oder der Erfolg des Verfahrens den a.a.R.d.T entsprechen sondern das Anlegen eines elektromagnetischen Wechselfeldes und die zugehörigen Mess- und Nachweismethoden. Natürlich lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

Das evt. flankierende Maßnahmen, die üblicherweise Trockenlegungen von Gebäuden begleiten sowie hieraus resultierende Wechselwirkungen Einfluss in den Vorbericht genommen hätten erschließt sich mir weder aus dem Bericht noch aus den zahlreichen Anlagen.

Aber dies ist meine Lesart des Vorberichtes zum Prüfbericht, letztlich bleibt noch offen, was im abschließenden Prüfbericht stehen wird und solange es diesen nicht gibt bleibt die Diskussion eher fruchtlos und konnte bisher meine Auffassung, dass elektrophysikalische Verfahren - herstellerunabhängig - ungeeignet zur Mauertrockenlegung sind, nicht berühren.
Ohne einen Hersteller im Auge zu haben, klar: Es geht ja nicht um das Trockenlegen, sondern um das Entsalzen lese ich immer wieder, doch unmissverständlich werden elektrophysikalischen Verfahren immer wieder bei der Trockenlegung ins Spiel/in die Wand gebracht (auch hier bei fachwerk.de), sodass es mir manchmal anmutet, als sei die Entsalzung nur vorgeschoben. Auch böte die Argumentation - im Falle des Nichtgelingens – gewiss den Vorteil, dass ein Gerät schließlich zur Entsalzung angebracht wurde und nicht zur Trockenlegung. Aber da mag ich mich ja irren.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Kleiner allgemeiner Exkurs zu Allgemeinen anerkannte Regeln der Technik (a.a.R.d.T)

Allgemeine anerkannte Regeln der Technik sind Regeln, die in praktischer Anwendung ausgereift und als allgemein anerkannter Erkenntnisstand der auf dem jeweiligen Gebiet tätigen Personen geworden sind. Der Begriff „ a.a.R.d.T“ beschreibt die allgemein herrschende Auffassung unter der Mehrheit der technisch tätig Praktizierenden.
Diese Regeln sind im übrigen den aus-/vorgebildet Praktizierenden bekannt und stellen sogar nach Werkveretragsrecht eine Minimalforderung des Sollzustandes dar. Nichteinhaltung = Mangel.

Die allgemeinen anerkannten Regeln der Technik sind nicht mit den DIN-Normen gleichzusetzen, vielmehr geht deren Inhalt richtigerweise darüber hinaus, denn die aktuell gültigen Normen spiegeln nicht immer den aktuell technischen Kenntnisstand wider. Auch sind in den jeweiligen Normenausschüssen Interessenvertreter zu finden.
Der Bundesgerichtshof hat festgestellt, dass DIN-Normen letztlich als Vereinbarungen interessierter Kreise anzusehen sind, die zwar herangezogen werden können, aber nicht müssen. Ebenso können diese zwar die a.a.R.d.T. widerspiegeln, müssen dies aber nicht.

In der DIN/EN 45020 (Normung und damit zusammenhängende Tätigkeiten) ist darüber hinaus noch zu finden:
Für die Öffentlichkeit zugängliche Normen
... Normen, ihrer öffentlichen Zugänglichkeit und ihrer Änderung oder Überarbeitung, soweit dies nötig ist, um mit dem Stand der Technik Schritt zu halten, besteht die Vermutung, dass internationale, regionale, nationale oder Provinznormen (...) anerkannte Regeln der Technik sind.

„Stand der Technik: entwickeltes Stadium der technischen Möglichkeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt, soweit Produkte, Prozesse und Dienstleistungen betroffen sind, basierend auf entsprechenden gesicherten Erkenntnissen von Wissenschaft, Technik und Erfahrung“



Nur mal so...



...könnte es auch sein, dass ich, wenn ich an ein Institut einen Auftrag erteile und dabei reichlich Geld investiert wird, dass ich dann nicht mit einen negativen Ergebnis Werbung betreiben würde?
Könnte es auch sein, dass ich nur die positiven Ergebnisse - was auch immer dies ist - sehen möchte?
Könnte es weiter sein, dass ich mir ein positives Ergebnis wünsche und damit auch die Fragen an das Institut entsprechend vorgebe?



Auch nur mal so....



...nehmen wir einmal an, jemand würde so etwas machen. Müsste er dann nicht damit rechnen das früher oder später irgend jemand ein eigenes Institut beauftragt welches mit den gleichen, und den a.a.R.d.T. entsprechenden Untersuchungen überprüft ob das anlegen des elektromagnetischen Wechselfeldes nach den a.a.R.d.T. erfolgte und dies dann zum Erfolg (der Entsalzung) geführt hat???. Ich denke er müsste!!
Also, wem würde so etwas dann nützen - und was soll das???



Auch wenn Sie Herr Toppe öfters behaupten es wäre Stand der Technik...



...so sage ich Ihnen dazu, dass dies falsch ist.
Dies ist nie und nimmer der Fall.
Dazu braucht es wissenschaftlich gesicherte Kenntnis und die fehlt eben.
Dazu ein kleiner Auszug aus dem was Herr Kornmayer sehr gut beschrieben hat. Weitere Details dazu können Sie auch bei Wikipedia nachlesen.
.
"Der Stand der Technik ist eine Technikklausel und stellt die technischen Möglichkeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt, basierend auf gesicherten Erkenntnissen von Wissenschaft und Technik dar".
Somit klar - kein Stand der Technik.
Es ist und bleibt vieles unklar.
.
Ich entsinne mich noch sehr gut, dass Sie uns einmal versprochen haben eine wissenschaftlich anerkannte Beschreibung zukommen zu lassen - dies fehlt bis heute immer noch.
.
Haben Sie sich den Beitrag des NDR siehe:
http://www3.ndr.de/sendungen/markt/videos/markt4502.html
schon mal angesehen.
Mich wundert, dass den Sender niemand angezeigt hat...



Wo sind die Legionen?



... was mich mehr wundert, ist dass sich immer nur Verkäufer elektrophysikalischer Anlagen melden und niemals einer der abertausenden zufriedenen Kunden, die einmal darüber berichten könnten, was genau im Keller abgelaufen ist, also von der Messung über die Installation bis hin zur vermeindlichen elektrophysikalisch bedingten Trocknung/Entsalzung und vor allem über flankierende Maßnahmen und Kosten.

Sollte es gar durch den einen oder anderen Hersteller, nennen wir es einmal "Äußerungsbeschränkungen wg. Betriebsgeheimnis der Anlagen", geben kann das hier im Forum ja auch anonym geäußert werden, gerne nehme ich so etwas auch per Mail direkt an. Vielleicht gibt es ja im Rhein-Main-Gebiet einen Hausbesitzer der seinen Keller für mich öffnet.

Es interessiert mich wirklich, auch bin ich lernbereit.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Also, wem würde so etwas dann nützen - und was soll das???



wird gefragt? Meine Marktbetrachtung



Wir leben in einer Welt von Bildern. Ziel eines Verkäufers von Produkten, deren Sinnhaftig- und Zweckmäßigkeit angezweifelt wird, ist immer das Produkt in einem weitgehend seriösen Licht erscheinen zu lassen. Wenn dies argumentativ noch im Laienbereich gelingen kann ist es doch besser und effektvoller der gesamten Sache einen wissenschaftlich basierenden oder geprüften Anstrich zu verpassen.
Das macht nicht nur einen schlanken Fuß auf dem Parkett des Marktes sondern auch den dem Produkt entgegen argumentierenden die Luft vermeintlich dünner. Da dies inzwischen Praxis geworden haben sich auch die ausnahmslos immer seriösen Prüfinstitute und Labore vermehrt.

Etiketten, Siegel, Zertifikate, Auszeichnungen etc, gibt es wie Sand am mehr für kleines bis mittleres Geld. Der Verkäufer eines oben beschrieben Produktes muss also darauf achten, dass er Prüfsiegel für sein Gerät erhält, die der vermeintlichen Kundschaft auch bekannt sind, mindestens aber einen schwerwissenschaftlichen Anstrich besitzen. Zurückgegriffen wird gerne auf bewährtes:

Neben der immer gerne genommenen iso 9001Zertifizierung sind bei elektrischen Geräten meist auch die CE und GS(geprüfte Sicherheit) Siegel zu finden; ebenso die Hinweise auf endlose DIN-Normen und schicke Sicherheitsdatenblätter, Innovationsurkunden, Umweltsiegel, etc.
Vertreiber von chemischen Produkten lassen sich gerne die Unbedenklichkeit einer Teilsubstanz bescheinigen.
Generell werden gerne Institute und Prüfungsanstalten genutzt, die zweifelsfrei integer sind und ausschließlich den Prüfungsauftrag verfolgen – sonst nichts.
Wenn beispielsweise ein trockener und ein nasser Stein bei einem Prüfinstitut eingeliefert wird und es den Auftrag bekommt die unterschiedliche Wasseraufnahme zu messen, dann wird das Institut dies messen und einen Bericht erstellen. Was dann mit dem zweifelsohne korrekten Bericht passiert liegt außerhalb des Wissens und Wirkungskreises des Institutes. Wenn nun der Verkäufer eines Produktes damit wirbt: "Probe B wurde mit XY behandelt und nimmt deshalb weniger Wasser auf ... ist nachzulesen im Prüfbericht ..." lohnt sich immer ein genauer Blick auf den Prüfbericht.
All diese Zertifizierungen, Prüfsiegel etc. haben selbstverständlich ihre Berechtigung und sind in den meisten Fällen sinnvoll und wichtig – doch haben sie meist alle etwas gemeinsam: Sie gelten für Teilbereiche des Produktes oder beziehen sich auf Abläufe im Unternehmen und haben oft nichts mit der tatsächlichen Wirksamkeit des verkauften Produktes zu tun. Ähnliches gilt auch häufig für die sog. a.a.R.d.T..

Zurück zum Bild. Der Hilfe suchende Feuchtkellerbesitzer will sich auch ein Bild machen und informiert sich natürlich längst im Internet, auf Haus-, Bau- und Energiemessen, von denen er vermeintlich aufgeklärt, möglicherweise halbwissend aber häufig glaubend und selten aufgeklärt zurückkehrt. Bei der Fülle an richtigen, einzigen und endgültigen Endlösungen für seine feuchten Kellerwände wird er letztlich bei jenen Zertifikaten und als wissenschaftlich ausgelegten Berichten und Untersuchungen landen, die ihm die Entscheidung noch schwerer machen. Der Verkäufer erklärt ihm alles. Die Entscheidung fällt nicht nach bestem Wissen, sondern nach bester Darstellung – nach dem besten Bild- sowohl des Produktes als auch des Verkäufers. Dies ist der nächste wichtige Meilenstein im Vertrieb eines Produktes: Es geht um die Wurst.
Eine Wurst in der Kühltheke eines großen Supermarktes – egal ob PremiumWurst, NoNameWurst oder vegane ErsatzWurst - hat immer ein großes Problem: Sie liegt hier nicht alleine und muss still zwischen 1000 anderen herumliegend die Käufer beeindrucken. "Hausmacher" ist schon ein Verkaufsvorteil.

Der Verkäufer eines oben beschriebenen Produktes ist in einer Schlüsselposition wie der Metzger hinter der Theke. Das Produkt ist inzwischen "wissenschaftlich" gesichert, nun muss auch noch der Verkäufer ran. Die Ausbildung – soweit vorhanden - ist erst einmal (auf das Produkt bezogen) nebensächlich. Neben der Schulungen hinsichtlich der Kundengespräche gibt es Herstellerschulungen (mit Zertifikat), in Verbände wird eingetreten, in denen dann wieder verbandsintern zertifizierte Schulungen mit Abschlusszertifikat, gestempelt und geprüft abgeschlossen werden (Und die haben oft wirklich schöne Stempel). Gelegentlich muss der TÜV ran um die Schulungen zu zertifizieren, und TÜV auf der Urkunde macht sich wirklich gut. Anm.: Ich will gar nichts gegen die Schulungen schreiben, die sind gewiss schnell, gut und vermitteln gezielt in kurzem Zeitraum, teils Unbedarften, Wissen - um die Schulungen geht es gar nicht.

Zurück zu den Bildern. Entstanden ist scheinbar ein perfekt zum Sachgebiet ausgebildeter Sachverständiger, der mit einem nicht gerade preiswerten, aber auf den ersten Blick über jeden Zweifel erhabenes Produkt verfügt, den der Feuchtkellerbesitzer durch eine Schicksalsfügung wie durch Zufall ausgerechnet auf dieser Messe getroffen hat.
Umgekehrt ist es auch eine Schicksalsfügung, wenn der Feuchtkellerbesitzer direkt den Verkäufer zur Analyse zu sich ruft. Für den Verkäufer natürlich, der sein Produkt nun konkurrenzlos präsentieren kann. Extrawurst.

Doch es gibt noch Steigerungen. Der gute Ruf des Handwerksunternehmens. Grundsätzlich wird in die Handwerksrolle nur eingetragen, wer zum betreibenden Handwerk auch seine Meisterprüfung bestanden hat. Im Jahr 2004 trat die Handwerksrechtsnovelle in Kraft, in der die meisterpflichtigen Handwerke auf 41 begrenzt wurden. Übrig blieben 53 weitere, für die keine Meisterpflicht existiert. Selbst das Inhaberprinzip wurde abgeschafft. Selbst Gesellen, Altgesellen geprüften Technikern usw. wurde der Zugang zum Handwerk ermöglicht. Tätigkeiten, die innerhalb von zwei bis drei Monaten erlernt werden können, unterliegen nicht dem Meisterzwang. Ja und?

Zurück zum Bild. Den meisten Laien ist das vollkommen unbekannt und es herrscht noch immer das Bild des Meisters und des Meisterbetriebes. Der erste Schritt zum "Ritterschlag" ist also die Eintragung in die Handwerksrolle, mit der man dann auch werben kann. Noch eins darauf gesetzt ist, wenn beispielsweise ein Meistertitel im Handwerk existiert und oben beschriebenes Produkt verkauft wird: Der Premiumverkäufer ist beispielsweise Maurer-, Betonbau-, Zimmer- oder auch Tischlermeister und verkauft oben beschriebenes Produkt.

Für den Endkunden, den feuchtkellerbesitzenden Käufer, ist ein Meisterbetrieb erkennbar, der ein auf vermeintlich wissenschaftlich gesicherter Basis geprüftes Produkt zur Verfügung stellt, misst, berät, installiert und dauerhaft betreut.

"Also, wem würde so etwas dann nützen - und was soll das???"

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Kopfrechnen - Ergänzung zu Christophs Beitrag



Damit der Kunde - und zwar jetzt völlig losgelöst von Branche/Produkt/Dienstleistung - sich zum Kauf entschließt, muß er einen Wertgewinn in der Entscheidung "errechnet" haben.

In der nebenstehenden Grafik habe ich mal versucht, die entscheidenden Positionen zu skizzieren.

Wichtig ist es, zu erkennen, dass die weichen Faktoren in der Kalkulation eine sehr große Rolle spielen. Wenn z.B. der Kostenbereich "Energie" (gemeint ist hier die Energie die der Kunde in das Produkt/Lösung in Form von Arbeitskraft investiert) sehr hoch ist, weil der Weg zur Lösung Dreck, Lärm, Gestank usw. beinhaltet, dann muß in der Gegenbuchung entsprechend was positives erscheinen.

Ganz einfache Einnahme-/Überschussrechnung ;-).

Könnt ihr ja mal ausprobieren. Nur "Keller ist trocken" reicht am Ende nicht ;-).

Soviel mal aus der Abteilung Marketing.


Gruß
Hartmut
PS: Dieser Beitrag ist losgelöst zur Produktdiskussion zu betrachten.



Einnahme-/Überschussrechnung???



Lieber Hartmut Stöpler,
Dein Vergleich hingt.

Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.

Einnahme-/Überschussrechnung ? Ja sicher
Der Schornstein muss „rauchen“

„Damit der Kunde - und zwar jetzt völlig losgelöst von Branche/Produkt/Dienstleistung - sich zum Kauf entschließt, muß er einen Wertgewinn in der Entscheidung "errechnet" haben.“

Der Kunde muß nichts, er ist in der Regel ein mündiger Mensch, er sollte bestenfalls… .
Das was er in seine Entscheidungen einbringt, ist immer auch orientiert an seinen Erfordernissen und Möglichkeiten.

Sich hinzustellen und zu behaupten, …

„…Das Unternehmen ist weder mit Unternehmen der Bau- noch der sonstigen Wirtschaft verknüpft…“

ist Scheiße

Wie Kleben den die (zwei) Backsteine aneinander? … ohne Bau….?



@Struve



Ein sehr guter und treffender Beitrag, denn genau so ist es!

@Kornmayer
Sorry, Ihr Vergleich:"Wenn beispielsweise ein trockener und ein nasser Stein bei einem Prüfinstitut eingeliefert wird und es den Auftrag bekommt die unterschiedliche Wasseraufnahme zu messen, dann wird das Institut dies messen und einen Bericht erstellen. " f.f. ist nicht ganz zutreffend!
Da Sie ja sagen dass Sie das Gutachten des IfB erhalten haben, sollte Ihnen nicht entgangen sein, das alle Untersuchungen und Messungen in situ und entsprechend den a.a.R.d.T durchgeführt wurden und werden.





@Hoppe
nach wie vor fehlt der wissenschaftliche Beweis dass diese Verfahren für Bauwerksabdichtung effektiv taugen.
Vielmehr mehren sich die Gerichtsurteile gegen Vertreiber solcher Geräte mit Bauwerkstrockenlegung und der gleichen zu werben.
Ps. Schön das Sie Ihr Forum etwas entschärft haben. Der bittere Beigeschmack, das mehr eine Möglichkeit gesucht wurde viel Geld mit möglichst wenig Aufwand zu verdienen bleibt.
Und das kann man zweifrei mit diesen Teilen.
Offensichtlich ist es auch das einzige System das Sie anbieten.

@Kornmayer
hier eine zufriedene(?) Kundin
http://www3.ndr.de/sendungen/markt/videos/markt4502.html



@Struve



Sie haben Recht, zum Fachgebiet Mauerentsalzung ist es das einzige System welches ich anbiete. Denn das ist in den meisten Fällen einfach das wirtschaftlichste.
Arbeiten Sie eigentlich nicht nach einem Ökonomischen Prinzip???
Wenn nicht lesen Sie doch hier mal nach: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96konomisches_Prinzip



Aus Scheiße Geld machen ist durch aus auch Ökonomisch



Herr Hoppe,

Ich verfolge ein festgelegtes Ziel mit den möglichst geringsten Aufwand zu erreichen.

Sie versuchen mit den Ihnen vorhandenen Mittel den größtmöglichen Nutzen zu ziehen.

Beides Ökonomisch, wo die vorhandenen Mittel (nur Zauberkästchen) knapp sind wird der größtmögliche Nutzen für den Kunden mitunter verschwindend gering sein.

.



@Struve



...und sehen Sie, mein festgelegtes Ziel ist es u.a. die Wände meiner Kunden mit dem geringsten Aufwand, was auch zum großen Nutzen des Kunden ist, entsalzt zu bekommen. Und das schaffe ich nachweislich, für meine Kunden - auch ohne Zauberkasten!



Das Motto von F.B. passt



zu dem Gesülze, daß hier abgegeben wird!
Man sollte, wenn der Tag lang ist, versuchen, nicht viel, sondern einiges Sinnvolles tun!!
Seit wann ist jetzt Hamburg das Tal der Ahnungslosen?

Gruß aus Dortmund

Harald Vidrik





Herr Hoppe, kann es sein, das das von Ihnen und Matrolan so angepriesene Gutachten aus einer ganz normalen Firma kommt, die sich zwar Institut nennt aber ein Einzelunternehmen ist?

Sehen Sie mal selbst rein.

http://www.ifb-db.de/



@Struve



Diese Frage sollten Sie sich doch bitte fairer weise vom Institut selber beantworten lassen!

Aber auch ich habe eine Frage an Sie, die sie sogar selber beantworten können: Kennen Sie denn ein Objekt in dem das Matrolan-Verfahren zur Mauerentsalzung eingesetzt wurde??





Verehrter Herr Hoppe,

es wird Ihnen nicht entgangen sein, dass mein Beitrag nicht allein auf eine Art der dem Bauherren oft versprochenen Arten der Mauerwerkstrockenlegung zielte und das Beispiel mit dem Stein zwar nicht auf das von Ihnen verkaufte Produkt hinweist, sondern auf einen Bericht einer Materialprüfungsanstalt über ein Produkt eines Ihrer Mitbewerber.

