Verpressen mit Harz oder Paraffin-Methode oder ...

11.06.2010



Hallo Ihr Fachkundigen,
vorab vielen Dank für die vielen netten und wirklich tollen Tipps bezüglich meiner letzten Frage zu Feuchtigkeit im Keller und kapilaraufsteigender Feuchtigkeit in EG.

Wir sind mit unseren Überlegungen jetzt schon ein Stück weiter. Wir werden das Haus TROCKENLEGEN! Wir haben jetzt 3 Möglichkeiten von Firmen vorgestellt bekommen und wissen jetzt nicht, welche ist denn wohl die beste. Denn jeder der 3 Herren meinte seins sei die Beste. Es gibt also das Angebot mit Harzen unter Hochdruck zu verpressen und so die Horizontalsperre zu erhalten, oder Paraffin in Bohrlöcher zu füllen und so Wasser abzusperren, da es durch die Wachsschicht nicht eindringt, oder meter weise Steine heraus zu nehmen und zu dämmen.
Unser Haus ist aus Feldbrandsteinen. Die Wände sind bis zu 50 cm hoch feucht (bis zu einer Meßgröße von 160).

Vielleicht kann uns ja noch jemand einen Tipp bzw. seine Erfahrungen mitteilen, wie Gewinnbringend die einzelnen Maßnahmen sind.
Danke vor ab
Grüße
Ute (charly ist mein Nic)



Hallo Ute,



der Weg ist der Richtige.
Zu den einzelnen Sperrungen:
1. Harze: sind sehr viele auf dem Markt und man kann ohne genaue Kenntnis vom Produkt und Mauerwerksbeschaffenheit aus der ferne keine entgültige Aussage machen. In Jedem Fall sind einige Produkte auf dem Markt welche funktionieren.
2. Parafin: Gehe ich davon aus, dass hier Heißparafin gemeint ist. Wenn das Mauerwerk ordentlich aufgeheizt und getrocknet worden ist funktioniert diese Methode auch. Aber Vorsicht! Zu den angebotenen Preisen kommen in der Regel noch die Stromkosten hinzu.
3. Mauerwerksaustausch mit Einlage Sperrschicht: Ist sehr aufwendig funktioniert bei Richtiger Arbeitsweise zu 100%. Diese Arbeiten sollten in keinem Fall von einem Laien ausgeführt werden. Es kann zu Rissen im Mauerwerk kommen!!

Nun gibt es noch die 4. Methode und das ist das Sägeverfahren. Bei Ihrem Objekt mit Ziegelmauerwerk und anzunehmender Kalkfuge ist dies kein Problem für eine Fachfirma. Diese Methode ist zu 100% Sicher und ist nicht so aufwendig wie der Mauerwerksaustausch, daher auch Kostengünstiger. Auch hier gilt: Nicht von einem Laien ausführen lassen, Risse am Bauwerk!!!

MfG
J. Zinke
Zinke Bausanierungs-& Bau GmbH



Mauerfeuchte



Hallo Ute,
leider sind Sie meinem Rat nicht gefolgt.
Sie wissen immer noch nicht wo die Feuchte herkommt.
So können Sie auch nicht gezielt den Feuchteeintrag beseitigen und die Wand so austrocknen. Oft sind die Ursachen ganz profaner, einfacher Art und genau so leicht abzustellen. Das ist in den meisten Fällen viel billiger als die angedachten Methoden.

Viele Grüße



Verpressen



Wie Herr Böttcher schon schrieb Ursachen erforschen wo das Wasser herkommt. Ich lese Sie haben ein Gründerhaus aus dem 1800 Jahrhundert.....Bitte mal überlegen..Irgendwann war das Haus mal Trocken und alles hat funktioniert oder?!
Ich würde mir einen Spaten nehmen und mal ein wenig Graben.Dann die Fugen im erdberührten Bereich prüfen.
In den meisten Fällen sind die Fugen ausgewaschen und versandet.Sollte dies der Fall sein.Alte Fuge raus.. neue rein .Und bItte halten Sie sich wenn möglich von Chemiepampen fern.

Lg.Peter Schneider





Hallo,

Ich glaube ich hatte es schon mal gesagt:

“Ich würde mir mal einen Fachmann ins Haus holen.
Ferndiagnostisch ist da nichts zu machen.”

Damit meinte ich einen unabhängigen Sachverständigen.

“Fachleute” die in der Bauwerksabdichtung mit nur einem Mittel hausieren gehen können Sie getrost vergessen.
Es gibt kein Mittel für alle Eventualitäten.


Und,
wenn Ihr Haus im Grundwasser steht währe der Keller auch auf die Höhe des Grundwasserspiegel voll Wasser.

Gutachter für Feuchteschäden an Gebäuden finden Sie nach PLZ auch hier:
www.dhbv.de

Grüße aus Schönebeck



Hallo Ute,



vorher hier lesen:
http://www.baufachinformation.de/aufsatz.jsp?ul=2008049014622
...............................
http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017185786

und nicht vergessen, wenn erst einmal die Injektage drin ist dann gibt es kein zurück mehr....





Ein solcher Keller wurde um diese Zeit als Vorratskeller für Lebensmittel ausgelegt und genau hier liegt das Problem.
Ein solcher Keller kann nicht ohne weiteres umgenutzt werden.

Erster Schritt ist auf alle Fälle zu prüfen, um welchen Lastfall es sich handelt, Drückendes Wasser Kondenswasser, Oberflächenwasser.
Erst dann kann ein vernünftiges Konzept aufgestellt werden.
Alles andere nennt man bei uns experimentieren.
Was wäre, wenn die von Ihnen ins Auge gefassten Massnahmen die Ursache gar nicht abstellen, evtl. sogar noch verschlimmern?
Hier hat Oliver vollkommen Recht, einen unabhängigen Gutachter zu bestellen.

Grüsse Thomas



Hallo Ute,



Gutachter ist schon ok aber bei einem Verband kann ich mir nicht vorstellen, das dort auch nur ein einziger neutral ist, wenn man über seine eigenen schlechten Testergebnisse noch nicht mal die Kunden informiert, sondern still schweigt....oder schön redet...





@Max

Welche eigenen schlechten Testergebnisse meinst Du?

Und warum sollte ein Gutachter, der sein Geld nur mit der Begutachtung und mit der Erstellung eines Sanierungskonzeptes verdient nicht neutral sein?

Grüße aus Schönebeck



Feuchter Keller



Hallo Ute,
ich glaube etwas Hintergrund- Basiswissen wäre nicht schlecht.
Wenn Sie das möchten, schauen Sie einfach mal auf meine Homepage unter Informationen- kostenlose Downloads und investieren Sie ein Stündchen in Lesen.

Viele Grüße





Hallo Ute,

das einfachste wäre einmal oben rechts die Postleitzahlensuche zu benutzen und nachzusehen, ob jemand in der Nähe bei Dir zu finden ist. Unabhängig und ohne Lösung im Kofferraum.

Die hier angesprochene Vereinsmitgliedschaft ist noch keine Qualifikation und hat auch mit unabhängiger Beratung nicht immer etwas zu tun.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer