Innedämmung Fachwerkhaus

07.04.2013 michael



hallo alle zusammen,
zum anfang eine kurze vorstellung als neues mitglied, mein name ist michael und wir haben vor längerer zeit ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus in der prignitz gekauft, welches wir in eigenregie und -leistung restaurieren. unsere philosophie ist so wenig wie möglich - soviel wie nötig zu ersetzen. rechtfertigt den denkmalbestand. vor zwei jahren wurde der Dachstuhl restauriert, aber leider mussten wir eine ziegeleindeckung mit neuen ziegeln vornehmen. jetzt sind wir dabei das Fachwerk zu restaurieren, zum teil schon geschehen und dieses jahr wird die maßnahme abgeschlossen. Eichebalken wurden altersgleich teilweise ganz oder zum teil ersetzt. für die ausmauerung werden die alten Ziegel wieder verwendet.
in diesem zuge bin ich auf der suche nach einer Innendämmung für unser fachwerkhaus. gedacht ist eine Wandheizung in lehmlage ca. 40mm auf holzfaserplatte ca. 40mm einbauen, in allen aussenwänden. alerdings komme ich ohne eine zirk. luftschicht nicht aus. Tauwasser ist immer an aussenseite der holzfaserplatte zum fachwerk. ich habe auch den originalen zustand im u-wert rechner durchlaufen lassen, dass schadensbild durch Feuchte ist entsprechend den berechnungen. das fachwerk hat(te) innen teilweise schädigungen durch feuchtigkeit. meine feststellung: die berechnungen (originalzustand-gedämmter zustand) unterscheiden sich nur im besseren u-wert. meine frage ist, ob etwas gegen diesen Wandaufbau (1.lehmputz mit integr. wandheizung ca. 40mm, 2.holzfaserdämmplatte 40mm, 3.30mm hinterlüftung,4. fachwerk mit ausmauerung) spricht? dass es kein passivhaus ist weiß ich, mir geht es um das feuchtigkeitsproblem, welches durch diesen Aufbau nicht auftritt.
!rechtschreibfehler sind kleinschreibung!


gruß michael



Innendämmung



1. Vergessen sie das Glaser- Verfahren und den U Wertrechner.
2. Vergessen Sie die Hinterlüftungsebene.
3. Basteln Sie sich nicht alleine eine Innendämmung zusammen.

Sowas ist eine diffizile Sache. Sie brauchen dafür fachkundige Hilfe, jemanden der Sie anleitet und berät. Das geht auch nicht über das Internet, dazu ist das Thema zu komplex. Bei der Wandheizung allein wird es nicht bleiben, solchen Maßnahmen müssen ganzheitlich betrachtet und im Zusammenhang mit allen anderen Maßnahmen gelöst werden.

Viele Grüße



Innendämmung



und schon wieder............

Als wäre es das erste FWH welches restauriert werden müsste. Wenn nicht jedes mal jemand ganz schnell mit der Aussage kommen würde das fachkundige (bezahlte) Hilfe unbedingt sein muss dann gäbe es bestimmt mal brauchbare Tips von FWH Besitzern die die ganze Prozedur schon hinter sich haben. Das geht sehr wohl über das Internet......nur verdient dann keiner dran.



Es gibt...



... außreichend Negativbeispiele für falsche Sanierungsversuche. Und eindeutig möchte ich die von den "falschen Fachleuten" begleiteten nicht ausnehmen.

Es ging dem Georg Böttcher wohl eher um die aus dem web zusammengefischten Informationshäppchen, die zwangsläufig und der Natur der Sache geschuldet allgemein gehalten und auf den individuellen Fall nicht übertragbar sind, weiterhin um die Verwendung von ungeeigneten Rechentools zur Erkenntnisgewinnung für das eigene Bauvorhaben und weiter um die vorbeugende Vermeidung von Bauschäden durch die Fehlinterpretation der Ergebnisse derselben aufgrund fehlenden Fachwissens, nicht einmal ein Fertighaus gleicht dem identischen Typ an anderem Bauplatz...

Alles zum Wohle des Bauherren...

Die Interpretation durch den Fragesteller lautet ja auch, es müsse eine Millimeter dicke Hinterlüftung angeordnet werden. Selbst wenn eigentlich Zentimeter gemeint waren, ist dies physikalisch und praktisch sinnlos, handwerklich nicht durchführbar...

Glaser ist grundsätzlich nicht für eine Außenwand mit Wandheizung anwendbar.
Glaser geht von stationären Zuständen aus.
Glaser berücksichtigt keine Bauteilübergänge.
Glaser berücksichtigt keine Wärmebrücken.
etc....

MfG,
sh



… verdient … oder … draufgezahlt



Hallo

Toni und Michael

nur verdient dann keiner dran

Wenn Sie einfach so mal ein bisschen Internet-Saniertips einfliessen lassen kann es leider gut sein, dass Sie unendlich viel Geld sparen … aus meiner Erfahrung aber wird sich das in ein, zwei Jahrzehnten oder ein paar Jährchen mehr dergestallt zeigen ob es "richtig" oder falsch war, keinen oder einen falschen "Fachmann" gefragt zu haben …

Der Hinweis, dass man derartige Sachen im Zusammenhang mit ALLEM sehen MUSS ist keiner zum "Geld verdienen" sondern einfach eine gut gemeinte Warnung …

Dei Auswahl des richtigen oder falschen Gefachemörtels und oder die falschen Konstruktionen bei den risikoreichen Innendämmungen, der richtige Sockelanschluss unten und und und und … alles hängt zusammen und wird die nachhaltige Qualität und Langlebigkeit definieren …

Nehmen Sie manche Warnungen ernst … und schreiben Sie bitte mit Groß- und Kleinschreibung … es liest sich einfach besser … ab und zu einen Absatz oder eine Leerzeile kann auch angebracht sein …

… und Toni: Es muss nicht eine bezahlte Hilfe sein … denn Sie müssen im Nachhinein die Zeche oder die Bauschäden bezahlen …

und manche Ratschläge von manchen Teilnehmern hier wie in anderen Foren mögen für Sie als Frager oder Laie gut und oder erfahren und oder mit Hintergrund "klingen" … aber können SIE als Laie denn die schreibende Spreu vom Weizen unterscheiden?

Also seinen Sie vorsichtig mit dem was Sie lesen oder hören … aber das ist im Leben IMMER so!

Viel Erfolg beim Fragen, Diskutieren und Umsetzen …

Florian Kurz



Ja ok, aber



die Tatsache das jemand dieses Forum findet zeugt ja schon davon das sich jemand schon ein bissel mehr Gedanken macht als alles Baumarktgeblubber widerstandslos zu glauben. Man sollte daher nicht gleich jedem Fragesteller hier unterstellen das er immer und unausweichlich Fachleute um sich herum scharren muss. Sicher, jemand der ein Ingenieurbüro oder ähnliches betreibt sieht das anders. Das schon viel verschlimmbessert wurde weiß ich das heisst nicht das es keine "allgemeinen" Regeln des Fachwerkrestaurieren gibt.
Z.b. ist die Aussage "Bei der Wandheizung allein wird es nicht bleiben, solchen Maßnahmen müssen ganzheitlich betrachtet und im Zusammenhang mit allen anderen Maßnahmen gelöst werden." nix wert da der Fragesteller das weiß und deswegen hier fragt. Aber diese Massnahmen können genausogut, sofern es sich nicht um einen akuten Schadensfall handelt, hier kostenlos besprochen werden. Das ist das worüber ich mich ärger. Es geht hier um einen sinnigen Wandaufbau im FWH, dat ist kein Hexenwerk...........



Hervorragender Beitrag (1) Toni.



Mit Grüßen Danilo



und zur Frage....



Wenn Sie in Ihrem Wandaufbau die 3.30mm Luftschicht weglassen is es doch in Ordnung.
Ausfallende Feucht soll schnell durch das Wandgefüge abgeleitet werden und abtrocknen damit es zu keinen Schäden kommt. Ihre geplante Luftschicht würde die Ableitung unterbrechen und neue Schäden verursachen.

Also von Innen nach Außen:
- Lehmputz : Ober/ Unterputz mit Wandheizung
- Holzfaserdämmplatte vollflächig in Lehm geklebt und mech. befestigt
- Lehmausgleichputz auf intakte Fachwerkwände/Ausmauerung

Was mir allerdings Sorgen macht, auf Ihrem Foto sieht es so aus als ob es aufsteigende Feuchtigkeit gibt. Das wäre weder für die Innendämmung noch für das Fachwerk so gut.
Auch die Dachrinne fehlt noch...( Spritzwasser ) aber wenigstens ist das Fallrohr vorhanden.

Mit Grüßen
Danilo



Wow, die Kristallkugel leihst Du mir bitte mal...



...ohne Kenntnis der Umstände und des Steinmaterials sind Danilos/Dachdenkers Aussagen nicht allgemeingültig, aber prinzipiell als Einschätzung in Ordnung.

Das System sollte wahrscheinlich eigentlich OHNE Luftschicht funktionieren können, jedenfalls besser als mit.
Wohin sollte eigentlich entlüftet werden?

Wo siehst Du aufsteigende Feuchte, Danilo?

MfG,
sh



Wo siehst Du aufsteigende Feuchte?



Würde sagen das die linke Seite betroffen, speziel unter dem Fenster ganz links. Die Rollschicht erstetzt wohl nicht umsonst eine Schwelle die da mal war. Am alten Dach war ja mal nen Dachrinne dran, dass ich Spritzwasser als Grund für die Mauerschwellensteinreparatur auschließen würde.
Aber alles nur Kristallkugel.....jedoch ein Versuch dem Fragesteller konstruktiv zu helfen, so wie ich es selbst bei Fragen erwarte.

Mit Kristallkugelgrüßen
Danilo





Ich würde gerne eine ketzerische Antwort auf die ein oder anderen Antworten geben.

Das Haus steht seit 200/300 Jahren und ist bis vor wenigen Jahren mit Kamin oder Kachelöfen beheizt worden.
Und jetzt ist urplötzlich die Wärmedämmung eine diffizile Sache, die Fachpersonal erfordert?
Eine diffizile Sache ist es doch wohl erst, wenn man das Haus kaputt-dämmen will.

In meinem Schloss fliegen gerade alle möglichen Dämm-Pläne über Bord, nachdem ich jetzt im monatelangen Dauerfrost testen konnte, wie sich das Haus vollkommen ungedämmt mit teilweise Einfachverglasung der Fenster verhält.
Wir hatten seit Dezember bis vor wenigen Tagen bis auf einige wenige Tage Frost bis zu -25 Grad. Ich habe alle 2 Wochen ein paar Kachelöfen einen Tag lang angeheizt.
Das Haus wurde innen nie kälter als +2 Grad.
Verheizt habe ich 500kg Braunkohle und 2 RM Holz.
Und was habe ich mir alles angehört, von Isolierverglasung bis zur Hohlraumeinblasdämmung und Fassadenvollwärmeschutz.

Das Fachwerkhaus, welches ich in Wittstock verkaufe (siehe Marktplatz), beheize ich seit Januar mit einem einzigen Heizkörper und die Innentemperatur liegt im ganzen Haus bei +2 bis +5 Grad.
In 3 Monaten sind jetzt 100 Liter Öl durch die Heizung gelaufen.
Das Haus hat keinerlei Dämmung.

Mittlerweile frage ich mich, was der ganze Hype um Wärmedämmung soll. Solange der Wind nicht durchzieht können die alten Häuser sich durchaus selbst dämmen.



Lieber "Klaus",



poste doch mit Deinem richtigen Namen: Väterchen Frost.

Deine Angaben mögen stimmen, auf dem Level von +2 Grad sind sie aber nicht relevant, wie Verbrauchzahlen ohnehin nicht ohne weiteres verglichen werden können.

Nach Deiner Logik könntest Du tagelang nackt durch den Dauerfrost spazieren, weil Du einen Glühwein getrunken hast.

Grüße

Thomas



Innendämmung



Leider ist es nicht so einfach, Innendämmung drauf und glücklich sein.
Bundwandanschlüsse, Fensterlaibungen, Übergänge zum Fußboden, zur Decke...
Das löst sich nicht so nebenbei und mit ein paar Tipps im Forum.
Dafür braucht man schon ein paar Kenntnisse über bauphysikalische Grundlagen und letztlich auch praktische Erfahrung, sonst gibt es auf einmal Schäden wo vorher keine waren.
Der Teufel steckt im Detail.

Lieber Toni,
für Sie ist anscheinend alles so einfach.
Ich will das mal an einem Beispiel demonstrieren:
Da fragt jemand der gerne Akrobat werden will nach ein paar Tipps wie er auf einem Hochseil laufen kann.
Kein Problem, der kriegt dann eine kleine Einweisung per Internet. Da steht drin das er bloß den Schwerpunkt seines Körpers immer genau über der Mittelachse des Seils halten muß... Ist doch ganz einfach, dat ist kein Hexenwerk.

