Neue Erkenntnisse bei Innendämmung? Sollte es Kalziumsilikat sein?

24.01.2012



Liebe Experten,

ich erhoffe mir Rat in folgender Fragestellung, vielleicht gibt es neue Erkenntnisse:

Vorhaben:
Energetische Sanierung eines Backsteinhauses in Köln (Doppelhaushälfte, zweigeschossig, offenes Dachgeschoß) durch Innendämmung. Backstein soll sichtbar bleiben.
Es wird noch angebaut. Da dieser Anbau neu in Holzständerbauweise energetisch kein Problem darstellt, lasse ich ihn hier mal außer acht.

Altbau:
Außenwand nach Osten durchgängig 40cm dick.
Außenwand nach Norden teilweise im OG nur 24cm dick.
(Außenwand nach Westen wird nach Anbau innenliegend.)

Das Konzept des Energieberaters sieht eine Dämmung von 6cm innen vor, womit wir in Kombination mit Fenster-, Kellerdecken-, und Dacherneuerung bzw. Dämmung in Kombination mit dem Anbau auf den erwünschten KfW-Effizienzwert kommen. Der Keller (teilunterkellerter Altbau) wird bis auf die Kappendecke ungedämmt bleiben. Auf die Kappendecke könnte eine Perlitefüllung mit nachfolgender Dämmung Fußbodenheizung und Estrich kommen.

Geplant ist weiterhin Wärmepumpe/Erdwärme (Sonden) und Flächenheizung (Fußboden- oder Wand?)

Aus meinen Recherchen ergeben sich nun folgende Möglichkeiten für die Innendämmung nach Klärung der Zusammensetzung des vorhandenen Innenputzes:

Kalziumsilikatplatte mit allen Komponenten (sehr teuer)
Mineralschaumplatte (z.B. Redstone Pura) + Matte + Kalkputz
Lehm + Holzfaserplatte + Lehmputz

Ich habe Versuche mit mehreren Mustern gemacht. Alle Muster in Wasser getaucht und auf Backstein gelegt, um zu sehen wie schnell alles trocknet für den Fall einer starken Feuchteentwicklung.

Die Kalziumsilikatmuster verschiedener Hersteller saugen sehr stark - bis zum 3-4 fachen des Eigengewichts, trocknen bei normaler Zimmertemperatur aber längst nicht so schnell wie auf einem Muster beschrieben in einer Woche. Sondern haben in 4 Wochen maximal die Hälfte des vollen Gewichts verloren. Ein Kalziumsilikatmuster hatte ich auf Holz liegen - Schimmelbildung!
Z.B. stoPerlite saugt auch sehr gut und schnell bis zum 2-fachen des Eigengewichts und trocknet ähnlich schnell, bzw. langsam. Scheint mir auch von den Materialeigenschaften/Dichte her ähnlich zu sein wie die Kalziumsilikatplatten und ist deutlich günstiger.
Redstone Pura saugt längst nicht so viel ist auch viel großporiger, trocknet aber auch schneller wieder aus.

Die Saugkraft und Trocknung ist nicht das alleinentscheidende Kriterium. Im Hinblick auf die Erhaltung der Bausubstanz für mich aber wichtig. Deshalb gleich die erste Frage:

1. Das Haus hat bislang kein Feuchte- bzw. Schimmelproblem. Welches System der Innendämmung ist zu empfehlen, bzw reicht aus angesichts der hohen Kosten von Kalziumsilikatsysteme?

Die nächsten Fragen mit weniger Vorwort…

2. Welchen Stellenwert hätte eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für die Lösung des Problems Innenfeuchte?

3. Hat die Wandheizung positiven Einfluß auf die Austrocknung der Wand im Bezug auf Feuchtigkeit von außen (Schlagregen…)? Die Dämmung ist zwar dazwischen, aber vielleicht trocknet die Wand ja doch stärker?

4. Ich stelle mir vor, es müßte Sinn machen, die Dämmung durch die Zwischendecke (EG-Decke) hindurch fortzuführen und zu diesem Zweck die Deckenschalung und den Belag aufzubrechen - richtig?

5. Ein Detail interessiert mich noch: Der Übergang von Innendämmung zum Dachstuhl mit geplanter Zwischensparren- und Untersparrendämmung. Wie ist der Anschluß auszuführen?

