Fußbodenaufbau Wärmedämmung Balkendecke gegen unbeheizte Scheune im EG




Hallo zusammen,
wir wollen demnächst einen Teil des riesigen Dachbodens oberhalb der Scheune zu Wohnraum ausbauen.
Die massiven, alten Deckenbalken (Eiche) sind vom Scheunenbereich aus sichtbar und das soll auch so bleiben.
Die Aufbauhöhe des zu erstellenden Bodens ist unwichtig

Wie könnte hier ein kostengünstiger, gedämmter Fußbodenaufbau aussehen, den man als handwerklich einigermaßen geschickter Laie selber erstellen könnte.

Auf Naßestrich würden wir gerne verzichten.

Derzeit liegen einfach nur alte Holzlatten oben auf den Balken, die jedoch sicherheiltshalber komplett ausgetauscht werden sollen.

Folgenden Aufbau könnte ich mir vorstellen:

1. Bretter auf Balken austauschen / (was nimmt man hier in der Regel? Rauhspund, Spanplatten, was wäre das preisgünstigste?
2. Rieselschutz Matte oder Folie
3. Dämmung z.B. mit Hanfschäben o.Ä. zwischen Lagerhölzern
4. Hanfvlies o.Ä.zur Trittschalldämmung
5. Schalung / Spanplatten o.Ä. auf den Lagerhölzern befestigen
6. Bodenbelag (Dielen, Parkett, oder eventuell Laminat)

wie stehts hier mit einer Dampfbremse? wie verhindere ich hier Feuchteschäden durch Kondensat ?

oder besser eine ganz andere Konstruktion?

Wie erfolgt der Anschluß an eine Dachdämmung um Wärmebrücken zu vermeiden?

(In der Scheune stehen Pferde, Deckenhöhe in der drunterliegenden Scheune ca. 3,5 - 4 Meter)

Ich freu mich auf Eure Anregungen und Vorschläge und hoffe Ihr habt vielleicht auch mal ein erklärendes Bild dazu!



Welch bunter Materialmix!



Trittschalldämmung brauchen Eure Pferde bestimmt nicht, Wärmedämmung ist für Euch wichtig.

Für Wohnräume ist vor allem aber auch der Brandschutz zu beachten. Eine luftdichte Abtrennung zum OG (Stallgeruch) dürfte bei diesen krummen Balken besonders kompliziert werden. In diesen 2 Punkten sehe ich bei sichtbaren Balken Probleme. Soweit das geklärt ist, kann über Details des Aufbaues gesprochen werden.

Grüße

Thomas



Ein Möglichkeit wäre



Rückbau bis auf Balkenlage, dann:

Rauhspund
Rieselschutz Verlegen und Anschlüsse mit der Wand dicht verkleben
Lagerhölzer verlegen um Hohlraum für Dämmung zu schaffen.
Lehm-Hobelspan-Dämmung einschütten,
Rauhspund oder Riemenboden verlegen

Grüsse Thomas



Wenn



darunter Stallungen liegen, hab ich bei einem diffusionsoffenen Aufbau so meine Bedenken. Denn das bedeutet ja, das Gase hindurchdiffundieren können. Wasserdampf ebenso, wie Stalldüfte. Und Diffusion bedeutet ja auch, dass jeder Stoff versucht, auf beiden Seiten eine gleichmässige Konzentration herzustellen.
Und was den Schallschutz betrifft: nein, die Pferde brauchen keinen Trittschallschutz, aber es ist nicht so schön, wenn ein Pferd sich wegen irgendwas erschrickt und nächtens ein wenig in seiner Box rumort. Da sollte auf jeden Fall Masse in die Decke gebracht werden, um eine brauchbare Luftschalldämmung zu erreichen.
MfG
dasMaurer



Vielen Dank zusammen!



und wie würde dann Ihrer Meinung nach der Aufbau aussehen @ Ulrich Warnecke?

der Grund für den von mir gewünschte Trittschall ist genau wie von Ihnen vermutet. Ich möchte vermeiden, dass die Pferde sich hier groß erschrecken, wenn mal was poltern sollte.
Die Scheune wird gut gelüftet, da die Pferde einen dauerhaften Zugang nach draussen haben, d.h. mind. beide Boxentüren werden immer offen stehen. Trotzdem muß ich den Pferdegeruch oder sonstige Gerüche aus der Scheune nicht unbedingt oben in den Wohnräumen haben.
Einen Naßestrich möchte ich nicht unbedingt einbringen, es sei denn, ein Statikter sagt uns, dass die Tragfähigkeit gegeben ist und die jetzigen Balken nicht zusätzlich verstärkt werden müssen.

