Aufsteigende Feuchtigkeit im Haus aus dem Jahre 1870

15.04.2009



Hallo,

wir haben ein Haus aus dem Jahre 1870 gekauft, jetzt komplett saniert doch nun etwas Probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit. Der Keller ist teilweise Lehmboden, teilweise Betonboden. Die Wände bestehen aus gebranntem Ziegel. In den Innenseiten einiger Keller sieht man ganz deutlich salzausblühungen und die Feuchtigkeit zieht langsam bis ins Erdgeschoss.
Jetzt haben wir mal eine Abfrage gestellt und blicken gar nicht mehr durch...

Aqualan : Da reicht ein elektrisch betriebener Sender aus um den Keller zu trocknen ?

Isotec : Eine HZ Sperre reicht aus? Und was ist mit dem Keller?

Wanddicht : Die bauen eine Wand vor und verpressen dann die Kellerwände von innen mit einer HZ Sperre

Hat jemand dazu Infos oder kann uns weiterhelfen?

Viele Grüße
Christian Glogowsky
Dortmund



Feuchter Keller



Hallo,

damals waren Keller für die Vorratshaltung gedacht, trocken waren die nie (und werden diese auch nie bei einem Lehmboden). Unser Keller ist und bleibt feucht.
Mit einem Sender wird eigentlich nur etwas ganz bestimmtes entfernt, nämlich Ihr Geld (das aber mit Garantie). Hierzu gibt es im Forum entsprechend viele Artikel.
Viele Grüße
Andreas





Wie schon geschrieben wurde, wird ein Naturkeller nie richtig trocken.
Bei den von Ihnen beschriebenen Salzausblühungen wäre evtl. eine Entsalzung des Mauerwerks angebracht, wie z.B. Opferputz oder Kompressen.
Elektronische und mechanische Massnahmen werden vermutlich nicht helfen.

Grüsse Thomas





Hallo,
sind Sie sicher, dass es sich um aufsteigende Feuchtigkeit handelt?
Die kommt immer von unten, also müssten auch innen liegende Trennwände gleichermaßen betroffen sein.
Können Sie ausschließen, dass die Feuchtigkeit nicht an den Erdberührten Wänden (Bodenfeuchte) eindringt.
Dann müsste in Ihrer Sanierungsphase eine ordentliche Vertikalabdichtung hergestellt worden sein.
Wie wurde-(Viehhaltung? Einlagerung Düngmittel?) und wie wird-(Waschküche/ Sauna?)der Keller genutzt?
Zu guter letzt, was wollen Sie erreichen?
Dass die Feuchtigkeit nicht in den Wohnbereich kommt, oder wollen Sie auch den Keller trocken bekommen?
Alles eine Frage Ihres Geldes und des Sachverstand Ihrer Firmen.

Mein Rat: suchen Sie sich einen Sachverständigen für Bautenschutz.
Damit ich nicht wieder Ärger mit der Community bekomme.
1. DHBV Deutsche Holz und Bautenschutz Verband
2. HWK Handwerkskammer
3. IHK Industrie und Handelskammer
4. Handwerkerinnung


Viel Erfolg



Feuchter Kelller



Hallo,

es muß sich um aufsteigende Feuchtigkeit handeln, da auch die Innenwände bis fast unter die Decke feucht sind!
Was kann man denn am sinnvollsten dagegen tun?

Gruß
Christian Glogowsky





Aufsteigende Feuchte können Sie nur mit einer Horizontalsperre verhindern.
Hier gibt es verschiedene Verfahren, mechanisch, oder chemisch.
Mechanisch z.B. das Mauersägeverfahren. Es wird eine Wagerecht verlaufende Lagerfuge Abschnittweise aufgesägt und dann PE Platten eingelegt, verkeilt und verpresst.
Bei Ziegelmauerwerk würde ich immer diese Variante empfehlen.
Chemische Sperren werden über Injektionen eingebracht und sollten meiner Meinung nach nur dann zur Anwendung kommen wenn das nachträgliche einbringen mechanischer Sperren nicht möglich ist (z.B. Bruchstein).
Chemisch heißt in diesem Fall nicht zwangsläufig das sich um giftige oder bedenkliche Stoffe handeln muss. Es gibt sehr gute Injektionsmaterialien die Trinkwasser zugelassen sind.
In jedem Fall sollten Sie auf die bauaufsichtliche Zulassung achten.
Die Horizontalsperre wird es aber ohne funktionierende Vertikalabdichtung nicht richten.
Bodenfeuchte ist immer und überall, mal mehr, mal weniger.



Keller naß



...ist immer und überall. Richtig.
Aber es ist gar nicht sicher, daß es nur aufsteigende Bodenfeuchte ist. Wenn alles naß ist, spricht viel für die Beteiligung von Kondensat, und dagegen hilft simples Lüften, und zwar richtig, notfalls heizen, aber das ist ökologisch unkorrekt und nicht mit der EnEv in Einklang. Trotzdem hilft wegheizen natürlich gegen Kondensat, das auf kalten Oberflächen anfällt.
Wenn es so ist, sollten Sie für gute Luftzirkulation sorgen (keine gefangenen Räume oder dichtschließenden Türen), Zuluft und Abluft regeln und bei den im Frühjahr häufigen Warmfrontlagen die Fenster schließen, Lüften hinter der Kaltfront.
Diese Kellerklimatisierung nach dem Wetterbericht kann scheinbare Wunder bewirken. Nie wieder duscht die Katze unter der Wasserleitung.

Grüße





Sicher sollte man die Problematik der Kondensation nicht unbeachtet lassen.
Sie über zu bewerten bringt aber auch nichts.
Wenn innen liegende Wände feucht sind, spricht das weniger für Kondenswasser als mehr für aufsteigende Feuchtigkeit. Es stellt sich mir die Frage, wo die Feuchtigkeit herkommt, die in den Massen, selbst an Innenwänden kondensieren soll.