6. Der Keller ist nicht naß kein Schimmel, sondern bislang typisch feucht. Keine Horizontalsperre. Kriege ich Probleme, wenn ich die Innendämmung ab EG beginne? Das EG liegt etwa 10-30cm (Gefälle) über Bodenniveau außen (kl. Treppe)

7. Gibt es nicht eine Lösung wie man die Holzbalkenköpfe einfassen oder schützen könnte?

Ich habe schon einige Threads zu diesem Thema gelesen und würde mich freuen, wenn aus diesen Fragen keine Grabenkämpfe oder abgeleitete Problemstellungen diskutiert würden.

Bin gespannt und bedanke mich im Voraus für Rückmeldungen.

OSchmidt



Sie gehen ja ran …



Aber was versprechen Sie sich davon?

Sie versuchen eine Bauteiloptimierung vorzunehmen und Geld zu sparen in dem Sie in meinen Augen unsinnige Massnahmen ergreifen wollen.

Was machen Sie, wenn Sie alles optimiert haben, alle Unabwägbarkeiten einbezogen haben, die amtlichen Sofwareberechnungen auch das richtige "gute" Ergebnis auswerfen, Sie die Maßnahmen durchziehen …

und Ihnen nach 10 Ihnen dann Schäden auftreten, die Ihnen mehr kosten als Sie je theoretisch erwirtschaftet hätten können?

Ihre Fragen:
1. Das Haus hat bislang kein Feuchte- bzw. Schimmelproblem.
Warum dann ÄNDERN? - Never touch a running System!
Welches System der Innendämmung ist zu empfehlen,
Keines!

2. Welchen Stellenwert hätte eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für die Lösung des Problems Innenfeuchte?
Einen hohen - für den der es verkauft!
Wartung, Verkeimung der Leitungen, Anfälligkeit, Immissionen …

3. Hat die Wandheizung positiven Einfluß auf die Austrocknung der Wand im Bezug auf Feuchtigkeit von außen (Schlagregen…)? Die Dämmung ist zwar dazwischen, aber vielleicht trocknet die Wand ja doch stärker?
Für WAS soll nun die Dämmung sein?
Soll sie nun DÄMMEN oder NICHT!

4. Ich stelle mir vor, es müßte Sinn machen, die Dämmung durch die Zwischendecke (EG-Decke) hindurch fortzuführen und zu diesem Zweck die Deckenschalung und den Belag aufzubrechen - richtig?
Das ist ein sehr heikler Punkt in der ganzen Angelegenheit - Taupunkte, "unsichtbar" nicht kontrollierbar - wäre mir aus diesen Gründen zu riskant!

5. Ein Detail interessiert mich noch: Der Übergang von Innendämmung zum Dachstuhl mit geplanter Zwischensparren- und Untersparrendämmung. Wie ist der Anschluß auszuführen?
Da gibt es sicher von den Herstellern "praktische!" Tipps und Anleitungen, die "sicher" funktionieren - bloss wie lange?

6. Der Keller ist nicht naß kein Schimmel, sondern bislang typisch feucht. Keine Horizontalsperre. Kriege ich Probleme, wenn ich die Innendämmung ab EG beginne? Das EG liegt etwa 10-30cm (Gefälle) über Bodenniveau außen (kl. Treppe)
Jeder Schichtenwechsel mit oder ohne Innen- oder Aussendämmung birgt bauphysikalische Risiken!
Das kann man weder "wegargumentieren" noch "wegverordnen"!

7. Gibt es nicht eine Lösung wie man die Holzbalkenköpfe einfassen oder schützen könnte?
Lösungen gibt es wie beim Dachtrempelanschluss - ob aber der auf lange Sicht funktioniert ist m.E. sehr fraglich!

Ich habe schon einige Threads zu diesem Thema gelesen und würde mich freuen, wenn aus diesen Fragen keine Grabenkämpfe oder abgeleitete Problemstellungen diskutiert würden.

Suchen Sie einen Generalabsolution eines Papstes?

Oder nur eine Bestätigung für Ihre "Mühe" und Arbeit?

Da wird es IMMER Befürworter und Kritiker geben - wie überall im Leben!

Die Einen sagen SO - und die Anderen SO!

Ich würde da den Versprechungen und den Kathastropheninszinatoren nicht recht glauben.

Im Gesamtkonzept betrachten, weiter hinterfragen

Temperieren!

Viel Erfolg

FK



Innendämmung



Ihre Fragen lassen sich detailliert am ehesten vor Ort beantworten, wenn auch entsprechende Unterlagen der geplanten bzw. die Details der bereits ausgeführten Baumaßnahmen mit berücksichtigt werden können.

