Leitungen und Rohre einputzen.

28.03.2005



Hallo !

Ich habe mich, wie anscheinend viele hier, in das Wagnis gestürzt ein altes Gemäuer zu kaufen und bin dann bei der Suche nach Infos auf dieses tolle Forum gestoßen.

Das Haus ist Bj. 1890, massives Ziegelmauerwerk, Tonnengewölbe, Dielenböden. Auf den Wänden waren größtenteils zwei Lagen Tapete, die lies sich sehr gut ablösen. Darunter ist ein Anstrich auf dem Lehmputz, den Putz möchet ich natürlich erhalten, weil er sehr fest ist und sich nicht von den Wänden gelöst hat. Die Wände sollen nicht tapeziert sondern gestrichen werden, leichte Unebenheiten werden in Kauf genommen. Ich möchte nur einen dünnen Streichputz auftragen, ob Lehm oder Kalk frage ich erst gar nicht, hier gibt es ja anscheinend viele für und wieder und keine einhellige Meinung.


In der Vergangenheit ist schon einiges an Leitungen in die Wände gekommen und Fenster sind geändert worden. Hier wurde natürlich kein Lehmputz mehr verwendet und es wurde danach tapeziert. Die beigeputzen Übergänge haben keine oder nur minimale Risse und auch diese Bereiche sind fest auf den Ziegeln.

Kann man Leitungen, Schalterdosen und Rohre mit (schnell anziehendem) Gips fixieren und nachher die Oberfläche dünn mit beiputzen, oder sollte hier auch ein Lehmprodukt verwendet werden ? Mein Vater, Elektriker vom alten Schlag, hat den Gipsbecher praktisch schon in der Hand :-)

Ich kenne zwar eine ganze Menge gelernter Wandveredler, aber von diesen "Neubau,High-Tech, wenig Aufwand, eben-gerade-winkelig, Rigips, Flex-,Sperr-,Maschinenpützern und abriebfesten Glasfaserdispersionstapezierern" kamen leider Infos zu denen ich bisher nur sagen konnte : "Wenn ich in einem Neubau wohnen wollte, hätte ich nicht den alten Kotten gekauft."


Viele Grüße,
Karsten



Leitungen einputzen



Lehm oder Kalk ist hier keine Glaubensfrage, sondern eine Frage: Was und wo!
Die Leitungen nicht komplett mit Ansetzgips einputzen, sondern nur an einigen Stellen fixieren und dann mit Lehm einputzen.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik





Unsere Leitungen wurden mit Lehm eingeputzt, die "Steckdosen" mit ganz normalem Mörtel. Dann dünn Lehm drüber, das hält.

Wir haben hellen Lehmedelputz für die Wände genommen. Mir gefällts gut. Kann man auch immer wieder ausbessern, ohne dass mans großartig sieht. Von der Konsistenz her wie Kuchenteig, einfach auftragen, anziehen lassen und mit dem Schwammbrett abreiben. Funktioniert gut.

Wir haben den alten zum Teil vorhandenen Zementputz überall entfernt und dann mit Lehm ausgebessert.

Grüße Annette



@ annette



genau so!
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik