Reetdach runter,Pfanne drauf...kosten ?

01.03.2011


Hallo,ich bin neu hier und habe keine Ahnung von Dächern.Wir haben ein Fachwerkhaus mit Reet gekauft und wollen hier nun ein Hartdach drauf haben.Die Dachdecker ,die sich nun alles angeguckt haben,behaupten es müsse nun ein Dämmung von 200-220mm Dicke drauf ,damit es den neuen Energierichtwerten entspricht.Meine Frage nun,ist das wirklich so ,oder geht es auch mit weniger Dämmung?Die Kosten belaufen sich mit allem drum und dran ,dann auf 120-150,- €/qm .Finde ich sehr viel für ein neues Dach.Wir wohnen zwischen Hamburg und Bremen,wie sind eure Erfahrungen mit den Vorschriften und Preisen?





120-150 Mücken pro qm ist relativ.
Man müßte wissen wie das Dach aussieht, ob Gauben,Kamine oder sonstige anbauten vorhanden sind. Dann die Frage, welche Ziegel sollens denn sein, welche Dämmung-Aufdachdämmung, Zwischensparrendämmung,
usw,usw.
Fotos wären auch ne tolle sache. So aus dem Stehgreif kann hier keiner was zum preis sagen



Dach



einfach drauf lassen - billiger
vielleicht auch besser.

Nachhaltigkeit und Ressourcen schonend.

FK



Reetdach runter,Pfanne drauf...kosten ?



die Dämmart weiß ich noch nicht ,da wir die Angebote noch nicht haben,uns wurde erst mal grob der qm Preis genannt.Es sind 2 Gauben vorhanden .Das Reet hat leider Löcher durch die es reinregnet und der Pflegeaufwand ist ja auch nicht unerheblich ,die Feuer -Versicherung nimmt einem auch jegliche Freude daran.



nicht doch gleich aufgeben



nur weil die Billigpizza in der Mikro einfacher und praktischer herzustellen ist, muss sie ja nicht besser sein.

Sicher ist ein Reetdach machmal aufwändiger im Unterhalt - aber auch ein Rembrandt ist aufwendig und teuer zu erhalten und wird nicht durch ein Foto ersetzt.

Vielleicht gibt es andere Mittel und Wege etwas sinnvolles zu tun?

nicht gleich aufgeben

finde ich

FK



Dämmung



...vielleicht müssen es 200-220 mm Dicke sein, damit es den Energierichtwerten genügt, aber ob damit die Frage sinnvoll beantwortet ist, lasse ich mal dahingestellt sein. Das einzige, was zweifellos unstrittig ist, ist, dass Sie auf eine Anfrage an einen Dachdeckerbetrieb zu 90% so eine Antwort bekommen. Die andere Frage ist, ob sie die Energierichtwerte so interessieren müssen, wie sie jene interessieren, die an der Dämmung verdienen. Womit ich nicht sagen will, dass Dämmung per se Unsinn ist. Aber man sollte sich schon darüber im Klaren sein, dass die Energierichtwerte auf einer DIN basieren und keine Gesetzesgrundlage sind. Das bedeutet, wenn Sie von einem Dachdecker wünschen, dass er Dämmung rauslässt, dann darf er das auch. Wir hatten bei unserem Haus dieselbe Fragestellung und wir haben uns nicht allein auf Kalkulationsgrundlage, also aufgrund der Wirtschaftlichkeitsberechnung dazu entschieden, keine Dämmung vorzunehmen. Zur notwendigen Dicke sei ausserdem noch angeführt, dass es in dieser Hinsicht wohl auf einen Glaubensstreit hinausläuft und ich zähle sicher zu jenen, die da eher mit denen gehen, die behaupten: vielvielviel ist nicht unbedingt auch besser gedämmt, aber kostet sicher mehr.



Abgesehen davon



ist eine Dachdämmung nie explizit vorgeschrieben, eine Dämmung der obersten Geschoßdecke (so nicht ein ausgebautes Dachgeschoß vorhanden ist) tut es genauso.

