AUFLEGEN DES TRITTSCHALL DÄMMFILZES: WO, WANN?

02.06.2006



hallo, uns ist das auflegen des Trittschall dämmfilzes aus Flachs nicht ganz klar - ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. unser Aufbau der Zwischendecke sieht wie folgt aus:
16/24er holztram gefüllt mit schafwolle, rauhschalung auf diese trams genagelt, dann wird direkt auf diesen "blindboden" eine Lärchendiele genagelt - nun stellt sich die frage: wo/wann filz?
unsere überlegung ist: auf die holztrams filzstreifen und danach rauhschalung drauf, auf die rauhscahlung dann vollflächig nochmals filz auflegen und dann erst Dielenbretter nageln - ist dies erforderlich oder net,..? -was könnt ihr empfehlen? im voraus bedanke ich mich für eure infos!
lg sandra



Entkopplung



zusätzliche Trittschalldämmung heisst im Prinzip eine Entkopplung des begehbaren Bodens von der Unterkonstruktion, um den sog. Körperschall, der sich durch die Konstruktion in Form von Schwingungen fortpflanzt zu unterbrechen.
Dies bedeutet, dass Filze und dergl. nur dann wirksam sind, wenn ihre Dämmwirkung nicht durch Nägel oder Schrauben wieder aufgehoben wird. Mit anderen Worten, Dämmfilze unter aufgenagelten oder geschraubten Flächen nützen kaum etwas.

Die beste Trittschalldämmung ist mit viel Masse (zwischen den Deckenbalken) Das habt Ihr nun nicht. Wenn Ihr schon einen so aufwendigen mehrschaligen Bodenaufbau wählt, dann würde ich die begehbare Dielung schwimmend verlegen, etwa auf 40mm Dämmplatten mit 35mm dicken Montageleisten. Es gibt auch Systemböden für diesen Zweck, etwa von Pavatex, Gutex, Steico...
Am besten mal danach erkundigen.

Gutes Gelingen wünscht
jh



Raumschalldämmung wird mit viel Masse erreicht,



Trittschalldämmung durch Entkoppelung.



Trägheit



Masse bedeutet Trägheit, und die seztt auch die Schwingungen aus Trittschall so deutlich herab, dass in den meisten Fällen keine zusätzlichen Massnahmen erforderlich sind.

Aber streiten wir und nicht um des Kaisers Bart. Ich glaube, da sind wir uns einig: Masse in der Decke ist allemal besser als Filz zwischen den Balken.

beste Grüsse,
jh



Entkopplungen



Eine weitere Lösung für die Filzunterlage ist, daß die Dielenböden nicht zum Knarren neigen.
Sollte dieser jedoch durch diese Ebene mechanisch befestigt werden, so treten die vorangegangenen Situationen ein.
Eine sinnvolle Alternative kann hier eine Holzweichfaserunterlage mit integrierbarer Konstruktionslatte zur Aufnahme des Dielenbodens sein (DHD Doser-System). Dies ist aber von Ihrer Aufbauhöhe abhängig, denn es beträgt ca. 50 mm plus zusätzlicher Holzbodendicke.

Pfingstgrüße nach Österreich

Udo Mühle