- UPDATE - Aufbau Zwischendecke mit Holzbalken - Tritschall- und Wärmedämmung




Hallo zusammen :-)

In der Zwischenzeit hat sich in meinem Altbau viel getan und eine neue Baustufe und zwar der Dachbodenausbau, steht nun an.

Die Vorgeschichte findet steht hier:

http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/aufbau-einschub-178679.html

Der Aufbau der Erdgeschossdecke und die Einblasdämmung im 2-schaligen Mauerwerk sind bereits umgesetzt und nun steht die Fertigstellung des Bodenaufbaus des 1. OG´s bevor.

Da Bilder mehr als 1000 Worte sagen, habe ich eine Skizze angehängt, welche die Gegebenheiten näher erläutert :-)

http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/image/a/showPicture/29456$.cfm

***Meine Frage ist nun: ***

Ist skizzierte Aufbau bauphysikalisch OK oder sind Bedenken anzusetzen?

Ich bin mir nicht sicher, ob der gesamte Hohlraum im Obergeschoss unter den OSB Platten mit Wolle gefüllet werden soll oder nicht. Dabei wäre eine Hinterlüftung von 1cm vorhanden.

Oder wären 8-10cm Hinterlüftung unter den OSB Platten besser und es käme somit nur eine Lage Glaswolle auf die Spalierdecke???

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Zwischen dem Flur und dem Dachgeschoss befindet sich eine Wendeltreppe, die zwischen den Etagen für eine geringe aber stetige Lüftung sorgt.

Alle Rigipsplatten sind mit 230V LED Einbaustrahlern versehen, außer die an der Dachgeschossschräge. Die LED Strahler werden im Betrieb maximal 52 - 60°C warm.
Die OSB Platten sind in einem Wandabstand von rundherum 10mm montiert um eine gewisse (theoretische)Pumpwirkung des Bodens zu erhalten.

Ich hoffe ich habe genug Details angegeben, damit Ihr mir evtl weiterhelfen könnt...

VIELEN DANK vorab!

Gruß :-)





Hallo Svente,

hab jetzt nur flüchtig drauf geschaut, aber für mich fehlt in der oberen Decke die Masse. Der Deckenaufbau wird schwingen. Ein Aufbau mit Einschub oder Fehlboden wie unten wäre besser.

Warum werden die Zwischendecken gedämmt?

Gruß aus Berlin





Die geplante Ausführungsart habe ich mir nicht im Detail angesehen, frage mich allerdings auch, warum Sie die Geschoßdecken im bewohnten Teil mit einer WD versehen wollen.
Masse wäre auch mir wichtiger, dann bitte Statik beachten.
Außerdem frage ich mich, ob sie mit den angestrebten Raumtemperaturen halbwegs klar kommen. Förderlich für die Bausubstanz wird ihr Vorhaben jedenfalls nicht sein, Ihre Gesundheit lasse ich jetzt mal aussen vor. Für eine leichte Temperierung sollten Sie schon sorgen. Raumtemperaturen von 8-10°C sind eindeutig zu wenig.
Bernd Kibies



Was soll...



... die Schilfrohrmatte denn verbessern/bewirken? Und warum willst Du das dann mit Latex zuschmieren?

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Die Glaswolle soll...



Die Glaswolle soll den Luftschall etwas dämmen, da ich im Dachgeschoss ab und zu Fußball schauen möchte und darunter sich die Schlafräume befinden.
Die Wolle habe ich bewußt mit einem niedrigen WLG 044 Wert gewählt, weil ich dachte, dass diese luftdurchlässiger sind als 0,40 oder 0,35´er Wolle.

Das Masse die beste Lösung sowohl gegen Luft- als auch Körperschall darstellt ist mir bewußt, jedoch wollte ich nicht soviel Masse einbringen. Auf dem Dachboden wird ja hauptsächlich auf der Couch gelegen und entspannt ;-) und nicht viel herumgelaufen. Deswegen liegt mein Hauptaugenmerk auf der Minimierung des Luftschalls und ich wollte jetzt keine Akustikmatten aus dem Trockenbau auslegen, da meiner Meinung nach Glaswolle eine ähnliche Funktion hinsichtlich Luftschalldämmung erfüllt.

