Neufassung Wasserhaushaltsgesetz

19.11.2011



Hallo Leute,

wir haben bei Recherchen im Netz folgende Ankündigung gefunden:

"Aus undichten privaten Abwasserleitungen wird durch austretendes Abwasser der Boden und das Grundwasser verunreinigt. Die meisten Grundstückseigentümer wissen dieses nicht, denn die privaten Abwasserleitungen liegen in der Erde und eventuelle Schäden sind nicht sichtbar. Um das Grundwasser zu schützen, ist im Wasserhaushaltsgesetz geregelt, dass das Grundwasser bis 2015 einen "guten mengenmäßigen und chemischen Zustand" aufweist.

Das bedeutet, dass alle Grundstückseigentümer Ihre privaten Abwasserleitungen auf dem Grundstück bis spätesten Ende 2015 auf Dichtheit prüfen lassen müssen. Für den Vollzug der Satzung für die öffentliche Abwasserbeseitigung und für die Grundstücksentwässerung ist in der Stadt Leipzig das Sachgebiet Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung im Verkehrs- und Tiefbauamt verantwortlich.

Zum Schutz des Gebäudes ist die Grundstücksentwässerungsanlage zu überprüfen, dass ein ausreichender Rückstauschutz aller Abläufe, die unterhalb der Rückstauebene liegen, vorhanden ist und die Grundleitungen dicht sind. Die Pflicht zur Überprüfung der Anlage liegt bei Ihnen."

(O-Ton http://www.wasser-leipzig.de/index.php?session=49f59a38f8284973dbac8702061115b&page=709)

Das soll ja wohl heissen, da Bundesgesetz, dass selbst Denkmalbesitzer ganzer alter Bauernhöfe von nicht geringem Ausmass sämtliche Abwasserleitungen prüfen lassen müssen!!! Wie stellen die sich das denn vor? Mal abgesehen vom nicht unerheblichen (für uns nicht machbaren) finanziellen Aufwand - sollen wir jeden qm Feldstein aufm Hof fotografieren und durchnummerieren (Ensemble geschützt), um an die Abflüsse zu kommen??? Oder dürfen sich die "städtischen" Kanalfirmen goldene Nasen verdienen? Na, dann mal noch schnell so eine Firma gegründet - dann können wir uns diesen Spass vielleicht leisten!

...Leute, schon mal drüber nachgedacht???



Grundwasserschutz



@ Katja



"...Leute, schon mal drüber nachgedacht???


Ja und für gut befunden.
Es gibt genug Möglichkeiten, Abwasserleitungen zu sanieren. Eine davon ist, mit Epoxi getränkte Glasfiberschläuche in das Rohr zu schieben, aufzublasen und mit UV Licht zu härten.

Wird im Gasnetzt seit Jahrzehnten erfolgreich durchgeführt.


Was mich an diesem Gesetz stört ist die Tatsache, daß der Eigentümer der Leitungen auf den Sanierungskosten sitzen bleibt, während anderswo unsinnige Dinge gefördert werden....


Andreas





Hallo!

Hier in Solingen hat man das ganze auf 2023 verschoben weil die Stadt dann erst nachweisen kann das ihr eignes Kanalnetz dicht ist.Eine Untersuchung der Rohrleitung wird in der Regel mittels fahrbarer Videokameras durchgeführt,es gibt Verfahren Löcher und Lecks abzudichten ohne das die Leitungen freigelegt werden müssen.Eins ist schon mal sicher,da läßt sich viel Geld dran verdienen.

Grüße Martin



Eigentum verpflichtet



Ja, ja, die Zeiten haben sich geändert und das ist gut so.
Früher wurden die Fäkalien in der Gosse abgeleitet, das muss ich nicht wieder haben.

@Andreas
Wer sonst als der Eigentümer sollte auch die Sanierung bezahlen?