Aber wie macht man das dann?


und @ Thomas W. Böhme:

die Balken sollen in der Scheune auf keinen Fall von unten verkleidet werden.
Das würde ja den ganzen Charakter der Scheune zunichte machen!
Demnach muß das Problem anders gelöst werden



Oooch menno,



immer mir so schwere Fragen ;-)).
Also, ich würde zwischen den Balken einen Lehmschlag einbauen. Zum einen schwerer Baustoff, gut gegen Krach, zum anderen stellt der Lehm eine wirkungsvolle Sperre gegen Düfte aller Art dar. Über den Balken dann einen Fussbodenunterbau in Kreuz- und Querbauweise, der gleichzeitig als Dämmebene genutzt wird (Hanf- oder Holzweichfaserdämmung). Darauf eine Osb-Platte als Tragbelag. Empfehlen würde ich darauf einen Trockenestrich mit Trittschalldämmung, der ist wesentlich wirkungsvoller als die dünnen Trittschalldämmungen unter Fussbodenbelägen. Und Belag dann nach Wunsch, wobei ich auf Laminat in jedem Fall verzichten würde, die extrem harte Oberfläche macht einen Grossteil der Trittschalldämmung wieder "zur Minna".
Na Donnerwetter, doch ein diffusionsoffener Aufbau, Duftsperre nach unten, Osb ist Dampfbremse auf der warmen Seite.
Allerdings sollte die Tragfähigkeit noch statisch nachgewiesen werden, denn es werden sicherlich auch noch Wände eingezogen, und selbst Leichtbauwände sind nicht gewichtslos.
MfG
dasMaurer





Hallo,

Ich könnte mir hier auch einen Estrich auf Schwalbenschwanzplatten sehr gut vorstellen.
Nachteil, hier sollte eine Firma ran, dafür (Vorteil) geht das aber auch ruck zuck.

Grüße aus Schönebeck



Danke Herr Warnecke,



das hört sich gut an. klar werden wir die Statik so oder so prüfen lassen.

wie darf ich mir denn " einen Lehmschlag zwischen den Balken " vorstellen ?

von unten ? sprich von der Scheune aus? oder wie?

gibt es vielleicht ein anschauliches Bildchen?



@ Oliver Struve



Schwalbenschwanzplatten sind sicherlich eine gute Sache, aber soviel ich weiß auch eine sehr teure Variante....

trotzdem Danke





Hallo Schmiddi,

na, ja, ist halt alles relativ, dafür spart man aber erheblich Bauzeit, hat einen vernünftigen Schallschutz und hat einen ordentlichen Boden der alle weiteren Aufbauarten ohne größere (Kosten) möglich macht und das bei sehr geringer Aufbauhöhe.

Grüße aus Schönebeck



Bei der



Schwalbenschwanzplatte stellt sich natürlich die Frage, wie die Wärmedämmung gestaltet werden soll. Denn durch die Metallplatte hab ich eine Dampfsperre auf der kalten Seite.
Und mit der Bauzeitersparnis wird´s auch nicht viel, denn bevor ein weiterer Aufbau erfolgen kann, müssen mindestens 28 Tage ins Land ziehen und sichergestellt sein, dass der Beton komplett ausgetrocknet ist.
Der Lehmschlag wird von oben eingebaut. seitlich an den Balken Latten anschrauben als Auflager für die Einlegebretter, darauf ein Baupapier als Rieselschutz und darauf den Lehm einbauen, nicht zu nass, aber so, dass die Fläche dicht wird.
MfG
dasMaurer





Ach ja, Dämmung sollte auch rein, dann ziehe ich alles zurück.
Frage ist, wie viel Pferde dort wie viel Wärme und Feuchte abgeben?
Es könnte möglicherweise auch zeitweise die wärmere Seite unter der Stalldecke sein.
Schwierig, schwierig.