Viele Grüße



Georg …



… das sind mindestens 1000 Punkte …

guter Vergleich …

hätte von mir sein können …

Florian Kurz





Hallo,

es ist sicherlich auch deprimierend zu hören, dass man drauf und dran sei, vieles falsch zu machen. Also mal was positives: die Auswahl der Baustoffe ist soweit schon einmal o.K. Für die Kunst des Fügens braucht es dann noch einen erfahrenen Ingenieur/Architekten/Lehmbauer, der konkret zeigen kann, wie es geht. Und das Konkrete geht eben nicht übers Internet, sondern erfordert Anwesenheit.
Warum Glaser nicht geht, ist dem Umstand zu verdanken, dass es eine von den meisten Stoffeigenschaften gelöste Theorie auf Basis des 2.Strahlensatzes darstellt. Einzig Rohdichte, Wärmeleitfähigkeit und Diffusionswiderstand werden betrachtet. Nimmt man die kapillare Leitfähigkeit und die Fähigkeit zur Wasserspeicherung hinzu, sieht die Welt der Wand schon anders aus: Diffusion ist ein langsamer Prozess, kapillarer Feuchtetransport ein schneller, so dass ein kapillar leitender Stoff schneller austrocknen kann, als durch Diffusion und nachfolgende Kondensation Wasser in flüssigem Zustand entstehen kann.

Grüße vom Niederrhein



Herr Böttcher



ich glaube sie verstehen nicht worauf ich hinaus will. Ich will gar nicht wissen was sie wissen. Ich will auch nicht können was sie können. Ich werde warscheinlich nur dieses eine mal im Leben ein Haus sanieren und dafür brauche ich keine Jahrelange "Seiltanzerfahrung". Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen wo es steht. Ich sags mal ganz frech. Ich will ihr Wissen ohne zu bezahlen. Ich restauriere seit 10 Jahren Youngtimer ohne jemals eine Ausbildung absolviert zu haben die irgendwas mit KFZ zu tun hat. Ich gebe mein Wissen in KFZ-Foren weiter und KFZ-Meister, Motorenbauingenieure u.s.w. regen sich regelmässig darüber auf "Das sollte aber nur ein Fachmann machen!!!"
Verstehen sie was ich sagen will? Ich muss nicht den Wärmeausdehnungskoeffizienten von Schmiedekolben kennen um sie einzubauen. Ich muss nur wissen wie weit man den Zylinder aufbohrt. Und dafür gibts Tabellen b.z.w. Regeln. Und diese Regeln gibts beim Bauen auch. Und wenn man dann den Fragesteller nach detallierten Gegebenheiten fragt kann man schon eine ziemlich genaue Anleitung geben.

Vorrausgesetzt man will das auch...........

........wovon ich in einem Internetforum eigentlich ausgehe



Es kommt mir...



...etwas anmaßend vor, anhand eines wenig informativen Fließtextes zu erwarten, daß Ihnen Experten die Details einzeln wie Popel aus der Nase ziehen, gratis auch noch, um daraus dann für Sie Kamillentee zu kochen.

Gute Besserung

Thomas



Wieder eine



sehr schöne Antwort von Toni.

Ich glaube wohl, dass man mit einigen paar Tipps hier aus dem Forum, der Website -Fachwerk.de, dem Internet, Fachliteratur etwas Geschick und Interesse an der Sache ( das zeigt in diesem Fall der geplante Aufbau des Fragestellers)so nebenbei schon weiterkommt und auch eine funktionierende Innendämmung erstellen kann.
Die Aussage: "Sie brauchen dafür fachkundige Hilfe" stimmt zwar auch, aber wenn man es genau nimmt, wäre das dann bei jeder Frage hier im Forum zutreffend und somit das " Hilfe"- Fachwerkhaus-Forum eigentlich Gegenstandslos.

Die Antwort von Klaus mit der 2Grad Therorie verstehe ich nicht. Bezweifele auch das mit nur 2 - 5 Grad ein Bauwerk auf Dauer nicht geschädigt wird. Leerstandhäuser( manchmal auch Schrottimmobilien genannt ) können nicht mit durch Wohnraum genutzten Häuser verglichen werden.

Mit Grüßen Danilo





Nein, er hat im Prinzip recht.
Ein Internetforum ist dafür da, dass man Wissen austauscht.
Ich habe hier viele interessante Ideen und Ratschläge bekommen, doch andererseits habe ich noch viel mehr Mails, Nachrichten oder Antworten bekommen, a la "Das kannst Du nicht, wir machen Dir das zum Supersonderpreis"

Und sowas nervt einfach nur.

Letztes Jahr ging es darum, im Schloss Kastenfenster zu bauen. Super, es gibt Firmen, die machen das.
Ich weiss jetzt auch, dass der beste Preis für ein Kastenfenster bei 800€ liegt. Habe ich nie gefragt, ich wollte die Dinger selbst bauen. Kann ich nicht, das ist Handwerk, habe ich mir angehört. Selbst Schreiner können heutzutage sowas nicht mehr.
Schön. Habe mir im Winter eines der ausgebauten Kastenfenster geschnappt, vermessen, zerlegt, geguckt, Prototyp gebaut.
Die Fensterrahmen aus Schalbrettern, Fichte, billig.
Uuuuuuuhhh....das geht ja gar nicht. Da nimmt man Eiche für, Fichte geht viel zu schnell kaputt. Na und? Bau ich in 5 Jahren eben noch ein Fenster.
Verstehen Sie, was ich damit sagen will Herr Böhme?
Es gibt hier Firmen, die verdienen ihr Geld damit, dass sie Häuser sanieren und das sollen sie auch.
Aber wenn man eine Frage stellt, dann erwartet man auch eine Antwort darauf und in einem Internetforum bitteschön eine kostenlose Antwort und keine Vorträge darüber, wie irgendwelche Leute Häuser kaputt saniert haben und dass man sowieso keine Ahnung hat und diese Arbeit an einen Fachbetrieb geben muss.

Und jetzt sage ich es mal ganz krass:
Wenn jemand der Meinung ist, er müsse sein Eigentum kaputt sanieren, dann ist das sein gutes Recht.

Ich würde auf die Frage nach der Innendämmung allenfalls sagen, dass ich keine Innendämmung machen würde, damit die Wand nicht in wenigen Jahren so aussieht wie auf dem Foto. Das Schwarze ist Schimmel, der Putz hat die Konsistenz von nassem Sand und wird nur von der Farbe zusammengehalten.
Man hat mit der Innendämmung nämlich sauber den Taupunkt zwischen Wand und Dämmung gezogen.





