Massivholzboden, Lagerhölzer wandern ?!

23.04.2003



Hallo,
ich habe seit einigen Wochen das Problem das ein vor 7 Jahren verlegter Massivholzboden ( Eschevollparkett auf Lärchekreuzlattung mit Isoflockdämmung ) wandert. Die ganze Sache ist schwimmend verlegt und hat nun schon eine Vormauerung aus Ytong ( 11.5 cm ) weggedrückt ( Risse ) des weiteren habe ich beim teilweise öffnen des Bodens festgestellt das die Lagerhölzer mehr gewandert sind als die Eschedielen ( ca. 6-7 mm ) und so ca 30 % aller Schrauben aus der Nut herausgezogen wurden. Nun wird die Spaltbildung immer größer und die Dielen klappern immer mehr. Das Ganze liegt auf Kokosstreifen, kann das die Ursache der Wanderung sein, ich bin zur Zeit Ratlos !!

Danke für Tips......

Gruß R.Müller



Wandernder Fussboden



Nein der Kokosstreifen ist da sicher nicht die Ursache.
Feuchtigkeit !!!! Aber woher? DA ssollten Sie prüfen. Eine andere Möglichkeit gibt es kaum bei dem beschrieben Ausmaß.
Grüße
Uwe Vöhringer



Feuchtigkeit...



denke ich auch. Vielleicht können Sie sich von einem Tischler einen Holzfeuchtemesser ausleihen - es gibt welche, die man nur auflegen muß, d.h. zerstörungsfrei messen. Dann können Sie die Stelle lokalisieren.

Gutes Gelingen

Thomas W. Böhme



Die Lärche könnts sein



Lärche hat eine gewaltige Wuchsspannung und ist selten frei von Drehwuchs.
Kann man durch die Löcher erkennen ob die Kreuzlattung sich verzogen hat oder die Hölzer angefangen haben sich zu drehen?



Hallo Simon,



nach 7 Jahren soll die Lärche plötzlich munter werden und reihenweise Schrauben aus der Nut zerren? Immerhin baut man ja auch sehr gute (maßhaltige!) Fenster aus Lärche. Sicherlich gibt es ruhige Hölzer als Lärche, aber so wie geschildert dehnt sich das Holz ja einfach aus.

Also sollte doch vorrangig die Möglichkeit eines Lecks in Wasserleitungen untersucht werden. Vor Jahren habe ich einen Schaden begutachtet, wo mit einer 5mm Spax-Schraube in eine Kupferheizungsleitung geschraubt wurde. Das Ganze ging 4 Jahre gut, weil die Schraube die Schadstelle abgedichtet hat. Im Zuge der Korrosion des Eisenteils im Kupfer wurden dann zunehmend kleinere Mengen Wasser frei, Ergebnis: massiver Pilzbefall, trotzdem an der Decke darunter kein Wasserschaden sichtbar wurde.

An's Werk!


Thomas W. Böhme