Hinterlüftung der Dämmung bei verschaltem Dach?

25.02.2011



Hallo,
haben ein altes Haus und wollen nun das Obergeschoß dämmen. Der Aufbau soll von innen nach Außen wie folgt aussehen:
1. Gipskarton
2. 3 cm Untersparrendämmung
3. Dampfbremse Isover Vario KM Duplex
4. 18 cm Klemmfilz
5. 3 cm Luft
6. Holzverschalung mit Brettern
7. altes Bitumendach
8. diffusionsoffene Untersperrbahn
9. neues Dach, Lattung mit Ziegeln

Nun meine Fragen: Trotz der guten Dampfbremse (trocknet wohl auch nach Innen) muss ich ja die 3 cm Luft lassen und für Belüftung sorgen? Zwischen altem und neuen Dach kann die Außenluft zirkulieren. Dachte bohre zwischen den Sparren unten und oben jeweils 2 Löcher in Steckdosengröße zur Belüftung. Reicht das von der Größe aus? Schlimm, wenn ich dabei die Untersperrbahn etwas anpikse?
Danke!





Hallo, [pubimg 21794]


Da fehlt eindeutig der sommerliche Hitzeschutz.

Ich würde die Bitumenpappe runterhauen und dann 60 mm HWF- Platten als Aufdachdämmung drauf bringen.
Anstatt der Mineralwolle würde ich Zellulose oder Hanf als Zwischensparrendämmung nehmen.

Dann können Sie das Dachgeschoss auch im Sommer nutzen.

Grüße aus Schönebeck





Hallo,

den sommerlichen Hitzeschutz kriegen Sie auch mit einer entsprechenden unterdeckbahn hin (weiße Außenseite). Aber das Altbitumen sollte runter.

Grüße



Stimmt



Delta Maxx Titan währe wohl das beste in diesem Fall.





Herr Beckmann, Herr Beckmann,

mit welcher Unterdeckbahn kriegen Sie denn einen sommerlichen Hitzeschutz hin?
Das wissen ja noch nicht mal die Hersteller das diese Bahnen auch einen solchen Schutz liefern.

Grüße aus Schönebeck



Sie hätten...



beim neudecken des Daches die Schindeln mit herunter nehmen sollen. Aber ihr Dachdecker hat bestimmt gesagt das muß nicht, kann drauf bleiben dan wird´s billiger. Oder? Die Masche machen viele. Großer Fehler!
1. Hilft die Luftschicht nur, wenn Zu- und Abluft vorhanden sind.
2. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie eine Windichtheitsschicht in die Sparrenebenen bringen.
PS: Wer hat die Unterpannung auf die Schindeln verlegt? Oder habe ich nur falsch verstanden?





@Kollege Struwe,

Doerken, hat aber auch schon mein Vorschreiber gepostet.

Grüße vom Niederrhein





Herr Beckmann,

das hier habe ich Ihnen mal von der Seite des Hersteller kopiert:

>>>“Die Temperatur in Dachräumen kann gegenüber Gebäuden mit konventionellen, nicht reflektierenden Unterdeckbahnen um bis zu 2 °C gesenkt werden”<<<

Sage und schreibe
>>>KANN BIS<<<
zu 2 Grad...

Unter Hitzeschutz verstehe ich etwas anderes.
Ob die Bodenkammer im Sommer eine Temperatur von 35 oder 33 Grad hat dürfte doch wohl recht egal sein.


Grüße aus Schönebeck



Hallo an alle



Die Löcher zwischen die sparren würde ich auf keinen Fall bohren. Gründe: bei Dämmungen ist die winddichtigkeit sehr wichtig. Falls diese nicht gegeben ist durchströmt z.b. Im Winter kalte Luft die dämmng und verringert so den dämmeffekt wesentlich. Dadurch dass du schon mit einer dampfbremse arbeitest ist der feuchteproblematik schon genüge getan.

Etwas widersprüchlich finde ich die kombination zwischen dem alten bitumendach und der diffusionsoffenen untersperrbahn. Bitumen sind meines erachten diffusionsdicht. Falls das bitumendach noch funktionstüchtig ist würde man keine untersperrbahn benötigen (feuchteschutz). Wenn man das diffusionsoffene wichtig findet müsste man die Bitumen entfernen.


Für den sommerlichen hizeschutz wäre hwf auch meiner Meinung förderlich. Einen großen Effekt durch eine Folie ist für mich nicht nachvollziehbar. Sommerlicher hitzeschutz hat was mit Wärme Speicherkapazität zu tuen. Es gilt je mehr Wärme die Dämmung speichern kann, desto weniger geht in den Raum. Es gilt auch oft je mehr Masse, desto besser der sommerliche wärmeschutz. Eine Folie (auch mit weisser aussenfläche) hat diese Eigenschaft meines Erachtens nicht in dem mass.

Grus

Peter



Bei einem organischen Dämmstoff könnte man vielleicht auf die ....



... Hinterlüftung verzichten.

So wie hier der Aufbau mit dem Klemmfilz beschrieben wird, würde ich für eine ordentliche Hinterlüftung sorgen. Die Mineralfaser kann keine Feuchtigkeit verarbeiten, bzw. weiterleiten.

Besser wäre das natürlich ohne Bitumenschindeln gewesen. Wenn das Neudach auf dem Altdach jetzt schon gesetzt wurde, dann braucht es eben die Zu- und Abluft von Traufe zu First. Die drei Zentimeter würde ich mir konstruktiv sichern.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



pro



laufenden Meter Sparrenfeld sollten 200 cm2 = 3 cm freie Lüftung von Traufe zum First sein. (der eine Zenti ist der Ausgleich für etwa 20% Sparrenanteil je Meter Dachfläche).
unbedingt verhindern (Abstandshalter), dass die Dämmung später sich aufstellt und die Durchlüftung verhindert.