Das Foto oben mit der Mauersäge.
Tiefgarage im Haus Baujahr 1935. 36,5er Ziegelwände. Hier habe ich (vor 10 Jahren) eine Horizontalsperre eingebracht, die Vertikale mit KMB, ohne Dämmung, abgedichtet und innen mit Kalkfarbe (Haga) gestrichen. Genutzt wird es jetzt als beheiztes Büro, ohne das geringste Kondensationsproblem. Und das obwohl im Winter weniger und im Sommer viel gelüftet wird.





Hallo Herr Glogowsky,

auf diesem Markt lässt sich leider gutes Geld verdienen, gezahlt wird viel, gewährleistet oft nur wenig. Ich sehe das wie Herr Beckmann und würde zunächst einmal auf Kondensatausfall prüfen und geregelte Lüftungsintervalle einführen. Das kostet zunächst wenig bis gar nichts und bewirkt meist Wunder. Geld verdienen kann man mit dieser Lösung freilich wenig.

Wenn es sich um Kondensat handelt wird auch die HZ-Sperre alleine nichts bringen.

Bevor Sie anfangen vorzumauern, Kabel in die Wand zu stecken, Mondsteine in den Ecken vergraben oder Mauern aufzusägen sollte einmal darüber nachgedacht werden, ob sich etwas im Keller nach Ihrem Kauf verändert hat. Da fallen mir zunächst ein: Waschmaschine, Trockner, Wasseranschlüsse, Abwasserleitungen, Fallrohre, Hofpflaster, ein offenes oder defektes Fenster .... Kondensatausfall macht auch vor den Innenwänden nicht halt.


Sind die Wände verputzt?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Na sowas,



aufsteigende Feuchte gibt es doch gar nicht, das Internet ist voll von diesem hier offensichtlich immer noch mit Neuigkeitswert versehenem Fakt.

Und zum Argument der Innenwandfeuchte: Wenn frühers die Sau (oder sonst ein Haustier) im Keller geschissen hat, wird der nitrathaltige Odel selbstverständlich an allen Wandsockeln und die Gestankluft an allen sonstigen kühlen Decken- und Wandpartien abkondensiert - und mit dem Kalk zu Mauersalpeter mutiert sein.

Und lieber Herr Struve - wenn das Sägenbild von Ihnen ist, würden Sie mir dessen Übernahme in meine Webseite zu Lehrzwecken gestatten, selbstverständlich mit Angabe der Autorenschaft und verlinktem Verweis zu Ihnen (oder wenn es Ihnen lieber wäre, anonym)? Das wäre schön für meine durchfeuchteten Leser und mir würde warm ums Herz.



Herr Kornmayer,



warum schließen Sie das wahrscheinlichste immer als erstes aus?
Was Kondensiert denn an den Wänden, und woher kommt es? Von einer Waschmaschine mit Sicherheit nicht.
Könnte es sein das die durchfeuchteten Wände diese Feuchtigkeit an die Raumluft abgeben?
Wäre es dann nicht Ratsam die Wände irgendwie trocken zu legen? Würde dann nicht eventuell auch die relative Luftfeuchtigkeit sinken?
Warum tritt dieses Problem immer im Keller auf und nicht in Badezimmern und Duschen wo doch soviel mit Wasser geplanscht wird und gelegentlich auch Waschmaschinen und Trockner stehen?
Und warum kondensiert in meinem Keller nichts, obwohl meine Schwiegermutter, ( habe ihr es mehrfach verboten) im Winter Wäsche darin zum trocknen aufhängt?

Arbeiten Sie für schlechtes Geld ???



Eine Wand ist kein Strohalm



Ach Herr Struwe,

wir wissen doch alle zu wenig über diesen 140 Jahre alten Keller. Um mir selbst eingestehen zu können, dass ich mein Studium in den Sand gesetzt habe bitte ich um Erklärung wie die böse Feuchtigkeit es schafft zwei bis drei Meter Innenwand von Stein zu Fuge usw. unterschiedliche Kapillaritäten zu überbrücken (etwa 30x), sich am Ende vermutlich in der Schüttung über einer Kappendecke auszubreiten und das ganze Haus verrotten zu lassen? Ich bitte um Aufklärung, eine Wand ist kein Strohalm.

Im Übrigen wette ich, dass alle drei von Herrn Glogowsky genannten Anbieter ihren Lösungsvorschlag für den richtigen halten. Mein Lieblingsanbieter fehlt allerdings noch in der Liste.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer


P.S.: Geld von meinen Kunden ist immer gutes Geld und gutes Geld muss immer für gute Leistungen und Produkte eingesetzt werden. Meine Aufgabe ist es unter anderem das gute Geld meiner Kunden ausschließlich für sinnvolle Maßnahmen einzusetzen – und das spart gutes Geld.

Das mit der Schwiegermutter im Winter: Sie hat es verstanden. Aus Erfahrung wird diese wohl wissen, dass man Wäsche bei geöffnetem Fenster trocknet und da - wir erörterten bereits an anderer Stelle das Thema Luftaustausch und Temperaturzusammenhang - die Kellertemperatur im Winter höher liegen wird als die Außentemperatur wird die feuchte, wärmere Innenluft nach außen abgeführt.



@Herrn Struve



soll ich Sie mal anrufen wegen des schönen Bildes (vgl. meine Beitrag oben)?



ein geduldiges Löschblatt kein Strohalm



Herr Kornmayer,
Sehen Sie sich mal diese beiden Pfeiler an. Teil meines Messestand.
Diese stehen seit etwa einem Jahr 5 cm im Wasser.
Der rechte, recht feucht, Salzausblühungen bereits sichtbar.
Der linke furztrocken, zumindest oberhalb der PUR-Harz Horizontalsperre die dort eingepresst wurde. Was unten dunkel ist ,ist lediglich das Ausgetretene Harz.
Beide aus den gleichen Vollziegeln und mit Vormauermörtel gemauert.
Komisch das er trotz dessen das er von allen Seiten Luft bekommt in einem Jahr soviel Feuchtigkeit aufnimmt das es sichtbar ist. Mehr als lüften geht nun mal nicht.
Ich empfehle Ihnen mal, ohne Ihnen auf den Schlips treten zu wollen, einen Lehrgang,
z.B. „Nachträgliche Bauwerksabdichtung“ zu Besuchen. Das Kostet auch Geld aber es Lohnt sich.