Was ich nicht tun würde, ist bei einem neuen Dach auf die Schalung verzichten, denn das würde nachträglichen Ausbau deutlich aufwendiger machen (es sei denn, ein Ausbau wäre ohne radikalen Umbau des Dachstuhls sowieso nicht möglich).





Hallo,

die hausnummer stimmt. Alles andere sind Detailfragen.
Aber warum kann man das vorhandene Dach nicht reparieren ?

Grüße



liebe leute,



auch wenn das nicht eure Frage ist, so wage ich die Bemerkung, wie kann man sich ein schnuckeliges Häuschen mit Reetdach kaufen und dann das Dach in ein ödes Hartdach umbauen? Das Ergebnis kann doch nur entsetzlich sein!! Meine Meinung... laiendruide



Reetdach runter,Pfanne drauf...kosten ?



Also,danke schon mal für die Antworten . Verstehe ich das richtig ,die Dämmdicke ist nicht vorgeschrieben?Auch nicht wenn man über die KFW(Modernisierungprogramm) gefördert wird? Z.zt.haben wir eine Dämmung von 80mm bis zum Obergeschoß und der Dachboden hat keine Dämmung.Der wird auch nicht weiter ausgebaut,weil er zu niedrig ist.Hier wollen wir nur den Fußboden dämmen.



Reetdach runter,Pfanne drauf...kosten ?



Klar , kann man das Dach reparieren,aber man hört und liest nur noch negatives vom Reet und warum viel Geld investieren,wenn man dann evtl. nach ein paar Jahren wieder ein neues Dach braucht ,wenn der Pilz,oder was auch immer zugeschlagen hat und man unter einem stinkendem Dach lebt.Mein Geld wächst nicht auf Bäumen um mir öfter mal ein neues Dach kaufen zu können.Ich finde es auch klasse Reet zu haben.



KFW und Dämmung



Die KFW hat selbstverständlich Programme, die ENEV-Richtwerte vorschreiben und im schlimmsten Fall kann es Euch passieren, dass da sogenannte "Fachleute" anrücken, die ebenfalls anfangen, Euch etwas von vorgeschriebener Dämmdicke zu erzählen und das, wie gesagt: Auch zur Förderung - voraussetzen - bloss sei nochmal gesagt: Die Frage ist doch: Ist eine Dämmung wirtschaftlich sinnvoll, bloss weil Ihr sie mit einem günstigen Kreditzins durchführt, oder ist es wirtschaftlicher darauf zu verzichten und einen anderen Weg einzuschlagen. Hier mal ein Beispiel aus eigener Erfahrung.
Unser erster engagierter Architekt war bei unserem Hauskauf der Meinung, wenn man unser Dach ordentlich machen wolle, müsse komplett neu gedeckt werden - und dann gleich alles zur späteren Dämmung vorbereiten: Und dann irgendwann mal (Muskelhypothek) rein was geht. Als nächstes war er im Keller der Ansicht, also wenn man es ordentlich machen wolle, müsse auch die Heizung erneuert werden, denn der alte Kessel, Baujahr 1994, habe ja keine zeitzeichengerechten Werte mehr. Im nächsten Schritt waren dann die Heizkörper und die Fenster an der Reihe usw. Summasumarum kam er bei seinen Berechnungen für die neue Heizung und die Dachangelegenheit und die Fenster auf etwa 55000 Euro. Abends bei einem Gläschen Wein habe ich mir dann mal die Abrechnung der Vorbesitzer angesehen und schwarz auf weiss gesehen, welchen Verbrauch diese in den Vorjahren hatten. 156 Euro im Monat für deren Wärmewünsche schlugen da zu Buche, also 1870 Euro im Jahr. Nachdem ich den Architekten beim nächsten Gespräch fragte, wieviel % ich seiner Meinung denn im Jahr einsparen könnte an Energiekosten, meinte er zwischen 30 und 40%. Nehmen wir nun ruhig mal 40%, die ich, nebenbei gesagt mehr als illusorisch finde, so lägen wir bei 750 Euro im Jahr. Klingt gut, bloss im Fall der Amortisierung, komme ich bei dem Exempel auf etwa 73 Jahre. Der Architekt hatte aber etwas von 10-15 Jahren erzählt und nach dem ich vor ihm alles durchgerechnet habe, fing er auf einmal an mir etwas von Umweltbewusstsein zu erzählen, was man ja auch berücksichtigen müsste und für das sich eine Sanierung lohnen würde. Nun kann man sagen, wir haben einfach den falschen Architekten ausgewählt, bloss es war nicht nur einer, sondern es waren bei unserem Haus gleich drei und nicht nur von denen immer daselbe Blabla, sondern auch von einer ganzen Menge Handwerker. Letzten Endes hilft es einfach immer nur die Frage: "Qui bono?" zu stellen und sich selbst längere Zeit mit dem Thema zu beschäftigen. Die Frage ist also nicht, Dämmung in 200-220 mm Dicke, sondern Dämmung ja oder nein und wenn ja, warum ja und wenn nein, warum nicht? Und wer glaubt, er könne sich einen Handwerker bestellen, der ihm ohne wirtschaftliche Absichten einen super Rat gibt, der glaubt auch, er könne irgendeinen Wahrsager, um die nächsten 6 Richtigen im Lotto bitten. Vielleicht ist der Weg in dieses Forum aber goldrichtig, weil sich hier tatsächlich viele befinden, die tatsächliches Interesse an Häusern und deren Instandhaltung haben und die auch einiges zu Verordnungen und Wirklichkeiten sagen können. Viel Glück.