Zu Ihren Einzelfragen kurz:

Alle Innendämmungssysteme sind relativ kostspielig und liegen jenach Material und Ausführungsweise brutto zwischen € 120, bis € 170,-/m2 inkl. aller Vorarbeiten. Diese Kosten können über eine reine Energieersparnis innerhalb eines angemessenen Zeitraumes (10 Jahre) mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erwirtschaftet werden. Der Vorteil liegt hier eher in der Erhöhung des Wohnkomforts (wärmere Wandoberflächen + verminderte Taupunkt- und Schimmelproblematik) und der Minimierung von Wärmebrücken.
Die Dämmstärke ist darauf bezogen zu berechnen (ca. 4-6cm) und nicht auf eine max. mögliche Erhöhung des U-Wertes.
- Eine zentrale Lüftungsanlage kann sinnvoll werden. Aber auch da müssen Investitions- und Folgekosten (Wartung) gegengerechnet werde. Man kann auch die die rel. Luftfeuchte messen und einfach regelmäßig stoßlüften (old school).
- Eine Wandheizung ist sinnvoll in Zusammenhang mit einer Wanddämmung. Die Schlagregenbelastung bzw. die Gefahr der Durchfeuchtung der Ziegelwand muß vorher ermittelt werden. Altes Massivmauerwerk hat in der Regel eine mind. 2cm dicke Mörtelfuge parallel zur Aussenfläche, die diese Feuchtebelastung abpuffern soll. Die Qualität der Stoß und LAgerfugen in der Fasssade sollte generell geprüft werden.
Kann diese 2cm-Mörtelfuge nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden (Wandaufbau nachrechnen) muss ggf. ein stärker Inneputzn vor der Wanddämmung diese Funktion übernehmen.
- Die Innendämmung muss auf jeden Fall lückenlos auch im Deckenbereich weitergeführt werden.
- Anschluß im Traufbereich in Abstimmung mit dem geplanten Aufbau der Dachdämmung und Innenausbaudetails
- Wenn die EG Decke durch Ihre Perliteschüttung gedämmt ist, exisitiert im Idealfall eine geschlossene innere Dämmebene. Der Keller bleibt separat. Allerdings sollten Mauerwerk und eventuell geplanter Putz auf das Maß der vorhandenen Feuchtigkeit abgestimmt werden. Eine Feuchteeinwanderung über einen neuen Putz in die Decke ist zu vermeiden. Die Lüftungsmöglichkeiten für den Keller sind nach Möglichkeit zu verbessern.
- Die konstruktive Einbindung der Holzbalkenköpfe in die Dämmung kann nur nach Besichtigung vor Ort konzipiert werden. Konvektionsbewegungen und Kondensatausfall am Balkenkopf im Mauerwerksauflager sind allerdings ein Gefahrenpunkt.

Wenn Sie anbauen wollen, gibt´s doch wahrscheinlich auch einen Architekten. Dieser könnte sich mit dem Energieberater in diesen Fragen gut kurzschließen.

Davon abgesehen stehe ich bei Rückfragen gerne zur Verfügung. 02253-544310 oder 0175-1528505





Sie schreiben

"Das Konzept des Energieberaters sieht eine Dämmung von 6cm innen vor, womit wir in Kombination mit Fenster-, Kellerdecken-, und Dacherneuerung bzw. Dämmung in Kombination mit dem Anbau auf den erwünschten KfW-Effizienzwert kommen."

Glauben Sie nur wegen dem erreichen des KfW-Effizientwertes ist das Vorhaben automatisch wirtschaftlich?