Neulich Argumentierten Sie so:

„Überlegen Sie dabei wo die warme Luft hingeht (geöffnetes Fenster z.b:) und was für Luft dafür hereinkommen kann, und wo? Gibt es mehrere offene Fenster? Was wäre, wenn die Tür zur Waschküche offen stünde... Der Schaden ist in einem sehr kalten Januar bei teilweise geöffneten Fenstern aufgetreten.“


Jetzt so:

„Das mit der Schwiegermutter im Winter: Sie hat es verstanden. Aus Erfahrung wird diese wohl wissen, dass man Wäsche bei geöffnetem Fenster trocknet und da - wir erörterten bereits an anderer Stelle das Thema Luftaustausch und Temperaturzusammenhang - die Kellertemperatur im Winter höher liegen wird als die Außentemperatur wird die feuchte, wärmere Innenluft nach außen abgeführt.“

Wie denn nun?

Die Schwiegermutter hat gar nichts verstanden, sie lüftet im Winter den Keller nicht. Wird ja kalt. Im Sommer stehen aber alle Türen offen.



Keller



Hallo zusammen,

vielen Dank für die angeregte Diskussion.
Jedoch wirklich weiter hilft mir das auch nicht.

Wir wollen den Keller ja nicht zu Wohnraum umbauen, aber die Aufsteigende Feuchtigkeit, die mittlerweile in unserem Badezimmer zu Salzausblühungen führt, unterbinden.

Kann unsdabei jemand helfen, effektiv zu arbeiten. Die Angebote reichen von 12 bis 26.000 € bei den 3 genannten Firmen.
Das sinnvollste dabei scheint noch von der Fa. Wanddicht zu sein, da die außen Abdichten und eine Horizontalsperre einbringen.

Gibt es hier noch mehr tipps? oder möchte sich das mal jemand ansehen
cglogowsky@t-online.de

Gruß
Christian



Also meiner



laienhaften Meinung nach sehe ich alle 3 Vorschläge mit äusserster Skepsis.
Dass elektrische Zauberkästchen wird wohl genauso wirkungsvoll sein wie die hölzerne Wunderlampe, die den Keller mithilfe ko(s)mischer Strahlung trocknet.
Die Horizontalsperre allein wird nur dann funktionieren, wenn sie oberhalb des anliegenden Erdreichs unterhalb der Decke liegt. Dann bleibt das darunterliegende Mauerwerk halt feucht und wenn´s nicht stört.
Einfach eine Wand von innen davorzusetzen, wird für ein paar Jahre das Problem kaschieren, aber nicht lösen. In dem Hohlraum dahinter wird sich Schimmel bilden, und zwar so extrem, dass die Beseitigung eine richtig teure Angelegenheit wird. Arbeiten unter Atemschutz, luftdichtes Einhausen der Baustelle, Sondermüllbeseitigung etc.
MfG
dasMaurer



Keller Feucht??



Hallo,

Sorry da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt.

Die Firma würde außen eine Wand aus ??? (Sah aus wie hartgewordener Bauschaum) vorsetzen und dazwischen einen Hohlraum mit einem speziellen Gemisch (sehr Wasserfester Beton) verfüllen! Dazu würde in der Kellerinnenseite ein Schlitz gemacht damit die Mauer abtrocknen kann. Dann würde in einem Zeitraum von 6 Monaten oder auch länger die Wand verpresst mit einer Hotizontalsperre.

Gruß
Christian



Nachdem ich inzwischen



das Gefühl nicht los werde, Sie wollen um jeden Preis möglichst viel Geld versenken, worscht was rauskommt - diese letzte genannte Variante hört sich jedenfalls genau danach an.

Teilen Sie uns den QM- und Gesamtpreis mit? Man lernt doch nie aus ...



Will kein Geld versenken



Sehr geehrter Herr Fischer,

genau das will ich nicht und wenn Sie meine Einträge verfolgt hätten, müssten Sie das eigentlich auch so verstanden haben.Und ich wäre Ihnen dankbar wie ein Laie soetwas beurteilen soll, da sind Ihre Beiträge nicht gerade hilfreich!
Ich möchte nur eine "funktionierende Lösung" die auch hält! Das scheint aber schon recht anspruchsvoll zu sein bei derlei vieler Experten...

Das Haus hat eine Länge von 13 Metern und eine Breite von 8! In Teilen aufgrund eines Anbaus auch 10 Meter Breite. Das Haus liegt am Hang und hat oben 1,80 Meter unter Erdniveau bzw geht bis auf Erdniveau.

Wenn Sie weitere Fragen haben senden Sie mir eine EMail
cglogowsky@t-online.de



Nein danke,



lieber Herr Glogowski, ich habe keine weiteren Fragen. Und da Sie sich von der Utopie der aufsteigenden Feuchte doch nicht verabschieden können, kann ich jedenfalls nicht weiterhelfen.



Aufsteigende Feuchtigkeit Ja oder Nein??



Sehr geehrter Herr Fischer,

Die Kelleraußenwände sind unten komplett feucht genau wie der da liegende Lehmboden! Alle Innenräume haben einen Wert von 140 - 160 bis kurz unter Deckenhöhe. Wie wollen Sie das denn sonst erklären??? alle Kellerwände verlieren in etwa auf Fußleistenhöhe den Putz!
Die Außenwände der Kellerräume sind unverputzt bzw. ohne jegliche Form von Isolation. Wie gesagt es ist von 1870 und jetzt kommen Sie mir nicht damit richtiges lüften reicht. Alle Fenster waren auf im Keller, den ganzen Winter!

Ich kann leider nicht alle Wände einreißen damit mehr Luft rein kommt.

Versuchen Sie mir als Laien doch zu erklären was ich da machen soll, damit im Erdgeschoss, nicht der Putz bröckelt und es zu Salzausblühungen kommt! Ist die Frage präzise genug?