Wie



kann eine Dämmmaßnahme vorgeschrieben werden, wenn der gewünschte Erfolg auf anderem Weg mit geringerem Aufwand erzielt werden kann? Im gegenständlichen Fall würde ich meinen, daß eine Dämmung des Dachs energetisch komplett sinnlos ist, der Dachboden ist ja unbeheizt! *kopfschüttel*



Wohl richtig...



bloss, wer erklärt Dir das kurzerhand denn so, wenn Du wenig Ahnung von der Materie hast? Ich habe zwar einige sehr kompetente Handwerker und mittlerweile auch Architekten kennengelernt, aber nehmen wir doch mal den Normalfall. Du hast einen Schaden am Haus, oder sagen wir einen vermeintlichen Schaden. Dann rufst Du einen Handwerker und der erzählt Dir Hollahi wie schlimm das alles ist - dann erfährst Du von einer KFW-Fördermassnahme, die ins selbe Füllhorn bläst und am Ende steht ein Architekt vor der Tür und erzählt auch noch das Gleiche. Können denn 3 Fachleute lügen? Glaubst Du jeder stellt sich mal die Frage, was Architekten an Universitäten eigentlich alles über Altbauten, Fachwerke, Reetdächer usw. lernen und ob sie davon überhaupt schon mal was gehört haben. Wieviele Leute lassen sich Referenzen vorweisen? Man mag mich berichtigen, aber ich sehe das Kapitel "Haus und Instandhaltung" genauso sensibel, wie die Suche nach einem guten Arzt, Rechtsanwalt, Politiker", etc. Wer sich da darauf verlässt, dass einer einen Dipl.Ing. trägt, einen Meisterbrief vorweisen kann, oder immer gut Reden hat, der ist verlassen, oder hat noch niemals etwas von dem Sprichtwort: "Schei... ist lecker....sagten die 10000 Fliegen" gehört. Und dann noch was zur vorgeschriebenen Dämmmassnahme. Die KFW schreibt ja nicht vor, dass gedämmt werden soll, die KFW schreibt lediglich vor, dass, wenn gedämmt werden soll, die Dämmung einem A-, oder U-Wert entspricht der grösser, oder kleiner ist, als das Nadelöhr für ein krepierendes Kamel. Ein A- oder U-Wert, der posaunt: Bald nennen sie mich XY-Wert. Ein A- U-, oder XY-Wert, der einen Saltomortale schaffen muss und dafür eine Digimedaille für wirtschaftlichen Aufschwung irgendeiner Handwerkerinnung erhält im Namen des Bundesverbandes für Bausachverstand. Wie nennt man das alles gleich? Sprechen wir von Politik as usual, oder gleich von einer Win-to-win-Situation zwischen Politik und Unternehmen? Gewonnen haben viele dabei, erleichtert wurde allein der Bauherr. und manchmal auch bitter erleuchtet, nehme ich an.