Grüße





Da wird sich niemand gegen wehren können.Was mich ärgert ist die Tatsache das selbst wenn alle Leitungen und Hausanschlüsse erneuert wurden ,eine Rechnung der ausgeführten Arbeiten ,als Nachweiß nicht ausreicht.Die Kontrolle muss angeblich visuell erfolgen.Und das ist dann Abzocke.
Ich hab hier gesehen in welchem Zustand in den fünfzigern ,selbstverlegte Steinzeugrohre waren,da ging mehr in den Boden wie ins Rohr.Sinn macht das ganze!



Kanal Fatal



@ Meister Struve


"@Andreas
Wer sonst als der Eigentümer sollte auch die Sanierung bezahlen?"


Der, der in den Kanal sch..., also der Nutzer. Vielleicht ein Kanalsch...soli für alle, von dem es Förderungen gibt.


Eigentlich gibt es das ja schon, nennt sich Kanalgebühr oder Abwassergebühr... und warum verdienen sich damit nur die Entsorger eine goldene Nase?

Die überdimensionierten Kläranlagen in den okkupierten neuen Bundesländern wurden ja auch gefördert wie wild...





Andreas





Einfach noch mal die Eingangsfrage lesen lieber Andreas.
Es ging um privaten Abwasserleitungen.

Jetzt kannste weiter rummotzen.

Die Dichtigkeit wird durch eine Druckprüfung festgestellt die in einigen Bundesländern für Neubauten schon lange Vorschrift ist.



Private Abwasserleitungen



@ Meister Struve


Ich weiß, daß es um private Abwasserleitungen geht.
Heizen im Winter ist auch eine Privatangelegenheit und trotzdem gibt es Heizkostenzuschüsse.


Die Erzeugung von "Ökoenergie" ist auch Privatvergnügen und trotzdem gibt es Subventionen über das ominöse EEG und jeder Verbraucher zahlt dafür.


Ich hab hier in AT vor ein paar Jahren meine Grundleitungen im Zuge der Althaussanierung erneuert. dafür hab ich einen kleinen Zuschuss bekommen. Prüfungen sind hier (noch) nicht vorgeschrieben.


Ich motze nicht, ich finde es nur nicht in Ordnung, daß es vorgeschrieben wird und überprüft und für manche existensbedrohend werden kann...


Siehe hier: " Das soll ja wohl heissen, da Bundesgesetz, dass selbst Denkmalbesitzer ganzer alter Bauernhöfe von nicht geringem Ausmass sämtliche Abwasserleitungen prüfen lassen müssen!!! Wie stellen die sich das denn vor? Mal abgesehen vom nicht unerheblichen (für uns nicht machbaren) finanziellen Aufwand - sollen wir jeden qm Feldstein aufm Hof fotografieren und durchnummerieren (Ensemble geschützt), um an die Abflüsse zu kommen??? "




Andreas





"Die Erzeugung von "Ökoenergie" ist auch Privatvergnügen und trotzdem gibt es Subventionen über das ominöse EEG und jeder Verbraucher zahlt dafür."

Die Gewinne der Betreiber sind Privatvergnügen, sonst nix. Wenn Du das toll findest, ich nicht.

"Heizen im Winter ist auch eine Privatangelegenheit und trotzdem gibt es Heizkostenzuschüsse."

Ich bekomme keine Heizkostenzuschüsse.


Weiter oben hattest Du übrigens geschrieben: das der, der in den Kanal scheißt es auch bezahlen soll.

Was denn nu?

PS.
Lass den “Meister” in deiner Anrede weg, das klingt sehr überheblich.



Olli



@ Olli


Hab vergessen, daß irgendwo Dein Vorname stand...

Sorry



"Weiter oben hattest Du übrigens geschrieben: der, der in den Kanal scheißt es auch bezahlen soll.

Was denn nu?"


Hab ich doch gesagt, jeder zahlt über das Wassergeld oder Abwassergebühr in einen Pott.
Wenn ein Eigentümer seinen Kanal sanieren muß, kann er ab einen bestimmten Selbstbehalt Zuschuss beantragen.