Ich habe jetzt lediglich Bedenken bzw. möchte vermeiden, dass sich aufgrund mangelnder Belüftung in der Decke Schimmel oder ähnliches bildet.

Deswegen auch meine Frage ob der Aufbau wie angedacht zum einen bauphysikalisch in Ordnung ist und ob ich die Zwischenräume komplett mit Wolle vollpacken oder die Wolle besser mit 6-8cm Hinterlüftung umsetzen soll?

Die Temperaturen, da habt Ihr recht werden sich ziemlich wahrscheinlich etwas höher ansiedeln. Die Wohnräume (Küche Wohnzimmer) werdem Winter auf 18-19°C geheizt sein und die Schlaufräume Oben auf ca. 14°C.
Was mir unklar ist inwiefern dies gesundheitsbedenklich ist (@ Herr Kibies).

Gruß



Und was...



... hat das jetzt mit einem Heimeier-Thermostatkopf zu tun?

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner





Darüber können auch Sie unendlich viel im Internet lesen. Sie machen sich doch sonst so viel Arbeit, warum nicht mit den einfachen Dingen?

Z.B. hier:
http://www.holzfragen.de/seiten/vorbeugung_schimmel.html

http://www.sueddeutsche.de/geld/schimmelbildung-im-winter-nicht-beim-heizen-geizen-1.70158

Ein schönes Wochenende wünscht

Bernd Kibies



Das Thermostat...



soltte eigentlich nur in etwa verdeutlichen wie ich in etwa heize :-? Manche merken sich immer nur die Symbole haben aber keine Temperaturen dahinter gespeichert.
Naja, war eine doofe Idee...

Die Links werde ich mir direkt mal anschauen...

Vielen Dank dafür :-)





OK Svente,
da muß ich Dich leider in einigen Punkten enttäuschen!

Für die Bewertung der Dampfdurchlässigkeit schau Dich mal nach dem Parameter µ, dem sogenannten Wasserdampf-Diffusionswiderstand um. Alternativ dient zur Bewertung auch die äquivalente Luftschichtdicke sd, das Produkt aus µ und der entsprechenden Bauteildicke. Der Wäremeleitwert hat hierauf keinen Einfluss. Deine Mineralwolle oder Glasfaser hat ein µ von etwa 1, eine OSB von etwa 100 bis 200. Regel ist dampfdicht von Innen (warm) nach außen (kalt) durchlässiger werden. Hier steckt das Problem! Je nach dem wie durchgehend deine Räume geheizt werden baust Du evl. einmal nach der Einen, einmal nach der anderen Seite ein Dampfdruckgefälle auf. Im Zweifelsfall ist dabei die dichteste Schicht auf der falschen Seite und es kann Tauwasser auf Grund der Abkühlung warmer, Feuchte- gesättigter Luft an kalten Flächen auftreten.

Tauwasser muß jedoch nicht entstehen! Sofern Du regelmäßig lüftest und im vernünftigem Maße auch nicht genutzte Räume beheizt sollte es selbst über Räumen wie Küche oder Bädern keine Probleme geben. Eine Hinterlüftung kann natürlich dazu beitragen derartige Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen, läßt aber Dein Anliegen in Bezug auf Schalldämmung scheitern.

Somit kommen wir zu einem weiteren Mißverständniss. Luftschall ist erstmal nichts anderes als ein Chaos aus Druck und Dichteschwankungen. Diese bewegen sich Wellenförmig durch die Luft und können an schallweichen Oberflächen (z.B. dünne, relativ leichte, schwingungsfähige Strukturen) auf feste Körper übertragen werden. Diese Körper werden also durch den sich über die Luft ausbreitenden Schall zu Schwingungen angeregt und können irerseits wiederum Quellen für Schall sein. Normale MineralDämmwolle ist relativ Luftdurchlässig, und kann somit die Ausbreitung von Luftschall nur ungenügend mindern. Hierfür gibt es aber besondere Akustigdämmstoffe. Die helfen Dir aber meines Wissens nach nur gegen die hohen Frequenzen weiter. Tiefen Frequenzen, die näher an der Eigenfrequenz der Tragstruktur liegen kannst Du damit nicht beikommen, unabhängig davon ob Du nun beim Fernsehen auf der Couch rumlümmels oder nicht. Gegen die hilft nur Masse, und die fehlt eindeutig in Deinem oberen Deckenaufbau. Durch die Abhänger mag zwar die Körperschallübertragung auf den Gibskarton reduziert werden, ich vermute aber, daß da noch genügend Schall über die Wände nach unten weitergeleitet wird. ...

