Materialien im allgemein

26.08.2012 Herbert40



Hallo Leute,
Ich bin Laie und würde mal im großen Ganzen wissen, welche Materialien ich bei der Sanierung von Fachwerkhäusern überhaupt verwenden kann und darf.
Gibt es da irgendwie eine Übersicht?
Wie sieht es z. B. mit Spanplatten oder Klemmfilz aus.
Wie ich schon gelesen habe ist Rigips nicht geeignet. Verstehe ich nicht. Gips nimmt doch auch Wasser auf und gibt es wieder ab. Oder wo ist da das Problehm.
Da ich das Haus Kostengünstig sanieren muss währe ich natürlich an alternative Baumaterialien zu den teuren interessiert.
Ich Danke für jede Info.
Gruß Herbert



Fachwerksanierung



Baumaterialien wurden für bestimmte Einsatzzwecke und nicht für bestimmte Haustypen entwickelt.
Auch mit Lehm, Holz und Kalk können Sie verheerende Bauschäden produzieren wenn sie am falschen Ort, in falscher Kombination und für den falschen Zweck eingesetzt werden. Deshalb sind Antworten auf so eine Fragestellung wenig hilfreich.

Viele Grüße



Auch moderne Baumaterialien



können im Altbau sinnvoll sein. Ich finde es z.B. vetretbar aufs Dach (als Unterdach) Weichfaserplatten anzubringen, mit Cellulosedämmung zu dämmen, und die Innenschale (des Daches)aus Dampfbremspapier und Gipskarton herzustellen. Oder Lehmbau: Es gibt ja mittlerweile auch moderne Lehmbaustoffe, die für die Ausfachungen verwendet werden können. Traditionelle Lehmstakenausfachung halte ich für ein Haus das bewohnt wird für Quatsch.
Gegen einen Fußboden aus OSB-Platten spricht meines Erachtens auch nix.
Es kommt immer drauf an, dass das System bauphysikalisch hinhaut. Bei Cellulosedämmung als Innendämmung der Außenwände würde ich z.B. eher abraten. Obwohls ein gutes Material ist.
Ralph schneidewind



Es gibt...



... natürlich keine Liste mit "erlaubten" Materialien, die kann es nicht geben... es sei denn, der Denkmalschutz spielt mit rein... ;-)

Auch ein Lehmputz von heute wäre ein anderer als ein Lehmputz von vor 150 Jahren...

Baumaterialien werden im Hinblick auf ihre Eigenschaften (weiter-)entwickelt; dies kann auch Sackgassen und Fehler seitens der Entwickler beinhalten, z.B. Formaldehyd gebundene Spanplatten, radioaktiver Gipskarton, Asbest...

Die Auswahl und der Einsatz eines bestimmten Baustoffs muss sich immer an der Eignung für den Bestimmungszweck orientieren und darf das "Funktionieren" eines Gebäudes nicht negativ beeinflussen, natürlich spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle...

Ein kategorisches "Nein" bei der Renovierung oder Sanierung eines Altbaus zu allen Baustoffen, die eigentlich nicht in die Entstehungsgeschichte des Gebäudes passen, ist sinnentleert... dann müsste man u.U. auch konsequenterweise bspw. Zentralheizung, elektrisches Licht und innenliegende Badezimmer ablehnen...

Ein kategorisches "Ja" zu allem was "historisch" und "war früher so" und so weiter ist, ist dementsprechend ebenso sinnentleert...

Allerdings bietet ein historisches Haus häufig die Möglichkeit, sich ein sehr behagliches Wohnumfeld zu schaffen, das geht vom allgemeinen Wohlfühlen bis zum "guten Raumklima"... die entsprechenden Eingriffe klappen aber nur, wenn man das System Haus verstanden hat... und genau hier versagen oft viele "Heimwerkermethoden"...

Musterbeispiel ist Wärmedämmung: 160mm Polystorol auf die Wand geklebt, gedübelt, armiert und Kunstharzverputzt mit Dispersionfarbe abgedichtet... So weit, so gut, der rechnerische U-Wert wird sich damit deutlich reduzieren und die Heizkosten vermutlich auch... aber dass man damit einen massiven Eingriff in den Feuchtehaushalt des Gebäudes vornimmt, welches sich natürlich auch im Innenklima wiederspiegelt, stellt sich denn doch erst hinterher heraus...

Es gibt keine Pauschalaussagen, was "gut" oder "schlecht" ist, das hängt vom jeweiligen Gebäude und der Nutzung ab...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Moin Herbert,



gib doch mal die angedachten Baumaterialien hier in die Forumssuche ein und lese ein wenig.
Da wirst du eine Menge Beispiele finden, die auch auf deine Situation zutreffen und dir eine Idee geben, wo welches Material Sinn macht und wo nicht.

Deine Frage ist zwar verständlich, aber sinnlos:
Ohne konkrete Vorgaben nicht zu beantworten.

Am besten ein Foto machen und die angedachte Renovierung so genau wie möglich beschreiben - dann werden Sie hier geholfen......

Viel Erfolg, Boris