Holzwurmbefall?




In unserer Doppelhaushälfte Baujahr 58 haben wir bei der Dachumdeckung in den Dielen des Speichers einen Schädligsbefall festgestellt: Die Dielen waren z.T. brüchig und hatten Löcher. Als wir nun die Dielen entfernt haben, mußten wir feststellen, daß auch einm paar Dachsparren in Mitleidenschaft gezogen sind. Meine Frage nun: um was für einen Befall kann es sich handlen und welche Gegnmaßnahmen können wir ergreifen, um die Dachsparren von dem Befall zu Befreien?



Gute Frage!



Leider zu wenig Input! Was für eine Holzart? Wie groß sind die Löcher? Haben die Löcher schwarze Innenwandungen? Welche Form haben die Löcher (rund oder oval)? Wie alt sind die Hölzer? Grüße aus Leipzig von



Holzbock



Ein Bekannter hat sich das ganze jetzt mal angeschaut. Wegen der ovalen Löcher und dem Verlauf der Gänge meint er, daß es sich um einen Holzbockbefall handelt.
Holzart ist unbekannt ( muß sich aber Holzbock dann aber um Nadelholzhandeln, wenn man der Literatur glauben darf) Verbaut wurde das Holz 1958.
Larven oder Käfer haben wir auch in den ausgebauten Dielen nicht gefunden.



Ruhe bewahren!



Wenn es Hausbock wäre, dann haben Sie auch Nadelhölzer im Dachstuhl. Laubhölzer werden nicht angenagt. Bestätigt würde die Diagnose, wenn der Dachstuhl entweder lange nicht ausgebaut, oder noch nicht ausgebaut ist oder ein größerer Bereich von den Kalt- und Warmperioden der Jahreszeiten beeinflusst wird. Bebeilen und abschälen der zerstörten (vermulmten) Bereiche, Restquerschnitt prüfen, ggfs. verstärken von Bauteilen nach evtl. statischer Überprüfung. Wenn der Dachstuhl weiterhin innen unverkleidet bleibt: alles aussaugen und säubern und im nächsten Jahr zwischen Mai und August Fenster im Dachstuhl geschlossen halten und auf ausgeflogene Insekten und neue Löcher achten. Wenn die Hölzer verkleidet werden sollen: chemische Keule in Abstimmung mit einem Sachkundigen für Holzschutz/Bautenschutzfirma (aber bitte eine qualifizierte! ;-) )



Behandlungsmöglichkeiten gegen Hausbock!



Hallo Natascha,
erst einmal genau abklären, um was es sich handelt; sollte es Hausbock sein (nicht Holzbock, das ist eine Zeckenart), hat Hr. Malangeri ja schon eine Vorgehensweise geschildert; als alternative Behandlungsmethode wäre noch das Heißluftverfahren zu nennen (auch hier auf qualifizierte Fachfirmen setzen). Bezüglich der richtigen Vorgehensweise hilft Ihnen aber der Fachmann weiter.

Gruß aus Salzburg



Danke



Vielen Dank für die Tipps.So wie es bis jetzt aussieht, können wir die zerstörten Bereich entfernen und werden wohl anschließend das andere Holz vorsorglich behandeln lassen.
Gruß Natascha