Auf Die Masse in der Decke würd ich persöhnlich nicht verzichten wollen.

Gruß aus Belrin,



@ Stephan & Hr. Kibies



Hallo Stephan, hallo Herr Kibies vielen Dank zunächst für Eure Beiträge.

Auf Die fehlende Masse in der Decke kann ich für mich persöhnlich verzichten, da ich den Aufwand für den Dachbidenausbau möglichst gering halten möchte.

Wenn man von diesem Punkt der fehlenden Masse mal absieht, bin ich mir nicht sicher, wie ich die Zwischenräume mit der Wolle am Besten ausgestalte...

- Ob mit 1-lagig Wolle einbringen und 6-10cm Hinterlüftung unter den OSB Bodenplatten
oder
ohne Hinterlüftung (maximal 1-2cm) unter den OSB Platten und somit 2-lagig Wolle einbringen.

Die Links von Herrn Kibies habe ich gelesen und auch soweit verstanden denke ich, jedoch konnte ich nicht auf mein Problem zurückschließen.
Mir geht es hauptsächlich darum, Feuchtigkeits- bzw. Tauwasseranfall in der Decke zu vermeiden.

Dank Eurer Denkanstöße und weiterem Querlesen auf anderen Seiten bin ich www.u-wert.net gestoßen und habe versucht die beiden Fälle zu simulieren. Jedoch weiß ich nicht wie ich die Ergebnisse in Form eines PDF´s hier veröffentlichen kann um diese mit Euch zu besprechen & ggf´s korrigieren zu können.

Lg & einen schönen Tag wünscht

Svente :-)





Ich sag es nochmal Svente ...

Dein geplanter Aufbau wird in Bezug auf Dein Anliegen = Schalldämmung" so nicht funktionieren. Es finden sich genügend Beschreibungen über fachgerechte Aufbauten von Holzbalkendecken. Einen Aufbau wie Du Ihn für die obere Decke zum Dachboden planst wirst Du da nicht finden.

... Wie ist denn überhaubt die Ausgangssituation? In Deiner Skizze findet sich unter den Balken Schilf mit Verputz. Ist das Bestand? Wenn ja, was war früher zwischen den Balken? Etwa wie für Decke UG/OG Sand auf Blindboden? Hast Du mal über Schüttung auf Blindboden als Alternative zu Mineralwolle nachgedacht?

Gruß aus Berlin,



Bestand & Ausgangssituation



Unter den Balken befindet sich Schilf mit Verputz
Früher war bei 3/4 der Fläche über dem Schilf ein Fehlboden eingebracht, welcher mit Lehmverstrich, Schutt und Sand bedeckt war.

Einen Beitrag über einen Bodenaufbau hier im Forum wie meinen habe ich nicht gefunden...

Über Schüttungen habe ich in der Tat schon nachgedacht, jedoch viel mir hier kein geeignetes Produkt ein, da ich mich mit Schüttungen nicht gut auskenne. Als ich dann etwas quergelesen habe, erschienen mir die Schüttungen in Ihrer Wirkung alle ähnlich wie Glaswolle... Wahrscheinlich falsch gedacht, wie ich nun aufgrund Ihrer Aussage merke.

Welche Schüttung würden Sie mir denn empfehlen?

Gruß aus Oelde :-)





Wenn Sie Ihr Heizverhalten so beibehalten wollen, dann
können Sie Ihr eigentliches Anliegen vernachlässigen.
Ich klinke mich hiermit aus. Mein persönlicher Rat: Nutzen Sie Ihre Zeit sinnvoller, holen Sie sich professionellen Rat vor Ort.

Bernd Kibies



beste Anlaufstelle



Ok, welches Anliegen genau meinen Sie?

Wen spricht man da vor Ort am Besten an...? Architekten?


Vielen Dank.

Gruß Sven