luftdichte Ebene Dach - durchlaufende Deckenbalken



luftdichte Ebene Dach - durchlaufende Deckenbalken

Hallo!

Ich bitte um Rat bzw. Meinungen zu folgender Problematik:

Wie in einem anderen Thread bereits erwähnt, bin ich dabei, das Dachgeschoss neu zu dämmen. Das Haus ist ein 1950er EFH ohne Keller. EG + DG, dazwischen eine Holzbalkendecke, welche von unten sichtbar ist. D. h. der komplette Fußbodenaufbau/Deckenaufbau spielt sich oberhalb der Deckenbalken ab. Dies nur am Rande.
Wie viele schon vor mir, muss ich mir eine Lösung zur Herstellung der luftdichten Ebene des Daches überlegen. Geplant ist: Sparren mit Sparrenexpander aufdoppeln, nach außen zur Lattung/Eindeckung Luftschicht lassen, da keine Unterspannbahn vorhanden, Rest mit Mineralwolle dämmen, Dampfbremse, Lattung, Gipskarton.
Mein Augenmerk gilt der Befestigung der Dampfbremse im Fußbereich des Daches. Idealerweise sollte sie nach unten durchgezogen und auf der Innenseite des verputzten Mauerwerks der EG-Außenwand verklebt werden.
Meine Deckenbalken laufen senkrecht auf die Traufe zu, liegen auf der 24er Ziegelsteinwand auf, laufen aber nach außen weiter bis an die Innenseite des Traufkastens. Die Balkenköpfe sind also nicht im Mauerwerk eingebunden, sondern gucken außen wieder aus dem Mauerwerk raus, sind dort aber durch den Traufkasten verdeckt und von außen am Haus nicht sichtbar, aber dementsprechend luftumgeben.
Die Fußpfette sitzt innen etwas vor dem MW auf den Deckenbalken. Die Sparren laufen auf die Fußpfette auf und stoßen hinter der Fußpfette auf den Deckenbalken.
Zwischen den Deckenbalken ist auf dem Ziegelsteinmauerwerk die Ausfachung mit grauen Bimsbetonsteinen aufgemauert. Diese haben allerdings Flaschenumfang-große Löcher drin, die nach außen zeigen. Das heißt, hier anzukleben, wäre quatsch, da nicht luftdicht. Außerdem Kältebrücke...
Ich habe nun eines dieser Gefache leergeräumt und diese Betonsteine ausgebaut. Man sieht auf den Fotos nunmehr nur das Ziegelmauerwerk unter den Deckenbalken.
Nun zu meinen eigentlichen Fragen: ich würde die Dampfbremse an der Dachschräge innen vor der Dämmung nach unten führen und auf das neu gemauerte und verputzte Gefach laufen lassen, dort verkleben bzw. die Dampfbremse auf das wie in den Bildern zu sehene freigelegte MW (vorher verputzen) ankleben und darauf das Gefach ausmauern.
In dem Bereich, wo die Deckenbalken diese Ebene durchstoßen, Dampfbremse und Balken verkleben bzw. mit flüssiger Dichtung von Dörken einbinden.
Eine bessere Lösung fällt mir nicht ein und mir ist klar, dass die Luftdichtigkeitsebene in einem Altbau schwer herzustellen ist.
Die Befestigung auf der Fußpfette fällt aus, da hinter der Fußpfette ein kleiner Zwischenraum zum ausgemauerten Gefach ist und die Fußpfette außerdem nicht mehr im allerbesten Zustand ist, heißt: nicht wirklich luftdicht...
Würdet ihr da mitgehen können oder sieht jemand eine andere Lösung?
Was macht der Taupunkt mit dem nach außen durchlaufenden Deckenbalken?
Das 24er Mauerwerk ist übrigens vor ein paar Jahren vom Vorbesitzer mit 6cm Fassadendämmung versehen worden. Diese geht genau bis zum Dachkasten. Eine weitere Frage wäre daher: sollte ich die Gefache innen zwischen den Deckenbalken alle leerräumen und neu vermauern, sollte ich die 6cm Dämmung außen (im Dachkasten) nach oben fortführen, bis sie auf die dann neu eingebaute Dachdämmung trifft?