@Danilo

Mein 2 Grad Artikel sollte erklären, dass die Dämmung der alten Häuser so schlecht gar nicht ist, wie man manchmal den Eindruck bekommt, dass die Dämmung schlecht geredet wird.
Meine Schrottimmobilie hat bis auf kleine Unterbrechungen 20 Jahre leer gestanden. Mit minimalstem Aufwand habe ich das Haus trotz extremer Kälte frostfrei gehalten.

Natürlich baue ich auch Dämmung ein aber in die Decken, in Böden, ich muss das Haus nicht ringsherum in Watte packen, das ist rausgeschmissenes Geld.



@ Klaus,



mit ein paar Tipps hier aus dem Forum, hätten Sie genauer rausbekommen können warum die Wand auf Ihrem Foto so aussieht.
Das liegt nicht an der Innendämmung ( allgemein ).... sondern wohl ehr am falschen Dämmmaterial( nicht kapilaraktiv), den vielen verbliebenen Farbschichten auf der Wand ( sieht fast aus wie Ölfarbe) womöglich ungeeignete Putze ( Gips/Zement) erkennt man aber nicht genau, eventl. aufsteigender Feuchtigkeit und währscheinlich zu hohe Nutzungsfeuchte in Verbindung mit schlechtem Lüftungsverhalten....usw. usw.

So das waren wieder nen paar Kristallkugeltips.

Mit besten Grüßen Danilo





@Danilo

Um das herauszufinden, sollten wir mal versuchen, die ausführenden Fachfirmen nach ihren Arbeiten zwischen 1920 und 1980 zu befragen.

Allerdings muss ich gar nicht wissen, warum die Wand so aussieht, denn wenn wenn ich den Putz runter habe und die aufgeweichten Ziegel ersetzt habe, werde ich da keine Dämmung vormachen, weil ich der Überzeugung bin, dass eine zweischalige Aussenwand in 0,60m Stärke mehr als ausreichend alleine dämmt.

Übrigens: Nicht kapillaraktiv war die richtige Antwort.
Die Dämmung bestand aus Dachpappe und Sauerkrautplatten.
Die Farbe war -richtig erkannt- Ölfarbe

Nicht richtig war der Putz.
Die Wand wurde 1921 verputzt mit Kalkmörtel.
Schlechtes Lüftungsverhalten ist falsch. Hinter der Tür, die da offen steht befindet sich ein Anbau mit bis dato diversen kaputten Fenstern, was zum andauernden Durchzug in mindestens den letzten 10 Jahren führte.
Aufsteigende Feuchtigkeit sollten wir ausschliessen können.



Schön für Ihre Wand.



Aber das war nicht das Anliegen meiner Antwort. Sondern der Gedanke, das man mit Tipps aus diesem Forum auch gewisse Bauvorhaben umsetzen könnte ohne einen Fachmann / Fachfirma vor Ort zuhaben.

Mit Grüßen Danilo



Beide Positionen können nachvollzogen werden!



Tatsächlich habe ich mich hier auch schon darüber geärgert, wegen meiner wohl nicht ausreichend korrekten Fragestellung zurechtgewiesen worden zu sein. (Herrlicher Satz, nicht?;)) Möglicherweise ist die dieserart verlangte Unterordnung der Preis für die Mühe hilfreicher Antworten. Irgendwie muss sich Narzissmus schließlich lohnen...

Andererseits bin ich sehr dankbar für die Möglichkeit, von versierten Fachleuten Einschätzungen und Wissen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Somit bedanke ich mich hiermit auch für die Mühe, die bei einigen wahrscheinlich beträchtliche Ausmaße annimmt.

Aber auch der Hinweis auf fachkundige Beratung vor Ort ist nicht immer deplatziert, wenn offensichtliche Naivität der Fragestellers bemerkbar ist. Allerdings kommt er oft sehr stereotyp, und ich wünsche mir dabei ein bisschen weniger Herablassung.

András



Ja,



das verstehe ich:

"Na und? Bau ich in 5 Jahren eben noch ein Fenster.
Verstehen Sie, was ich damit sagen will Herr Böhme?"

Und wenn der Schwamm Ihre hinterlüftete Holzweichfaserplatte in 10 Jahren zerfressen haben sollte, und das Fachwerk gleich mit, dann machen Sie eben ein Neues...

Ich gehe hoffnungsvoll davon aus, daß Sie immer genug Geld und Zeit für Ihre Experimente haben. Solange die Frau Arbeit hat und der Mann gesund ist...

Noch ein Tipp: Rechnen Sie doch 'mal die Zeit für Ihr Fenster mit dem Material und notwendigen Investitionen zusammen, und betrachten Sie das Ergebis Ihrer Bemühungen objektiv. Unter der Voraussetzung, daß die eigene Zeit das wertvollste Gut ist, das Ihnen zur Verfügung steht, werden Sie damit wohl recht verschwenderisch umgegangen sein. Und allenfalls ein hinlängliches Ergebnis erzielt haben. Ich bin Tischler, habe alle erforderlichen Maschinen und Kenntnisse für den Fensterbau, und würde das dennoch nicht selbst machen. Weil es spezialisierte Handwerker gibt, die das täglich und in sehr guter Qualität machen.

Das war kein Kurzvortrag gegen das Selberbauen. Davon lebt dieses Forum. Es gibt aber geeignetere Spielwiesen am Haus, wo der Bauherr sich verwirklichen kann - als dem Fensterbau oder der Erfindung völlig neuer Wandaufbauten.

Grüße

Thomas





Grossartig, wie sich die Fachhandwerker hier winden um Argumente zu finden, alles nur von Fachfirmen machen zu lassen und dem "Heimwerker" jegliche Kompetenz absprechen.

Allerdings zeigt mir das sehr genau, wo ich keine Fachfirma suchen werde - nämlich genau in diesem Forum.



fachlich - Fachfirma - oder wie oder was



Hallo

keiner sagt hier: Lass es durch eine Fachfirma machen!

eher:
"Wenn du was machen willst, mach es lieber richtig und lass dir Zeit mit deinen Entscheidungen, wäge ab, dass es kein Bumerang wird!"

Das mit dem Selber-Machen KANN man ja tun, sollte es aber RICHTIG machen sonst heisst es, wie so oft:
"Do it yourself! - Mach' dir dein Haus selbst kaputt!"

