Wandtemperaturen

26.01.2007 Mark B.



Hallo,

ich habe heute mal die Wandtemperaturen mit einem Infrarotthermometer gemessen und eine enorme Spannbreite bei den verschiedenen Wandtemperaturen (Innenwand) festgestellt. Die Kluft in den Wohnbereichen liegt zwischen 10 Grad C. bis 19/20 Grad C.

Es ist weder Schimmel noch Feuchtigkeit vorhanden (habe jedenfalls noch nichts dergleichen festgestellt).

Das Haus ist nicht Wärmegedämmt oder nach irgendwelchen neuen Kriterien isoliert (will und kann ich auch nicht).

Das derzeitige Wohnlima im Haus beträgt im Durchschnitt 20-22 Grad C. Die Hygrometer zeigen eine relat. Luftfeuchte von 30 %. Ich selber empfinde die Luft aber nicht als zu trocken.

Meine Frage lautet: Ab welchen Wandtemperaturen der Innenwände wird es kritisch für das Gemäuer??

Gruß

Mark



Gute Luft



Hallo Mark,
Ihre Luft ist auch nicht zu trocken.
Welche Heizung haben Sie?
Daraus ergeben sich alle anderen Faktoren.
Kritisch wird es auch nicht, denn bei fallenden Temperaturen wird draussen die Luft immer trockener.
Wenn Sie auch noch alte Türen und Fenster ohne Gummidichtung und Bauschaum haben, regelt sich der Dampfdruckausgleich von innen nach aussen selbsttätig.
Besser gehts kaum.

Alles Gute





Hallo

und danke für die schnelle Antwort.
Ich habe eine ganz normale Gasheizung von Buderus. An der Hausfront sind neue Fenster drin. Hinten sind noch Holzfenster (50/60ziger Jahre mit Einfachverglasung vorhanden. Diese sollen auch erhalten bleiben. Querlüftung erfolgt 1 x am Tag. Wie gesagt, das Haus hat keinerlei moderne Isolierungen!!

Mir machen jedoch teilweise die Temperaturen der Innenwände sorgen. Sind diese nicht zu niedrig???

Gruß

Mark



Heizung



Schauen Sie doch mal nach Ihren Heizflächen, ob etwa kalte Innenwände angestrahlt werden oder nicht, das ist ein Unterschied, weiterhin Luftströmungen. Denn Heizkörper sind vorwiegend an Außenwänden, die sollten also wärmer sein.
Insgesamt würde ich mir momentan keine Sorgen machen, so lange nicht explizite Probleme auftreten.
Mit Strahlungsheizung hat man so etwas nicht...

Alles Gute



Taupunkttemperatur



Hallo Mark,
die Taupunkttemperatur ist abhängig von der relativen Luftfeuchte, dem Luftdruck und der Raumtemperatur.
bei 10°C Raumtemperatur und 60% rel. Luftfeuchte beträgt sie ca. 2,6°C. Bei 20°C Raumtemperatur und 30% rel. Luftfeuchte liegt der Taupunkt bei 1,9°C. Solange die Luftfeuchte gering ist, passiert also nichts. Auch wenn kurzzeitig einmal etwas Kondensat auftritt, kann das von einer diffusionsoffenen Wand problemlos aufgenommen werden. Kritisch wird es, wenn hohe Luftfeuchten vorhanden sind. Schon eine Absenkung der Raumtemperatur oder der Bauteilinnentemperaturen führen dann zu Kondenswasser. Beispiel: Bei 20°C und 75% rel. Luftfeuchte liegt der Taupunkt bei 15,4°C! Um Dir ein Gefühl für die Wassermengen in der Luft zu geben:
Die Wasserdampfsättigungsdichte der Luft (das sind 100% rel. Luftfeuchte) beträgt bei 0°C 4,9 g/m³, bei 10°C 9,4g/m³ und bei 23°C 20,6g/m³.

Viele Grüße
Georg





Vielen Dank für die Antworten. Gedanklich sah ich schon Katastrophenbilder.Bei mir ist jetzt in der Winterzeit die rel. Luftfeuchte eher sehr gering (sogar lt. Hygrometer auch schon 10-20% rel.Luftfeuchtigkeit).
Jedoch im Sommer oder im Herbst gibt es Tage, in denen die rel.Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Aber auch hier ist das Wohnklima stets angenehm (für mich jedenfalls).

Gruß

Mark



Hygrometer testen



10-20% scheint mir sehr gering. Das Hygrometer kann man testen, wenn man es in einen feucht-warmen Lappen einwickelt. Sollte dann etwa 100% relative Feuchte anzeigen.

Ist die Luftfeuchte wirklich 10-20%, hat der Schimmel keine Chance.

Grüsse
stt



Taupunkttabelle



Hallo,

anbei ein Link zu einer Taupunkttabelle:

http://www.energieberater-lorsch.de/dokumente/taupunkttabelle.html

Gruß T.Bucher