Schalldämung mit Acoustiblok Heavy??

10.12.2008



Hallo,

ich möchte mein Schlafbereich etwas Schalldämmen.
Die Wände sind stark genug 80 cm Lehmwände doch
die Decke ist nicht so gut Schallgedämmt.
Jetzt hab ich mir überlegt bevor ich den Boden oben
mache die Acoustiblok Heavy duty ca.6mm stark auf die
Balken zu legen und darauf meinen Fußbodenaufbau.
--> http://www.acoustiblok.de/8950.html <--
Zweck der Ganzen ist das den Tiefenschall
der von draußen ins Gebäude dringt
entgegen zu wirken ( Flugzeuglärm ).

Oder bewirke ich mit einer Lage mehr Verlegeplatten
das gleiche??

gruß Meiko



Fluglärm



Hallo,

wenn Sie bestimmte Frequenzen gezielt ausschalten wollen, dann geht das nur über eine schalltechnische Berechnung.
Als Hinweis vorab: niederfrequente Geräusche kann man durch Masse ausschalten. Möglich wäre die Kombination mit einem Material, das zusätzlich einen hohen Faktor der inneren Reibung aufweist: bleibt eigentlich nur Sand. 5 cm Glühsand könnten Wunder wirken (na ja, rein subjektiv, physikalisch ist die Wirkung ja erklärbar). Den Sand gibt es in Plastikäcken als geglühten Sand, damit er keine bauschädlichen Sporen, Samen und keime enthält.

Grüße vom Niederrhein



Fluglärm



Hallo Somba,

... liegt ja "verkehrsgünstig" das Örtchen. Da muss das Haus schon als Ganzes betrachtet werden. Holzdecken wissen wir jetzt schon:

Wie sieht es mit dem Rest aus? Ziegelmassivbau, Fachwerkbau, Schallschutzfenster etc. ... ??

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer





Hallo Christoph,

ja könnte man so sagen ;-) Ich habs nicht weit zum
Flugplatz was mir aber nicht alt so viel nutzt.
Dank DHL ;-).

Die Wände sind Stampflehm zirka 80 cm Dick,
es gibt ein Fenster in diesem Raum
und eine Wohnraumtür. Das Fenster ist ein Normales Fenster
ohne große Schallschutzwirkung. Es ist aber zum Hof raus.
Wo es ein wenig geschützt ist vor direkten Lärmeinwirkungen.
Keller ist keiner drunter bin direkt auf dem Boden.
Die Decke hab ich dieses Jahr neu gemacht.
Hab neue Deckenbalken eingezogen dann von Unten Gipskartonplatten
angebracht und den Zwischenraum mit Dämmwolle ausgestopft.
Den Fußboden auf den Balken im OG mache ich nächstes Jahr.
Da wollte ich dann eventuell gleich was gegen den Lärm machen.

gruß Meiko



Schalldämmung



Hallo Somba,
spätestens jetzt wissen Sie, warum in Ihrer sanierten Einschubdecke eine Sand- bzw. Lehmfüllung drin war.

Viele Grüße





Hallo Georg,

ja da ist schon etwas dran, das kann ich aber
jetzt nicht mehr ändern, zum Glück gibt es ja heutzutage
noch andere Alternativen deswegen hab ich
an den Acoustiblok gedacht.
Laut Beschreibung auf der Homepage sollte es gehen
gerade die Tiefen Töne die mich stören.
Dann hätte ich den gleichen Effekt wie mit
der Lehmschüttung und Leichterer Aufbau.

Gruß Meiko



Gerade bei massiven



Stampflehmwänden, würde ich davon ausgehen, dass die Decke eine aussteifende Funktion für das Gebäude übernehmen muss. Aus diesem Grunde ist eine Verlegung von Dämmmaterialien zwischen Balken und Beplankung nicht möglich. Die Schalung muss einen direkten Kontakt zum Holzbalken haben.
Bei allen Lösungen, die mit Maße arbeiten, ist die Statik besonders zu beachten. Ich würde den Statiker, der die Balkenlage berechnet hat, mit ins Boot holen. Meistens machen diese Menschen die Schallschutzberechnungen in einem mit. Geht es aber tatsächlich lediglich um bestimmte Frequenzen, ist es wichtig zu wissen in welchem Bereich diese liegen, da der normale Schallschutznachweis nicht alle Frequenzen abdeckt. Hier gilt, was Dietmar Beckmann schreibt. Ein Bauphysiker sollte hier helfen können.
.
Welche Vorgaben macht der Flughafenbetreiber?