>>>“Man mag mich berichtigen, aber ich sehe das Kapitel "Haus und Instandhaltung" genauso sensibel, wie die Suche nach einem guten Arzt, Rechtsanwalt, Politiker", etc.”<<<

Ohne Zweifel.



man o man,



nachdem die weiteren Beiträge für mein Gefühl durchaus ausufern, möchte ich mich hier noch einmal wiederholen... Kauf ein geiles Cabrio mit Stoffschiebedach und geh´ dann in die Werkstatt und feilsche um ein Angebot für ein angeschweißtes Hardtop...oder anders...drücke fleißig gegen die Tür mit der Aufschrift: "Pull"
laiendruide



Ich soll...



mich ja nicht aufregen, aber mit verlaub, wenn ich die Schei... lese die hier geschrieben wird, kommt mir die Galle.
Wo bitte steht in der Enev, dass man 220 cm Dämmung brauchen muß? Schon garnicht beim Altbau! Wo steht, dass ich das unausgebaute Dach Dämmen muß?
Enev lesen und verstehen, dann mitreden.



Ja



das sind die, die mit der EnEv nicht arbeiten müssen, können oder wollen.
Diese dann nicht einhalten und für Müll erklären!
Vom Verstehen mal ganz abzusehen.
Wir als selbst.Handwerker ( Sascha , Hieronymus und meine Wenigkeit)müssen diese einhalten und wenn nicht, bekommen wir richtig viel Stress.
Also bitte Laien..... lasst es.Ihr verunsichert nur die Leute die wirklich keine Ahnung haben.Die lesen dieses von euch geschriebene und werden noch mehr verunsichert.



Ein anderer Denkansatz



Hallo,

ich bin zwar auch noch ziemlicher Laie, aber nach meiner Erfahrung ist Reet runter, Ziegel rauf noch aus einem anderen Grund ziemlich nachteilig.. Ziegel ist deutlich schwerer als Reet, d.h. die Statik vom Dach muß angepasst werden. Vor Jahrzehnten haben nämlich meine Vorbesitzer auch aus Kostengründen genau das mit meiner Scheune gemacht, ohne entsprechende Verstärkung des Gebälkes. Mit dem Ergebnis das mein Scheunendach jetzt komplett krumm und schief und natürlich auch entsprechend undicht ist... Und aufgrund der Kräfteverschiebung bekomme ich jetzt so langsam auch Risse in der Außenwand.. Das solltst du vielleicht vorher nochmal prüfen lassen.
Gruß



Erde an Raumschiff



die Idee mit der Dämmung stammt von einem Dachdecker aus dem Ursprungsbeitrag, nicht von einem Forums-Laien!

Außerdem waren es 220mm, nicht cm... aber das tut hier wenig zur Sache, weil wie schon mehrfach erwähnt die Dämmung eines ungeheizten Raums herzlich sinnlos ist.



Also ein Reetdach durch ein Hartdach zu ersetzen



halte ich zunächst einmal auch für den falschen Ansatz. Wenn man sich schon ein Gebäude mit Reetdach kauft, dann sollte man meiner Meinung nach froh sein, das es auch tatsächlich eines drauf hat und das Dach versuchen zu erhalten. In den meisten Fällen verliert das Gebäude schon sehr viel von seinem Charakter, wenn man das Reet wegnimmt. Insoweit würde ich mal dem Laiendruiden voll und ganz zustimmen.

Ferner liest man durchaus auch viel Gutes über Reet und zum Zweiten hat Anja da einen wichtigen Punkt angesprochen, ein Hartdach kann evtl. statische Probleme mit sich bringen.

