Perlitefüllung der Luftschicht

10.09.2008



Guten Tag Herr Stach,
ich beabsichtige, den 20 mm Hohlraum hinter dem Klinker (Achtung! Dahinter noch 50 mm Mineralwolle, nicht hydrophob!) mit Hyperlite-KD auszufüllen.
Referenzstellen haben gezeigt, daß das gut geht.
Meine Frage:
Besteht die Gefahr der Durchfeuchtung der Mineralwolle?
Z.B. durch innen ablaufendes Wasser, das dann auf dem Weg nach unten zur Mineralwolle geführt wird?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
mfG Eckart Holz





Hallo Herr Holz,

zwar bin ich nicht Herr Stach, aber lt. Herstellerangaben ist Knauffs Perlite KD ein Kerndämmstoff der ausschließlich zwischen zwei Mauerwerksschalen eingebracht wird.

Die Luftschicht hat den Zweck in der Mineralwolle Feuchtigkeit abzuführen. Ich nehme mal an, dass die Wand Lüftungsschlitze hat und/oder nach oben in den Dachraum entlüftet. Wenn nun der existierende Luftschlitz mit Perlie befüllt wird kann die Feuchtigkeit vermutlich nicht in ausreichendem Maß abgeführt werden

=> diese bleibt dann länger in der Mineralwollschicht, sodass diese auch anfangen kann zu schimmeln usw ...
=> nasse Wärmedämmung dämmt nicht und kann dann durch die Perlite (20mm => 2 kg/qm) auf Dauer zusammengedrückt werden.

Würde ich lassen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Perlitefüllung de Luftschicht



Hallo Herr Kornmayer,
vielen Dank für Ihren Beitrag zu meiner Frage.

Ich hatte etwas Gutes tun und erreichen wollen, werde es aber nun lieber lassen.

Beste Grüße aus Düren
Eckart Holz





Bei den heutigen und zu erwartenden Energiepreisen nicht verwunderlich Herr Holz.
Das Geld in Solar oder Erdwärme investieren?!

gruß jens



Perlitefüllung der Luftschicht



Hallo Jens,
danke für den Anstoß.
Genau das tue ich:
Die Zugänglichkeit zu der Luftschicht von oben ist nur dadurch entstanden, weil die beidseitigen Giebelfassaden abgenommen wurden und mein Haus zunächst eine neue komplette obere thermische Hülle bekommt (inkl. verbesserte Dachdämmung).

Danach wird eine Voltaikanlage der Größe installiert, daß in diesem ersten Schritt die komplette Energiebilanz des Hauses (inkl. elektr. Energie für den Haushalt! und bei ca. 9.000 kWh Heizöläquivalent) neutral wird (quasi ein Null-Energie-Haus).

Wenn dann später das Geld noch reicht, denke ich an eine Wärmepumpe, um die Energiebilanz dann nochmals zu verbessern (dann sogar ein Minus-Energie-Haus).

Die Nachbesitzer hätten dann noch die Möglichkeit, die Klinkerfassade von Grund auf zu verbessern.
Das wäre für mich einfach zu viel des Guten.

Beste Grüße
Eckart Holz