Die Trocknungszeit vom Estrich ist klar, in der Zeit erfolgt aber in aller Regel der weitere Innenausbau.


Grüße aus Schönebeck



Denn...



würde ich 2 25mm starke OSB-Platten, stoßüberlappend verlegt und mit Kleber und Schrauben in sich fixiert, nivelliert auf den Balken verlegen. Sollte das brandschutztechnisch nicht reichen, könnte mittels Heraklit/Putz (gleichzeitig dämmend), oder Brandschutzplatte nach unten im Balkenzwischenraum nachgerüstet werden. Damit wäre die Fläche auch geruchsdicht, und die Wandanschlüsse sollten auf der wenig arbeitenden Fläche sauber realisierbar sein (Bitte kein Bauschaum, besser Stopfhanf mit Lehmverstrich z.B.).

Auf der nivellierten Fläche können Sie ein System aus Holzweichfaser und Lagerhölzern verwenden, ich bevorzuge DOSER DHD N25, je nach Ihren Dämmanforderungen 2-4fach überlappend verlegt, zwischen Lagerhölzern, die ca. 2-4mm weniger hoch sind, als der Holzweichfaseraufbau. Damit haben sie eine hervorragende Basis für einen massiven Dielenboden. Die Lagerhölzer werden beim schrauben hochgezogen, somit liegen die Dielen völlig entkoppelt vollflächig auf der HWPL. Werden die Dielen geölt, bleiben sie nach oben zu in gewissem Maße diffusionsoffen.

Die Platten steifen den Aufbau auch etwas aus, und reduzieren Schwingungen. Freilich währe auch ein Aufbau mit mehr Masse zwischen den Lagerhölzern denkbar, ich sehe hier aber keine zwingende Erfordernis.

Grüße

Thomas



also,



in der Scheune (ca. 10 x 14 m) werden 2 - max. 3 Pferde stehen. Die Scheune wird durch offene Stalltüren dauerhaft belüftet

darüber soll nicht komplett ausgebaut werden.
nur ca. 5 x 14m - Dachschrägen an beiden Seiten) , das heißt der Giebel direkt soll nicht mit zum Wohnraumgehören (da hier ja Dämmung viel problematischer als an den Dachschrägen....)



Wie soll's denn beheizt werden?



Alles Radiator, oder wäre eine Heizung mit geringem Vorlauf (FBH, WH) möglich?

Ihre Giebeldämmung ist auch nicht problematischer, als die der Dachschrägen. Darüber würde ich noch 'mal schlafen, schon der Giebelfenster wegen.

Grüße

Thomas



...



also eine Innendämmung des Giebels halte ich tauwassertechnisch für problematischer als das Dach zu dämmen. Giebelfenster gibt es an diesem Giebel leider nicht, d.h. so oder so müssen neue Fenster eingebaut werden...
Giebel zeigt nach Norden


Oder was sagen die Anderen dazu?

Beheizung ist noch nicht geklärt.

unsere neue Heizung wird wohl zwei Heizkreise mit unterschiedlichen Vorlauftemperaturen bekommen, da auch im Erdgeschoß zum Teil Wandheizung statt der Heizkörper angebracht werden soll - aber nicht in jedem Raum...das wäre ein wenig arg teuer und aufwendig.
Im bereits ausgebauten teil des Dachgeschosses sind Radiatoren, die wir wohl nicht austauschen werden. Aber in den neuen Räumlichkeiten des Dachgeschossen würde ich wahrscheinlich gerne eine Wandheizung an den Schrägen anbringen. Das steht aber alles noch nicht fest



Nun,



ein oft praktizierter Aufbau für eine Innendämmung wären Holzweichfaserplatten, in Lehm vollflächig angesetzt, drauf WH montiert und in Lehm verputzt. Bei Doser gibt's eine 50er Stufenfalzplatte, wo die Latte im Stufenfalz gleichzeitig die Platten fixiert, und Montageebene für die Kammschienen der WH ist.

Da fällt kein Kondenswasser an.