Wie ist denn der Zustand des Reetdaches jetzt? Haben sich Eure Dachdecker dazu mal geäußert? Evtl. tun es auch einfache Ertüchtigungsmaßnahmen? Vielleicht fragt Ihr dazu einen Dachdecker der von Reetdeckungen Ahnung hat, bevor Ihr Euch fragwürdige Dämmaßnahmen aufschwatzen laßt.

Ansonsten könntet Ihr noch mit der IG-Bauernhaus Kontakt aufnehmen, dort gibt es reichlich Erfahrung mit Reetdächern.

www.igbauernhaus.de

Viele Grüße und eine Ko..tüte für Hieronymus ;-)
Achim Hecke



Reet schlägt Hartdach um Längen



hallo,
ich hatte mal das Glück, in einem Reetdachhaus zu wohnen und würde sagen, daß dies das angenehmste Wohnen schlechthin ist. Im Sommer war das Haus nie wärmer als 20 Grad (Reet kühlt im Sommer wegen der Verdunstung).
Der Abstand der Sparren war z.T. über 3 Meter, da wäre ein komplett neuer Dachstuhl fällig geworden wenn es mit was anderem gedeckt worden wäre. Schau dir mal deinen Dachstuhl daraufhin an...
Und als es neu gedeckt werden mußte, gab es Fördermittel speziell für Reetdächer (leider weiß ich nicht mehr, von wem, aber das läßt sich sicher rauskriegen).
Wenn du einen Fachmann für Reetdächer fragst, wird der dich bezüglich Teileindeckungen oder auch Überdeckungen beraten (nicht jedes Reetdach mit Löchern muß komplett neu gemacht werden!)
Bedenke: das Reetdach IST die Dämmung. Zusätzliche Maßnahmen sind nicht notwenig.
Und es wäre wirklich schade drum! Es sind eh schon so wenige.



Meinen Senf



möchte ich auch mal zugeben: Wir haben gerade die Sanierung hinter uns, d.h. Reet runter, Reet drauf inklusive neuer Lattung, mit Entsorgung ca. 200 qm (eine Dachhälfte) Zwei Reetdachdecker (Meister + Hiwi) haben ca. drei Wochen benötigt.
Der Dachboden ist nicht ausgebaut, keine Gauben, etc
Kosten: ca 25000€ All inclusive
Das Haus ist Denkmalgeschützt und es wurde von der GLL gefördert. Letzteres ist nicht in den o.g. Betrag enthalten.

Mein Nachbar hat für die Neueindeckung eines Pfannendaches (Pfannen runter Pfannen rauf + Dämmung ohne Gauben), ebenfalls Angebote bekommen ab. 35000.- Aufwärts. Förderung gibt es da keine. Ach ja, sein Dach war 10 Jahre jünger als unseres.



Geht schon



Also, unmöglich ist es nicht!

Mein Haus, Bj. 1852, war ursprünglich natürlich auch mit Rietdach. Es hat seit etwa 50 Jahren Ziegel drauf. Dazu mussten zusätzliche Sparren eingenagelt werden, aber das sind eher so Behelfssparren, keine tragenden Teile. Eingestürzt ist das Haus nicht, und schief ist es auch nicht.

Ach ja: Gedämmt haben wir die oberste Geschossdecke, Isofloc 180 mm, 600 €.

stt



Sicher



werden solche Maßnahmen gefördert.
Es muß nur im Rahmen der ENeV passieren.
Hab da jeden Tag mit zu tun.



Dämmung die nächste...



@Hieronymus
...von welchem Laien kommt Ihnen denn die Galle? und welcher derselben hat denn etwas von Minimum 220 mm Dämmdicke erwähnt. erwähnt?

@Idefix
welche sind denn DIE, DIE mit der EnEv nicht arbeiten können, wollen, oder müssen - und die sie für Müll erklären? und zweitens, wer hat bestritten, dass Massnahmen im Rahmen der EnEv gefördert werden.