Hier wurden tatsächlich unterschiedlich feuchte Proben abgegeben, die dann auf Wasseraufnahme hin überprüft wurden. Welche Probe mehr Wasser aufgenommen hat können Sie sich evt. denken.
Sehr wohl hat das beauftragte Institut die Wasseraufnahme gemessen, aber auch selbstverständlich auf die unterschiedlichen Proben hingewiesen. Alles ganz korrekt. Es kommt halt immer darauf an, was man dann mit solch einem Bericht macht.

Ich vermute dem Mitbewerber ging es ausschließlich um einen Prüfbericht/Gutachten eines bekannten Institutes und dessen Signet, denn auf den Inhalt des Berichtes selbst wird so gut wie gar nicht in der Werbung eingegangen.
Die Aussage ist für das Produkt selbst so Aussagelos wie eine TÜV-Zertifizierung über eine Fortbildung zur Schimmelbekämpfung wenn anschließend die Wände doch falsch behandelt werden: Die wohl in einer zertifizierten Eintags-Veranstaltung ausgebildeten neuen Schimmelbekämpfer vertreiben trotzdem das Produkt ihres Brotgebers, pinnen sich das Tüv-Zertifikat an Wand und Internet-Seite und erzielen so den Eindruck einer TÜV-geprüften Vorgehensweise.

Genauso verhält es sich mit Messungen, die den a.a.R.d.T. entsprechen und im Zusammenhang so dargestellt werden, dass es beim Endkunden den Eindruck erweckt, das gesamte Verfahren würde den a.a.R.d.T. entsprechen. Fair ist das alles nicht, aber das Ziel, der ökonomische Gewinn wurde bereits von Ihnen angesprochen.
Ein ökonomischer Gewinn ist kein böses, zweifelhaft-kapitalistisches Ansinnen sondern auch in gewisser Weise ein Grundmotor. Nur muss das ökonomische Ansinnen zu einem Gewinn auf beiden Seiten der Parteien führen – und dies auch in angemessenem Verhältnis. Niemand zahlt 500 Euro für eine Karussellfahrt.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Ganz große Dichtkunst und die Diagnose: Aufsteigende Feuchtigkeit!



Die Diagnose wird gerne gestellt und führt beim Hausbesitzer häufig zu Schockreaktionen und bedeutet, klar: Das Aus. Nicht für das Haus, zumindest aber für die letzten Ersparnisse.

Aufgrund der Abfolge dieser Forumsbeiträge erhielt ich mehrere Auskünfte über den Ablauf von Trockenlegungsversuchen in deutschen Kellern.

Ich fasse mal unabhängig von den verschiedenen Trockenlegungsbewerbern die Vorgehensweisen zusammen:

Vor dem Einbau eines Gerätes, der Injektage oder auch der Oberflächenbehandlung einer feuchten Wand liegt fast immer eine Feuchtemessung, meist mittels elektrischer Widerstandmessung, seltener durch Probenentnahmen. Hierbei sind erstere keine Feuchtemessungen und können höchstens eine Tendenz oder einen Horizont zeigen/kontrollieren.

Die Hauptaktionszeit der Akteure liegt in den warmen Sommermonaten, in denen die Außentemperatur hoch, die Kellerraumtemperaturen niedrig und somit der Kondenswasserausfall in den Kellern groß und sicher ist. In der warmen Jahreszeit wird gemessen, installiert und injiziert, der Nachweis der Wirksamkeit erfolgt selbstverständlich (oft auch gegen Bares) zu einem späteren Zeitpunkt, schließlich muss das System erst einmal "wirken".
Je nach Großwetterlage erfolgen die ersten Messungen zur Wirksamkeit ab Ende September, wenn die Außentemperaturen und somit die Luftfeuchtigkeit absinken. Bei den nun wärmeren Oberflächen findet kein Kondensatausfall mehr statt, im Gegenteil, feuchte Oberflächen können Feuchtigkeit an die Umgebungsluft abgeben. Eine Januarmessung kann wahre Wunder zeigen.

Über diese Vorgehensweise kann jeder mehr oder minder Geübte ein Ergebnis erzielen, das gewünscht wird.

Teurer für den kritischen Bauherren, aber vermeintlich präziser und genauer, ist eine Materialentnahme mit Überprüfung in einem Labor. Bereits über die Bohrgeschwindigkeit und der daran gekoppelten Hitzeentwicklung kann der Feuchtegehalt einer Bohrprobe herabgesetzt werden.

Flankierende Lüftungsmaßnahmen, gehörten bei allen mir berichteten Trockenlegungstechniken mit zur Maßnahme. (Zitat:"Sie müssen wenn es kälter wird das Fenster öffnen, damit die jetzt der Wand entzogene Feuchtigkeit aus dem Haus kann.")
Als Hauseigentümer muss man höllisch darauf aufpassen wen man sich ins Haus holt, wem man glaubt und wem man vertraut. Wenn eine zweifelhafte Maßnahme schief geht und man nach dem Verlust mehrerer Tausend ungerechtfertigter Euro feststellt, dass doch der Kanal vor der Tür, die hohe Luftfeuchtikeit des Sommers oder die Regenrinne das Wasser in die Wand treibt ist es meist zu spät.

Einige Maßnahmen zur Feuchtereduzierung sind nur auf dem Papier, im Gespräch, aber niemals in/auf der Wand: Ganz große Dichtkunst.


Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer

P.S.: Der jahreszeitliche Temperatur- und Feuchtigkeitswechsel hat im übrigen nicht nur Einfluss auf die Kellerfeuchte und den Einsatz der Tätigkeiten der Akteuere, sondern auch auf die Fragestellungen hier im Forum: Im Sommer sind die Themen häufiger Feuchte, Schimmel und Pilze, während ab dem Herbst die Dämm- und Ausbaufragen in den Vordergrund rücken.





Es ist inzwischen allgemein bekannt dass das Verfahren so nicht funktioniert und mögliche Trocknungserfolge allenfalls auf "flankierende Maßnahmen" zurückgehen.

Die mir freundlicherweise durch ein Institut in Leipzig überlassenen Unterlagen sowie die auf den Matrolan-Internetseiten einsehbaren Zertifikate sind hinsichtlich der Wirksamkeit m. E. vollkommen aussagelos.

Geprüfte Qualität schafft Vertrauen: (lese ich auf der Internetseite des Herstellers)

- Das "Gutachten", das mir von Herrn Fulde, Matrolan-Vertiebsleiter Nord übersandt wurde erwies sich als unvollständig und - ich formuliere es freundlich - inhaltlich deutlich abweichend vom Ersteller, dem IFB in Leipzig; diesem habe ich das von Herrn Fulde übersandte Dokument zwecks Prüfung geschickt. Ich zitiere Herrn Rinner vom IFB: Wir sind ein akkreditiertes Prüflabor und haben für Matrolan ein Prüfzeugnis erstellt, welches nichts mit dem Ihnen vorliegenden Bericht gemein hat.