Grüße

Thomas



Als weitere Alternative



kann man den Aufbau auch mit Thermo-Floor gestalten.

Balken (Bestand)
Rauhspund
Rieselschutz (Thermo BP)Stösse verklebt und Anschlüsse verklebt mit Mauerwerk.
Termofloor oder Thermoplan mit 15% Höhenzuschlag und verdichtet (Flächenlast von ca. 5000 kg/m²)
Thermo A8 Platte
Thermo GE12 (Estrichplatte)2lagig verlegt.

Grüsse Thomas



@ Thomas



Bei massiver Dielung freilich wäre der Aufbau nicht so glücklich.

Grundsätzlich bin ich skeptisch, was tragende Schüttungen anbelangt, da geht bei Laien (und nicht nur da) auch immer 'mal was schief. Außerdem hindern hier nur ein paar Bretter und der Rieselschutz die tragende Schüttung, sich in alle Winde zu zerstreuen. Fallen aus den Brettern ein paar lose Äste, oder trocknen sie zu stark nach, oder schlagen Schädlinge beim frischen und schmackhaften Rauhspund zu, und zeigt dann noch der Rieselschutz Schwächen, schneits bei den Pferden.

Grüße

Thomas



@ Thomas



dann ersetzen wir eben Thermofloor mit Thermomix, das wird nach de Verarbeitung fest, oder geben beim anderen ein Mix additiv wie Thermo RM dazu. Ebenso könnte auf dem Rieselschutz eine Lage Thermo a8 plus Platten verlegt werden um das "eventuelle" rieseln zu verhindern.

Also ich denke da ist es nicht so schwer eine Lösung zu finden.

Grüsse Thomas



Nun,



die Problematik der Giebeldämmung bleibt erhalten, ob´s nun der Aussengiebel ist oder die an den kalten Boden grenzende "Innenwand".
MfG
dasMaurer





Hallo,

alles kluge Beiträge hier. Nur keiner schreibt was von der Genehmigungsfähigkeit
A) in planungsrechtlicher Hinsicht
b) in bauordnungsrechtlicher Hinsicht, v.a. was den Brandschutz angeht.

Liegen Brandschutzgutachten und Baugenehmigung vor ?
Oder haben wir es hier wieder einmal mit einem Fall zu tun, dass die Obrigkeit nicht weiß, wofür sie eigentlich gut ist ?

Grüße vom Niederrhein



Nicht,



daß ich den Brandschutz nicht mehrfach erwähnt hätte. Will bloß keiner lesen. Vielleicht sind die Pferde nicht mehr ganz so feurig?

Das das Ganze ohne Bauantrag nicht gebaut werden darf, ist hoffentlich bekannt.

Grüße

Thomas



Balkendecke



@Thomas Böhme

Entscuhldigen Sie, ich hatte das bei der Vielzahl der Beiträge zur Konstruktion überlesen.
Vielleicht kann ich noch anmerken, dass ich nicht in der Haut des Brandschutzgutachters stecken möchte.

Grüße



Geht mir ähnlich...



...ich freue mich mitunter auch noch zusätzlich, kein Statiker zu sein.

Grüße

Thomas



hhmmm....



bisher wurde mir gesagt, dass zwar der Ausbau der Scheune im EG (ca. 25 qm) genehmigungspflichtig sei, dass hier im Kreis Vechta jedoch der Dachbodenausbau eines Resthofes keiner Genehmigung bedarf....
Vielleicht hat man jedoch auch die Worte verwendet (sinngemäß): "da kräht kein Hahn nach"... oder auch "das kontrolliert doch keiner"... (ohne Worte).

ich bin ziemlich verunsichert. Wem darf ich glauben? Wem nicht? Ich möchte nicht wissen, wie viele ahnungslose Häuslebesitzer Handwerker oder sog. "Fachmänner" beauftragen, und deren Aussagen über "was kann" "was muß" blind vertrauen...

Und genau das ist der Grund weshalb ich hier bin! Warum ich so viele "dumme" Fragen stelle!

Und nu? An wen oder an welches Amt muß ich mich wenden um heraus zu finden in wie weit unser Umbauvorhaben oder Ausbauvorhaben genehmigungspflichtig ist?
Welche Herangehensweise ist hier die richtige?
Erst fragen, dann planen? Oder erst planen, Konzept vorlegen und dann hoffen, dass es abgenickt wird?