Zuletzt: Heilige EnEv. Wenn ich eine Konfession benötige, dann habe ich doch andere, oft preiswertere Alternativen, als getreu dem Motto zu handeln: "Wenn schon, dämm schon", ich könnte mir Weihwasser übers Haupt kippen lassen, oder dreimal den Bund mit Allah bezeugen. Selbst Lehrstunden beim Rabbi wären meistens günstiger und lehrreicher. Das Wissen von den Standards und Richtwerten der EnEv ist das Eine. Dieses Wissen tangiert aber die Frage nach dem Sinn derartiger Verordnungen so wenig, wie das Wissen über irgendeinen Gesetzesparagraphen die Frage nach dem Sinn desselben berührt.



Moin zusammen,



@Christian Witt: Danke für deinen "Senf", das war ja wohl das Killer-Argument! Also Orima, noch Fragen?

@all: Das sich der EneV-Kram so nicht rechnet, kann ich mittlerweile bestätigen: Unser Gasverbrauch hat sich locker halbiert, teilweise bis auf ein Drittel runter. Aber was heisst das? Einsparungen von maximal 1200,-€/Jahr!

Wenn ich von den 120 000,- die das für unsere 2 DHH gekostet hat mal die Hälfte abziehe, weil Wand, Dach und Fenster eh' fällig waren, bleiben da immer noch 50 Jahre bis zum "sparen"!

Je nach dem, wie wir den KFW-Kredit nach den 10 Jahren Zinsbindung Anschlussfinanzieren, kommt da noch reichlich drauf........

Bleibt also der Komfortgewinn, die Wertsteigerung und das gute Gefühl die basics am Haus für dieses Leben erledigt zu haben....uns wars das wert.

Gruss, Boris



@Boris



Deine Argumente kann ich sehr gut nachvollziehen und ich finde es sehr gut, dass Du etwas zu realen Zahlen schreibst, allerdings und genau darin liegt oft mein eigenes Problem. Du schreibst: Bleibt also... das gute Gefühl... - bloss wie lange bleibt so etwas, wenn sich die Standards ändern. Denn wenn Du von basics schreibst, dann basieren die ja immer auf einer Ansicht von basics und ich will Dich gar nicht kritisieren, sondern eher von meinen eigenen Zweifeln sprechen. Klar, wenn mit den Fenstern nichts mehr zu machen ist, müssen sie ersetzt werden - und wenn das Haus eine Ruine ist, muss es wieder aufgebaut werden - all das verursacht KostenKostenKosten. Aber ich habe schon Häuser gesehen, da hätte mein Gefühl gesagt, mit den Fenstern ist nichts mehr zu machen und ich kenne Leute, die haben das ganz anders gesehen - und ich lasse mich gerne überzeugen, sowohl von diesem als auch von jenem Weg, bloss Menschen zu finden, die Dir zwei, drei, oder mehr Wege, Risiken und Vorteile aufzeigen sind nicht immer leicht zu finden - hingegen sind jene, die Dir die Probleme aufzeigen zahlreich und Möglichkeiten Geld für gute Gefühle auszugeben gibt es noch zahlreicher, aber wie gesagt: Das soll keine Kritik an Dir sein, sondern das ist meiner Meinung nach eben das Problem, das sich immer ergibt, wenn zwei Dinge miteinander erst einmal nichts zu tun haben, wie beispielsweise: Ein Haus und eine Verordnung. Wenn man jetzt noch Baustofftrends, Verkaufstalent und gesellschaftlichen Ökomainstream dazugiesst, dann bist Du am Ende überall angekommen - nur Du siehst am Ende Dein Haus vor lauter Parametern nicht mehr. Und was ich wollte war ein Haus und zur Instandsetzung suchte ich Leute, die wussten wie man Luftkalkmörtel verarbeitet, die wissen, wie man mit Lehm umgeht, die mein unausgebautes Dach decken und mich vor den Risiken vieler "dem Stand der Technik" entsprechenden Materialien warnten. Aber was habe ich viel häufiger gefunden? Dachdecker, die mir von der Verpflichtung eingebrachter Unterspannbahnen erzählten, Elektriker, die von Blockheizkraftwerken schwärmten, Sanitärmeister, die meinen Heizkessel erneuern wollten, Maler, die Sperrputze im Bad geehelicht haben. Ich übertreibe bloss? Gut, vielleicht ist das in andern Teilen der Republik anders oder ich habe einfach ein Abo auf Montagshandwerker gehabt. Ich wünsche jedem anderen auf Anhieb mehr Glück.