Christian Glogowsky





Hallo Herr Glogowsky,
das sind ja mal paar Angaben mit denen (hoffentlich) auch Herr Kornmayer (ferndiagnostischer Bautenschützer)(ohne Erfahrung?) etwas anfangen kann, oder (es lernen) sollte.

Grüße aus SBK



Dann hab ich das



mit der Vorgesetzten Wand falsch verstanden. Allerdings ist das hier angebotene Verfahren reichlich teuer, eine Bituminöse Abdichtung kommt da mit Sicherheit günstiger und wäre vollständig ausreichend. Das ist aber nur sinnvoll, wenn der Keller trocken werden soll(muss). Dann müssten aber weitere Massnahmen im Fussbodenbereich erfolgen.
Wenn der Keller feucht bleiben kann, wäre eine Horizontalsperre unterhalb der Kellerdecke wohl die sinnvollste Lösung.
MfG
dasMaurer



Aufsteigende Feuchtigkeit im Haus aus dem Jahre 1870



Hallo Herr Glogowsky,
es liegt mir sehr am Herzen, Ihnen von meinen Erfahrungen zu berichten.
Im Jahr 2007 habe ich mit meiner Firma "Biobaucare" einen Sanierungsauftrag ausgeführt, der Ihrem Problem gleich kommt.
Es handelte sich um ein Denkmal-geschütztes Gebäude am Kirchplatz in Walstedde bei Hamm in NRW. In den Kellergewölben hatte der Besitzer bereits vor Jahren sogenannte "Opferwände" vor die Grundmauern setzen lassen. Damit war aber das Problem der feuchten Kellerwände nur kaschiert worden. Mit den Jahren war nun die Feuchtigkeit an allen Außenwänden bis zu 80cm über die Bodenplatte im Erdgeschoss gestiegen. Um nicht den gesamten Keller abreißen zu müssen, suchte ich nach geeigneten Mitteln, die auch Kostenverträglich waren.
Ich habe mich auf das, hier im Forum schon viel diskutierte, Waid-Hygrabil eingelassen. Ich habe mit diesem Mittel lediglich die Innenwände des Gebäudes im Erdgeschoss behandelt. Es war ein Heiden-Aufwand, den schadhaften Putz von den feuchten Wänden zu entfernen.
Ich habe dann das nackte Mauerwerk mit der Waidlösung eingesprüht und ca. drei Wochen ablüften lassen, danach hat ein Putzer Kalk-Zementputz, angemischt mit dem Waid, aufgetragen. Nach weiteren 14 Tagen waren die Wände trocken. Bis heute habe ich keine Reklamation von meinem Kunden erhalten.
Eines habe ich jedoch lernen müssen: Dieses Mittel funktioniert nicht auf allen Untergründen. Es bedarf immer einer Begutachtung durch einen Fachmann, der sich nachweislich mit mineralischen Untergründen auskennt!
Ich wünsche Ihnen bei der Lösung Ihres Problems die richtige Entscheidung zu finden und
Grüße aus Hamm!
W.Meister



keller dichten



Hallo,

nur für den Fall, daß außer Kondensat doch noch Feuchte von außen beteiligt sein sollte:
die funktionierende bituminöse Abdichtung ist mir in über 30 Berufsjahren noch nicht untergekommen. Sie können es mit einer Schlämme versuchen, außen wäre ideal, innen soll auch gehen, dabei bleibt die Wand naß, der Raum aber trocken, solange Sie keinen Nagel einschlagen. Zusätzlich wären Horizontalsperren einzubringen, bevorzugt PU-Sperren weil ohne komplette Zerstörung der Tragstruktur möglich, was beim Durchsägen, einpressen von Niro-Blechen oder hand über hand - Einziehen von Bituminösen Sperren unumgänglich ist.

Bleibt der Boden: Wie hoch ist denn Ihr Keller ?

Den esoterischen Blödsinn mit Elektrizität vergessen Sie bitte. Das ist eher ein Fall für den Staatsanwalt.

Grüße vom Niederrhein



Aufsteigende Feuchtigkeit im Haus ?



Ich möchte hier mal eine Frage loswerden:
Hat sich einer der Spezialisten, die behaupten, es gäbe keine aufsteigende Feuchtigkeit, einmal schlau gemacht, was Osmose ist?
wir können dann gerne weiter diskutieren!
Oder wie kommt Wasser in einem 20m hohen Baum bis in das letzte Blatt in der Spitze? Warscheinlich steht der Gärtner mit einer Hochdruckpumpe unten an der Wurzel!
Freundliche Grüße
W. Meister



Aufsteigende Feuchtigkeit?



Hallo Herr Beckmann,

die Raumhöhe des Kellers liegt in etwa bei 1,90 Meter!

Und einige Keller haben noch einen Lehmboden...

Wie wird denn so eine PU Sperre eingebracht?

Gruß
Christian Glogowsky



Technische Säuren am Bau



Was passiert, wenn man technische Säuren (enthalten in Silikonmasse und PU-Schaum) mit alkalischen Untergründen versucht zu verbinden?
Chemie und Natur unter einen Hut zu bekommen war und ist schon immer problematisch gewesen!
Da am Bau naturgemäß mehr alkalität vorhanden ist, wird die vorhandene Säure nach einigen Jahren vom Mauerwerk aufgezehrt sein und man kann erneut sanieren! Das kann man ganz gut in Badezimmern beobachten, wenn man nach ca. 10 Jahren die Silikonfuge erneuern muss. Das liegt daran, dass die Weichmacher (technische Säuren eben) aufgebraucht sind.
Also sollte man doch besser mit mineralischen Produkten auf alkalischen Untergründen arbeiten...oder?
Gruß
W.Meister



nasser keller



Hallo,

ich habe solche Schadensbilder in Bezug auf PU noch nicht gesehen. Das schließt einige km² PU-Dämmschaum auf leichten Flächentragwerken aus Spannbeton ein !! Die müßten demnach schon alle eingestürzt sein.
Spezialist in Sachen PU-Sperre ist hier Herr Baust (siehe Bilder von ihm in diesem thread). Man kann solche Sperren auch in Kaliwasserglas machen.