Florian Kurz





Richtig. Dem stimme ich voll und ganz zu. Ausser die Sache mit der Fachfirma:

---
Sowas ist eine diffizile Sache. Sie brauchen dafür fachkundige Hilfe, jemanden der Sie anleitet und berät.
---
aus der ersten Antwort.



@Klaus - das versteh ich nicht



Wie Sie das meinen … aber egal …

Können und Wollen

Kunst kommt von Können
nicht von Wollen
sonst würde es "Wunst" heissen!

;-)

Florian Kurz



Bemerkenswerter



Thread!

28 Antworten der Gemeinschaft ,aber keine des Fragestellers :-)

@Michael das was du vorhast ist hier im Forum schon etliche Male durchgekaut worden,inkl.Details ,Problematiken,Lösungen etc....

Grüße Martin



Verfasserantwort Innendämmung



Hallo alle zusammen,
danke für die bisherigen An- und Bemerkungen. Dass man viel falsch machen kann weiß ich. Auch habe ich mich schon mit/ von Bauingenieuren/ Energieberater u.dgl. beraten, bzw. beraten lassen. Allerdings mit unterschiedlichen Ergebnissen. Ich dachte, vielleicht hatte jemand dieselbe Situation und kann Ratschläge geben. Deshalb stellte ich meine Frage ins Forum!
Dass alles als Gesamtheit zu betrachten ist, Boden/ Wand/ Decke/ Fenster usw. ist mir klar. Ganz unbelesen bin ich auch nicht. Es existieren auch Baupläne für die Sanierung/ Restaurierung mit Fußboden-, Decken- und Dachaufbau mit entspr. Details usw., statische Berechnungen sind ebenfalls gemacht worden, da wir in das Tragwerk Dach- und Ständerwerk eingreifen. Ich selbst bin Bautechniker und gelernter Maurer.
Mir geht es nicht darum, noch mehr darüber zu erfahren welche Programme nicht funktionieren und man solle sich Fachbetriebe für die Sanierung/ Restaurierung nehmen. Ich habe von drei Fachbetrieben und zwei Energieberatern Ergebnisse für eine Innendämmung unseres Hauses!
!!!!! 5 verschiedene Wandaufbauten!!!!!
Ich kann jetzt losen und mixen oder mir noch weitere Ergebnisse liefern lassen. Damit wird dann wenigstens die Wahrscheinlichkeit eines richtigen Ergebnisses größer. Die Frage ist nur: Welches?
Wenn ich alle Berechnungsarten vergessen kann; warum ist der Schaden am Ständerwerk dann genauso eingetreten wie er vorhergesagt/ berechnet wurde!? Das Ständerwerk ist auf der Innenseite durch Feuchtigkeit massiv angegriffen (Wandaufbau aussen nach innen: Ständerwerk mit Ziegelausfachung - 6cm Lehmziegelwand – 2cm Lehmputz). Berechnungsprogramme sagen nicht austrocknendes Tauwasser zw. Ständerwerk (1/3 Balkenquerschnitt) und Lehmziegelwand voraus; so auch der Schaden.
Also hat man vor vielen -zig Jahren auch nicht alles richtig gemacht. Die Schäden sanieren wir jetzt und wollen dass diese nicht wieder auftreten. Dementsprechend muss man reagieren.
Das war der Grund mein Thema Innendämmung hier im “Forum“ einzustellen und den einen oder anderen Ratschlag zu bekommen. Der Aufbau den ich beschrieben habe, schien mir der bisher vernünftigste, da ich mit einer 3cm dicken Luftschicht mit Aussenluft (Lufteintrittsfläche muß noch entspr. Schlagregenzonen berechnet werden) keinen Tauwassereinfall habe. Dass es nicht die Superlösung ist, weiß ich auch, aber ich hoffe eben auf Tipps bzw. Hinweise die zu einer Lösung führen. Sollte jemand detailliertere Angaben brauchen, kein Problem. Man entschuldige dass ich nicht stündlich im Forum nachsehe, aber arbeiten muss ich nun mal und das nicht wenig.


mit freundlichen Grüßen
Michael





Gehe ich recht in der Annahme, dass bisher keine Heizkörper an den Aussenwänden sind (bzw. vor dem Schaden waren) sondern irgendwo von der Mitte des Gebäudes aus mit Öfen geheizt wurde?

Wenn dem so ist, haben Sie die Antwort, weshalb ein Feuchtigkeitsschaden eingetreten ist



Innendämmung oder wie oder was …?



Hallo Michael

Sie schreiben, dass der Aufbau von aussen nach innen so war:
Ständerwerk mit Ziegelausfachung - 6cm Lehmziegelwand – 2cm Lehmputz)

Mich wundert das nicht, dass da Feuchte ausfällt, denn nur die blinden Rechenkünstler und Gläubigen denken, dass der Lehm das "Kapillarwasser" wegbefördert …

Es muss aber nicht nur ein Taupunkt-Feuchteausfall gewesen sein, sondern kann auch mit den verwendeten Materialien der Gefache zu tun gehabt haben … zementäre Mörtel in Verbund von Stein zu Holz z.B. … gerade bei den beliebten "Sichtgefachen" kommt das häufig vor … schmale Fugen, auch noch falsche Material …

… falsche Sockelmaterialien … etc.
also nicht nur Lehminnenwand und Berechnung

Wenn jetzt wieder falsche Gefachmaterialien verwendet werden und eine weitere "möchtegern-Wasser-wegtransportier-Konstruktion" hingezaubert wird … werden Sie das Selbe wieder erleben … denke ich …

Sie scheinen ja noch immer auf der Suche zu sein … und das ist gut … dann lesen Sie mal das: unter dem zweiten Eintrag

http://www.slow-house.de/slow-house/I-3.html

vielleicht gibts da ein paar Punkte, die Sie weiter bringen …

Viel Erfolg weiterhin

Florian Kurz





Ich würde gerne weiterhelfen aber mit FW kenne ich mich gar net aus. Ich werde mein Haus aber nach der monatelangen Recherche komplett zurückbauen. Jegliche 70/80er Jahre Dämmung ist bereits raus. Marterialien wie Putz u.s.w. versuche ich weitestgehend dem Baujahr entsprechend zu verwenden und z.b. auf Kunstoffhaltige Baustoffe verzichten. Auf eine Dämmung werde ich komplett verzichten weil ich wie schon jemand vor mir nicht davon überzeugt bin. Wir haben während der Arbeiten tagsüber einen alten Kaminofen befeuert und unsere Kinder fanden es nicht zu kalt, meist 17-18 Grad. Wir wollen zusätzlich IR Platten anschliessen. Somit wäre das ganze Haus, bis auf die IR-Heizung, Stand 1914. Ich bin eher bereit 50 oder 100 Euro mehr zu verheizen als dem Haus eventuell zu schaden. Ich denke diese Richtung ist auch fürs FW angebracht. Meine Meinung.............



