Liapor und gut....

03.08.2006



hallo, nachdem wir auch von den hackschnitzis weg sind, und uns ja schon ausgiebig erkundigt hatten, sind wir nu doch bei blähton gelandet.......einen riesiegen berg von kleinen kügellchen haben wir ausgemacht........und nun sogar schon den transport für morgen klar gemacht. kann es ja nun ensdlich weitergehen!!!! die Unterkonstruktion bringe ich morgen an......
UND genau an dieser stelle stellt sich uns die nächste frage::::
laut eines merkzettels von leca erreicht man bei einer schicht von 10 cm eigetnlich den effektivsten wert.
nun wollen wir eine süd- und nordseite bearbeiten.
Sollte man (grade bei der nordseite) stärker dämmen als bei der südseite?
software für bauphy. nachweise bringen mich da nicht wirklich weiter. grade auch mit so einem schlecht definierten baustoff, wie LEHM?
vielleicht kann mir hier die handwerkliche Erfahrung weiterhelfen?
schöne grüße ersteinmal



Schützen Sie bitte Ihren Liapor-Haufen gut vor Feuchtigkeit,



beim Leca-Leichtlehm ist trockener Blähton eine kurze Anmischzeit im Betonmischer sehr wichtig!!
Ob Sie 10 oder 20 cm als Leichtlehm-Vorsatzschale wählen ist vor allem eine Frage der Trocknungszeit ,eine Frage des Handlings und eine Frage Ihres Heizsystems . Ich würde im Mittel 15 cm wählen.Und bitte für gute Be-und Entlüftung sorgen.
Bedenken Sie,daß man/frau die Blähtonkügelchen für die Blumenvase verwendet,damit die das Gießwasser sehr lange halten sollen!!! Am Bau wünscht man sich von guten Baustoffen doch eigentlich das Gegenteil!!
Deshalb arbeiten wir seit 15 Jahren nicht mehr mit Blähtonleichtlehm.



natürlich macht es Sinn, die Nordseite besser als die Südseite zu dämmen.



Im Süden wäre es sinnvoll, die Sonnenwärme als Wärmespeicher einzukalkulieren.



aber wenn doch alles trocken ist???



wir sind gerade damit fertig geworden eine Horizontalsperre zu injezieren (tatsächlich mit´ner spritze)im Winkel (20 cm) der Wand und des bodens (eben noch beton) ist eine dichtschlämme am trocknen, und naja somit ist das sytem von unten und aus der Mauer doch hoffentlich trocken.
desweiteren liegt der blähton draussen und ist eben gerade vor regen nicht geschützt. ich habe eine vorrichtung in der Garage gebaut, damit er bis zum Einbau noch abtrocknen kann.
finde ich eigentlich auch überflüssig, da mit dem lehm-gemisch alles wieder nass wird.
also mit dem mittelwert von 15cm habe ich wenigstens den bedarf berechnet. achja, es soll teilweise eine Wandheizung , natürlich in Lehmputz und an anderen stellen (bad) fubo mit heizkörper eingebaut werden.
wenn sie blähtonn nicht mehr verwenden, was würden sie verwenden?
und, da ich mich eigentlich nicht mehr von diesem Material abbringen lassen möchte (hat schon alles lang genug gedauert) wie würden sie den bodenpunkt gestalten?
noch eine Dachpappe oder sowas bis 50cm an der wand hochziehen,mit Trasszement 1m hochputzen, das habe ich alles von einigen leuten gehört!!!
oder einfach Lattung und laut claytec einen instschacht
und teetrinken
!!heute abend kann ich auch mal ein pic einstellen!!
grüße



Ob das so eine gute Idee ist?



Mit der Spritze wage ich zu bezweifeln.

Auch von Trasszement würde ich erst mal abraten.



wie getippt, wollte nur....



...eine uk für die Schalung bauen und und das ganze auf der Schlämme belassen!
die geschichte mit der horizontalsperre ist rein prophylaktisch......mit der spritze ist besser als mit so komischen einfülltrichter, bei denen entweder alles verstopft oder alles rausläuft. laut Hersteller sogar mit 30ér Bohrung und einer giesskanne, aber is auch egal, das ging scho ;-)
was ist keine sogute idee?
und die frage ist immernoch: wie sollte man den boden punkt im winkel gestalten?
achja, und ab wann kann man, bei den jetzigen temperaturen im august und späterem herbst die schalung wieder abnehmen
soviel nass ist ´s ja nun auch nicht
vielen dank für´s tippen