Für fachkundige Anmerkungen, Lösungen bedanke ich mich im Voraus.

Stephanie



Bild 2


Bild 2

Da anscheinend immer nur ein Bild hochgeladen werden kann, hier weitere...



Bild 3


Bild 3

Bild 3 zu o. g. Post



Bild 4


Bild 4

Bild 4 (letztes) ...



Dämmung und Anschlußprobleme



Ich würde Dir von der Stein- oder Mineralwolle abraten und statt dessen für Holzwolleweichfaser "werben" . Die Windsperre dann an alle Holzteile dicht anschließen (etwas Bastelei), zwischen den Balken vorher aufmauern und Dichtungsband (VKP, ca. 100 % Kompri) zwischen Mauer und und Holzteil. Dämmung hinterlüften ca 5 cm. Für den festen Anschluß unten Hilfslatte auf alle Balken quer schrauben und mit Anpresslatte die Folie sichern, Folie mit Bewegungsschlaufe !



Holzfaser / Anpresslatte



Danke, Olaf! An die Holzfaserplatten habe ich auch schon gedacht. Bei fast 200 m² Dachfläche wird das allerdings ganz schön teuer... Aber besser fänd ich es auch!

Zur Abdichtung noch: meinst du die Anpresslatte von unten vor dem Mauerwerk in der Ecke Mauerwerk/Deckenbalken quer zum Balken? Das wäre leider nicht so schön, da die Decke eine Sichtbalkendecke ist... Deshalb such ich noch nach ner Lösung, die Winddichte Lage nicht seitlich innen ans (verputzte) Mauerwerk zu bringen sondern eher oben drauf. Also eher auf das neu ausgemauerte und verputzte Gefach oben drauf Kleben und anpressen. Aber das wird eine ganz schöne Flickelei - so oder so...
Im Grunde soll es von unten nachher so aussehen: die Wand ist verputzt in der Ebene der Wand bis unter die etwas nach innen vorstehende Fußpfette. Die Deckenbalken durchstoßen diese Ebene... Das heißt, wenn ich die Dampfbremse innen ans Mauerwerk bringe, dass ich sie einputzen müsste, damit man sie nachher nicht mehr sieht (Spezial Einputz-/Anschlusssystem von geeignetem Anbieter). Ansonsten sieht man sie (bei Aufbringen auf verputztes Mauerwerk), da ansonsten hier nichts weiter verkleidet/abgehangen wird.
Deshalb die Idee mit dem Anbringen oben auf dem ausgemauerten Gefach...
Sieht jemand noch eine andere Möglichkeit?



Schnitt



Wenn Dui mal einen Schnitt skizzieren würdet, wie weit Deine Dämmung vorsteken soll und wie weit Du aufmnauerst - da brauche ich nicht raten oder versuchen, Deinen Text zu deuten



Das


Das

ist der Schnitt durch den Traufpunkt... Die Zeichnung ist etwas ungenau - der Sparren endet natürlich nicht so knapp auf dem Deckenbalken. Dieser ist eigentlich etwas länger.

Zur Dampfsperre bzw. Anpresslatte: ich habe rot eingezeichnet, wo ich die von dir (Olaf) angedachte Anpresslatte vermute. Dort wäre sie unschön, wegen der Sichtbalkendecke.



Schnitt



okay, da haben wir uns mißverstanden - zwischen den Balken noch ausmauern, Grund- (quer) und Traglattung (Sparrenexpander = Grundlattung) oberhalb der Deckenbalken und dort in über die Grundlattung die Windsperre/Dampfbremse, um in der Traglattung noch die Installationsebene unterzubringen. Die Grundlattung + Sparrensämmung sollte die notwendige Dämmung aufnehmen. Da Du für Deine Bekleidung neben den senkrechten Traglatten noch die waagerechte Abschlußlatte auf dem Balken brauchst, kann diese als Anpresslatte funtionieren. Die Grundlatte kannst Du dann gut mit einer überputzbaren Folie (aus der Fenstermontage) an die Ziegel und die einbindenen Balken verdeckt anschließen - das wird natürlich ein Gemiemel, wie der Sachse sagt :-)