Beim Lehmboden weiß ich nicht weiter, weil der keller so niedrig ist. Sie könnten sonst ausheben und 20 cm WU-Beton reinpacken.

Grüße



Aufsteigende Feuchtigkeit Schreckgespenst oder wahr?



Wenn es sich hier um aufsteigende Feuchtigkeit handelt, dann hat sie aber lange gebraucht bis sie kurz unter der Decke ankam.
Gemessen an der Dringlichkeit, die immer an den Tag gelegt wird Horizonalsperren einbauzubauen, stellt sich mir die Frage wie schnell das Wasser dann aufsteigt?

Ausserdem hat doch ein Naturkeller mit Lehmboden von Haus aus schon eine viel höhere Luftfeuchtigkeit als ein dichter betonkeller von Heute. Liegt also liegt also die Vermutung Kondenswasser an den Wänden doch viel näher als aufsteigende Feuchtigkeit.

Ausreichend Lüften heisst für mich, dass im Sommer die Fenster geschlossen sind und nur in den kühlen frühen Morgen oder späten Abendstunden gelüftet wird, genauso im Winter, Fenster nicht ständig offen halten, sondern geschlossen halten und regelmässig für Stoss oder Querbelüftng sorgen.

Grüsse



Feuchte Keller



Hallo,
kann Ihnen als Tipp Waidox geben. Alles Wissenswerte unter www.waidox.de.
Unser Zauberwort ist die Waidpflanze. Eines der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Diese Pflanze kannten die Mayas schon. Sie bepinselten damit Gräben, und benutzten diese als Wasserkanäle. Helga von Bingen wurde dadurch berühmt. Sie rührte aus dem Saft Tinkturen, die Wundbrand und ähnliches heilten. Also eine entzündungshemmende Wirkung, antiseptisch. Thüringen wurde durch den Waidanbau der letzten hundert Jahre sehr reich.. Es wurde mit Gold aufgewogen. Noch heute stehen sehr gut erhaltene Waid Häuser in Thüringen, respektive in Erfurt. Weißes Leinen wurde 24 Std. in Waidsaft gelegt, dann herausgenommen, es war dann blau. Das so genannte Indigo-Blau. Es passierte dann eine Oxydation. Diesen Umstand machen wir uns zu Nutze, für unser rein biologisches Produkt, Waidox.



Aufsteigende Feuchtigkeit Schreckgespenst oder wahr?



Lieber Herr Kehle,
erklären sie uns doch bitte einmal, wie Kondenswasser in einem kalten Raum mit kalten Außenwänden entstehen kann!
(Zitat)
"liegt also die Vermutung Kondenswasser an den Wänden doch viel näher als aufsteigende Feuchtigkeit".

Kondensierung ist ein Thermo-physikalischer Vorgang bei dem vorhandene Luftfeuchtigkeit erwärmt wird und sich auf den kälteren Oberflächen als Wasser niederschlägt.

Man könnte ja nun hergehen und einen Luftentfeuchter in den Raum stellen, der würde warscheinlich nächsten Ostern noch Wasser aus der Wand ziehen, weil immer wieder Wasser durch die Außenwände und den Lehmboden eindringt.
Eines ist doch mal klar, Wasser sucht sich einen Weg... und findet ihn meistens!
Ich denke, hydrophobieren wäre wohl der Versuch wert!
Habe mal ein Bild von der Baustelle in Walstedde reingesetzt, die Wand ist jetzt trocken!
Gruß
W.Meister



Wand naß



Hallo,

führt der Klingeldraht im Bild auch noch zu einem dieser sendenden Wunderkästchen ?
Spontanheilung gilt ja nie als ausgeschlossen.

Für den Bio-Hydrophobierer wüßte ich durchaus sinnvollere Alternativen und biete hiermit meine Mitwirkung an einer entsprechenden Marktstudie an, bräuchte allerdings Honorar dafür.

Nota bene: Kondensat hat mit Lufterwärmung nichts zu tun.

Grüße ins Kräuterfeld



Wand naß



Hallo Herr Beckmann,
ich würde mich freuen, wenn Sie in der Diskussion sachlich bleiben würden, an Hand Ihrer doch recht unverschämten Anmerkungen, gehe ich mal davon aus, dass Sie von Biologie am Bau nicht viel verstehen! Und den Klingeldraht müssen Sie mir näher erklären, davon verstehe ich nämlich nichts!



Aufsteigende Feuchtigkeit?



Hallo zusammen,

also ich verstehe hier nur noch Bahnhof, wobei ich mir doch Hilfe erhofft hatte...

Nur nochmal zu Erklärung :
Einige Kellerwände sind verputzt, sieht nach Zementputz aus (warum auch immer). Die Wandoberfläche ist total trocken. An einigen Stellen habe ich jedoch Putz abgeschlagen wegen der Ausblühungen und darunter sind die Wände feucht was auch die Messungen ergeben haben....
Das wird doch dann wohl eher aufsteigende Feuchtigkeit sein, oder wie soll das Kondenswasser sein?

Gruß
Christian Glogowsky



Aufsteigende Feuchtigkeit Schreckgespenst oder wahr?



Lieber Herr Meister,

Was verstehen Sie unter kaltem Raum mit kalten Aussenwänden?

Dass sich Wasser einen Weg sucht ist ja wohl klar.
Aber wenn auch Feuchtigkeit über den Lehmboden eindringt was bringt dann eine Hydrophobierung der Wände?
Deshalb wird der Keller nicht trockener.

Ich verstehe hier nur nicht, warum man einen Naturkeller, der sich Ideal zum Lagern von Obst, Gemüse und Wein eignet die Wände trockenlegen soll, und somit das Klima das von unseren Altvorderen so gewollt war zu verändern.

Grüsse



???



Helga von Bingen ?



Keller ändern???