@



@ Lou Latsch, Kellergassenkatzen, und, und, und

1. Sorry für die 220cm, die wären doch e bis´l viel:-).
2. bin ich Verfechter für Reetdächer und IGB-ler
3. können wie schon von euch bemerkt, Geschoßdecken als umschließende Wohnraumhülle gedämmt werden.
4. Ist das erstmal Rille, weil noch keiner weiß, ob das Haus z.B.unter Denkmalschutz stehtwie bei Herrn Witt, dann ist das Objekt der Begierde ENEV befreit.
5. Hat die ENEV für Altbauten Schlupflöcher, was die Dämmstärke betrifft, da ist Talent beim Handwerker gefragt.
6. Haben wir uns an die Enev zu halten (Gesetz)(mit Trick´s zu gute des Gebäude), auch wenn ich persönlich nichts von der Enev halte und auch nach meinen Möglichkeiten arbeite.
7.@orima
Das Schlechte an Reetdächern liegt nicht an den Dächern, sondern an sommergeschlagenen, liegend transportietem und undsachgemäß gelagertem Reet, an ausgebauten, gedämmten Reetdächern mit zuwenig Hinterlüftung, zu viele Zerklüftungen mit flachen DNGen und zu starken Reetschichten, wo die Halme in zu flacher Neigung liegen und das Wasser steht.
8.@ Reni
Das Reetdach ist nie die Dämmung, das ist Mythos, weil ein Reetdach immer von unten belüftet sein sollte und die Dämmung damit also Sinnfrei ist.
9. Ziegeldach kann nie teurer sein als Reetdach.



ENEV Dämmung



Der ENEV wäre ja mit einer ausreichenden Dämmung der obersten Geschossdecke Genüge getan - und die ist sowohl praktischer als auch effizienter und deutlich billiger als ne Sparrendämmung (< 1000 Euro, denke ich mal). Und so ne Geschossdeckendämmung lässt sich auch bei nem Rietdach (wieso nennen das alle hier Reetdach? Bin ich aus Süddeutschland ? oder hab ich das falsch gelernt? siehe unten) verwirklichen.

Wäre also mein Vorschlag von wegen Dämmung und ENEV. Und dann kann man das mit dem Dach ja in Ruhe überlegen, wie's am sinnvollsten, schönsten usw. wäre. Ohne das Argument "Dämmung ENEV MUSS ja".

Gruss und guten Abend
stt


Wiki sagt: Reet (auch: Reeth, Reth, Reith, Ried, Riet, Rohr und ähnliches) bezeichnet das an Ufern oder auf sumpfigem Gelände wachsende Schilfrohr, das vielerorts in getrocknetem Zustand zur Dacheindeckung verwendet wird ...



An Lou Latsch:



Also bei uns gibt es dieses "Handwerkerphänomen" ebenfalls und das ist kein Abo auf Montagshandwerker.........

Die werden mittlerweile "kammerseits" am Fließband hergestellt, mit anschließenden Abrundungsgehirnwäschen bei den vermeintlichen "Dämm- und Energieeinsparprofis".

Z. B. die aktuelle Aufschrift auf den Lkw von ISOVER: "Isover! So dämmt man heute!" Tolle Werbung für Sondermüll, sprich Glaswolle & Co. und der Hammer ist ja: Das Zeug geht nach wie vor weg wie geschnitten Brot.

Selbst die alten Hasen unter den Handwerkern kennen oft nur noch DÄMMUNG, DÄMMUNG, DÄMMUNG...... Was ist da los!? Hat die Zunft aufgehört selbst zu denken?? --

Habs glaube ich schon x-mal geschrieben, aber ich habe alleine über zwei Jahre nach einem Zimmermann gesucht, der nicht mit dem Bagger durch unser Haus fahren wollte. Da soll man als Bauherr nicht verzweifeln. Für das Thema Dämmung werde ich wohl bald ein Schild anfertigen, wie man es oft an Lebensmittelgeschäften für Hunde findet: "Dämmung a la Flöckchens und Faserchens, jegliche Art von Folien sowie die Ersatzreligion ENEV müssen hier leider draussen bleiben." ;-)

In diesem Sinne.....

