Heiße Phase




Hallo,

wie ich schon angedeutet habe, haben wir uns ein Fachwerkhäuschen (1800) im Außenbereich ausgeguckt. Jetzt versuche ich natürlich vor den eventuellen Kauf keine Fehler zu machen.
Bis jetzt haben wir das Haus nur von Innen mit dem Makler zusammen besichtigt und mit der Bank die ersten Details durchgesprochen. Eine Gutachterin mit Fachwerkerfahrung kommt am Mittwoch mit in das Haus. Des Weiteren habe ich versucht mich soweit es geht über das Haus zu erkundigen.
Ich habe bei der Denkmalschutzbehörde angerufen und gefragt ob Denkmalschutz besteht. Der Makler hat meine Frag nach dem Denkmalschutz zwar verneint, aber ich habe jetzt erfahren das es doch unter Denkmalschutz steht. (Jetzt traue ich dem Makler nicht mehr über den Weg) Die Dame beim Amt war sehr nett und froh das ich mich früh darum bemühe. Sobald die Gutachterin Ihr go gibt schaue ich dann zusammen mit der Denkmalschutzbehörde was gemacht werden muss und was nicht gemacht werden darf.
Ist der Weg bis hierher so in Ordnung?

Ich möchte auf dem Grundstück auch meine Pferde unterbringen. Dafür sind tlw. schon Koppeln vorhanden und es steht dort ein kleiner Stall aus Holz. Außerdem ist ein neuer Schuppen an das Haus angebaut worden. Ich möchte jetzt nicht in das Fettnäpfchen treten
und nach dem kauf die Stallungen abreißen müssen, weil es ein Schwarzbau ist. Außerdem hätte ich gerne die Möglichkeit den Stall etwas zu vergrößern, den Schuppen zu einem Carport umzubauen und eventuell muss eine kleine Mistplatte für die Pferde gegossen werden.
Wie gehe ich da vor? Bei welchen Ämtern bekomme ich vor dem Kauf die benötigten Informationen (Auch über das Abwassersystem, Kleinkläranlage)?

Vielen Dank für eure Hilfe.
Von dem Häuschen stelle ich nachher noch ein paar Fotos ein.



Aussenbreich



Hallo,
Das Bauaufsichtsamt des Landkreises oder der Stadt kann Ihnen Auskunft erteilen.
Wegen des Abwassers wenden Sie sich an die Gemeinde.
viele Grüße





Hallo switch,

die Makler mit denen ich bisher zu tun hatte - und das waren wirklich eine Menge - hatten fast nie eine Ahnung von Immobilien. Höchstens vom Verkaufen, vom Verdienen und sich dünn machen wegen falschen Erklärungen ... (und ein paar, wie man erhöhten Schnapskonsum mit filterlosen Zigaretten und Pfefferminzbonbons zu übertünchen versuchen kann)

Auf alle Fälle auf dem Amt nachfragen ob das Anwesen zu Wohnzwecken und Pferdehaltung von Ihnen genutzt werden darf. Schriftlich bestätigen lassen!

Im Außenbereich ist alles anders.

Wenn der Makler nicht vom Eigentümer bezahlt wird, hätte ich da mal einen Tipp.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer





"(und ein paar, wie man erhöhten Schnapskonsum mit filterlosen Zigaretten und Pfefferminzbonbons zu übertünchen versuchen kann)"

muß lachen, hab ich auch schon erlebt.
Is offenbar kein geographisches Problem.

gruß jens



Von allen alkoholischen Exzessen ist nichts gefährlicher als der stille Suff ...



... sagte mal der alte Brecht.

... nein mit den Hausverkäufern scheint das ein Metier- oder Professionsproblem zu sein :-))

Maklers Müh' ist oft umsonst

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmaer





Das der Makler so wenig über das Gebäude wissen muss, hätte ich nicht gedacht. Der Mann will schließlich ne Menge Geld von mir. Da werde ich in Zukunft besonders Vorsichtig sein.
Für weitere Tipps wäre ich aber sehr dankbar.



Hauskauf



Wenn Sie den Makler beauftragt haben, machen Sie ihm unmißverständlich klar, welche Informationen Sie benötigen und lassen Sie sich das alles schriftlich geben. Auch ein Makler steht in der Haftung.

Viele Grüße





Das ist ein richtig guter Tipp. Vielen dank, ich werde den Makler gleich bombardieren. ;-)



Es soll sogar



Makler geben, die Ahnung vom Bauen haben (zugegeben, seltene Exemplare), bloß das glaubt einem keiner...

Herzliche Grüße aus dem Norden





Teilen Sie dem guten Mann nichts vom Denkmalschutz mit und lassen Sie sich mal - schriftlich - bestätigen, dass kein Denkmalschutz besteht und alle Gebäude legal errichtet worden sind.
Es ist sein Job das in Erfahrung zu bringen und nicht sich hinter Vertragsklauseln zu verstecken, die Ihn unangreifbar machen.
Wenn er Ihnen das nicht bestätigen kann was er Ihnen mündlich mitgeteilt hat und Sie trotzdem kaufen wollen ist hier der Zeitpunkt gekommen das Honorar mal um die Hälfte zu kürzen, oder ganz zu streichen.
Der hätte Ihnen evt. etwas verkauft, was nicht die Anforderungen hat, die Ihnen versprochen wurden. Ein Rücktritt vom Kaufvertrag wäre hier sogar möglich - nicht wegen dem Denkmalschutz, höchstens wegen illegal errichteter Bauten.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer