Innendämmung möglichst einfach

28.03.2011



Hallo!

Ich habe ein altes Bauernhaus, 1859er Bj., Holzständerkonstruktion, kein Fachwerk.
Die Mauern sind massiv aus Ziegeln gemauert, ca. 25cm dick (ist nicht überall gleich ...).
Die Wände würde ich gerne Dämmen, nur stellt sich da die Frage: wie?
Als erstes dachte ich an eine Aussendämmung, Neopor, Klinkerriemchen für die Optik. Das ist aber teuer, und nicht Diffusionsoffen - das würde mir sicher das Klima im Haus ruinieren.
Im Moment schwanke ich da nun eher in Richtung Innendämmung, diese könnte ich komplett selbst machen, Raum für Raum, nicht alles auf einmal, ohne Gerüst, ohne die Problemchen wie Dach/Dachkästen anpassen, Regenrinne neu etc.
Beim Aufbau, der möglichst einfach sein soll, denke ich an:

Wand -> Diffusionsoffene Folie -> Weichholzfaserplatte 60mm -> Fermacell -> Tapete/Rauputz

Ach ja, die Wände innen sind pur Ziegel, unverputzt. Wenn ich diese säubere und ausbessere, reicht es hier mit der Folie und die Weichholzfaserplatten stramm davor, oder sollte zwingend verputzt werden?
Sind 60mm Holzfaser okay? Ich will auf keinen Fall überdämmen, die Mauer sowie die Fermacellplatten dämmen ja auch noch.

Ist das grundsätzlich okay so?

Danke!



Hallo, satt



Wand -> Diffusionsoffene Folie -> Weichholzfaserplatte 60mm -> Fermacell -> Tapete/Rauputz

Ich würde die letzen beiden Punkte bzw. Materialien durch einen 2 lagigen z. B. Lehmputz ersetzen.
In diesen Aufbau läßt sich auch kostenbewußt eine Wandheizug integrieren.

Grüße



Hmmh?



Holzständerkonstruktion aber kein Fachwerk und massiv gemauert? Hier zeigen sich deutliche Unklarheiten in der Hauskonstruktion! Wäre nett wenn du das noch mal detalierter beschreiben könntest. Dein Gebäude steht in der Wesermarsch? 1859 hört sich ein wenig nach einem Zweiständerhallenhaus an, das nachträglich an den Außenseiten versteinert wurde. Jetzt mal zu deinen Dämmvisionen. Folie, ob diffusionsoffen oder nicht, hat in innerhalb der Wandkonstruktion nichts zu suchen, damit baust du dir nur Bauschäden ein, da du damit den Feuchtigkeitshaushalt der Wände massiv beeinträchtigst. Hast du schon mal vom Monumentendienst (www.Monumentendienst.de) gehört? Der ist auch in der Wesermarsch aktiv und knackt dir deine Problemstellungen am Gebäude und gibt dir fundierte Anregungen zum nachhaltigen Umgang mit deinem Gebäude, auch hinsichtlich altbaugerechter energetischen Aufwertungen. Von deiner angedachten Konsruktion lass bitte lieber die Finger, denn dass geht mit Sicherheit in die Hose. Also erst mal rat von Profis im Altbausektor einholen und dann abwägen welche Maßnahmen man einleitet. Ohne ein Gebäde in seiner Gesamtheit gesehen zu haben ist eine virtuelle Beratung sehr schwammig und nicht unbedingt zuträglich für dein Gebäude.



Aufbau



Das Haus ist sehr simpel.
Mauern, Holzständer innen, Balken über die Ständer, Dach drauf, fertig.
Das Dach liegt mit seinem Gewicht hauptsächlich auf den Ständern (Ist damit beim Innenausbau aber auch sehr flexibel).
Das Haus war wohl mal ein Heuerhaus, ist allerdings in seiner Lebzeit schon massiv befummelt worden. Gut möglich das die Aussenwände mal anders aufgebaut waren.
Im Moment sind sie massiv gemauert, von innen sind von einem Vorbesitzer teilweise Sauerkrautplatten verklebt.
Wozu - keine Ahnung, eine große Dämmwirkung haben sie ja nicht. Teilweise wurden auch Sauerkrautplatten mit Styroporkern genommen - wie gesagt, teilweise.
Der Wandaufbau ändert sich quasi mit jedem m².
Das Haus soll nur bewohnbar gemacht werden, kein Denkmal werden.
Ach ja, eine Horizontalsperre aus Chromstahlplatten wurde bereits nachgerüstet.