Dann sei bitte...



auch so konsequent und verbanne sämtliche Warmwasserleitungen und Heizungsrohre aus dem Haus und ersetze das/die Badezimmer durch Plumpsklo und Zuber, außerdem trenne Dich bitte von Deinem Auto...

manmanman...

sh



SH



Was soll jetzt das wieder für ein Geblubber … ?

Wenn einer für sich entscheidet, keine modernen Bauprodukte reinzubauen, braucht er doch nicht auf Klo, Bad etc. verzichten …

Horizont, Herr SH, fängt hinter dem Sichtbaren an!

Das halte ich für sinnvoller als den bunten Bildchen, irrealen Versprechen, lauten Drohungen und massiven Verordnungen der deutschen Baumafia Glauben zu schenken …

Ich würd ja auch keine IR Heizsachen reinbasten, eher ne Temperierung konzipieren … aber wenn einer mit Holzofen ohne Dämmlügen leben will … hat er m.E. mehr Rückgrad als manch Nachbeter!

Wenn Sie dagegen innen und aussen dämmen wollen, eine Be- und Entlüftungsanlage mit WRG reinbauen und so weiter ist es doch auch gut … in 10, 20 oder mehr Jahren wird sich dann zeigen, was nachhaltig ist und was zig mal repariert wurde …

Florian Kurz



Innendämmung



Vielleicht hilft das ein wenig das Verständnis über die Funktion von Dämmungen zu erweitern. Ab Seite 13 steht was über Sichtfachwerk:
Das der wackere Toni strenggenommen mit seiner Sanierung unter Verzicht der EnEv eine Ordnungswidrigkeit begeht die ihn einige Tausender kosten kann will ich hier nicht weiter ausbreiten. Das führt dann wieder zu einem Stammtischpalaver und intensiven Diskussionen einzelner mit sich selber hier im Forum.
http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Waermedaemmung.pdf

Viele Grüße



Na jetzt geht das aber los hier



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Das der wackere Toni strenggenommen mit seiner Sanierung unter Verzicht der ENEV eine Ordnungswidrigkeit begeht die ihn einige Tausender kosten kann
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Ich kenne das Haus von Toni nicht aber sollen wir jetzt mal eine juristische Betrachtung der ENEV auf unsere sehr alten Häuser durchführen?

Herr Böttcher, sind Sie Beamter, Politiker oder selbständiger Handwerker?
Wenn du sie nicht überzeugen kannst, mach ihnen so lange Angst, bis sie tun, was du willst, lässt nur eine dieser Gruppen zu.
Ich finde es erbärmlich, wie hier manche versuchen, zu argumentieren.
Es sei denn, es ist nicht aus Vorsatz sondern aus Unwissenheit und Besorgnis.
Unter den Blinden ist ja bekanntlich der einäugige König aber es sind verdammt viele einäugige hier.



@ Florian Kurz



ich mag die defätistische Art und Weise mit der Du Dich gegenüber allem was nicht aus Holz, Lehm, Solubel-Kalk und Temperierung besteht ausdrückst nicht...

Wenn man ein Haus konsequent auf den ursprünglichen Stand (1914) rückbauen möchte, dann ist das nicht mit Entfernen von Dämmung und Neu-Altverputzen getan...

Die Inkonsequenz liegt darin, dass alles Komfortable oder auch Bequeme geduldet, akzeptiert oder auch gewünscht wird, obwohl es "moderne" Baustoffe nach sich zieht.

Darauf wollte ich aufmerksam machen, mit "Geblubber" hat das nix zu tun...
Von IR-Heizung, Lüftungsanlage mit/ohne WRG und sonstigem Technik-Tralala und "den bunten Bildchen, irrealen Versprechen, lauten Drohungen und massiven Verordnungen der deutschen Baumafia" war von meiner Seite auch nie die Rede...

Also bitte mal den Ball flach halten, insbesondere bei persönlichen Anfeindungen...

sh



Innendämmung FWH



Hallo alle zusammen,
vielen Dank für die Beiträge und Hinweise auf interessante Literatur.
Einzelraumheizung war bis vor 20Jahren, danach Leerstand. Der Giebelteil des Fachwerks wurde/wird zur Zeit restauriert. Zum Einsatz kamen ausser der Schwelle (neues Eichenholz), Althölzer ungefähr gleichen Alters, mit entsprechender Behandlung. Ziegel wurden die ursprünglichen soweit möglich wiederverwendet. Ausgemauert wurde mit reinem Kalkmörtel. Jetzt steh ich eben vor dem Innenausbau und dem Problem eine "möchte-gern-Wasser-wegtransportier-Konstruktion" in einen normal und gut funktionierenden Wandaufbau umzusetzen, natürlich dauerhaft.
Komplettrückbau oder Verzicht auf Gemütlichkeit, Warmwasser, u.dgl. erlaubt mir meine FRAU nicht!!

mit freundlichen Grüßen

Michael



Herr SH...



...sorry, aber irgendwie errinnern mich ihre Antworten bez. der Konsequenz an meine 7jährige Tochter.



@ Toni



Na dann streck Dich 'mal, um das Level Deiner Tochter zu erreichen :-)



Worauf



wollen sie hinaus SH? Ich rüste nicht zurück weil ich ein Originalhaus BJ 1914 haben muss. Ich schmeisse nur alle "Schädlinge" raus die die Subtanz meines Hauses, sei es durch die Marterialwahl oder die Verarbeitung, angegriffen haben. Und ich habe mich dazu entschlossen diese auch nicht wieder einzubauen. Und wenn das dazu führt das ich friere oder 4973€ Energiekosten im Monat habe hat sie das nicht zu jucken. Wenn ich merke das ich irre bin ich, im Gegensatz zu manch anderem hier, sehr wohl in der Lage mein Entscheidungen zu überdenken. Im Moment sehe ich es allerdings so das Dämmung nicht nötig ist und schon mal gar nicht von innen.



@ Toni



Eine nicht funktionierende Konstruktion zurückzubauen ist das eine...
Eine funktionierende Konstruktion zurückzubauen ist das andere... und sinnlos...