Grüße



Mit Mineralschaumplatten dämmen und mit Strahlungheizung trocken halten



Zuerst einmal solltes Du Dich von einem der geplanten Heizsysteme verabschieden: Eine Strahlungsheizung erwärmt die angestrahlten Flächen an der Oberfläche und nicht die Luft. Der größte Teil der Strahlung wird reflektiert. Der Wärmetransport erfolgt von den Körpern im Raum zur Luft hin. Die Luft ist immer um 3°C kühler. Daher reichen auch geringere Raumtemperaturen und eine Alternative zur Heizung mit Sonden wird interessant. Auf der Webseite der Innovationsgemeinschaft gibt es viele Informationen zur Strahlungsheizung. http://www.raumklimadecke.de/
Dazu gehört auch die Flächenheizung Wand, nicht jedoch die Fussbodenheizung, die einen größeren Anteil an Konvektionsleistung erbringt.
Die Deckenheizung hat den Vorteil, dass die Fläche zu 100% genutzt werden kann und auch die Verteilung in der Ebene stattfindet. Bei der Wandheizung werden Möbel stören und auch die geplanten Dämmmaßnahmen.
Die Frage ist dann auch, ob man anstelle der Holzständerbauweise nicht eine Massivbauweise mit speicherfähigem Material nehmen kann. so gefiel mir z.B. die Bauweise Öko-domo oder die Materialen von Geolyth http://www.geolyth.at/Default.aspx?PageId=5 oder das Grundmaterial von Neopor www.neopor.com,, die auch z. B. für die Multipor-Dämmplatte von Ytong den Rohstoff liefern.

Die Deckenheizung ist sehr flink und eine Holzständerbauweise nicht gut dafür geeignet. Man könnte sie ausmauern oder mit Lehmbaustoffen aufwerten.

Mit dem Neopor Leichtbeton kann man kostengünstig eine geschalte Massivhauswand errichten, sogar mit Mauerwerksstrukturen.
Die "guten" Außenwände (Welches Material) würde ich maximal mit einem reflektieren Anstrich versehen. z. B. Thermoshield, der hervorragend zur Strahlungsheizung passt.

Die 24cm Wand kann mit den Mineralschaumplatten gedämmt werden. Möglich wäre aber auch eine einfache Schalung z. B. mit Gipskarton, wo dann der Hohlraum mit dem Neopor-Mineralschaum mit Lambda 0,034 W/mK gute Werte erzielt. Es könnte die günstigere Lösung werden. Auch hier ist eine prfilierte Schalung mit Matritzen oder Rauhholz möglich.

Bei den Dämmassnahmen sollte die Energieeinsparung und das Kostennutzenverhältnis im Vordergrund stehen. Eine KFW - Sanierung lohnt sich in den seltensten Fällen.

Fassadendämmung würde bei Euch wohl kaum 10% Energiekosten einsparen und die Fenstererneuerung wohl auch nicht. Im ELV-Journal.de, was allerdings ein wenig herstellerlastig ist, werden Einsparungen aufgelistet und ins Verhältnis zur Investition gesetzt. Fenster sind dort nicht aufgeführt. Aber bei Strahlungsheizung reflektieren die Glasscheiben ohnehin fast 100% der Wärmestrahlen und als besser angepriesene Verglasungen halten mehr solare Einstrahlung fern. Geringe Undichtigkeiten sorgen für einen Luftaustausch. Größere kann man mit einer Lippendichtung auch beseitigen.

Eine Wärmepumpe mit Sonde wird nach diesen Überlegungen zu teuer. Die Energieeinsparung von Deckenheizung im Verhältnis zur Fussbodenheizung und die niedrigen Vorlauftemperaturen dieser Heizart machen eine Luft/Wasser-Wärmepumpe interessant. Alternativ - wenn Platz vorhanden wäre, kämen noch Erdwärmekörbe in Betracht (je 1,5 kW Entzugsleistung um die 25m², die einen Bruchteil der Erdsonden kosten und keine teure Genehmigung brauchen. www.betatherm.at
Eine gute und anschlussfertige Luft/Wasserwärmepumpe zur Außenaufstellung mit ca. 10 kW kostet bei Hotjet z. B. keine 4.000,- € und hat eine COP von 3,8 bei A2/W35. Das Gehäuse ist aus Edelstahl und die Komponenten sind von führenden westeuropäischen Herstellern.

Auf die Kappendecke würde ich ebenfalls den geschäumten Leichtbeton aufbringen.

Folgender Vorschlag: Miee eines Schaumgenerators und einer Estrichmaschine oder eines Putzweisters zum Auffüllen. Mit diesen beiden Geräten kann Silo- oder Sackware auf der Baustelle gemischt und auch gepumpt werden.

