riesiges loch in decke =(




habe mir heute ein Fachwerkhaus das ich kaufen möchte angesehen leider musste ich festellen das selbiges ein riesiges Loch ( geschätze 3 x 3 meter ) in der hinteren ecke der Zwischendecke von EG und OG hat welches laut besitzer durch einen Wasserschaden zustande gekommen sei.
Der vorbesitzer hat auch den oder die Querbalken entfernt aber der große Tragbalken ist vorhanden und in ordnung .

jetzt die frage wie bekomme ich das loch wieder verschlossen um auf den boden bzw der Decke später ein WC bauen zu können ?

mfg heiko



Sorry, es wird wohl mein Mantra...



... ich kann aber nicht anders: "Schau' dass Du jemanden findest, der das Haus mit Dir anschaut!". Bei einem Hauskauf und der Sanierung kann man als Laie so viel Geld "versenken" - egal ob das Haus 3 oder 300 Jahre alt ist! - da ist es sehr sinnvoll vorher ausreichend genau zu schauen, wie gut das Traumschloss in Schuss ist und wie es saniert werden kann.

Nach Deiner kurzen Beschreibung würde ich sehr genau schauen, ob der Wasserschaden nicht noch mehr angerichtet hat in den Wänden und darunterliegenden Decken. Ein solches "riesiges Loch" kann sich aber - für Dich - auch sehr positiv auf den Kaufpreis auswirken - die Behebung kann ein geschickter Zimmermann dagegen vielleicht vergleichsweise kostengünstig erledigen. Also: Nehm' mal einen Fachwerk-erfahrenen Zimmermann mit ins Haus, frag' nach seiner Einschätzung.

Viele Grüße aus Frankfurt

Dirk



Ich stimme Dirk zu



Mein Kaufobjekt hat auch einen Wasserschaden, an vermutlich einer sehr ähnlichen Stelle. Und ja, das hilft bei Preisverhandlungen. ;) Ein "einfacher" Wasserschaden richtet aber nicht derartige Schäden an. Da war entweder über längere Zeit was feucht und/oder da war noch was anderes. Also die Umgebung des Schadens sehr genau in Augenschein nehmen (lasssen).

Bei einem Fachwerkhaus stört es mich allerdings schon ein wenig, wenn da einfach die Balken entfernt werden. Aber unter Umständen kann das sehr dramatisch aussehende Loch das geringste Problem sein. Also auf jeden Fall einen Experten beauftragen, der dir die Sanierungskosten einschätzt. Da kann man als Laie sich nämlich kräftig vertun.



Experten beauftragen ist vielleicht gar nicht notwendig


Vielleicht sieht das Haus bald so aus?

Hallo Heiko,

vielleicht (wahrscheinlich?) ist es gar nicht notwendig, dass Du einen Experten beauftragst. Zumindest war es bei uns so - die ersten Besichtigungen mit Experten haben uns jedenfalls nichts gekostet.

Wir sind so vorgegangen: Die erste Besichtigung haben wir immer allein gemacht. Dabei sind viele Häuser weggefallen.

Dann haben wir uns genauer über die verbliebenen Häuser informiert, haben etwas telefoniert (Anruf beim Stadtarchiv: "Das Haus xyz soll laut Eigentümer im Jahr 1900 gebaut worden sein, kann das sein, das passt irgendwie nicht?" - Rückantwort nach einem Tag "Das Haus ist nach Brandkataster von 1756........"). Und wir sind in die Sprechstunde der Unteren Denkmalschutzbehörde gegangen (irgendwie hatten wir ein "Händchen" für Häuser unter Denkmalschutz...), haben dort weitere Informationen bekommen und unsere ersten Ideen besprochen. Dann haben wir erfahrene Architekten und Denkmalpfleger gefunden, die mit uns die Häuser besucht haben. Und für uns allererste Kostenschätzungen erstellt haben - kostenlos! (Herzlichen Dank nochmals dafür!)

Bei einem Haus - unserem "Ruinchen" - hat dann alles gepasst. Erst dann haben wir einen Vertrag mit einem Architekten abgeschlossen, der uns eine detaillierte Kostenschätzung zur Sanierung erstellt hat. Danach kamen wir aber auch nicht mehr los vom "Ruinchen-Virus" ;-)

Viele Grüße

Dirk



die 3x3 m



kriegt der Zimmermann sicher wieder zu!

Das Problem liegt aber woanders.
Wer würde denn vor dem Verkauf einees Hause so ein großes Loch in den Fußboden reissen? Das ist ja nicht unbedingt verkaufsfördernd.
Entweder der Schaden soll nicht mehr sichtbar sein, oder der Schaden gefährdet auch andere Bauteile, oder beides.

Das riecht ein wenig nach übereilter Schwammsanierung, dann hätte der Tragbalken aber vielleicht auch ausgetauscht werden müssen.

