Fichte Landhausdiele 3-Schicht, clingsystem, scwimmend oder verklebt verlegen ?

05.05.2005



Obige Dielen, 16 mm stark, 19 cm breit, 240 cm lang, sollen in meinem Landhäuschen im Fränkischen verlegt werden. Die Verlegfläche ca. 45 qm wird durch Zwischenwandbeseitigung aus 3 Zimmern geschaffen. Boden besteht aus Linoleum bzw.kleiner PVC-Platten und ist eigentlich sehr plan.

Das Häuschen unterliegt starken Temperaturschwankungen, weil nicht durchgehend bewohnt und beheizt wird.

Kann schwimmend verlegt werden oder muß man Kleben ? Verschraubung mangels Holzunterbau ist wohl nicht möglich

Für Rat und Erfahrungen danke ich herzlich

Beste Grüße Walter Raum



Diese Frage ist,



hallo,
nicht leicht zu beantworten.
Bei der Größe der Fläche sind schon die Grenzen für eine Verlegung ohne zusätzliche Dehnungsfugen erreicht. Auch die Randfugen müssen sehr groß ausfallen. Wenn die Fläche L- oder U-förmig ist sind Fugen vorzusehen. Das gilt vornehmlich für die schwimmende Verlegung.
Es gibt ein Verlegesystem ( Sika ) welches ein Verkleben ermöglicht und dem Holz noch einen maximalen Bewegungsspielraum gibt.
Bei einem Klicksystem ist in jedem Falle anzuraten, die kurzen Stöße zusätzlich mit Holzkaltleim zu sichern, da die Verschlüsse die auftretenden Zugkräfte nicht unbedingt halten.
Grüße Lukas



Danke Lukas,



das sind wertvolle Tipps.

Die Fläche wird durch die zwei Mauerdurchbrüche tatsächlich L-förmig. Da für Deckenträger ohnehin Mauervorsprünge stehenbleiben, könnte ich mir vorstellen, dass zusätzliche Fugen jeweils im Rahmen von Querbrettern bei den Durchbrüchen installiert werden.
Was meint Lukas ?

Gibt es zusätzliche Meinungen von Anderen ?????

Noch was: In Fachwerk.de bin ich durch google geraten. Ich finde das Fachwerkportal großartig. Es hilft Renovierern und Sanierern auf einmalige Art. Dank auch an Fachwerk.de

Beste Grüße aus Nürnberg Walter Raum



Lukas meint ;-) da braucht´s mehr Information.



Hallo,
Bilder und Grundriß wären hilfreich.
Wenn mit Querbrettern das gemeint ist, was ich unter Schwellen verstehe, ist das eine Variante, eine Fuge auszubilden.
Bei der Untergrundbeschreibung tippe ich auf "Flexfliese".
Wenn diese vor 1982 eingebaut wurden, ist mit Asbest zu rechnen.
Grüße Lukas



Noch Einen zur Ebenheit.



Das kann und sollte man mit einem Richtscheit (2-3m) überprüfen.
Der reine Schein trügt sonst gern ob der glatten Oberfläche des Belages.
Grüße Lukas



Vereleimen der kurzen Stöße



ist bei Einhaltung der Versätze der einzelnen Bretter (steht ausführlich in jeder Verlegeanleitung der Bodenhersteller) nicht nötig. Es kann sogar eher zu Problemen führen, da die Klicktechnik nicht für die Verleimung vorgesehen ist - es fehlt schlichtweg der Platz für den Leim. Wenn man dann zu viel Leim angibt kann es dazu führen, daß man die Bretter nicht mehr richtig zusammenfügen kann.

Viel Spaß

Martin Weishaupt



Hallo Martin,



vielleicht habe ich mich etwas mißverständlich ausgedrückt.
Der Leim soll natürlich nicht wie bei Nut/Federverbindung über die ganze Breite sondern nur mit zwei kleinen Punkten angegeben werden.
Leider sagt die Erfahrung, daß die Verschlüsse (wegen Fertigungstoleranzen oder minderwertigem Trägermaterial) allein oft nicht ausreichende Zugfestigkeit bieten.
Die Hersteller werden diese Unzulänglichkeit der tollen Klicksysteme natürlich nicht in die Prospekte und Verlegeanleitungen schreiben. Beim direkten Gespräch mit dem Fachberater bekommt man genau diese Aussage.
Auch das selbstverständliche Einhalten des Versatzes schützt da nicht ausreichend und ist auf Grund des Quell- und Schwundverhaltens, welches sich auf der ganzen Länge des Panels abspielt, dafür nicht von großer Bedeutung.
Grüße Lukas