Der Einsatz von Mineralschaum-Beton ersetzt den späteren Verputz.
Die Feuchtigkeitsaufnahme ist sehr gering und eingedrungende Feuchtigkeit wird zum Raum hin abgegeben.

damit wäre der erste Fragenkatalog abgehandelt.
zu dem nächsten Paket:
zu 1.mit der strahlungsheizung wirst Du auch kein Schimmelproblem bekommen, wenn Du dämmst oder wenn Du nicht dämmst.

zu. 2.
Wenn Du neue Fenster unbedingt benötigst, nimmst Du welche, wo die obere Lippendichtung unterbraochen ist.Das machen jetzt immer mehr Hersteller oder Du schneidest zwischendurch mal 5 cm Stücke raus. Bei dem Luftaustausch entsteht dann auch eine Wärmerückgewinnung und Du brauchst weder teuere Rohrleitungen noch noch teurere Unterhaltskosten durch Rohrreinigung und Filter.
3. Die Wandheizung
wird Dir wenig helfen, weil die verfügbare Strahlungsfläche wahrscheinlich nicht ausreicht. Schlagregen von außen würde ich vielleicht mit einem verdelten Kieselsäure/Kalkanmilchstrich klein halten.
Aber wenn dass jetzt kein Problem war, wird es auch keines werden.
zu 4. auch die Zwischendecke kannst Du ohne aufzubrechen mit dem Mineralschaum auffüllen. Eine Alternative ist die Klimatop-Deckenheizung. Eine metalisierte Folie an die Alte Decke reflecktiert ohnehin schon über 30% der Wärme und die Deckeneheizung wird noch effektiver. Dann eine Gipskartonplatte als Untersicht und Du hast eine Heizung, die mit mindesten 80 Watt/m² Strahlen kann und mit unter 30°C Vorlauftemperatur auskommt.
zu 5.

auch dass kannst Du mit Mneralschaum machen oder mit einer Alukaschierten PU-Schaumplatte und Montageschaum zum Dichten und Befestigen der Platten. Dann eine Dampsperrabklebung mit Aluband auf die zugeschäumten Fugen.

Unter den Dachstuhl würde ich wieder mit der Alu-Deltafolie arbeiten und diese mit den Heizelementen der Deckenheizung befestigen Ich hänge mal ein Bild an.
Dann kann eine Deckenverkleidung aus Gipskarton drauf. und fertig ist der geheizte Dachausbau von oben. Zum Schluss wieder mit Mineralschaum aufffüllen, von Dachaus oder Spalten frei lassen. Bei Lambda 0,034 erreichen wir fast die Werte von Polystyrol und die Metallfolie verstärkt den Effekt.

zu 6.

mit der Strahlungsheizung kommen die Wärmestrahlen in die äußerste Ecke, dadurch sind keine Probleme zu erwarten.

Kellerfeuchte kann für Lagerung sehr angenehm sein. Ebene Deckenuntsichten würde ich trotzdem . z. B. mit einer alukaschierten PU-Platte dämmen.
ein nasser Keller kann auch zu Heizzwecken genutzt werden. z. B. würde eine Brauchwasserwärmepumpe im Keller die Feuchte Luft gut nutzen, da der Energiegehalt doch sehr hoch ist. So ein Geraät wird in guter Qualität im Internet mit eine 285 Liter Boiler für wenig über 1.000,- € angeboten. Die Zuluft nimmt man aus dem Keller und die kalte Abluft bläst man raus. Allerdings muss auch Frischluft nachströmen können.

zu 7. Holzbalkenköpfe wo einfassen: Im Mauerwerk? dort mit besandeter Dachpappe oder Mauerwerksbahn. Im Freuen? Mit Kupfer- oder Zinkblech Aber mit Abstand um Hols durch Scheiben.

Wir würden gerne das Vorhaben begleiten und die Ergebnisse dokumentieren. Die Porenbeton bauweise von Aero-Durit wurde über 50Jahre erfolgreich international und mit Unterstützung der UNO angewendet. Die Neoporbauweise auch schon über 30 Jahre in den Low-Budget- Ländern. Erst durch die Horrorgeschichten um faulende Dämmungen, brennende oder nasse Fassaden, Feinstaub durch Mikrofasern und Gifte durch Kleb- und Kunststoffe usw. kommen zunehmend die ökologisch unbedenklichen Materialen zum Einsatz. Telefonischer Kontakt aus Deutschland 0178/507 11 97 Festnetz in Österreich +43 5373 617 83 oder Skype auf Anfrage.



Was ist das ...



denn ? Wen oder was vertritt denn die FEH-FAchvereinigung ? Liest sich ja ein wenig "bauscientologisch", mit Verlaub ...



zuviel..