Die Errichtung von WKA wird durch das EEG privilegiert und subventioniert. eine WKA kostet meiner Information nach um die 1 MIO Euro. Die Kosten haben sich lt Fondsanbieter in ca 4 Jahren amortisiert und fahren dann Gewinne ein. Inzwischen wird sogar der NICHT eingespeiste Strom, weil vom Netz wegen Überlast abgekoppelt, vergütet... also nicht nur die Gewinne privat.. und nein, ich finde es nicht gut, die Dinger gehören vom Netz, weil keine Versorgungssicherheit und Störquelle für Spannungsschwankungen.



Andreas



Eigentum verpflichtet



nun mal.
Die Notwendigkeit der Überprüfung der teilweise uralten und maroden Abwasserleitungen sehe ich absolut als gegeben.
Die Abwässer ungeklärt in der Landschaft versickern zu lassen, kann ja nicht wirklich erstrebenswert sein.
Bei einer Verwandten war übrigens damit dann die Ursache für eine Feuchte Kellerwand gefunden. Eine Baumwurzel steckte in der 30 Jahre alten Leitung..

Da die von der Überprüfung betroffenen Leitungen auf Privatland sind und auch privates Eigentum sind, muss man als Eigentümer auch privat dafür bezahlen.
Würde man eigentlich auch auf die Idee kommen, die im Haus liegenden Leitungen auf Kosten der "Abwassergemeinschaft" kontrollieren zu lassen ??? Nee - da sorgt man dann schon aus Eigeninteresse dafür, dass nichts leckt.

Einen Zuschuss gibts übrigens schon: In Form der Absetzbarkeit der Lohnleistungen von der Steuer ;)

anna
die auch 50 m Privatleitungen vor sich hat....



Eigentum verpflichtet



@ Anna

Da stimme ich Dir zu, Eigentum verpflichtet. Ich hab auch kein Problem damit, private Leitungen privat erneuern zu lassen. Ich hab auch kein Problm damit, die Kosten für den Austausch zu tragen.
Aber ich habe Probleme mit folgenden Sachen:

- Ein Gesetz führt idR dazu, daß sich die Preise für die Leistung automatisch erhöhen. Da es Gesetz ist, lassen die Firmen die Preise und die Korken knallen.
- Das Gesetz wälzt die Kosten für die Überprüfung der Arbeiten auf den Eigentümer ab. Das ist genauso, als wenn an Deinem Auto die Bremsen erneuert werden und Du hinterher zum TÜV mußt um zu überprüfen, ob die Werkstatt nicht gepfuscht hat.
- Das Gesetz regelt, daß der Eigentümer die Leitungen erneuern muß, wenn sie undicht sind. Aber bei Mietgebäuden werden nicht die Mieter als Mitnutzer mit herangezogen...



Andreas



50 Meter?



@Anna

Bei uns handelt es sich um mehrere hundert Meter, von denen wir nicht einmal genau wissen, wo sie verlaufen, weil seit dem 18. Jhd. jeder Vorbesitzer gebastelt hat, wie ihm beliebte. Das gibt eine echte Überraschung, wenn hier die Farbbömbchen mit Druck durch die Rohre gejagt werden! Abgesehen davon wird ein Großteil des unterirdischen Labyrinthes nicht mehr genutzt, da wir keine Tierhaltung mehr betreiben - zahlen und sanieren sollen wir aber trotzdem unter Garantie für sämtliche Meter! Wenn ich mir ansehen, was z. B. ein Steingutrohr (Beispiel 45 Grad Bogen knapp 30 Euro!!!) kostet, dann können wir gleich Privatinsolvens anmelden! Grund: Hof erst vor 6 Jahren gekauft und für viel Geld Wohnhäuser saniert und rekonstruiert, sprich: ´nen fetten Kredit an der Backe. Da hilft mir auch keine eventuelle Förderung weiter!

