Dachloggia

23.08.2010



Hallo Zusammen,

ich möchte nun endlich meinen 83 Jahre alten Dachboden ausbauen. Ca. 1/4 davon möchte ich auf der Westseite als offene Dachloggia umbauen lassen (Walmdach, Dachöffnung ca. 3 m in der Breite. Nun habe ich mich bereits über zwei Zimmermänner kundig gemacht, ob der Einbau möglich ist. Zimmermannstechnisch ist die Aufschlagung der Loggia kein Problem.Nur bei Dämmung und Dichtigkeit (darunter Wohnbereich)habe ich ein flaues Gefühl.
Also, ich habe eine Holzbalkendecke mit Dielung, Sparschalung und Schlacke- bzw.Bauschuttfüllung, welche dann der Witterung unterliegt. Alles gut erhalten und trocken bzw. Schadfrei.Die betroffene bzw. geöffnete Fläche, würde ca 6-8m² Dachfußboden betreffen.
Kann mir hierzu jemand Auskunft geben, wie eine geeignete Dämmung aussehen könnte und die Oberfläche und Dichtigkeit sicherzstellen wäre.
Danke im Vorraus für Eure Ratschläge.
Gruß
Mafro





wo soll denn die Entwässerung der Loggia hin?

Loggias sind ein Thema für sich, ohne eine Besichtigung des Ist-zustandes kann hier kein seriöser Dachdecker was genaues zu sagen.
Es sind viele Dinge die zuerst geklärt werden müßten, z.b: die Entwässerung, die Anschlußhöhe der Türen usw.



Flachdach



auf Balkenlage

ein Thema dem sich schon Vitruv gewidmet hat.

Einfach da nachlesen und nachmachen.

Ist zwar nicht DIN gemäss - wird aber genau so lange (evtl. auch länger halten als die x-lagigen Zauberkonstruktionen in Plastik - Asphalt Blech und Chemie!

An Sonsten:
Planen und ausführen lassen von richtigen Fachleuten: Nicht von Industrievertretern

FK



Um



Sascha noch zu ergänzen:

Evtl. wird ein Gutachten vom Prüfstatiker nötig (Eingriff in vorh. Dachkonstruktion).

Klärung der Brandschutzanforderungen (bei uns F90, weil über Anleiterhöhe).

Eine Bauvoranfrage schadet auch nicht, bei uns kriegste das nur mit sehr dickem Schädel (und frag nicht wieviel Wartezeit) genehmigt.

...dann kommen erst die technischen Feinheiten.

Rechne mal grob mit 25 000,- ohne viel Schickimicki.

Gruss, Boris

P.S. Bitte trotzdem nicht entmutigen lassen, ich find die Dinger auch schick.....



Dachloggia



Wohl dem der so was zu überschaubaren Kosten und mängelfrei planen und bauen kann.
Ich traue mich an so was nicht ran.

Viele Grüße



meine



Erfahrung bei alle den Balkons, Terrassen und Loggia in meinem Sichtkreis: sobald sie sehr ins Haus ragen, oder sich über Wohnraum befinden: Es wird irgendwann durch ein paar Fenster zu einem Wintergarten umgebaut: Also vorher genau überlegen, ob die frische Luft mit weniger Aufwand und Riskio auch an anderer Stelle geschnappt werden kann und statt dessen eine wunderbare Ergänzung zum Wohnraum durch einen richtig geplanten Wintergarten eingebaut werden könnte. Auf lange Zeit rechnet sich das. Meine Meinung !



Von einer



innenliegenden Entwässerung kann ich nur abraten.
Eine Traufseitige mit Gefälledämmung.
Abdichtung nicht auf Bitumenbasis sondern mit Folien.
FK , Wolfin u.s.w
Es ist machbar, muß aber gut geplant werden.
Aber bitte mit einem Fachberieb und keine Samstagshobbythekendachdecker.



Dachloggia



Hallo,

herzlichen Dank für Eure Antworten. So richtig ist mein flaues Bauchgefühl dennoch nicht weg.
Statiker, Architekt und Brandschutzumensch sind in Anmarsch.Die Baugenehmigung ist notwendig, weil über meinem Wohngebiet ein B-Plan liegt. Die Damen vom Amt, haben mir aber in Aussicht gestellt, dass das BV genehmigt werden kann.
1. Die Entwässerung erfolgt direkt in die Dachrinne.
2. Dachdecker und Zimmermann sehen im BV kein Problem, nur zur Dämmung und Abdichtung bekomme ich keine klare Aussage.
3.Würde mich freuen, wenn mir jemand der bereits mit dem Einbau von Dachloggien "experimentiert" hat, seine Erfahrungen mitteilen könnte.

Also, es liegen theoretisch nach dem Dacheinschnitt 12m² Dachfußboden frei, welcher dann jeder Form der Witterung ausgesetzt ist. Der Aufbau des Fußbodens besteht aktuell aus
1. Holzbalken
2. Sparschalung (wohl auch Fehlboden genannt)
3. Füllung mit Bauschutt und Schlacke
4. Dielung
5. Entwässerung soll direkt in die Dachrinne erfolgen.
Unter der freizulegenden Fußbodenfläche befinden sich Wohnräume (WZ und Küche), in welchen die Decken abgehängt und leicht gedämmt sind.
Wie kann also der Aufbau (Dämmung + Dichtigkeit) aussehen?
Danke vorab!
PS. Ich finde dieses Forum echt SPITZE!

Liebe Grüße
Mafro



Gefälledämmung!



Der Kollege muß das eigentlich wissen.Lass Dich nur nicht auf eine Bitumenabdichtung ein.
Eine Folienabdichtung mit sauberen Ecken und Anschlüsse.



Dachloggia



Hallo,

die Dämmung inkl. Dichtigkeit soll jetzt wie folgt aussehen:
Schlacke zwischen den Deckenbalken bleibt evt. auch Dielung. Darauf kommt eine Gefälledämmplatte (Spezialdämmung) von mind. 10cm + Schweißbahn. Das sollte m.E. doch so in Ordnung gehen. Oder was meint Ihr?

Danke!
Gruß
Mafro



Dachloggia



Und wie geht es weiter?
Das ist nur der einfache Teil.
So fehlt noch der Belag bzw. die Nutzschicht. Bei 4 m Tiefe (Ihre Angaben waren 3 Meter breit, 12 m²) ergibt das ca. 20 cm Aufbauhöhe. Da ergibt an der Tür eine ganz ordentliche Schwelle. Schon diesen Detailpunkt sachgerecht auszubilden, damit weder Feuchtigkeit eindringt noch Kondensat entsteht ist keine leichte Aufgabe.
Von der Wasserableitung des Restdaches über dem Ausschnitt, der Befestigung der Absturzsicherung, der Ausbildung der neuen Außenwand (die jetzt mitten im Raum steht), der Ausbildung des Übergangs zwischen Terrassenfläche und Durchstoßpunkt Wand/Dach und der Vermeidung von Kondensatebenen nicht zu reden. Eine Menge Raum für Konstruktions- und Aúsführungsmängel.
Suchen Sie sich dafür wenigstens einen Fachplaner, der die Baubetreuung übernimmt bzw. die Ausführung kontrolliert.

Viele Grüße