Kerndämmung

04.12.2012



Liebe Forumsmitglieder,

ich spiele mit dem Gedanken, eine Kerdämmung in mein Haus einbringen zu lassen. Hierfür habe ich zwei Gründe, erstens neue Fenster (Doppelverglasung 1,1), die besser gedämmt sind als die Wand und zweitens der Wunsch nach höherem Wohnkomfort. Ob es sich nun energetisch rechnet und wie es sich amortisiert ist eher zweitrangig.

Über die Vor- und Nachteile habe ich in diesem hervorragendem Forum schon viel gelesen, und gänzlich ohne mulmiges Gefühl gehe ich das Thema nicht an.

Von daher meine Frage, quasi als worst case: Angenommen, es enstehen Feuchtigkeitsprobleme, wie auch immer geartet und die Dämmung soll wieder raus - geht das? Wenn ja, mit welchen Stoffen am Besten?

Das damit nur Geld verbrannt wäre, ist mir klar, nur ist es mir den Versuch wert.

Haus ist ein typischer Hamburger Rotklinker mit etwa 11 cm Hohlschicht.

Beste Grüße





Hallo, ich würde als erstes mal IN den Zischenraum gucken.

Danach erst überlegen, ob es sich lohnt da Dämmung rein zu blasen.

In meinem Fall war schnell klar das dies wegen Querverbindern, Mörtelresten, etc. nichts bringen würde, da man es nie ordentlich ausfüllen kann.

Gruß
Michael





Danke, Michael. Der Hohlraum wurde bereits begutachtet und für gut befunden, auch die Fassadenanker befinden sich in einem guten Zustand.

Wie gesagt, es geht mir einzig und allein darum, ob es im Falle eines Falles möglich ist, das Dämmmaterial wieder zu entfernen.

Beste Grüße



Welches Dämmmaterial



ist denn vorgesehen und wie ist der gesamte Wandaufbau?



Dämmaterial



Hallo, danke für die Antwort. Welches Material vorgesehen ist, kann ich noch nicht sagen, da gibt es ja einige. Darauf zielt ja auch meine Frage ab, ich hätte nach Möglichkeit eben eines, das im Notfall wieder zu entfernen wäre.

Der Wandaufbau - gute Frage. Aussen typischer Hamburger Rotklinker, dann 11 cm Hohlschicht und innen ca. 14 cm, Material weiss ich nicht.



Entscheidung



ob es möglich ist ein Material komplett wieder aus der Schale herauszuholnen, wird wohl keiner mit Sicherheit sagen können. Am besten funktionieren dann aber sicher körnige Materialien wie z.B. Perlite oder Isofloc H2Wall. Wer schon einmal eine mit Perlite gefüllte Wand öffnen musste, weiß dass das Material wie Wasser durch Öffnungen abfließt. Ob so allerdings wirklich alle Körnchen die Wand verlassen, wage ich nicht zu beantworten.
Eine andere Sache ist die Setzungssicherheit, diese dürfte bei einem fasrigen Material größer sein.
Alsomuss man wohl eine Entscheidung zwischen Ausbaubarkeit und höherer Setzungssicherheit treffen.
Als letzte Frage bleibt dann noch die Frage nach dem Kondensat, dass auf jeden Fall anfällt. Gefühlsmäßig wäre es mir am liebsten, wenn es möglichst ungestört nach unten abfließen könnte. Da ist sichherlich das Körnige material wieder im Vorteil.



Entscheidung



Vielen Dank, Herr Heim. Das niemand die Frage der Entfernbarkeit beantworten kann und ich auch sonst nichts darüber finden konnte stimmt mich recht hoffnungsfroh - bedeutet es doch, dass der Fall der dieses nötig machen würde nicht so oft eintritt.

Ich tendiere auch zu körnigem Material und werde mich jetzt einmal beraten lassen.

Beste Grüße