Unser Architekt hat sich offensichtlich aus dem Staub gemacht. Hat sich seit 3 Wochen nicht mehr gemeldet... super Sache!!!!



Fußboden...........etc.



Hallo,

dann würde ich erst einmal nach dem mann Ihres Vertrauens suchen (vielleicht macht er nur Ferien), er wird ja handy oder e-mail-Kontakt haben und ihn nach den hier hinterfragten Dingen befragen.
Erst dann sollten Sie zum Kreisbauamt marschieren und nachfragen.
Zuständig ist in Ihrem Fall die Untere Baubehörde.
Noch was: Bauantrag negativ beschieden, Geld zurück !

Grüße vom Niederrhein



@ Beckmann



also mit dem Archi bin ich durch! So was Unzuverlässiges hab ich noch nicht erlebt!

Was meinen Sie mit "Geld zurück" ?



Dann jemand



anderes mit Planvorlageberechtigung suchen. Architekt, Dipl.-Ing., Zimmerer- oder Maurermeister.
MfG
dasMaurer



Fußbodenaufbau



Was ich damit meine:

Den Architekten trifft eine verschuldensunabhängige Erfolgshaftung für die Genehmigungsfähigkeit seiner Planung.
Das gilt selbst dann, wenn eine einmal erteilte Baugenehmigung infolge Klage Dritter zurückgenommen werden muß.
Die Folge ist Verlust des Honoraranspruchs und das Risiko, weiteren Ansprüchen, z.B. aus Schadensersatz, ausgesetzt zu sein.

Grüße vom Niederrhein



Vielen Lieben Dank Herr Beckmann und alle anderen,



die mir weiter geholfen haben.

Hier noch eine weitere Frage :-)

Bitte steinigen Sie mich nicht!. Ich weiß man muß erst alles genau wissen...Ferndiagnose ist schlecht......Gesamtkonzept muß her etc. pp.....

Stichwort: Bodenaufbau gegen Erdreich

derzeit liegen ungefähr 50 qm Holzdielen, ca 110 qm Fliesen (doppelt und dreifach) wie es drunter aussieht wissen wir erst in der kommenden Woche.

Falls wir hier nur Balken im "trockenen Sand vorfinden" sollten und keinerlei Feuchtigkeitsschäden haben (die Hoffnung stirbt ja bekannlich zu letzt)...
(apropo Sand: ist das wahrscheinlich wenn im Teilkeller "Furztrockener" Lehmboden ist?)

.... wir haben eigentlich nicht vor den ganzen Boden groß auszukoffern und den ganzen Hickhack mit Kies / Schotter...Folien...Estrich einzubringen...

Würde es ein bißchen weniger Fußkälte bringen wenn wir - sagen wir mal - ca. 10 cm Sand abtragen und dann Schaumglasschotter reinkippen bis ca. 2 cm Unterhalb der Oberkante der Balken also insgesamt vielleicht 20 cm - und darauf einfach neue Dielen verlegen? Schaumglasschotter ist ja "kapillarbrechend und wärmedämmend"

jetzt mal unabhängig von eventuellen Anforderungen an die ENEV


"könnte" das alleine funktionieren?

bitte jetzt nicht die Augen verdrehen und die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Bin doch nur ein Laie mit einem "gefährlichen" Halbwissen....



Pferdestall dämmen



Dafür versteh ich nichts von Pferden.
Was hätten die denn gerne unter den Hufen ?

Grüße



Na,



ich denk mal, die Frage bezog sich jetzt nicht auf den Stallboden, sondern auf den vorhandenen Wohnbereich.
Ich kann da nur von experimentellen Basteleien abraten. Denn wenn es dann schiefgeht, wird die Reparatur wirklich extrem, sowohl kostenmässig als auch vom Aufwand. Betonplatte, Abklebung und einen vernünftigen Fussboden Aufbau mit entsprechender Wärmedämmung. Wenn der alte Boden eh rauskommt, ist der Mehraufwand im Moment nicht so tragisch.
MfG
dasMaurer



häää?



