Fachwerkfassade am Denkmal neu verputzen bzw .sanieren

20.06.2007



Hallo ,

ich bin hier neu.
Unser Haus aus 1787 ist (leider) denkmalgeschützt. Jetzt sind über die Jahre hinweg die Nord- und Ostseite (beide Sichtfachwerk) ziemlich stark mitgenommen, da es keine Verschalung gibt. Der Putz ist teilweise nicht mehr vorhanden, die Farbe vom Holz abgeblättert, usw. Jetzt soll es so hergerichtet werden dass die wieder schön dicht sind und schön aussehen. Ich will hier partout KEIN teuren Riesenaufwand betreiben mit allerhanden Materialien die man im Mittelalter oder so verwendet hat, es soll jedoch so sein dass der Denkmalschutz es runterschluckt. Gibt es in meiner Nähe leute die gute Erfahrungen mit Firmen haben? Info's wären super nett!

Gruss, Bert



Billig oder preiswert?



Hallo Bert,
wenn Ihr Gebäude einen Zustand erreicht, der über einen langen Zeitraum auf Pflege und Instandhaltung verzichten mußte, kann es sein dass "Materialien aus dem Mittelalter" hin oder her, ein größerer Aufwand betrieben werden muß, um die Hütte weiterhin zu erhalten.
Zunächst sollte mal genau analysiert werden, was alles geschädigt ist und/oder erneuert werden müßte und wo die Schadensquellen liegen. Damit hätten Sie ein fiktives Gesamtprogramm. Dann können Sie die einzelnen Maßnahmen nach Wichtigkeit sortieren und in eine Zeitschiene einsortieren.
Die zu verwendenden Materialien sind doch, unabhängig von Mittelalter oder nicht, eher so einzusetzen, dass sie mit dem Bestand kompatibel sind. Manchmal werden da halt dann historische Techniken daraus, ein anderes Mal kann man sich modernster Möglichkeiten bedienen.
Wobei die alten Techniken und Materialien nicht zwingend teurer sind, als was schnelles, einfaches Neues, eher preisWERTER.
M. E. sehen Sie dass von der falschen Seite aus. Will sagen: der Denkmalschutz ist doch eigentlich zweitrangig. Sie wollen Ihr Haus erhalten und vielleicht auch nutzen. Sie sollten auf die "Bedürfnisse" des Gebäudes reagieren. Bei dem hohen Alter dieses Hauses landen dann die meisten häufig bei Lösungen, bei denen auch das Denkmalamt problemlos mitspielt.
Ein bissel neue Farbe aufs Gebälk vertagt letztendlich nur Ihr Problem.
Natürlich ist immer zu wenig Geld in der Kasse, da gehts den Menschen wie den Leuten, daher ist es umso wichtiger, sich bereits im Vorfeld klar zu machen: Schadensursachen, Sanierungsmöglichkeiten und damit verbundene Techniken, unabhängig vom Geldbeutel. Dann kann man anschließend festlegen was kurzfristig gemacht werden muß und was später gemacht werden kann.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri



wären, hätten



Hallo Martin,

das finde ich eine gute Antwort.
Wären sie hier in der Nähe tätig, hätten wir uns über die Tätigkeiten und Auftrag unterhalten können.

Gruss, Bert



Habe mal rumgespielt....



und bin über Ihr Profil, dann rechts oben in der Ecke auf "mehr über Coppenbrügge": so bekommen Sie Forumsmitglieder aus Ihrer Region heraus. Sie können mit Hilfe Ihrer PLZ und Umkreis 50 km die Region erweitern.
Sie haben in Ihrer Nähe den Regionalvertreter der IG Bauernhaus:
http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/community/a/showMitglied/515$.cfm
Bei der IGB laufen normalerweise die heissen Drähte zwischen brauchbaren Handwerkern, fachkundigen Planern und Spezialisten zusammen.
Stöbern Sie erstmal in den Adresslisten des Forums oder rufen beim IGB-Regionalvertreter an, die haben häufig auch immer noch gute Adressen parat.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri



vielen Dank



fur den Tipp! Finde ich nett. Gruss, Bert