Was man braucht ist eine schriftliche Erklärung vom Vorbesitzer hinsichtlich des Schadens, einen Sachverständigen, der die verbliebene Substanz untersucht und einen Zimmermann, der die Sache repariert.

Ein K.o. Kriterium ist das nicht zwangsläufig, könnte aber Einfluss auf den Kaufpreis haben.

good luck

wünscht Götz



der wasserschaden



laut vorbesitzer war auf dem teil des hauses wohl einmal ein bad gewesen welches ein undichtes Rohr (bzw rohrbruch)hatte ich habe auch mitbekommen das es irgendwie über Versicherung reguliert wurde, er aber das Loch nicht wieder verschliessen wollte da er plante dort dann eine Treppe einzubauen.
aber die wände sahen an dem teil trocken aus zumindest im unteren teil und im DG über dem loch war auch nichts zu sehen.
preislich wird sich da wohl eher am Kaufpreis nichts mehr machen lassen da es schon sehr günstig ist mit knapp über 40.000 € und neuer heizung

gruß heiko





Ein undichtes Abflussrohr in einer Holzdecke ist genau das, was man für einen Hausschwamm braucht. Das Holz wird sich ja nicht plötzlich in Luft aufgelöst haben.

Auch wenn die Story stimmt, ist so ein Gutachten denn irgendwie mit Schmerzen verbunden?
Das kostet natürlich, aber wird es kosten, einen Befall in ein paar Jahren fachgerecht zu sanieren?
Wenn das Haus 40k€ kostet, wird doch sicher einiges zu machen sein. Da wird das Geld für den Sachverständigen doch in der Gesamtsumme untergehen.
Hier im Forum sind sicher einige, die grob angeben können, was das kostet.



?



"Experten beauftragen ist vielleicht garnicht notwendig"...

..."Dann haben wir erfahrene Architekten und Denkmalpfleger gefunden, die mit uns die Häuser besucht haben. Und für uns allererste Kostenschätzungen erstellt haben"

Das ist doch ein Widerspruch in sich?!



Experten beauftragen = bezahlen



Hallo,

das hatte ich nicht genau genug beschrieben: Damit habe ich gemeint, dass wir bis einschließlich der ersten überschlägigen Kostenschätzung nichts zahlen mussten. Wir hatten dabei sicher auch Glück und nette Experten gefunden, die gemerkt haben mit wie viel Herzblut wir an die Haussuche gegangen sind.

Für alle weiteren Untersuchungen, Kostenplan, Aufmaß etc. haben wir bezahlt.

Also: Wenn man vor so einem "Loch im Haus" steht, kann man zumindest versuchen, ob nicht ein guter Zimmermann oder Architekt das ganze anschaut und zunächst ohne Bezahlung seine Meinung dazu sagt. Dann kann man immer noch entscheiden, ob man mehr Geld in die Hand nimmt für die weiteren Untersuchungen. Hat man erst mal selbst Geld in das fremde Haus gesteckt, ist es schwerer "nein" zu sagen...

Viele Grüße

Dirk



Rohrbruch



Bei "meinem" Haus war es auch ein Rohrbruch im Bad darüber. Der bemerkt wurde, dals das Wasser unten zur Haustür rauslief (war also recht viel Wasser). Das hat den Lehmputz im Raum drunter das Leben gekostet, ein paar Ausfachungen fanden das nicht so prickelnd und die abgehängte Decke musste raus. Die Deckenbalken hat das allerdings wenig beeindruckt. Aber wie gesagt, das war einmalig nass und ist dann wieder getrocknet.

Deine Beschreibung klingt eher nach einem kleinen Leck, was dann über lange Zeit die Decke durchnässt hat und so ein tolles Klima für Pilze und Co. geschaffen hat. Lass dir das ursprüngliche Gutachten des Schadens zeigen (wenn das über die Versicherung gelaufen ist muss es da ja was geben). Wenn der Verkäufer da unwillig ist wäre ich sehr vorsichtig. Und dann such dir einen Zimmermann, der das mit dir begutachtet und dir einen Kostenvoranschlag macht, was die Reparatur kostet. Liegen denn die Wände offen, oder ist das noch verputzt?

Und wenn du dann immer noch Interesse am Haus hast dann such dir einen Experten, der dir eine Aufstellung über die Sanierungskosten macht, damit du dich nicht mit dem Haus ins Unglück stürzt.



wandbeschaffenheit



die Wand im EG ist offen also müsste neu verputzt werden ,die im OG wo einmal das bad war ist verputzt müsste man erst einmal frei legen .

aber könnte auch sein das der vorbesitzer das Loch offen gelassen hat und den Balken entfernt hat da er ja eine Treppe dort einbauen wollte was aber von der überlegung her total unnütz wäre da 5 meter weiter die treppe ins OG ist, welche in ordnung ist,und wer baut schon 2 treppen in "kürzester entfernung" ein?

könnte mir auch vorstellen das loch evtl offen zu lassen und das wc an einem andren ort im haus einbaue,bin mir aber da nicht wirklich sicher

gruß heiko