@ Beckmann: wie meinen?

welchen neuen Bodenbelag? hab ich das vergessen zu erwähnen?
zu 90 % Holzdielen, ca. 10 qm Fliesen in einem Bad... hier muß auf jeden Fall der ganze Quatsch mit Estrich her... weil hier auch komplett neue Anschlüsse, Leitungen etc. verlegt werden müssen... aber der Rest? Wenns nicht unbedingt muß, würden wir das gerne lassen...
Wenn jetzt keine Feuchtigkeitsprobleme da wären, würden alleine durch den Schaumglasschotter welche entstehen?

bei 160 qm kostet der ganze neue Bodenaufbau ja ein Vermögen... von den langen Trocknungszeiten ganz zu schweigen....
Hat jemand ne Ahnung, was sowas in etwa kosten würde?


@ Ulrich Warnecke

natürlich meinte ich den Wohnbereich :-)
Für die Pferdchen werden wir lediglich ein paar Pflastersteine ausbuddeln, damit Sie im Lehm / Sand stehen... ist gesünder für die teuren Gelenke....



Wo der Maurermeister...



...recht hat, da hat er recht.

Feucht ist auch ein evtl. oberflächlich "furztrockner" (es soll auch nichttrockne Fürze geben, die nennt man in der Oberlausitz "Falsche Freunde") erdiger Untergrund. 10cm tiefer sieht das i.d.R. ganz anders aus. Glasschaumschotter ist nun zwar kapillarbrechend, aber nicht dampfdicht. Wozu wollen Sie die Erdfeuchte in die Wohnräume leiten, abgesehen von möglichen Schäden am Holzunterbau? Das ist Unsinn, und mir scheint, recht riskant. Immerhin wird durch das Zeugs die Zirkulation der Luft um die Balken sogar massiv behindert, und das rächt sich garantiert.

Als Unterbau unter einer Bodenplatte mit Abdichtung ist das sicher ein gutes Material (allerdings zu teuer. Schotter tut's auch.) In der von Ihnen angedachten Aufbauvariante, die in Variationen immer 'mal wieder durch das Forum geistert, sehe ich ein schönes Potential für einen fetten Bauschaden.

Grüße

Thomas



okay, war ja nur ein laiengedanke...



Dankeschön!

was mir aber grundsätzlich ein Graus ist, ist dieser 20-Schichten-Aufbau..

muß das denn immer so aufwendig sein?

Haben gehofft vieles in Eigenleistung zu erbringen, natürlich unter Anleitung und Aufsicht... wir haben ja leider nicht im Lotto gewonnen :-)

Was halten denn Die Herrschaften

Warnecke, Beckmann und Böhmte von dem "texbis"- / Schillenberg - Bodenaufbau

Schotter + Kork-Kalkestrich + Schüttdämmung o.Ä. zwischen Lagerhölzern + Dielen = fertig?

Ohne Folien und 10 weiteren Schichten?

könnte das funktionieren? wie siehts hier mit Kondenswasser aus?



In dieser Aufbauvariante...



...entgeht mir irgendwie, wozu ich mich auf einen Kork-Kalkestrich einlassen sollte. Er ist keinesfalls billiger als ein Magerbeton aus der Birne, trocknet vermutlich länger, und er ist mit Sicherheit nicht so fest. Ich habe noch genug von einem Kalkestrich auf Glasschotter letzen Sommer, den wir "bedielen" sollten, und der sich in seiner Krümlichkeit aufzulösen trachtete. Eingebaut von einer Fachfirma aus dem Naturbaubereich, die Beton ablehnt, weil er nicht "lebt". An dieser Stelle am Bau erscheint mir "Leben" höchst verzichtbar. Letztlich kam dann doch eine Abdichtung drüber, weil der Bauherr die von mir angestebte Gewährleistungsfreistellung nicht unterschreiben wollte. Magerbeton wäre billiger, schneller und fester gewesen.