- Das immer wieder als "Gutachten" zitierte Papier des IFB bezeichnet sich selbst als Vorbericht zum Prüfbericht und erörtert vornehmlich Prüfverfahren, die dem Stand der Technik, a.a.r.d.T. entsprechen. Das letztliche Gutachten bleibt abzuwarten.

- Das in englischer Sprache vom TÜV-Rheinland erstellte "CB-Certificate" bescheinigt der Anlage ein Arbeiten bei 230V, 50Hz und 13Va.

- Das 2 Jahre alte, für 6 Monate gültige diesmal in deutscher Sprache vom TÜV-Rheinland erstellte "Certificate" bescheinigt, dass die Fertigungsstätten des Kastens internen Qualitätskontrollen unterzogen wurden.

- Das Unternehmen ist nach der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 zertifiziert. Das mag innerhalb des Unternehmens zu vermehrter Dokumentation geführt haben, sagt jedoch rein gar nichts über das Produkt aus.

- Ebenso verhält es sich mit dem CE-Kennzeichen (Communauté Européenne). Diese Kennzeichnung dokumentiert, dass das Produkt nach gelten europäischen Richtlinen entspricht, sprich sich bei Herstellung, Montage oder Betrieb niemand einer gesundheitlichen Gefahr etc.aussetzt. Die CE-Kennzeichnung ist kein Gütesiegel (Qualitätszeichen). Die CE-Kennzeichung ist Pflicht.

- Das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) bescheinigt, dass ein Produkt den Anforderungen des Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) entspricht und soll den Benutzer und Dritte bei bestimmungsgemäßer Verwendung, aber auch bei vorhersehbarer Fehlanwendung vor Schaden sichern. Die GS-Kennzeichnung ist im Gegensatz zur CE-Kennzeichnung freiwillig. Das GS-Zeichen hat mit dem CE-Zeichen gemein, dass es kein Qualitätszeichen ist.

Mehr wichtige Zertifikate oder irgendwelche Nachweise zur Wirksamkeit o.ä. habe ich nicht gefunden.

In wie weit es tausende Kunden die jene geniale Technik einsetzen überhaupt gibt, vermag ich nicht beurteilen. Beim einzigen mir im Rhein-Main-Gebiet benannten Referenzobjekt konnte ich keinen Ansprechpartner herausfinden. Alle anderen Referenzen liegen weit genug entfernt, dass ich Sie nicht besuchen werde. Möglicherweise fragt ja mal ein Hamburger oder Münchner Kollege nach Referenzen, wenn diese dann im Rhein-Main-Gebiet liegen könnte man sich ja austauschen ....

Letztlich verstehe ich nicht, weshalb immer irgendwelche Taschenlampenelektriker oder Einmannbohrmaschinenbetriebe ausgerechnet die unfehlbare Weisheit besitzen und all jene, die sich wissenschaftlich mit dem Thema befassen ausnahmslos ahnungslos sein sollen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Dies versteht man auch nur dann, wenn...



...wenn man weiß wie "teuer" diese Anlagen sind.
Das mit der Taschenlampe - ist schon mal nicht schlecht, denn der Materialwert vieler solcher Gerätetechniken entspricht auch in etwa einer mittleren Qualität.
Aber, dem steht doch einiges an Erlösen gegenüber.
Meist werden diese primitiven Kisten für mehrere Tausender angeboten.
Also verstehe ich diese Menschen schon.
Wenn ich es nur fertig bringen würde...
.
Eigentlich wollte ich mich dazu nicht mehr äußern, aber da konnte ich mich nicht mehr beherrschen. Jetzt ist aber wieder Schluss und deswegen verweise ich auf den Anfang.
.
"Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und dennoch den Mund halten." (Karl Valentin)



@ Kornmayer,



Sie sagen: "Es ist inzwischen allgemein bekannt dass das Verfahren so nicht funktioniert und mögliche Trocknungserfolge allenfalls auf "flankierende Maßnahmen" zurückgehen."

Verehrter Herr Kornmayer,
was veranlasst Sie eigentlich zu Ihrer obigen Aussage?
Haben Sie jemals ein Objekt welches mit dem Matrolan-Verfahren entsalzt wurde persönlich vom Anfang bis zum Endergebnis begleitet?



Experimentum crucis



Verehrter Herr Hoppe,

eine Crux, ein Verwirrspiel lässt sich schon hier beobachten. Der Fragesteller spricht von Mauerentfeuchtung, während Ihr Beitrag auf auf die argumentativ einfachere Mauerentsalzung abzielt. Auf der Herstellerseite wird das Produkt schon im Titel mit Mauerentsalzung unterschrieben, während die Beiträge auf Entfeuchtung abzielen. Da waren wir glaube ich schon einmal in einem anderen Thread und muss nicht erneut erörtert werden.

Weshalb sollte ich einem Produkt vertrauen, dessen Vertiebsgesellschaft bzw. deren Mitarbeiter es nicht schaffen mir aussagekräftiges Material zur Verfügung zu stellen, bzw. mit Siegeln und Zertifikaten wedeln, die nicht wirklich etwas zum Funktionieren des Produktes aussagen?
Machen Sie sich mal den Spaß und laden sich den vierseiter "Gutachterliche Aussagen als Vorbericht zum Prüfbericht " von der Seite der Vertriebsgesellschaft herunter. Nach dem Lesen werden Sie sich selbst fragen: "War das alles? Und wenn ja, was soll das?"

Im Gegenzug dazu finden Sie allerdings reichlich Berichte und schriftliche Darlegungen über das Nichtfunktionieren. Einige davon sind bereits hier, einige Beiträge weiter oben per Link benannt; mehr finden Sie, wenn Sie oben in der Suche den Namen des Hersteller eingeben.

Den Ausdruck "Es ist allgemein bekannt ..." habe ich gewählt, da es einfach von an Verkauf oder an Betrieb Unbeteiligten zahlreiche – teils wissenschaftliche – Stellungnahmen gibt, die generell am Funktionieren der Elektroosmoose zweifeln und nicht eine einzige brauchbare, nachvollziehbare oder verwertbare Aussage eines Produzenten. Die reine Behauptung der Funktion ist doch eigentlich kein Beweis, oder?

Die Auskunft über die flankierenden Maßnahmen und auch einer Verschwiegenheitsvereinbarung erhielt ich zum einen von einem Monteur einer derartigen Anlage, zum anderen aber von einigen Elektroosmosegerätenbesitzern, die sich nach einem Aufruf hier im Forum bei mir meldeten. Ansatzweise habe ich das mal etwa weiter oben unter "Ganz große Dichtkunst" geschildert.