Hallo Herr Kehle,

ich will den Keller nicht ändern! Meinestwegen kann der feucht bleiben, das ist mir total egal...
Was ich aber nicht möchte ist das die Erdgeschosswände feucht werden... Und da muß ich etwas machen... Oder wird auch das hier anders gesehen?

Gruß
Christian



Ich verweise nochmals



auf meinen verehrten Kollegen Jeff Howell, der es als von aufsteigender Feuchte überzeugter Maurer durch jahrelange Forschung an gewässerten Mauerpfeilern und Austestung der nicht nur hierzulande vollständig untauglichen Methoden wie Bohrlochinjektion und Elektroosmose endlich geschafft hat, sich von diesem Irrglauben zu lösen:

Rising Damp and The Rising Damp Myth

Wird aber gegen Vorurteile hier auch nix nützen, ist mir klar. Wer die hygroskopische Wirkung von Fäkalsalzen / Mauersalpeter nicht versteht - für den bleibt eben nur die Aufsteigende Feuchte. Und muß dann halt horizontal isoliert dafür blechen.

Guter Rat ist vielleicht teuer, aber bestimmt zigtausende billiger als schlechter Rat und idiotische Ausführung ...





Hallo Herr Glogowsky,

Mit Keller ändern meinte ich nicht Sie, sondern so manche Vorschläge die hier gemacht wurden.
Es ist mir vollkommen klar, dass Sie sich um's Erdgeschoss sorgen.
Ich würde den Putz von den betroffenen Wänden entfernen, dass die Feuchtikeit wegtrocknen kann und ablüften (evtl. entsalzen)
Dann können Sie die Wände kalken und fertig.
Das ist wohl die einfachste und günstigste Möglichkeit.

Grüsse Thomas





Hallo,

so peu a peu kommen ja doch infos zusammen.
Was den Z-Putz angeht, war der mindestens genausogut wie die Kräutertinktur, Kondensat wird an dem abgeprallt, pardon, runtergelaufen sein, aber nicht in den Stein. Also kommt Wasser dahinter aus dem Stein selber, aufgestiegen, hochgezogen durch Salze.
Dagegen hilft sperren.
Gegen Kondensat hilft lüften.
Gegen den nassen lehmboden hilft nix, nur ein neuer Boden, aber der geht wohl nicht.

Was die Biologie am Bau angeht, lieber Wolfmeister57, kann die sich bei mir ruhig auf das Kräuterbeet vorm Haus beschränken.

Grüße



Nasser Lehmboden -



ist nicht der Lehm ein Dichtungsbaustoff - wie bei Teichen wohlbekannt? Wie soll denn Bodenfeuchte den pfropfigen Lehmstampf von unten her durchdringen? Net amal bei Weinkorken - wesentlich "undichter" als Lehmstampf - würde das gelingen. Und wo eigentlich soll denn das Wasser Platz haben in verdichtetem Lehmboden? Ist es vielleicht nur ein Oberflächenphänomen wie bei dem genannten Zementputz?

Neue Rätselfragen.



Feuchter Keller



Lehm, lieber Herr Fischer,
ist ein Gemisch aus verschiedenen Bodenarten wie Sand, Schluff und Ton.
Die Bandbreite seiner Eigenschaften kann, bedingt durch unterschiedliche Mischungsverhältnisse, von kapillar gut bis schlecht leitend und von mäßiger bis schlechter Durchlässigkeit reichen.
Es hat deshalb auch keinen Zweck, hier über die Eigenschaften des real vorhandenen Baugrundes herumzuorakeln.

Mineralische Dichtungen bestehen übrigens aus Ton, nicht aus Lehm.

Viele Grüße



Ach



so!


Kenne aber einen Lehmabdichter, der schmeißt Sand in den Ton, um ihn zu einem perfekt frostfest-wasserdichten-rissefreien Einbaugemisch aufzubereiten.



Mineralische Dichtung



Lieber Herr Fischer,
wenn Sie mal einen Blick in ein Tiefbau- Taschenbuch werfen, finden Sie z.B. das Plastizitätsdiagramm nach Casagrande, die DIN 4022 oder die DIN 18196.
In der 4022 finden Sie die Kriterien zur Benennung bzw. Bezeichnung von Böden. Ob ein Boden als Ton bezeichnet wird, hängt von der Menge des Schlämmkornanteiles ab.
Ton als Bodenart wird z.B. zwischen leicht plastisch (TL) und ausgeprägt plastisch (TA) unterschieden, die genaueren Werte (Plastizitätszahl, Konsistenzzahl) findet man im Plastizitätsdiagramm oder in der DIN 4022.
Danach halte ich mich.
In der DIN 18196 steht u.a. eine Tabelle mit der Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke.
Am besten geeignet für Dichtungen sind danach leich- und mittelplastische Tone.
Ein fetter, ausgeprägt plastischer Ton wäre die ideale Dichtung, aber nicht verdicht- bzw. verarbeitbar. Ihr Handwerker hat mit einer Sandzugabe aus einem fetten Ton einen verarbeitbaren mittelplastischen Ton gemacht.
Es geht hier um den Kompromiss zwischen Verarbeitbarkeit und Dichtigkeit.
Dann muß ich Abbitte tun, in der o.g. DIN wird auch Geschiebelehm und Geschiebemergel (Kies- Tongemische oder Sand- Tongemische mit 15-40% - Schlämmkornanteil) als noch geeignet für Abdichtungen klassifiziert. Solche Böden werden von Druckwasser durchströmt und sind kapillar leitend, aber in längeren Zeiträumen
Für den Kern oder die landseitige Dammschulter eines einfachen Flußdammes mag das reichen.
Ob man damit senkrechte Abdichtungen an Kellerwänden bauen kann, wage ich zu bezweifeln.
Gegen Bodenfeuchte halfen sie sicher nicht.

