Suche Thermopad-Maschine Raum Köln (Verleih) - Zubehör Öl etc. von wem?

09.09.2013 Zaubernacht


Hallo zusammen,
wir haben uns unbehandelte Massivholzdielen gekauft. Aufgrund der vielen Tipps im Forum ist wohl die Behandlung mit Natural Heißöl am besten und haltbarsten (Wir haben zwei Hunde.)
Dazu braucht man aber eine Thermopad-Maschine.

Kennt Ihr Verleiher im Raum Köln? Und wo bekommen wir das Öl und ggf. weiteres Zubehör?

Schon mal herzlichen Dank für Eure Tipps.

LG
Marion



Hallo, Marion



Maschine hab ich, Öl z.B. bei Thomas Böhme hier im Forum

Grüße aus dem Bergischen

Stefan



Mal über den Tellerrand geguckt... ;-)



Sehe ich das richtig, dass die Maschine lediglich das Öl vor dem einmassieren warm macht?

Wie wäre es mit einem Wasserkocher und Handarbeit?

Ich habe vor einigen Jahren den Fußboden meines Wohnkoffers auf dem Lkw auf diese Art versiegelt. Auch wenn gleich einige ganz laut Umweltschutz schreien werden, ich habe gebrauchtes Hydrauliköl verwendet, das ist von der Konsistenz eh schon seehr dünnflüssig, ein Hydraulikkreislauf i.d.R. eine sehr saubere Angelegenheit.

Öl im Wasserkocher heiß gemacht, durch eine defekte Kaffeemaschine laufen lassen, also durch den Kaffeefilter und das gefilterte heiße Öl nochmals mit der billigsten Verdünnung richtig gepanscht und dann für den ersten Anstrich satt mit dem Pinsel aufgetragen und 24h über Nacht einziehen lassen. Anstrich zwei, drei und vier dann jeweils nach weiteren 24h Einwirkzeit unverdünnt aber heiß direkt aus dem Wasserkocher...

Die Dielenbretter haben nach der vierten Behandlung kein Öl mehr aufgenommen und Wasser hatte nicht den Hauch einer Chance, es perlte einfach ab (die Bretter lagen noch draußen zum trocknen und es regnete dann auch mal kurz aber heftig)...

Liebe Grüße
Chrischan



@ Chrischan



Recycling lebt vom mitmachen ??
Ich halte es für grenzwertigst gebrauchtes Mineralöl zur Versiegelung im Wohnraum zu verwenden.....
Dürfte schön nach Werkstatt duften wenn der Fußboden damit getränkt ist, von Entsorgungsaspekten und eventuellem Nachschliff irgendwann mal abgesehen, is ja Firlefanz solche Gedanken....
Grüße Micha





mal davon abgesehen, dass es natürlich für Forstmaschinen auch biologisch abbaubare Hydrauliköle gibt, bleibt doch der Unterschied, dass Fußbodenöle unter Luft- und Lichteinwirkung und Zusatz von Sikkativen aushärten, was man sich von Hydrauliköl eigentlich nicht vorstellen kann.

Wahrscheinlich wäre das Einbügeln von Kerzenwachs oder Paraffinöl ähnlich sinnvoll gewesen.

Das Holz wird allenfalls vor eindingendem Wasser geschützt, nicht aber vor mechanischer Beschädigung und Schmutz.

Ob sich das finanziell gelohnt hat?



Heißes Öl und Heißtechnik von Natural mit Thermopad


Heißes Öl und Heißtechnik von Natural mit Thermopad

... das sind noch ein paar verschiedene Stiefel.

Dein Hydrauliköl wird niemals völlig trocknen und die Holzfaser entsprechend weich halten. Dadurch ist eine höhere Anschmutzung gegeben. Schmutzpartikel werden sich leichter in die Holzoberfläche einarbeiten können.

Die Heißtechnik von Natural Naturfarben beruht auf ein anderes Prinzip:
Ein High-Solid Öl wird kalt auf der Oberfläche aufgespachtelt und dann mit einer Einscheibenmaschine heiß eingearbeitet. Der Treibteller der Maschine wird bis zu 80 C° erhitzt. Diele und Öl werden so heiß und das Öl zieht gut ein. Durch die Hitze wird es dann auch schneller trocken.

Bei Nadelhölzern verzögert das natürliche Harz im Holz nicht mehr die Ölaufnahme, sondern wird durch die Hitze mit dem Öl verbunden.

Heißes Öl auf kaltes Holz aufbringen gibt nicht viel Sinn. Besser ist es, wenn das Holz selbst erwärmt wird.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



^^



Ich hab noch 3x gelesen und nirgendwo in meinem Posting den Passus finden können worin steht, dass Marion gebrauchtes Hydrauliköl für ihren Wohnraum nehmen soll - bitte helft mir!

Vielen Dank!
Chrischan





ein unbedarfter Mitleser hätte das aber als Tipp und nicht als Anekote auffassen können.