..text , von wem immer
8:(
Jürgen Kube



Sinnlos



aneinander gereihte Worthülsen





Selbe Situation, ebenfalls Backsteinhaus, im Übrigen auch in Köln und gerade in der Sanierungsphase. ;) Empfehlungen kann ich dir nicht geben, aber sagen was wir machen, bzw. gemacht haben und warum. Die Kappen im EG haben wir ebenfalls vom Schutt befreit (abartige Arbeit übrigens) und diese erhalten neben einer Feuchtesperre auf den Kappen eine Perliteschüttung. Auf Rat hin (drei unabhängige Quellen) haben wir uns bei dem Altbau explizit gegen eine Wärmepumpe entschieden. Da gerade auch die Strompreise für Wärmepumpen hoch gehen, vielleicht nicht die falscheste Entscheidung. Brennwerttechnik mit Solarthermie. In 10 Jahren schau ich dann mal nach ner Brennstoffzelle! ;)

1) Bei uns musste der alte Putz komplett runter von den Wänden. Wir haben uns nach Beratung mit Architekt und Energieberater bei der Innendämmung für einen Wärmedämmputz auf Kalkbasis mit Perlite für die Außenwände entschieden. Diese liegt (habe allerdings noch keine abschließenden Angebote) bei etwa 40€/m². Beispielsweise Kimasan (http://www.klimasan-perlit.de). So erreichen wir mit einigen anderen Maßnahmen zusammen sogar KFW100 (wobei das ein erfreulicher Nebeneffekt ist). Außendämmung ist keine Option, da denkmalgeschützte Klinkerfassade. Somit vielleicht auch für euch. PU-Schaumplatten oder ähnliches wollten wir auf keinen Fall.

2) Aufgrund meiner Osterfahrungen bekommen wir auf jeden Fall eine Lüftungsanlage. Kostenseitig liegt diese bei ~9000 Euro für 160m² inkl. Einbau. Ich habe bereits einige Altbauten gesehen, die nie Schimmelprobleme oder ähnliches hatten, bis moderne Fenster eingebaut und die Wohnungen nahezu hermetisch abgeriegelt wurden. Dies lässt sich so zumindest von vornherein zu einem gewissen Teil ausschließen. Meines Wissens nach haben reine Klinkergebäude (wie auch unseres mit 40cm Wänden) immer eine leichte Restfeuchte und diese tendenziell höher als bei Putzfassaden. Wenn dann nur ein einschaliges Mauerwerk vorhanden ist…! Ich bin allerdings kein Fachmann.

3) Wandheizung erhalten wir nicht, dafür eine FBH (Trockensystem ohne Estrich) im ganzen Haus. Wenn es dir allerdings um Angst von höherer Feuchte durch Schlagregen oder eindringende Feuchte geht, dann würde ich die Fassade instandsetzen. Bspw. alte Fugen komplett raus, neue rein und beschädigte Ziegel austauschen. Haben wir bereits gemacht.

4) Es ist halt die Frage, wie weit man den Aufwand treibt. Bei uns mussten die Bodenbeläge hochgenommen werden und in der Decke war eine sehr stark verrottete und mit Grünschimmel durchsetzte Lehm/Strohschüttung die nicht erhalten werden konnte. Im DG ein Brandschaden und diverse verrottete Balken. So sind die Gefache der Decken (in den OGs) mit Blähton ausgefüllt worden. Perlite ist eigentlich unnötig (und deutlich teurer), denn gedämmt wird über die Außenbereiche (Außenwände, Dach, Boden). Blähton hat allerdings auch gute Schall- und Dämmwerte.

5) Die Innendämmung wird bis in die Dämmebene des Dach realisiert. Darauf wird meines Wissens nach dann die Dampfbremsfolie darauf verklebt und dann auf Stoß die Verkleidung. Da gibt’s aber sicherlich hier Leute mit mehr Ahnung.

6) Wie oben schon geschrieben, Feuchtigtkeitssperre auf die Gewölbe, dann Perlite, damit schließt die Innendämmung direkt an die Dämmung der Kellerdecke an. Keller bleibt bei uns ungedämmt. Wir haben allerdings den gestampften Lehmboden und die brüchigen Klinker entfernt und ein Betonplatte mit Feuchtesperre eingegossen. Damit reduziert sich bei uns bspw. die Feuchte ungemein. Die Außenwände (Straße und Garten) werden bis zum Gewölbe mit Trasszement verputzt, da eigentlich nur diese leicht feucht sind.

7) Letzteres verstehe ich nicht so ganz. Eigentlich sollten diese nicht eingefasst sondern von Luft umströmt sein. Zumindest meines Wissens nach.

Du kannst dir das gerne auch bei uns einmal anschauen. Scheint ja nicht weit zu sein.