Feuchtigkeitseintritt von außen, Abdichten baulich unmöglich, was tun?




Hallo!
Mein Haus, Bj. 1794, mit diversen baulichen Ergänzungen bis in die siebziger Jahre ist direkt mit zwei Stockwerken in einen Kalksteinberg gebaut. Aufgrund eines Anbaus in Bergrichtung im dritten Stockwerk ist ein Abdichten der bergseitigen Wände von außen unmöglich. Womit kann ich diese besagten Mauern beschichten, damit ich nicht nur auf diverses Mauerwerk blicken muß? Sanierputz scheint mir hier nicht die geeignete Lösung zu sein. Bin für jeden Tip dankbar.



Kalkmörtel



Mein Bekannter hat ein Haus im Sauerland wo mal die gleichen Probleme auftragten.
Er hat alles mit Luftkalkmörtel PS50 behandelt..Funktioniert bis Heute einwandfrei.

Das Produkt bekommen Sie bei der Fa.Solubel.

LG.P.Schneider



Sofern im Kalkstein ...



... keine wasserführenden Tonschichten eingelagert sind, dürfte hangseitige Feuchte eigentlich kein Problem sein.
Von daher würde ich - entsprechend geeignete Untergünde voraussetzend - entweder einen Luftkalkputz oder einen Lehmputz empfehlen.





Hallo,

die Methode Luftkalk funktioniert nur so lange, wie sich der Feuchteeintrag in Grenzen hält. Darüberhinaus wird es schwierig.
In ganz problematischen Fällen muss eine Spezialfirma ran:
Drytech, eigentlich für Tunnelabdichtung und unterirdisches Bauen.

Grüße





Hallo,

die Methode Luftkalk funktioniert nur so lange, wie sich der Feuchteeintrag in Grenzen hält. Darüberhinaus wird es schwierig.
In ganz problematischen Fällen muss eine Spezialfirma ran:
Drytech, eigentlich für Tunnelabdichtung und unterirdisches Bauen.

Grüße



Luftkalk oder wie oder was?



Hallo

der SP 50 wäre, denke ich nicht schlecht.
Allerdings wäre es nicht schlecht, die Problematik sehen zu können um da was greifbares sagen zu können.

Lehmputz scheidet für mich da aus, denn der verhält sich mit tropfendem Wasser wie Butter im warmen Topf.

Sanierputz ist da und überhaupt eher kontraproduktiv.

Gesamtkonzept

Gutes Gelingen

Florian Kurz
www.slow-house.de



Kurze Zwischenmeldung



Hallo!
Vielen Dank für die schnellen Reaktionen.
Der Luftkalktip erscheint mit plausibel. In Unkenntnis der verfügbaren Materialien hatte ich an so etwas eigentlich gedacht.So als halbwissender Mitdenker...
Dankeschön in jedem Fall an alle Antworter!
Grüße.



feuchte Wand



Wie äußert sich denn dieser Feuchteeintritt konkret?
Fotos wären gut!
Wie werden diese Räume genutzt?

Viele Grüße



Antwort



Irgendwelche Renovierungsverbrecher hatten die Ziegelmauer verputzt, dann mit Styro versiegelt, Gipskartonplatten drüber und dann gefliest. Man kann sich vorstellen, wie das aussah.Hinter der Ziegelmauer ist die Stadtmauer. Der Raum soll die Heizungstherme beherbergen. Plus eine Waschmaschine.Wenn´s nicht so häßlich wäre, ließe ich die Wand offen, ist so in einem weiteren Kellerraum völlig trocken. Aber das Luftkalkputzding scheint mich zu überzeugen...
Dank und Gruß.



Feuchte Wand



Heißt das nun das die Feuchteerscheinungen durch Kondensat, also von innen, hervorgerufen wurden oder das sich flüssiges Wasser von außen seinen Weg durch die Wand gesucht hat und sich hinter der dichten Beschichtung aufstaute?
War die vorhandene Wandbekleidung beschädigt bzw. gab es Feuchteschäden am Gipskarton und am Fliesenbelag?
Wie wurde der Raum früher genutzt?

Viele Grüße



Antwort



Da war " nur" Schwitzwasser zwischen Putz und Styropor. Kam unter Umständen auch durch die Stadtmauer vom Berg. Seit ich das alles entfernt habe, unter Einsatz eines Lufttrockners das Raumklima reguliert habe, ist die Luftfeuchtigkeit in Ordnung. Für mich stellt es sich daher so dar, daß das Auftragen einer atmungsfähigen Putzschicht (Kalkmörtel) hier die geeignete Lösung ist. Die Feuchtigkeit von innen ist absolut zu vernachlässigen.
Liege ich da richtig?



Eigentlich...



... ist überhaupt nichts klar, außer dass der Entfeuchter die Feuchte reduziert hat.

VG, sh



...der Luftentfeuchter...



...ist seit geraumer Zeit nicht mehr in Betrieb. Das Raumklima ist dennoch seitdem ausgeglichen.



Dann scheint...



... es gut gelaufen zu sein.

Toitoitoi für die Schneeschmelze im Frühjahr...

LG, sh



Wandfeuchte



Also ein typischer, alltäglicher Baufehler bei Eigenleistungen.
Weder die GK- Vorsatzschale noch die vorgesetzte nicht kapillaraktive Innendämmung waren dampfdicht verarbeitet. So entsteht Kondenswasser auf der Wandinnenseite.
Ein gefundenes Fressen für unseriöse, selbsternannte Fachleute im Bereich Trockenlegung, die Injektionen mit Wunderharzen, Wandaufsägungen, elektroosmotische Verfahren und blinkende Zauberkästchen zur "Feldumpolung" usw. verkaufen.
Seien sie froh das Sie denen nicht unter die Finger gekommen sind. Mit dem Rückbau der Vorsatzschale und der Trocknung hat sich Ihr Problem erledigt.

Viele Grüße