Wenn man "back to the roots" will, dann bitte auch konsequent... das endet nicht an der Frage Dämmung oder nicht... Früher war eben nicht alles besser...

Über die IR-Heizung würde ich an Deiner Stelle tatsächlich noch einmal nachdenken... eine bezahlte kWh Wärme-Energie ist bei Strom halt nur 4-5mal teurer als bei anderen Energieträgern... aber das hat mich ja nicht zu jucken...

@ Michael
Sorry, das Deine Anfrage so dermaßen ausgelaufen ist...
Grundsätzlich ist Dein Vorhaben ohne Luftschicht wahrscheinlich unproblematisch umsetzbar. Wenn Du Dir die Details (z.B. Auslegung der WH, Dämmung der Laibungen, Decke-Wand-Übergang, hydr. Abgleich, etc...) zutraust, dann spricht auch nichts gegen Eigenarbeit, es ist immerhin Dein Haus...

MfG,
sh



Ich



finde es total schade das hier immer öfter am Fragesteller vorbei auf Teufel komm raus ins uferlose disskutiert wird.....irgendwie wird es anscheinend immer wichtiger hier sein Ego zu pushen(bin da keine Ausnahme),egal ob dadurch der Thread den Bach runter geht....

Grüße Martin





er ist den Bach runter. Bitte schließen !



Leute,



wozu das Ganze schließen - Ihr seid alle schon groß und könnt selber entscheiden, ob Ihr hier was schreibt oder auch nicht. Mir fällt momentan nicht ein, warum ich hier noch etwas schreiben wollte, aber das könnte ja jemand für sich anders sehen.

Hier ist doch nichts anderes passiert, als daß es unterschiedliche Meinungen, sachliche und unsachliche Postings, etwas Spott und etwas Ignoranz gibt. Wie im echten Leben auch. Die heile Welt gibt's bei Hedwig Courths-Mahler: Harmonie und ein gutes Ende satt. Nicht auf dem Bau.

Auch wenn jetzt alle Brünnlein fließen, "den Bach 'runter" ist der thread nicht geschwommen, finde ich.

Grüße

Thomas



Thomas



wenn ich in der Art und weise mit meinen Leuten auf der Baustelle Lösungen diskutieren würde,wären wir am Abend noch immer alle wild am durcheinander quatschen ,der Baum würde noch stehen und der Kunde uns zum Teufel jagen.

Grüße Martin



Naja, immerhin ...



... sind die meisten kapitalen Baukatastrophen (allein schon wegen der Größenordnung) nicht von Amateuren verbrochen worden, sondern von ausgewiesenen Experten, vornehmlich von solchen, bei denen es hieß "ich diskutiere nicht!!!".

Mein Tipp an den Threadersteller: Sich ein paar Abende Zeit nehmen und hier im Forumsarchiv den Rest zu diesem Thema lesen, zusätzlich die "Standardwerke" (Bücher) einmal grümdlich durchwälzen. Das ersetzt zwar keine Praxis, hilft aber mehr bei der Meinungsgewichtung als der übliche Expertenstreit.

P.S.: Ich fände es sehr schade, wenn auch in diesem Forum die "Holen Sie sich einen Fachmann, das schaffen (dürfen, können etc.) Sie alleine nicht!"-Fraktion alles lähmt. Im Bauexpertenforum, im Haustechnik-Dialog und in noch ein paar anderen Foren, die einem beim Googeln so unterkommen, ist es ja bereits so weit.



@ Martin



Auf Deiner Baustelle hast Du schließlich immer das letzte Wort. Wenn die Hackordnung klar ist, gibt es auch kein Gegacker :-)

@DeM

Ihre Diskussionsform, Anderen zunächst eine Aussage bzw. Haltung zu unterstellen (die aber gar nicht oder wesentlich differenzierter auftauchte), um diese dann unpassend zu finden oder zu widerlegen, finde ich immer noch nervend und ebendem Forumsklima, um daß Sie sich dankenswerterweise ständig Gedanken machen, nicht förderlich.

Es könnte möglicherweise mit umfassenden Kenntnissen in Bautheorie und -praxis zur konkreten Fragestellung zusammenhängen, wenn 'mal einer der ihnen anscheinend verdächtigen Fachleute vor allzu viel Blauäugigkeit warnt. Das ist schließlich kein Forum für Zitronenfalter und das falsche Lösen einer Bauaufgabe kann verheerende Folgen haben. Schließlich fragen hier vorallem Leute an, denen nicht gänzlich egal ist, was etwas kostet (z.B., wenn's beim ersten Anlauf nix geworden ist). Weiterhin: Es lesen viele nur mit (jetzt gerade 938 Besucher), und die suchen sich dann nicht nur Fachinformationen, sondern vor allem den (vermeintlich) einfachsten Weg durch das Unterholz des Bauens heraus. Da ist eine klare Sprache, die Probleme anspricht und auch 'mal warnt, mehr als angebracht.

Ist Ihnen im Übrigen schon aufgefallen, daß gerade diejenigen, die hier mitunter den Finger heben, sich durch viele und detaillierte Hinweise auszeichnen?

Grüße

Thomas



Wer alles für bare Münze nimmt...



... was irgendwo geschrieben steht, ist definitiv selber Schuld!

Wie zahlreiche Beiträge in diesem Forum belegen, gibt es eine ganze Menge Amateure, die sich das Wissen um die richtige Umsetzung spezieller Bauabschnitte selber erarbeiten und das dann in Eigenleistung erfolgreich umsetzen konnten. Zielführend dazu waren sicherlich nicht Äußerungen der Art "Holen Sie sich einen Fachmann!", sondern geduldiges Erklären der Physik, Verweise auf schon Geschriebenes, Appelle, sich die Idee noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen und Gegenstimmen zu hören, Erfahrungsaustausch usw.
Setzt natürlich Bereitschaft auf beiden Seiten voraus.

Immerhin hat der Threadersteller ja schon vorher diverse Fachleute konsultiert, mit voraussehbar unterschiedlichsten Ergebnissen. Somit ist die unglückselige Idee mit der Hinterlüftung wohl auch gar nicht zwingend auf seinem eigenen Mist gewachsen, sondern diese Flausen wurden ihm wohl von Expertenseite in den Kopf gesetzt.

Aus einem Eingangspost lässt sich nicht immer sofort ableiten, ob man es mit dem gerne gescholtenen naiven und von den "alles easy!"-Sprüchen der RTL-Renovierungs-Soaps verseuchten Baumarkt-Dilettanten zu tun hat, oder ob die Forumsfrage auf einer schlechten Beratung, die Unsicherheit hervorrief, beruhte.



