MassivholzdIelen – Fichte / Red Pine

08.07.2014


hallo
hier im Forum finden sich Berichte von Kratzer, Dellen und Straßen bei Dielen aus Fichte.
Ich selbst habe nichts gegen allgemeine Gebrauchspuren, Flecken oder Kratzer die im Laufe der Zeit enstehen, frage mich aber ob ich das unterschätze. Habt ihr Beispielbilder von stark banspruchten Fichtendielen?
Bilden sich wirklich tiefe Dellen druch Stühle oder Sessel, dass sich Schmutz drin sammelt und schlecht weg zu wischen ist?

Alternativ würde wir Pitch Pine bzw. Red Pine verlegen, das würde das doppelte Kosten und bei 80qm wäre das ziemlich viel für uns.

Bin für jede Info dankbar!



Nutzungsspuren...



werden Sie auch bei red pine bekommen.

Wichtiger ist die Oberfläche: Gerade bei weicheren Hölzern ist Lack keine gute Wahl. Ein Naturöl und die richtige Pflege werden der Nadelholzdielung besser gerecht.

Grüße

Thomas



Fichte hat



eine Brinellhärte von ca. 12N/ mm² und ist damit sehr weich.
Pitch Pine wie auch Eiche um die 35 N/mm².

Eine rustikale Eiche gibt es z. B. schon unter 40€/m².

Grüße aus Koblenz



Es hat...



die Red Pine (Pinus resinosa) nicht allzuviel mit der Pitch Pine (Pinus palustris) gemeinsam, insbesondere sind die Holzhärten nicht vergleichbar.

Zudem sind sehr unterschiedliche Qualitäten unter zum Teil verwirrenden Handelsnahmen auf dem Markt, so daß ich mir keine generelle Aussage zum Sammelbegriff "Red Pine" zutraue. Und den Vergleich mit der Eiche erst recht nicht mittrage.

Zudem: Falls auf eine Balkenlage verlegt wird, sind die meist nur 20mm starken Redpine - Dielen sowieso ungeeignet, und Eiche für 40€? das sind 20mm starke Systemdielen 60-200cm, vermute ich 'mal, und für Balkenlagen ebenfalls ungeeignet.

Eine Eiche wäre schon ein hervorgehoben schöner und haltbarer Boden, aber ganz so billig kommt man nur mit separatem flächigem Unterbau durch's Ziel.

Grüße

Thomas



Ich


Ich

habe Pitch Pine in der Härte mit Eiche verglichen!

Warum eine 20 mm Vollholdiele für eine Balkenlage ungeeignet ist mir auch unklar.

Anbei dazu ein Foto aus unserer Ausstellung die reichlich frequentiert wird. Hier liegt eine 20 mm dicke Diele seit 3 1/2 auf einer Balkenlagen.

Grüße aus Koblenz



Das ist...



ein schöner Ausstellungsraum.

Einen neuen Unterbau kann man so planen, daß die Balkenabstände zu 20mm Dielenstärke passen. Dann aber besser gleiche Längen und Hirnstöße auf den Lagerhölzern. Systemdielen hätte ich nicht auf Balken verlegt, weil die Hirnstöße dann oft in der Luft hängen. Ob's nun bei Meurers knarrt oder nicht - so eine Verlegung bietet ein höheres Fehlerpotential.

Der Fragesteller hatte nach Red Pine gefragt. Er ist Laie. Es liegt nahe, daß er Pitch und Red für dasselbe halten könnte, wenn er nach Red fragt und eine Antwort für Pitch bekommt.

Grüße

Thomas



Bei Meurers knarrt nix,



hat aber auch was mit der Unterkonstruktion zu tun über die wir hier aber nicht sprechen.
Da ist man herzlich eingeladen auch wenn für manchen weit weg ist.
Es gilt ja auch darum kostengünstige Lösung aufzuzeigen, oder?

Grüße



Ja,



aber für 40 Euro gibt es nun 'mal keine unterbauunabhängig funktionierende Eichendielung...

Und der Preis spielt ja offenbar eine Rolle.

Was für einen Unterbau gibt es denn, lieber Fragesteller?

Grüße

Thomas



DANKE…



…für Kommentare, Tipps und Erklärungen.

Es handelt sich um eine Mietwohnung und der Boden besteht aus Linoleum. Dieser darf nicht beschädigt werden. Daher kommt nur eine schwimmende Verlegung mit Elastilon in Frage.

Wir hatten mit Fichte geplant und hatten daher andere Preise im Kopf. Momentan liegen wir beim Materialeinkauf bei ca. 40€ pro qm.

Red Pine select KD – 18 x 117 mm Systemla¨nge bis 240 cm
PE-Dampsperre
Elastilon 3mm
Glimtrex Hartwachso¨l

Mit Fichte wären wir bei 27€

Ich frage mich ob der Unterschied so groß ist und es sich deshalb lohn sparen und zu warten.



Aha!



Eine schwimmende Verlegung massiver Dielen mit Elastillon o.ä. lehne ich aus fachlichen Gründen ab. Das Arbeiten des Holzes ist aus meiner Sicht unvereinbar mit jeglicher schwimmender Verlegung. Wer genug Schadensbilder gesehen hat, sieht manches Produkt etwas skeptischer.

Unter der Voraussetzung, daß der Untergrund wirklich eben ist, sollten Sie zu einem Dreischicht-Fertigparkett greifen. Das wird direkt auf die Dampfsperre (ohne Elastillon) gelegt und kann fertig geölt gekauft werden. Eiche wäre ein gutes Material für die Deckschicht, alternativ ggf. Lärche.

Grüße

Thomas



Parkett



Bräuchte man bei Dreischicht-Parkett keine Trittschaldämmung?



Bei der Dampfsperre...



hatte ich an eine 2mm PE-Bahn gedacht, die ist leicht aufgeschäumt und bietet hinreichend viel Entkopplung. Eine Verklebung mittels Elastillon, das auch entkoppelt, ist hier überflüssig.

Grüße

Thomas