Im Prinzip könnt Ihr doch viel in Eigenleistung bringen:
1. Schotterpackung, darauf ein Geovlies als Trennschicht
2. Magerbeton liefern lassen, sauber und EBEN abziehen. Ein paar Helfer sind nicht schlecht, Beton wartet nicht
3. Der Beton muß nicht Jahre durchtrocknen, nach ca. 14 Tagen könnte die Schweißbahn schon drauf. Das lasse ich ganz gern den Dachdecker machen, weil mir die Arbeit nicht gefällt, es kriegen aber andererseits auch Laien hin.
4. Darauf im Badbereich ein Estrich für die Fliesen, sonst Aufbau z.B. mit Holzweichfaserplatten und zwischenliegenden Lagerhölzern, darauf Dielen.

Ist das schwierig, mit 20 Schichten? Wohl eher nicht.

Grüße

Thomas



vielen Dank !



das hört sich schon ganz anders an, als die Vorschläge in anderen Beiträgen...

*puh* da bin ich beruhigt!

wie hoch werden denn so die einzelnen Schichten? sprich wie tief müsste der Boden ausgekoffert werden?

2 Wochen Trocknungszeit für den Magerbeton find ich akzeptabel...

Ganz blöde Frage: Ist der Magerbeton dann eine sog. "Bodenplatte" ?
Müßten für sowas dann nicht diese komischen Stahlgitter im Mauerwerk verankert werden?

welche Dämmmaterialien können denn hier alle zum Einsatz kommen?
HWF find ich relativ teuer...
Gehen da auch Stopfhanf oder Hanfschäbenschüttung?
oder (ganz böses Wort:) Styrodur / EPS / XPS oder sowas, was sonst nichts im Fachwerk zu suchen hat?
oder welches Dämmmaterial wäre hier geeignet und am günstigsten vom Materialpreis?

Was ist mit den Ständern bei Estrich? Laß ich da einfach einen Rand drum herum, der dann mit Kies o Ä. gefüllt wird? die sollen ja sicherlich nicht vom Estrich eingeschlossen werden....

dämmt man hier unter oder über dem Estrich? Geht auch Trockenestrich (weil wegen der Trocknungszeiten) ?

und was fürn Estrich? welche Stärke sollte so ein Geovlies haben? es gibt so viele!



Magerbeton



ist keine tragfähige Bodenplatte und wird lediglich als Sauberkeitsschicht eingesetzt. Hier ist wohl eher eine unbewehrte Bodenplatte gemeint. Aufgrund der Gefahr von Rissbildungen nicht empfehlenswert. Allerdings ist der Einsatz von Baustahl im Altbau allein vom Handling her recht problematisch, als Alternative bietet sich hier ein Stahlfaserbeton an. Auf jeden Fall kann ich nur raten, für den Einbau jemanden dazunehmen, der sowohl in Theorie wie Praxis mit Betonbau vertraut ist.
MfG
dasMaurer



Fußbodenaufbau



Hallo,

wenn Sie keine schweren Lasten (LKW, Traktor, oder noch schlimmeres) in die "Bodenplatte", die hier keine ist, einleiten wollen, dann brauchen Sie keinen Konstruktionsbeton.
Diese Art von Bodenplatte ist statisch die Alternative zu einem biegeweichen Pfannkuchen.
Und wenn Sie auf Leichtbeton, besser "gebundene Schüttung" nicht warten wollen, können Sie ihn selber herstellen. Der Markenname ist "Thermozell 250". Es empfiehlt sich, einen mindestens 5 cm dicken Zementestrich (bei schwerer Belastung entsprechend mehr) darauf einzubringen, um eine glatte Oberfläche zu haben.
Trocknungszeiten Thermozell: pro 3 cm ca. 1 Woche.
Sehen Sie sich mal Beispiele vo geschliffenem Estrich an: sieht edel aus und ist es auch.

Grüße vom Niederrhein



Brandschutz



Hallo Schmiddi,
nimm doch einfach die Schütt-Hanf-Dämmwolle als Dämmung. Die hat die Brandschutzklasse B1.
Gruß Felix



Der Brandschutz



wird durch die gesetzlichen Bestimmungen festgelegt, und zwar über die Feuerwiderstandsklasse des entsprechenden Bauteils. Es gibt entsprechende zugelassene Konstruktionen. Darüber weiss der Fachplaner dann Bescheid.
MfG
dasMaurer