Dann...



basteln sie 'mal schön weiter an der von Ihnen entdeckten Gegnerschaft zwischen Fachleuten und Bauherren. Ohne Erstere wäre dieses Forum jedenfalls ebenso leer wie ohne Letztere.

Grüße

Thomas



@Thomas



Dat wär schön wenn ich immer das sagen hätte;-)

Nee,mal im Ernst ,meistens sind wir zu dritt oder zu viert zugange,da hat jeder seinen selbstständigen Arbeitsbereich.
Da sind alle Chef!
Da hat jeder seine Erfahrung und vertraut auf den anderen,ich hab da oben keine Tabellen ,da läßt sich auch nicht ausrechnen wie schwer ist das Stammstück,das muss ich im Gefühl haben,100kg wiegen nach einem Meter freiem Fall plötzlich 600kg,scheiß Füsik,ich weiß was mein Material aushält,dann gibt s den Sicherheitsfaktor hoch zehn,der Bremser unten am Baum muss aber auch mit den Lasten klar kommen,weil wir keinen Platz haben,müssen wir das Stammstück am Seil hängend fünf Meter aus der Freifallzone ziehen.....
sagt mir einer von den Jungs ,ey das ist zu schwer,dann reagiere ich in dem ich kleinere Abschnitte mache ,das muss ich nicht diskutieren,auch wenn ich der Meinung bin das geht,da ziehen wir alle an einem Strang!
Das was in meinem Kopf abgeht ist nie der Weißheit letzter Schluss.
Wobei es mir hier geht ,ohne irgendwie Details zukennen ,ohne weitere Info diskutiert ihr munter drauf los,jeder will sein Ding durchdrücken,jeder glaubt das ultimative Wissen vermitteln zu müssen...da ist auch viel Fachlichkeit zu finden ,aber auch ganz viel Ich hab den GRÖSSTEN.

Und das finde ich ,nimmt hier im Forum Überhand.

Grüße Martin



Antwort vom Threadverfasser



Hallo alle zusammen,
nochmals möchte ich mich für Hinweise auf Literatur und Ratschläge bedanken. Leider ist das Verhältnis zwischen brauchbaren und unbrauchbaren Antworten in diesem Thread sehr einseitig. Eigentlich war es mir mit meiner Anfrage ernst.
Es wird wohl am besten sein ich nehme mir Fachleute für die Ausführung und schließe eine Rechtsschutzversicherung ab. Dann kann ich wenigstens nach ein paar Jahren klagen und mit dem Schadenersatz aus der Gewährleistung noch einmal von vorn anfangen. Wer sagt mir vorher welche Fachleute gut oder schlecht sind.
Ich habe hier keine abgeschlossene Planung erwartet, aber etwas mehr explizite Ratschläge. Das Thema war doch eindeutig geschildert, es ging um Innendämmung eines Fachwerkhauses mit geschildertem Wandaufbau.

mit freundlichen Grüßen
Michael



Ja klar war die Frage klar.



Und es gibt auch eine klare Antwort:

Wenn Du durch eigene Recherche und "Berechnung" zu dem Schluss kommst, dass eine 3cm dicke Hinterlüftungs-Ebene zwischen Innendämmung und Fachwerk mit noch zu erstellenden Lüftungsöffnungen das Knie der Biene darstellt, dann weißt Du nicht, was Du tust, und dann brauchst Du jemanden, der Dir den richtigen Weg weist.

Punkt.

MfG,
sh



@twb



Sind Sie wieder auf Streitsuche?

Ich bin in der letzten Zeit hier im Forum sehr gut damit gefahren, Sie weitestgehend zu ignorieren, das möchte ich auch gerne beibehalten. Gegnerschaft zwischen Fachleuten und Bauherrn? Geht's noch? Und was Sie mir da sonst wieder unterschieben wollten (ich habe es nur beiläufig überflogen), lassen Sie's einfach, ich lese es sowieso nicht!



Innendämmung mit Hinterlüftng



…auch wenn's schon 55 Antworten gegeben hat.
Hier noch eine:
Eine moderate Innendämmung mit HWF (40…60mm) ist in der Regel problemlos.
Aber auf die Luftschicht sollte verzichtet werden.
Wärmebrücken möglichst vermeiden; also den Boden aufschneiden und die Dämmung im Deckenbereich durchführen. Ebenso an den Innenwänden verfahren.
Viel Erfolg.



@ Martin



Ihr kennt Euch untereinander und vertraut Euch. In so einem Team mache ich's genauso wie Du. Wenn Kalle sagt, das geht so nicht, dann denken Kalle und Thomas darüber nach, wie's geht.

Hier postet aber u.a. auch "beppo45", "Susi Sorglos" oder "Heinz Hustensaft" und breitet seine bzw. ihre tatsächlichen oder erträumten "Erfahrungen". Ich bitte um Nachsicht, wenn ich aus dieser Schublade nicht alles ernst nehmen kann. Und wenn so ein "Heinz Hustensaft" ständig präsent, aber ohne Sachaussagen auftritt, regt sich in mir der Spott.

Wie das auch immer aus der Ferne wirken mag, mit meinen zuweilen konträren Statements bin ich keinesfalls auf dem Ego-Trip. Dafür bin ich mir dann doch nicht "wichtig" genug.

Grüße

Thomas



@ DeM:



Der diesbezügliche Extrakt Ihrer beiden Statements in diesem thread:

"sondern diese Flausen wurden ihm wohl von Expertenseite in den Kopf gesetzt."

Da wäre ich mir nicht so sicher. Was man hier so von Namenlosen liest...

"... sind die meisten kapitalen Baukatastrophen (allein schon wegen der Größenordnung) nicht von Amateuren verbrochen worden, sondern von ausgewiesenen Experten..."

Nun, Stuttgard21, der Berliner Flughafen oder die Dresdner Waldschlösschenbrücke (kapitale Baukatastrophen, da stimme ich ihnen zu)wären unter der Federführung eines x-beliebigen Laien mit Sicherheit schon weitaus eher und vollständig kollabiert, und im letzteren Falle wäre ich dafür aus Lokalpatriotismus sogar dankbar;

Dennoch: Woher nehmen Sie sich das Recht, ohne jegliche fachliche Qualifikation Pauschalurteile abzugeben - und gar Verbrechen zu unterstellen?

Grüße

Thomas