Liapor und Lehm



Liapor und Lehm ist eine gute Kombination, nur nicht mit Wasser (Feuchtigkeit!).
Sollten vor einigen Jahren einen Wärmelehmdämmputz aufbringen, taten dies auch und haben dann nach ca. 6-7 Wochen dieses Zeug wieder von den Wänden gekratzt, weil es einfach nicht trocknete.
Auch putzen wir seit einigen Monaten mit Liapor gemauerte Häuser, aber die Trocknungsphasen sind schon beachtlich lang.
Deshalb entscheiden sich fast alle Bauherren für eine Wandflächenheizung, um diese Phasen zu verkürzen und somit gleich noch ein wesentlich besseres Klima zu erhalten.
Doch nun unsere spezielle Frage an Dich , denn aus Deinen Schilderungen werden wir in gewissen Maßen nicht schlau, wie soll Dein geplanter Wandaufbau mit dem Liapor erfolgen bzw. aussehen?
Als Vorsatzschale, Zwischenwanddämmung oder wie?
Bitte einmal präzise Definition, um genauer beurteilen zu können.

Fachgrüße
Udo



beabsichtigt ist die vorsatzschale....



.....wenn man eine unterkonstruktion, die die schalung hält, in der man den blähton-lehm stampft;auf dem eine wandheizung anbringt,welche mit lehmputz verputzt wird, so nennt ?!( brauch man zwischendurch eine schilfrohrmatte als träger???)
beachtliche trockenzeiten sind eigentlich eingeplant, da wir ursprünglich mit Hackschnitzel zuschlagen wollten, und dieser Aufbau viel stärker gewesen wär. denke ich mal, nimmt sich das nicht viel.
wie dick war den damals dein dämmputz?
mit welcher körnnung? mit heizung? warum nach 7 wochen wieder runter? wegen Schimmel oder Winter oder keine Lüftung möglich oder wie???
wichtiger als die trockenzeiten sind eigentlich die antworten auf die frage, wie mache ich den bodenpunkt?
ach da fällt mir noch was ein, was genau für eine folie, und oder schlämme kann ich auf den beton schmieren, wenn ich den boden auch mit liapor dämmen wollte? bietet sich ja nun mal an, und da wir noch 20cm platz haben?! oben drauf soll teilweise ´ne fubo Heizung mit polygonalplatten oder kopfstein,..............dachten wir uns. :-)
gru



@ Klaus Schillberg



Hallo Herr Schillberg,

Ihre Argumentation bezüglich Tonkügelchen
und Wasser scheint mir nicht schlüssig.
Lehm kann doch viel mehr Wasser binden,
hat auch im verbauten Zustand (trocken)
mehr und kleinere Kapillaren.
Es sollte doch auch eine geringere Ausgleichsfeuchte
des Lehms dazu führen, daß das Liapor analog zu Holz entfeuchtet wird.

Meine Erfahrung ist, daß ich weniger Anmachwasser pro
verbautes Volumen Leichtlehm benötige als ohne Tonkügelchen.
Ewiges einsumpfen der Kügelchen sollte natürlich vermieden
werden, das hat den Vorteil, daß der Lehm schneller
'anzieht', wenn etwas Wasser in das Liapor einzieht.

Es lohnt sich, die gröbste Sieblinie ungebrochener Qualitäten zu verwenden, ist einerseits günstiger,
leichter, und die Zugabe kleinerer Sieblinien verringert die Enddichte auch nicht mehr.
Das Abtrocknen großer Schichtdicken verlief relativ schnell,
die erzielte Enddruckfestigkeit eines Probekörpers lag definitiv über der eines Claytec 1200 Leichtlehmziegel!

Viele Grüße,
Philipp Kawalek



@Herrn Kwalek



der anfragende Lecalehmbauer hat geschildert,daß der Blähton bei Ihm ungeschützt im Freien lagert,wohl schon mehrfach naß geworden ist,also haben sich die Kügelchen mit Wasser bereits vollgesaugt.
So einen Fall hatten wir vor ca 15 Jahren, Ergenis war,daß die 15 cm dünne Lecalehmwand (Vorsatzschale) nach ca 5-6 Monaten erst getrocknet war.
Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen!!!



naja nun haben wir die garage voll......



nun geht es weiter. schönen dank ersteinmal für ihre unterstützung



Fußpunkt



Die Aufstandsfläche kann mit einer verklebten Bitumenbahn vorbereitet werden (sollte übrigens durch die gesamte Wandkonstruktion geführt sein!). Handelt es sich aber um eine separate Innenschale vor einer Bestandswand, würden wir eine Aufmauerung mit massiven Ziegelsteinen empfehlen, auf die nochmals eine Bitumenbahn aufgelegt wird. Danach dann erst die eigentliche Innendämmschale aufsetzen.
Zu Liapor könnt Ihr aber auch Planungsbüro Reisinger kontaktieren, denn dieses arbeitet und plant seit 1997 mit Liaporprodukten. Plattformmitglied.

Grüße Udo