Liter Wasser ausgelaufen, 1m Wasserfleck und nun?

23.08.2015 synagoge9



Hallo liebe Community,
wir haben eine neue Heizung mit Kombispeicher unters Dach bekommen. Zugegeben, etwas riskant, aber es musste sein. Durch ein defektes Rücklaufventil sind ein paar (wenige) Liter Wasser auf den Dachbodenboden ausgelaufen. Dieser besteht aus alten abgenutzten Weichholzbrettern und altem Schutt/Staub darunter. Es können nur wenige Tage später gewesen sein, dann haben wir das durch einen Wasserfleck im 1. OG darunter an der Decke/Wand-Kante bemerkt. Der Fleck war von einem auf den andern Tag gekommen und war ca. 70x50cm groß. Am Tag danach war er dann ca. 100x50cm groß und wurde seither nicht größer. Es ist eine Lehmwand mit den geflochtenen Hölzern drin, die Decke weiß ich nicht genau, ist aber alt. Auf die Wände hatten wir Kalkputz drauf. Dann Decke/Wände Lehmfarbe.

Nach nun 1 Woche ist der Fleck mittig schon wieder heller, also wohl etwas trockener. Allerdings sieht man jetzt 2 kleine Punkte grünengrauen Schimmel, ca. 2x2mm.

Unser Heizungsbauer sagte, wir sollen es trocknen lassen (ohne Maschinen) und dann zahlt er den Maler.

Allgemein dachte ich genau so anfangs, weil es nicht viel Wasser gewesen sein kann und dieses schnell durch die Decke sickerte und auch schnell wieder trocknen können sollte (?). Ich bin jetzt jedoch Misstrauisch geworden, weil es vielleicht Folgeschäden wie Hausschwamm oder nicht sichtbaren Schimmel im Lehm o.ä. geben könnte.

Sollte ich einen Sachverständigen hinzuziehen? Wenn der Fleck in einer bestimmten Zeit (2 Wochen?) wegtrocknet, kann ich dann einfach den Schimmel entfernen und wieder streichen?
Was sollte ich sonst tun?
Ich weiß, dass der Heizbauer haftet und ich daher ruhig mögliche alles tun sollte - zum Schutz. Ich weiß nicht, ob hier unser Lehmverputzer aus dem Ort ausreicht oder ein staatlich geprüfter Was-Weiß-Ich her muss...

Ich hoffe auf eure Anregung...

Beste Grüße,
Christian



Wasserfleck



Am besten den Heizungsbauer unterschreiben lassen, dass er für Folgeschäden durch diesen Wasseraustritt haftet, die in späteren Jahren noch unter Umständen auftreten könnten.

Ansonsten trocknen lassen, Isoliergrund auftragen und überstreichen.
Und natürlich dafür sorgen, daß Wasser durch evt Undichtigkeiten mit Wanne aufgefangen werden und Wasserwarngerät aufstellen- gibts für ein paar Euro in Baumärkten.

Andreas Teich





Vielen Dank schonmal! Heißt, bei so einer kleinen Sache keine Möglichkeit versteckter Schäden?

Ich vermute, so einen Freibrief will der Heizmeister nicht unterschreiben.



Versteckte Schäden



versteckte Folgeschäden sind immer möglich- wenn auch nicht unbedingt wahrscheinlich -aber das Risiko willst du wohl nicht tragen wollen.

Wenn der Verursacher sicher ist dass keine Schäden entstanden sind kann er ja auch so etwas unterschreiben- es geht ja nur um Schäden in diesem Bereich des Hauses und nur durch diesen Wasserschaden begründet.

Andreas Teich



Absicherungen



Der Heizungsmonteur hat den Schaden ganz bestimmt nicht absichtlich verursacht. Also würde ich als Betroffener auch milde sein, zumal er zusagte, den Schaden renovieren zu lassen auf seine Kosten. Freilich kann man noch viel Papier voll schreiben, Gutachter holen, Verträge abschließen.
Vielleicht haben Sie als "Geschädigter" aber auch noch andere Hobbies und Aufgaben. "Was wir denken, das tritt ein."

Holz und Lehm haben zum Wasser ein harmonisches Verhältnis. Will sagen, daß es auch gut austrocknen kann und wird ohne Folgeschäden, solange keine Sperrschichten dazwischen sind.

Der Unterschied zwischen Isolieren und Neutralisieren wurde gerade heute in einem ander Tread ausführlich behandelt:
http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/240742$.cfm
Den Fleck würde ich - nach dem kompletten Abtrocknen - mit Vogelfluat behandeln und dann streichen.