Viele Grüße





Hallo Christian,

wenn an den Kellerwänden Zementputz dran ist sollte dieser als erstes abgeschlagen werden.
Zementputz wirkt komplett sperrend, Feuchtigkeit die dahinter ist kann nicht mehr an die Oberfläche wo sie verdunsten könnte, also wandert sie immer höher.
Da dieser Verputz trocken ist und die Steine dahinter feucht sind, spricht das für aufsteigende Feuchtigkeit, bzw. Querdurchfeuchtung und nicht für Kondensationsprobleme. Auch die Querdurchfeuchtung breitet sich kapillar aus. Da das aus am Hang steht ist mit eindringender Feuchtigkeit von dort ganz besonderst zu rechnen, hier wird, wohl oder übel der Lastfall des „aufstauenden Sickerwasser“ auftreten. Denn, Wasser fließt nun mal den Berg runter. Wo soll es hin wenn ihm im Tal eine Wand im Wege steht?
Mag durchaus sein, das wenn der Putz entfernt wurde die Wände bei vernünftigem Lüftungsverhalten soweit abtrocknen das sie mit dem Keller sehr gut leben können.
Denn Aufsteigende Feuchtigkeit hat eben auch Grenzen.

Eine Vertikalabdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser, nach der Richtlinie für die Planung und Aüsführung von Abdichtungen mit kunststoffmodifizierter Bitumendichbeschichtung -erdberührte Bauteile- sieht in etwa so aus.

1. Dichtungsschlämme
2. Bituminöser Voranstrich
3. erste Lage KMB mit Verstärkunseinlage
4. zweite Lage KMB
5. mechanischer Schutz der Abdichtung





Also wenn ich das nun richtig verstanden habe, handelt es sich hier um aufsteigende Feuchtigkeit nicht um Kondensfeuchte. Lösungsvorschlag Horizontalsperre soweit auch verstanden. Aber dies ist ja ein Naturkeller mit Lehmboden.

Was ist aber mit den deutlichen Salzausblühungen?
Verschwinden die mit der Horizontalsperre?

Mir ist immer noch schleierhaft, wie es sein kann, dass die Feuchtigkeit in 140 Jahren nicht bis ans Erdgeschoss gelangt ist, oder hat die sog. aufsteigende Feuchtigkeit doch ihre Grenzen oder ist vielleicht gar keine??
Fragen, die bisher nur teilweise beantwortet wurden.


Grüsse



Feuchtigkeit



Hallo,

wir wissen nicht wie die Feuchtigkeit in den letzten jahren war. Wir haben das Haus erst im März letzten Jahres gekauft..
Jetzt haben wir alles saniert und diese Feuchtigkeit festgestellt. Es waren in allen Wohnungen auch 2-5 Zentimeter Putz drauf somit ist das nicht sofort aufgefallen.

Gruß
Christian





Die Fakten von Christian wahren:

Haus Baujahr 1870 Hanglage, Kellerwände aus Ziegelsteinen mit Zementputz versehen. Oberfläche trocken, Ziegel unterm Putz feucht. Lehmboden feucht. Salzausblühungen.

Bei diesen Angaben gehe ich davon aus, das der Löwenanteil der Feuchte Vertikal in das Mauerwerk eindringt. An den Stellen wo sie so ins Mauerwerk gelangt breitet sie sich natürlich auch Kapillar in alle Richtungen aus. Da Wände eines Kellers gewöhnlich oben trockener sind als unten wird sich die Feuchte nach oben orientieren. Wie beim Löschblatt, es reicht eine Ecke die im Wasser hängt, irgendwann ist das ganze Blatt feucht.
Da der Lehmboden (mehr Wasserspeicher als Sperrschicht) auch feucht ist, kann man darauf schließen, dass, das Haus auf feuchtem Baugrund steht. Also auch Wasser aus diesem aufsteigt. Natürlich wird bei einem derartigen Feuchteintritt auch Kondensation eine Rolle spielen, aber nicht uhrsächlich.

Man kann das Haus Horizontal oberhalb des erdberühten Bereich sperren und gibt den Keller auf, oder man sperrt es komplett z.B. so:
1. Zementputz ab
2. Lehmboden ca. 20 cm raus
3. Horizontalsperre ca. 5cm unter Oberkante Fertigboden in Mauerwerk einbringen.
4. 10 cm Betonplatte betonieren
5. Bodenplatte mit V60S4 Bitumenschweißbahn, als Wanne an die Horizontalsperre des Mauerwerk geführt abschweißen.
6. Zementestrich einbringen
7. den gesamten erdberührten Beriech Vertikal abdichten.
8. gut und richtig lüften, 2-3 Jahre warten, hin und wieder Salz abfegen und entsorgen
9. den trockenen Keller mit Reinkalkputz Verputzen oder auch nur Kalken.
10. Feiern das man einen nutzbaren Keller hat, oder um das gute Geld trauern.





Also ich sehe schon, Keller erhalten und
am günstigsten wäre hier also wie schon geschrieben,
Zementputz weg, Mauerwerk austrocknen lassen und kalken.
Entsalzen mit Kompressen oder Opferputz als Zwischenschritt wären auch noch möglich.

Grüsse



Laienmeinung



also jetzt habe ich mich gerade durch die ganzen forumseinträge gewühlt. ich stehe bei unserem 300 jahre alten haus vor einem ähnlichen problem.
bevor ich 26000 € in die hand nehme würde ich mir das schon sehr gut überlegen.
als erstes würde ich auch mal den zementputz abschlagen. bei mir waren überall wo zemetputz dran war die wände darunter nass.
dann erst einmal klären woher denn die ganze feuchte kommt. bei mir ist z.b. das Gefälle des belags aussen schön richtung haus. klar dass dann auch die wände nass sind. ist denn aussen am keller irgendeine kiesschicht oder steht das (wahrscheinlich sehr nasse) erdreich direkt an der Kellerwand an.
also als laie würde ich sagen, erst einmal nach der ursache aussen suchen bevor sie zigtausend euro in eine sache investieren und dann feststellen dass es doch an was anderem lag.
und dann eben mit einem feuchten (aber hoffentlich nicht mehr nassem) keller leben.