Hallo,

// Welche Vorgaben macht der Flughafenbetreiber?
Der hält sich schön raus will nix Zahlen den Interessieren
die Betroffene nicht bin da nicht allein.
Die Flugzeuge ( Antonows ) Donnern in einer Entfernung
von 1 km Luftliene an meinem Haus vorbei.

Geld für Professionelle Hilfe ist nicht da
Hab schon viel Werbung von Firmen bekommen
Die Helfen wollen in den Betroffenen Gebieten
Doch das Kostet viel Geld daher suche ich
nach einer Lösung wie ich es selber
bestimmen und Bauen kann.

Gruß Meiko



Schalldämmung



Tiefe Töne werden nur durch Masse gedämmt.
Sand, Ziegelsteine oder Pflaster als Auflage auf die Decke.
Das setzt natürlich voraus, das die Konstruktion das aushält.
Das könnte so aussehen:
Rauhspunddielung auf die Balkenlage,
Rieselschutzfolie,
Sand, ca. 2 - 4 cm als Bettung,
Rechteckpflaster, Gehwegplatten oder Ziegelsteine in den Sand gelegt,
Fugen mit Sand auskehren,
darauf als Laufbahn OSB oder ähnliches.
Dann ein Schallschutzfenster.

Viele Grüße





Hallo Georg,

das klingt ja sehr Interresant, kann ich auch einfach eine
Betondecke Oben drauf Gießen?
Die Deckenbalken halten das auf jedenfall habe vom Querschnitt
größere eingebaut als drinnen waren und die Lehmdecke
gehalten haben.

Gruß Meiko



Schalldämmung



Antwort:
Nein!
Warum?
Zu aufwändig, zu teuer, zu ineffektiv.
Siehe auch den Beitrag von Dietmar Beckmann!

Viele Grüße





//Warum?
war nur so ne Idee. Dachte weil Gehwegplatten ja
auch nur in Form gegossener Beton ist.

Wenn ich nur 4cm Sand einbringe
und darauf die Verlegeplatten lege würde das gehen?



Darum:



Hallo,

Eine Estrichscheibe könnte bei bestimmten Frequenzen ins Schwingen geraten ,deshalb ist der Fugenanteil wichtig.

Die Gefügestruktur der Auflast sollte "haufwerkförmig" sein.

Georg`s Aufbauvorschlag ist perfekt.





Hallo Robert,

das ist ein Argument werd die Lösung wie Georg
beschrieben hat im Sommer nachbauen.

Welche Abmaße sollten die Gehwegplatten den haben?
Will mir dafür eine eigene Schalung bauen und
sie im Winter gießen.

Gruß Meiko



Bin bei diesem Beitrag nur ein Zaungast ---



-- aber das Thema interessiert mich einfach.
Im Laufe der Diskussion ist der Begriff " haufwerksförmig "
aufgetaucht.-- Dabei kam mir der Gedanke, daß es logisch ist, eine ungleichmäßige Sandfüllung zwischen den Balken auch mit ungleichmäßigen Gehwegplattenbruchstücken, Abbruchziegeln , Natursteinen und dergleichen zu belegen und diese wiederum mit Sand "Haufwerksmäßig" ungleichmäßig
abzudechen. So entstehen zwischen den Balkenfeldern unterschiedliche ( ich nenne es einfach einmal so ) Resonanzwerte, die die anderen Balkenfelder nicht zum Mitschwingen bei gleicher Frequenz anregen können.
--- Nun, nur meine laienhaften Gedanken zu diesem Thema---
Aber, man stelle sich mal eine Geige vor, die mit Kies gefüllt ist --- klingt bestimmt viel leiser als eine hohle
Stradivari -- Gruß, A.M.





Hallo,

ich hab mir mal die Variante vom Georg am WE durch
den Kopf gehen lassen und sie nieder gemalt siehe
Anhang in Aufbau 1.
Ich sehe da ein massives Problem das sich die
Platten verschieben können was zu ungleichmäßigen
absängen des Bodens führen kann daher habe ich den
Aufbau 2 mir einfallen lassen mit kleinen Balken die dann
den Boden Tragen und man dazwischen den Sand und die
Gehwegplatten einbaut.

Was ist davon zu halten?

Gruß Meiko