Ob ich ein Objekt, welches mit dem Matrolan-Verfahren entfeuchtet wurde von Anfang an bis zum Ende begleitet habe? Herr Hoppe, diese Ehre wurde mir nicht zu Teil. Nennen Sie mir doch einfach 10 Geräte in Mainz, Wiesbaden, Frankfurt Darmstadt, Offenbach... Im Rhein-Main-Gebiet wohnen 5,5 Millionen Menschen. Da wird sich doch das ein oder andere Gerät finden lassen auf das ich einen Blick werfen darf. Wenn es funktioniert berichte ich genauso darüber wie über ein Versagen. Wenn ein Gerätebesitzer - egal welcher Hersteller – aus meiner Nähe mitliest: bitte melden. Ich würde mir so etwas gerne einmal neutral ansehen – auch vertraulich.

Da beispielsweise Hr. Kusch aktive Elektroosmosegeräte eines anderen Herstellers seit 1992 betreibt und wartet, scheint mir ein Einsatzende solch eines Gerätes, bzw. ein zeitnaher Erfolg nicht vermittelbar und eine Begleitung bis zum Ende könnte vielleicht mein Ende bedeuten.
Auch, wie ich bereits beschrieben habe, ist unter den Tausenden Geräten keines in meiner Nähe installiert und – Hand auf´s Herz – würden Sie mich zu einem Ersttermin mitnehmen? Würden Sie mich in Ihre Vereinbarung mit dem Kunden einsehen lassen?

Auf konstruktives hoffend grüßt aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Sehr verehrter Herr Kornmeyer,



Sie haben sich wieder sehr viel und anerkennenswerte Mühe gemacht um zu konstruktiv antworten. Das schätze ich so an Ihnen.
Bezüglich des Zusammenhanges von Salzen und Feuchtigkeit in Mauerwerken wurde hier wirklich schon sehr viel diskutiert. Eine Übersicht zu diesem Thema kann sich ein interessierter Mitleser unter folgendem Link nochmals ansehen:
http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017124983
Es ist wirklich schade, dass Sie noch kein Objekt begleiten konnten in dem das Matrolan-Verfahren angewendet wurde. Ich bin mir sicher dann würden Sie anders über das Thema denken. Wirklichen Sinn macht das auch nur, wenn Sie ein Objekt am Tag der Montage besuchen,und bei der Entnahme der Mauerwerksproben anwesend sind (vielleicht sogar eigene mitnehmen) sowie dann auch bei den Probeentnahmen für die Nachmessungen anwesend sind.
So kann ich ebenfalls nur hoffen das sich ein Kollege aus Ihrem Gebiet bei Ihnen meldet, und es Ihnen ermöglicht, bei einem solcher Termine anwesend zu sein.
Was mich übrigens noch wundert ist folgendes: Sie haben oben geschrieben, dass Sie das von Ihnen erwähnte Gutachten des IfB von diesem erhalten haben. Da dieses unter Urheberrecht steht, können Sie es nicht wörtlich wieder geben. Das ist so, o.k. Aber so viel ich weiß, besteht dieses Gutachten nicht nur aus 4 Seiten, und es beschreibt Testreihen, die an Probenentnahmen nach den a.a.R.d.T. durchgeführt wurden sowie deren Ergebnisse. Und diese bisherigen Ergebnisse waren durchweg positiv für das Verfahren und bestätigen, das dieses Verfahren den a.a.R.d.T.entspricht(s.Gutachten Seite 9). Glauben Sie einem akkreditiertem Prüflabor diese Ergebnisse nicht? Ich jedenfalls glaube es nicht nur, sondern weiß es aus eigener Erfahrung, das dieses Verfahren nicht nur Erfolg verspricht, sondern auch erfolgreich eingesetzt werden kann.

mit freundlichen Grüßen,
und an alle einen schönen 1. Advent
Andreas Hoppe



Na toll,



„…und es beschreibt die Testreihen, die an Probenentnahmen nach den a.a.R.d.T. durchgeführt wurden…“

also ist die a.a.R.d.T. auf die Probeentnahme bezogen und nicht auf Ihr Verfahren.



Nun wo er ( Herr Hoppe) recht hat - hat er recht



Er schreibt: ....das(s) dieses Verfahren nicht nur Erfolg verspricht, sondern auch erfolgreich eingesetzt werden kann.
Zitat Ende.
Bei den sehr geringen Materialkosten (wir haben so ein Gerät geöffnet) und dem was Kunden zahlen müssen, kann man schon "erfolgreich" sein.
.
Glaubt denn noch jemand daran, dass wenn ich ein Institut oder einen Sachverständigen oder wen auch immer, beauftrage - ein Gerät zu prüfen, dass ich negative Ergebnisse sehen will?
Ich frage doch nur das was ich sehen will - logisch!
Da wäre schon mal wichtig zu erläutern wie die Saugleistung (die ausreichend) bekannt ist "aufgehoben" wird.
.
Prof.F.H. Wittman hat mehrmals in seinen Schriften - siehe:
http://www.wittmann.aedificat.de/publications.htm
insbesondere Schriften Nr. 126; 129 und 131 beschrieben wie diese Saugleistung zu "bewerten" ist.
Weitere Schriften hierzu:
http://www.aedificat.de/schriftenreihe.htm
.
Gott sei Dank gehen auch die Gerichte zwischenzeitlich davon aus, dass jeder Anbieter erklären muss:
...es handelt sich um eine Irreführung bereits dann, wenn keine
wissenschaftlich gesicherte Ursache- Wirkungsbeziehung nachgewiesen wurde.
Und weiter: wenn etwas nicht zweifelsfrei wissenschaftlich belegt ist, dann ...
..kommt es nach der vorliegenden Rechtssprechung des BGH darauf an, dass dafür auch ein wissenschaftlicher Ursache-Wirkungs-Nachweis geführt werden kann.
Das sollte doch endlich klar sein!
Also liebe Vertreiber haltet Euch daran und beweißt, wie es funktioniert.
.
Es gibt doch einen Verband, bei dem mehrere Anbieter zusammengeschlossen sind, soll dieser doch bei einer anerkannten Hochschule oder der Fraunhofergesellschaft den Auftrag erteilen und die Technik prüfen lassen. Nur dann wird es glaubhaft.



Keine Zweifel – große Zweifel



Verehrter Herr Hoppe,

selbstverständlich bin ich mir um das Copyright des Textes bewusst und habe auch nicht aus dem Gutachten zitiert, sondern einzig aus der Mail des Gutachtenerstellers an mich, in der er mir mitteilte, dass eben jenes durch Herrn Fulde von Matrolan-Nord nichts mit dem von ihm erstellten Dokument inhaltlich gemein hat.

Wie schon zuvor des Öfteren geschrieben, hege ich nicht einen Deut Zweifel am benannten Institut, schließlich hat dieses die ihm gestellte Aufgabe zweifelsfrei durchgeführt; in wie weit dann tatsächlich ein Gutachten erstellt wird liegt an der Beauftragung. Bekannt ist bisher der "Vorbericht zum Prüfbericht". Es schein kein so bezeichnetes Gutachten zu geben, oder wie soll das zu verstehen sein?