Richtig Herr Regenscheit



Ihre Ansätze sind vollkommen richtig.
Putz entfernen Mauerwerk trocknen lassen und kalken.
Das Belaggefälle vom Haus wegrichten und
Probeschachtung zum überrprüfen was aussen an der Kellerwand ist, Kies oder Erdreich.

Grüsse



Frage an Thomas



was wenn Kies dran liegt, und was wenn Erde?



Lieber Herr Struve,



dann gibt es zwei Möglichkeiten,

Man baut eine Horizontalsperre ein und Hydrophobiert die Wände
oder
man macht's so wie bei meinem Naturkeller, nämlich nur Putzabklopfen, Wände Kalken, Lüftungsverhalten etwas ändern und fertig. Habe keine Probleme die mir aber prophezeit wurden und nicht eingetreten sind.
(bei mir ist Kies und Erdreich an der Kellerwand)



Herr Kehle,



ich frage ich grade wann Sie eine Horizontalsperre einbauen wollen, bei Kies oder bei Erde an den Wänden? Ganz besonderst frage ich mich warum?



Herr Struve



Habe mich grade hinreissen lassen war nich so besonders OK

nehme Horizontalsperre und hydrophobierung zurück

Bleiben wir doch beim Thema und bei der Sachlichkeit, Sticheleien drüfen Sie gerne per Email fortführen



Herr Kehle



Ich wüsste nicht wo ich unsachlich vom Thema abgeschweift bin.
Wie hätte ich den noch sachlicher vorgehen können? Kommentar ignorieren?
Die Fragesteller sollten doch von den fachlichen Beiträgen der Mitglieder des Forums profitieren, je sachlicher, je besser. Die Sachlichkeit darf aber wohl kein Hemmschuh für
Fachliche Aussagen, oder kritisches Hinterfragen sein.
Dann sollten wir vielleicht lieber online Skat spielen.



Sie haben ja vollkommen Recht Herr Struve,



da sage ich ja auch nichts dagegen,
die Sachlichkeit darf aber wohl kein Hemmschuh für
fachliche Aussagen, oder kritisches Hinterfragen sein.



Keller feucht



Hallo,

also Belaggefälle ist nicht, da davor ein Beet ist und zwar überall bis dort wo der Keller Erdniveau erreicht (Wie bekannt steht das Haus in Hanglage)Der Keller liegt direkt im Erdreich...
Das bedeutet aber nicht zwangsläufig eine Erklärung für die feuchten Innenwände oder?

Also was soll ich jetzt effektiv tun?

Gruß
Christian





Putz runter und Lüften.



Oder



Putz drauf lassen, soweit noch fest anhaftend, und entsalzen.

Merke: Versalzter Putz und Untergrund wird durch Lüften noch mehr hygroskopisch befeuchtet.



Lüften ???



Hallo,

also ich schlage jetzt im Keller den ganzen Putz ab und dann lüften...

Wie soll ich den entsalzen? Der Putz ist ziemlich fest auf der Wand, also nicht mal eben abzuschlagen....



Und warum eigentlich festen Putz abschlagen?



Apropos Entsalzungstechnik: Wie hätten Sie's denn gern - inkl. dreiseitige Leistungsbeschreibung, Planzeichnung und örtliche Beratung?



Genau das ist das Problem



Hallo Herr Fischer,

genau das zeiht sich durch meinen Versuche als Laie eine nachvollziehbare und Sinnvolle Antwort für mein Problem zu erhalten...

Schlau Sprüche!

anscheinen ist sich ja die "fachwelt" hier auch nicht so einig was genau zu tun ist und da bitte ich doch um Nachsicht das ein Laie sich nicht durch Ihr Fachchinesisch wühlen kann sondern möglicherweise mal unbedarfte Fragen stellt.

Wenn Ihnen die Antwort dieser allerdings zuviel Mühe macht sollten Sie nicht in Foren Antworten geben.

Ich brauche keine Planzeichnung, danke für aufopferungsvolles Engagement. Mir würd eine simple Antwort wie z.b. womit, was, wie reichen!


Gruß
Christian Glogowsky



Feuchter Keller



Hallo Chistian,

wenn Sie die letzte Wahrheit wissen wollen, müssen Sie in die Kirche gehen oder zum Wahrsager.
Wir können aus der Ferne und ohne genaue Kenntnis der Sachlage nur orakeln und Denkanstöße geben.

Es steht immer noch aus, die Ursache(n) der Feuchtigkeit festzustellen. Das kann man nur vor Ort.
Das ist die Voraussetzung, um Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
Die Umsetzung dieser Vorschläge bedarf entweder eines Fachbetriebes oder fachlicher Betreuung, falls es in Eigenleistung geschehen sollte.
Das ist genau das, was Ihnen der Kollege Fischer sagen wollte (glaube ich jedenfalls).
Manche Fragesteller können wir mit Tipps und Anregungen helfen.
Solche Probleme wie Ihres können nur vor Ort mit fachlicher Unterstützung gelöst werden.
Was sollte Ihnen noch klar geworden sein:
Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie 500,- - 1.000,- € für eine anständige Zustandsanalyse, Lösungsvorschläge und eine Betreuung während der Ausführung bezahlen wollen oder die Verantwortung dafür selber tragen, wenn Sie auf gut Glück herumwursteln.
Von nix kommt nix.

Viele Grüße

p.s. Ich habe mir in der letzten Zeit verstärkt feuchte Keller ansehen müssen. Keiner war in dem Zustand, das Sägen, Injektionen, Aufgrabungen usw. erforderlich waren, um einen brauchbaren Zustand herzustellen. Es genügte in allen Fällen, die Feuchtequelle(n) mit einfachen Mitteln abzustellen, um das Problem zu lösen.

Viele Grüße



Salz



wird in Wasser gelöst. Braucht es dafür einen Ingenieur? Offensichtlich schon.

Und weitere Details kann man ggf. auch telefonisch aufklären. Eine Telefonberatung wäre auch wesentlich günstiger als Vor-Ort-Analyse - die ja nicht immer und überall - aber eben manchmal unerläßlich ist.

PS. Danke, Herr Kollege Böttcher