Meine Großmutter erzählte manchmal die Geschichte, wie sie in der Zeit als es nix zu futtern gab, im Keller einen Kanister feinstes Nähmaschinen-Öl gefunden haben. Allerdings endet die Story immer mit dem Bericht über die Geschmacksprobe, die wohl nicht erfolgreich ausgegangen ist.

Bleibt die Frage, ob der Wohnkoffer nocht riecht oder klebt?



Riecht nicht, klebt nicht...



...es war genügend Zeit zum "ausdünsten" und trocknen.

Es versteht sich von selbst, dass man Hydrauliköl, ob nun gebraucht oder recyclet, nicht im Wohnraum verwendet. Soviel Grips setze ich einfach mal voraus. Der Wohnkoffer ist Schlafherberge für 20 gut durchlüftete Nächte im Jahr - jedes neue Möbelstück oder Utensil in der Wohnung dünstet da mehr giftigen Kram aus, als der Liter Hydrauliköl.

Was das Recyclen von ölgetränktem Schleifstaub angeht mache ich mir da genau so viel oder wenige Gedanken drüber, wie wenn ich mit der Parkettschleifmaschine jahrzehntealte Lackschichten irgendwo runter schleife - also bitte in dem Zusammenhang einfach mal die Kirche im Dorf lassen - das wäre in vielerlei Hinsicht die sinnvollste Lösung.

Liebe Grüße
Chrischan





@Stefan

Oh, Super. Würdest Du uns die Maschine leihen?
Voraussichtlich brauchen wir diese im Dezember, haben noch einiges an Vorbereitungen zu treffen.

LG
Marion



@Marion



dürfte kein Problem sein. Schick mir mal ne Mail, dann können wir weiterreden.

Grüße aus dem Bergischen

Stefan



Hydrauliköl?



Das ist in jedem Fall purer Unsinn. Da es nicht aushärtet, können noch nach Jahrzehnten Ölwanderungen in andere saugfähige Materialien stattfinden - Pullover, Möbelfüsse... Die ewig ölige Oberfläche bindet Staub. Es ist ferner ein Lösemittel, kann also löslichen Schmutz in die Fläche transportieren. Leg' 'mal eine nasse Bild-Zeitung mit fetten roten Balken auf den Boden, schön beschweren... Letztlich: Auch Ausdunstungen, die man nicht riecht, können problematisch sein.

Sowas war vor langer Zeit in Werkstätten üblich, ist baubiologisch schädlich, produziert Sondermüll und für Holzböden in keinem Falle zu empfehlen. Nix, was in irgendeiner Form empfehlenswert wäre.

Grüße

Thomas



@Frank von Naturalfarben



Hallo Frank,

was benötige ich denn außer der Maschine noch, sprich Öl, Polierscheiben für die Maschine usw.?

Gibt es unterschiedliche Öle? Wir haben Merbau-Massivholzdielen.

LG
Marion



Heißölverfahren mit der Thermopad von Natural Naturfarben



Wenn Ihr die Heißtechnik von Natural einsetzen wollen, dann benötigt Ihr folgende Produkte:

- Schleifgitter für Feinschliff bis wenigstens 120er Körnung
- Ethanol (Alkohol) zur Reinigung vor dem Ölen - bei Merbau nötig.
- Das Parkettöl - Fußbodenöl Heißtechnik
- Das Finish-Öl
- Weißes Superpad für das Einpolieren des Heißöls
- beiges Normalpad für das Aufziehen von dem Finishöl
- Spezialreiniger für die spätere Reinigung

Für die Abfolge kann ich Euch gerne noch weitere Infos zusenden.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



@ Frank



Oh ja, bitte sehr gerne weitere Infos zusenden.
Und danke auch für die Info hier im Forum.

Kann ich die Sachen direkt bei Natural bestellen? Wieviel brauchen wir für 40 qm?

Wieso muss man denn das merbau vorher mit Alkohol reinigen?

LG
Marion



Merbau ölen



Merbau ist ein typisches Tropenholz, das "ausblutet" - also holzeigene Pigmente hat, die sich ausschwemmen lassen. Deshalb wäre ein Abwischen mit Alkohol von Vorteil.

Bei Natural Naturfarben kannst Du nicht direkt bestellen. Der Hersteller ist in Österreich zuhause. Hier im Forum bietet Thomas Böhme, Farben-Ewald und ich einen Versanddienst an (ich hoffe, ich habe keinen vergessen) - wobei Thomas Böhme mit Abstand der fleißigste Schreiber von uns ist und vermutlich auch die intensivste "Thermopaderfahrung" hat.

Stefan Bahr kann Dir ja noch den Umgang mit der "Tanzpartnerin" - sprich Maschine erläutern ;-)

Ich melde mich mal per Mail. Verbrauch: Merbau zieht nicht viel an Öl - Du solltest mit zwei Dosen 0,75 Liter klarkommen. Das kommt aber ein wenig auf das Geschick an. Überstand wegwischen kann jeder - besser ist, das man nur das aufbringt, was das Holz auch aufnehmen kann.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de