Wie ich lese haben Sie sich nicht das Vergnügen gemacht den - aus meiner Sicht nahezu inhaltsfreien - Vierseiter von der eigenen Internetseite herunter zu laden. Der eigentliche Bericht besitzt eine Anzahl von 32 Seiten. Die Quintessenz jedoch, die ich aus dem Vorbericht zum Prüfbericht ziehe, ist exakt die gleiche, die Sie gezogen und beschrieben haben:

Die Ausführungen hinsichtlich der a.a.R.d.T. sind auf die Mess- / Probeverfahren etc. bezogen und nicht auf das als Mauertrocknungs-/ Entsalzungsverfahren bezeichnete Verfahren selbst.

Vielleicht folgen Sie mal den Links von Herrn Bromm aus dem vorherigen Beitrag, das ist wirklich ganz interessant. Meine urbiquitär vorhandenen Zweifel hinsichtlich der Wirksamkeit der so bezeicheten: "aktiven Elektroosmose" sin leider in keiner Weise berührt.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Verehrter Herr Kornmayer,



Da haben Sie sowohl mich als auch den gutachterlichen Vorbericht zum Gutachten missverstanden. Deshalb nochmals: Ich verstehe dieses so, dass sowohl alle Prüf- und Messverfahren den a.a.R.d.T. entsprechen, als auch das geprüfte Verfahren selbst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie diese klare Aussage überlesen, und nicht auch so verstanden haben. Es sei denn, Sie wollen es nicht? Das sollten Sie dann aber auch sagen! Auch die Beweisführung sowie die Auswertung der Prüf- und Messergebnisse ist in allen Punkten klar und nachvollziehbar und sollte Ihre allgegenwärtigen Zweifel doch dahingehend berührt haben das vielleicht doch sein kann, was offenbar nicht sein soll.
Ich bin schon neugierig auf Ihre weiteren Zweifel, die ich auch mal hatte, bis ich mich selber überzeugt hatte, das dieses Verfahren zu Mauerentsalzung technisch funktioniert.



Quergelesen



habe ich den Text nicht, überlesen habe ich das auch nicht, gefunden leider auch nicht.

Die Schlussfolgerung von der Mess-/Prüfmethode hin zur Funktion stellt sich mir trotz des Umfangs nicht nachvollziehbar dar.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer

P.S.: Wie stehen Sie zu dem Vierseiter?



Nun Herr Hoppe hat schon wieder recht, aber...



...gans so einfach ist das nicht.
Funktionieren tut es immer. Die Frage ist jedoch nicht ob etwas funktioniert sondern auch ob der Erfolg eintritt.
Wenn etwas funktioniert, heißt das noch lange nicht, dass mit den geringen Stromfluss eine feuchte Wand getrocknet werden kann.
Dazu verweise ich auf die Literatur von Prof. H. Venzmer.
.
Herr Bötcher hat dazu in einem anderen Beitrag zu
Mauerwerkstrocknungsverfahren

---Forenreferenz-----------
Mauerwerkstrocknungsverfahren -
Ich hoffe, das ich mit diesem Beitrag das leidige Thema zum Abschluß bringen kann:

Es gibt ein aFuE- Projekt:
"Elektromigration zum Abbbau oberflächennaher Salzkonzentrationen in Bauteilen"
der Hochschule Wismar, Fachbereich Bauwesen.
FKZ: 17.025.00
Verfasser u.a. Dr. Venzmer.

Ich zitiere auszugsweise aus der Kurzfassung zum Schlußbericht:

1.2. Elekrophysikalische Bauwerkstrockenlegungen

"Keine Verfahrensgruppe der Bauwerkstrockenlegung (-entfeuchtung) steht so in der Kritik und unter Erfolgsdruck wie diese. Denn viele der auf dem Markt zu beobachtenden Verfahren verstoßen auf das gröbste gegen elementare Grundsätze der Übertragung von naturwissenschaftlich gesicherten Kenntnissen, die unter Laborbedingungen zur Elektroosmose gewonnen werden können. Diese setzen voraus, dass die kritischen Parameter des Durchfeuchtungsgrades, der elektrischen Spannung bzw. der elektrischen Feldstärke erfüllt sein müssen, um eine gezielte Massenstromdichte der Feuchtebewegung erzeugen zu können.
Feuchtebewegungen sind in Kapillaren von Mauerwerken möglich, wenn mit Durchfeuchtungsgraden von über 45-100 Prozent und mit sehr hohen elektriscvhen Spannungen gearbeitet werden kann. Eine elektroosmotische Feuchtebewegung bis hinunter zu kleinen Durchfeuchtungsgraden ist naturwissenschaftlich vollkommen unbegründet. Weil die meisten solcher Anlagen in Unkenntnis derartiger Elementarkenntnisse errichtet werden, können Erfolge auch nicht eintreten, zumal vieler solcher Anlagen lediglich ein Bastelniveau besitzen.
Der Herausgeber ist wirklich an funktionsfähigen elektrophysikalischen Anlagen interessiert, doch leider haben fast alle der bislang kontrollierten Anlagen ihre Wirksamkeitsnachweise nicht erbriingen können...

... Die Elektromigration kann technisch genutzt werden, wenn sie kontrolliert unter naturwissenschaftlicher Begleitung zur Anwendung kommt. Die Anwendungsbedingungen werden häufig von vielen ausschließlich handwerklich orientierten Anwendern in der Praxis der Bauwerkstrocknung nicht überschaut bzw. nicht verstanden, denn ansonsten würde nicht immer wieder in gröbster Weise gegen naturwissenschaftliche Grundsätze verstoßen werden.
Ohne deren Kenntnisse kommt der Einsatz der Elektromigration am Bauwerk einem Lotteriespiel gleich. Von der Übertragbarkeit in den Bereich der bedenkenlosen Massenanwendung durch Praktiker ist dringend abzuraten..."

Ein schönes Wochenende
p.s. Der Bericht kann als Pdf- Datei kostenfrei heruntergeladen werden. mehr ...
----------------------------------


geschrieben.
.
Ich hoffe, das ich mit diesem Beitrag das leidige Thema zum Abschluß bringen kann:
Es gibt ein aFuE- Projekt:
"Elektromigration zum Abbbau oberflächennaher Salzkonzentrationen in Bauteilen"
der Hochschule Wismar, Fachbereich Bauwesen.
FKZ: 17.025.00
Verfasser u.a. Dr. Venzmer.
.
Ich zitiere auszugsweise aus der Kurzfassung zum Schlußbericht:

1.2. Elekrophysikalische Bauwerkstrockenlegungen

"Keine Verfahrensgruppe der Bauwerkstrockenlegung (-entfeuchtung) steht so in der Kritik und unter Erfolgsdruck wie diese. Denn viele der auf dem Markt zu beobachtenden Verfahren verstoßen auf das gröbste gegen elementare Grundsätze der Übertragung von naturwissenschaftlich gesicherten Kenntnissen, die unter Laborbedingungen zur Elektroosmose gewonnen werden können. Diese setzen voraus, dass die kritischen Parameter des Durchfeuchtungsgrades, der elektrischen Spannung bzw. der elektrischen Feldstärke erfüllt sein müssen, um eine gezielte Massenstromdichte der Feuchtebewegung erzeugen zu können.
Feuchtebewegungen sind in Kapillaren von Mauerwerken möglich, wenn mit Durchfeuchtungsgraden von über 45-100 Prozent und mit sehr hohen elektriscvhen Spannungen gearbeitet werden kann. Eine elektroosmotische Feuchtebewegung bis hinunter zu kleinen Durchfeuchtungsgraden ist naturwissenschaftlich vollkommen unbegründet. Weil die meisten solcher Anlagen in Unkenntnis derartiger Elementarkenntnisse errichtet werden, können Erfolge auch nicht eintreten, zumal vieler solcher Anlagen lediglich ein Bastelniveau besitzen.
Der Herausgeber ist wirklich an funktionsfähigen elektrophysikalischen Anlagen interessiert, doch leider haben fast alle der bislang kontrollierten Anlagen ihre Wirksamkeitsnachweise nicht erbriingen können...

... Die Elektromigration kann technisch genutzt werden, wenn sie kontrolliert unter naturwissenschaftlicher Begleitung zur Anwendung kommt. Die Anwendungsbedingungen werden häufig von vielen ausschließlich handwerklich orientierten Anwendern in der Praxis der Bauwerkstrocknung nicht überschaut bzw. nicht verstanden, denn ansonsten würde nicht immer wieder in gröbster Weise gegen naturwissenschaftliche Grundsätze verstoßen werden.
Ohne deren Kenntnisse kommt der Einsatz der Elektromigration am Bauwerk einem Lotteriespiel gleich. Von der Übertragbarkeit in den Bereich der bedenkenlosen Massenanwendung durch Praktiker ist dringend abzuraten..."
p.s. Der Bericht kann als Pdf- Datei kostenfrei heruntergeladen werden.

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Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 27.11.09
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Dem ist nichts mehr hinzuzufügen außer, dass das Verfahren keinesfalls Stand der Technik ist.
Dazu verweise ich auf Wikipedia und hier heißt es:
Der Stand der Technik ist eine Technikklausel und stellt die technischen Möglichkeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt, basierend auf gesicherten Erkenntnissen von Wissenschaft und Technik dar.
Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Stand_der_Technik





Zitat von oben:"Der Stand der Technik ist eine Technikklausel und stellt die technischen Möglichkeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt, basierend auf gesicherten Erkenntnissen von Wissenschaft und Technik dar."
Für alle ernsthaft interessierte: aktive Entsalzung von Mauern ist schon über 20 Jahre bekannt,anerkannt und eingesetzt worden.
Hier ein Link zum Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB: http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988067180321



Sollte man dazu überhaupt noch was sagen, oder ist es ausreichend auf das Datum zu verweisen?



Sehr geehrter Herr Hoppe, gibt es da nicht etwas Aktuelleres?
Das waren noch DDR-Zeiten und ich verstehe auch, dass damals Herr Friese Werbung für dieses System machte.
Aber zwischenzeitlich gibt es doch fundierter und wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse was machbar ist und was nicht.
Sollten Sie auch im Besitz einer aktuellen Schrift (durchaus auch von der Fraunhofergesellschaft oder einer sonstigen Hochschule) sein, so würde ich mich freuen.
Das was ich dazu kenne, entspricht nicht dem was man heute Menschen mit Feuchteschaden empfehlen kann.
. Dazu der Kurztext der "Neuen Schrift" auf die Sie Bezug nehmen!
Ein neues elektrochemisches Verfahren zur Verhinderung von Bauschäden durch aufsteigende Feuchtigkeit und Salzausblühungen
Friese, P.;
Quelle: Bautenschutz Bausanierung, 1988
ISSN: 0170-9267;
Standort in der IRB-Bibliothek: DEIRB Z 1238;
.
Da ich alle Zeitschriften von damals noch habe, konnte ich mich auch nochmals einlesen. Aus heutiger Sicht ein Sammelsurium von pseudowissenschaftlichen Beschreibungen.
.
Haben Sie den Text - oben - von Herr Bötcher aus der aktuellen Veröffentlichung von Prof. H. Venzmer denn nicht gelesen?
Oder kann es auch sein, dass Sie dies nicht verstehen wollen?





Nun, was damals machbar war, sollte doch wohl auch heute noch möglich sein. Zumal 20 Jahre Entwicklung dazwischen liegen. Und ich weiß dass es das heute ist ist!
Es ging doch nur grundsätzlich erst einmal darum, ist es möglich oder nicht. Und das es möglich ist haben auch andere schon anerkannt und beschrieben.
http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017185919
Das sture Negieren von Tatsachen gab es schon öfters. Einer hat darauf mal gesagt:" und Sie dreht sich doch". Und er hatte Recht.
Irgendwie muss ich bei dieser Diskussion immer daran denken.



Herr Hoppe,



bitte machen Sie mir doch auch mal ein Angebot für eine Trockenlegung. Es handelt sich um 0.6 Meter dickes Natursteinmauerwerk, die stirnseitigen Außenwände eines Gewölbekellers von 2x 6 Meter Länge und 1,5 Meter unterhalb Gelände 00. Diese sind extrem nass. Mich interessieren (natürlich) 1. die Kosten, 2. die Dauer der Installation, 3. die Dauer der Trocknung und 4. Wann gilt die Wand als trocken. Kann der Kunde (Musiker) dann dort einen Proberaum einrichten?



@Struve



wie stellen Sie sich die Bedingungen vor?



@Hoppe



meiner Meinung nach hat Herr Sruve Ihnen die Eckdaten doch mitgeteilt!
Sind Sie als "Fachmann" nicht in der Lage, an Hand dieser Daten ein Angebot zu erstellen?

Gruß aus Dortmund

Harald Vidrik



Herr Hoppe,



so.
1. Sie installieren die Anlage. Ich Zahle den Betrag auf ein Treuhandkonto.
2. Vor, während und nach der Maßnahme werden Proben entnommen und der Feuchtegehalt mittels Darr Verfahren durch einen öffentlich bestellt und vereidigten Sachverständigen ermittelt und dokumentiert.
3. Bis zum Abschluss der Maßnahme werden keine flankierenden Maßnahmen ergriffen.
4. Die Maßnahme gilt als Erfolgreich, wenn sich die Ausgleichsfeuchte am Mauerwerk eingestellt hat
5. Nach Abschluss der Maßnahme 6 Monate werden Zahlungen wie folgt fällig.

Bei Erfolg geht das Geld auf Ihr Konto, bei Misserfolg geht es zurück an mich.
Die Kosten des öbuv S trage im Erfolgsfall ich, bei Misserfolg Sie.