An Hieronymus:

In der Hoffnung, daß Du nicht gleich wieder zur K...tüte greifen mußt ;-) Könntest Du die Aussage Nummer acht bitte näher erläutern?

Viele Grüße
Achim



@ Achim



Im Artikel 163094 schreibt "Reni" Bedenke Reetdach ist die Dämmung. Das ist nicht ganz so. Reet dämmt zwar, aber Reetdächer sind belüftet, da wird das nichts mit der Dämmung.



Was alles...



...aus einer klaren Frage werden kann. Sensationell. Die Fragestellerin hat sich inzwischen in's Unterholz verzogen, und über ihr toben faktenfreie Glaubenskämpfe. Die Statik muß dringend überprüft werden, ganz klar. Ansonsten ist es ja wohl Sache des Bauherrn, ein offenbar irreparables Dach wie gehabt oder auch anders zu erneuern, wenn's keine behördlichen Auflagen gibt.

Sicherlich würde ich mir interessehalber auch Angebote für Reet einholen, aber der Gedanke, mich vor Wind und Wetter jahrzehntelang nur durch eine Ansammlung von Grashalmen zu schützen, ist mir persönlich noch nicht recht geheuer, und das mag der Fragestellerin ja ähnlich gehen. Auch wenn's nachgewiesenermaßen eine längere oder kürzere Zeit funktioniert.

Grüße

Thomas





Wenn ein Dach sowieso neu gedeckt wird, bietet sich die Dämmung an. Nur wegen der Dämmung ein Dach neu zu decken ist wieder eine andere Fragestellung.

EnEV hin und her... wenn ich etwas richtig neu mache kostet der zusätzliche Aufwand für das Dämmen i.d.R. nicht viel mehr. Und dieser Mehraufwand amortisiert sich auch relativ schnell.



@Heiko und @Thomas



...kostet der Mehraufwand IN DER REGEL nicht viel mehr und hat sich recht schnell amortisiert? Wenn ich von der ursprünglichen Fragestellung ausgehe, nehme ich an, dass ein Energieberater nach der Dämmung des Daches, die, wie doch bereits festgestellt wurde, gar keinen Sinn macht, recht schnell auf die Energieeffizienz der Fenster, oder der Heizung zu sprechen kommt. Das ist die Regel, die ich kenne und am Dämmen wird in der Tat jede Menge Geld verdient. Dass es letzten Endes des Bauherrn Entscheidung ist, habe ich nie bezweifelt, aber @Thomas: Mut zum Holz, aber Angst vor Reet, das kann ich mir gerade beim Fachmann einfach beim besten Willen nicht erklären.



Beim Holz...



habe ich jede Menge Praxis im konstruktiven Holzschutz und in dessen richtiger Oberflächenbehandlung.

Beim Reet lege ich organische Substanz schutzlos auf's Dach. Das war nie das Optimum, sondern einfach das, was halt da war. Solange man das Material kostenlos irgendwo wegsichelte und Zeit kaum Geld kostete, eine nette Idee für den leeren Geldbeutel.

Als Warmdach (es wurde Dämmung angefragt) ist Reet m.E. nur sehr eingeschränkt geeignet, es ist eine Dampfsperre erforderlich, und die Bauschäden häufen sich gerade bei dieser Ausbauvariante.

Ich persönlich würde mir kein Reetdach auf's Haus tun, genausowenig wie in den Tropen Palmwedel. Wer's anders sieht, ist beim Spezialisten dafür bestens beraten:

http://www.hiss-reet.de/

Grüße

Thomas



an alle



1000 Dank für die ganzen Antworten:-) wir haben nun das 1. Angebot bekommen:....uuuuund tendieren nun doch dazu beim Reet zu bleiben. Und noch was.... nicht so dolle Aufregen wegen dieser Frage ,raubt nur Kraft und Nerven. schönes Wochenende




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