@Andreas
Du hast zumindest einen Teil des Problemes erkannt. Uns stört das gleiche wie Dich, zumal der Denkmalschutz die verrücktesten Auflagen erteilt, keinen Cent dafür rausrückt, aber z. B. Spenden für die Renovierungen Kirchen sammelt, obwohl doch jeder Gläubige seine Kirchensteuer zahlt. (Kfz-Steuer für Strassen-"Renovierung"...??? - scheinheiliges Politikum, das Ganze!)

Verdienen tun nur die anderen...





Nee Andreas,

es ist genau so, dass der Eigentümer die störungsfreie Funktion der Leitungen nachweisen muss.
Im Prinzip genau das gleiche wie bei Autos, PKW`s müssen alle zwei Jahre und LKW`s jedes Jahr die störungsfreie Funktion nachweisen.





Hallo Katja & Steffen, [pubimg 20315]

wer hat euch den das hier gesagt?
" zahlen und sanieren sollen wir aber trotzdem unter Garantie für sämtliche Meter!"
Abwasserleitungen die keine Abwässer mehr führen müssen auch nicht erneuert werden.
Sicher wird es so kommen das hierfür der Nachweis erbracht werden muss das die Leitungen vom aktivem Netzt abgekoppelt sind, das kann ja aber wohl nur legitim sein.
Wenn man zu viel Geld hat kann man natürlich Steinzeugrohre verbauen, alle anderen nehmen KG Rohre, da kostet dann der Meter 2,- Euro.

Meist ist ohne hin bei derartig alten Objekten die beste Lösung das Abwassernetz gänzlich zu erneuern, das macht man mit einem Dach ja schließlich auch spätestens wenn es undicht wird.

Im übrigen wurden die Fäkalien aus der Viehaltung nicht ins Abwassernetz geleitet, das gab es damals noch nicht.

Grüße
Oliver Struve



Farbbömbchen und Kopfkino ;)



D.h. also bei einer Kontrolle mittels Farbbombe hättet ihr ein Kunstwerk auf dem Hof ;)
Wenns nicht so traurig wäre, könnte man das ja als "Verschönerung der Landschaft" einsortieren.

Leider bedeutet das ja auch im Umkehrschluss, dass ihr wissentlich mittels eines defekten Abwassersystems die Umwelt verunreinigt. Und da wirds dann doch unangenehm.
Wir hatten auch eine nicht genauer lokalisierbare Abwasserleitung und haben dann konsequent ein komplett neues System aufgebaut. Anders wurde uns die Nutzung des Objektes auch einfach nicht genehmigt, sprich die Abwasserentsorgung inkl. Ableitungen wurde mit Stillegung zum Termin X bedroht.
Im Ernstfall eures großen Geländes könnte das einfacher sein, als hunderte Meter Altleitungen zu sanieren oder teilweise stillzulegen.

Zur Mieterbeteiligung.
Bei Vermietung können die kompletten Kosten ( Lohn und Material ) von der Steuer/Einnahmen abgesetzt werden. Das macht sich dann schon bemerkbar.

Eine zusätzliche Nachkontrolle der Arbeiten ist hier in Brandenburg offenbar nicht vorgesehen. Einmal "Abwasser-TÜV" reicht hier.
anna



Grundstücksentwässerung



Liebe Katja und Steffen,
was ist ein "Farbbömbchen" und was soll es in einer Grundleitung bewirken?

Viele Grüße





Vielleicht greift auch bei einigen Eigentümern die Haus-Gebäudeversicherung?

@Katja wenn Sie ihr Haus von Grund auf saniert haben dann doch auch alle alten Elektroleitungen.Warum soll das beim Abwasser nicht auch geschehen,weil man die nicht sieht,da unter der Erde und es dann auch egal ist wo die Kacke hinläuft?
Steigutrohre werden fast nur noch im Strassenbau verwendet.
Und wenn selbige bei ihnen verlegt sind ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch das die im Bröttchen sind,zumindest werden die Muffengummis nur noch Brösel sein.

Machen Sie sich doch erst mal schlau was eine Tv-Untersuchung kostet,dann haben Sie ein Schadensbild und dann kann über Maßnahmen gesprochen werden,bevor Sie Privatinsolvenz anmelden.
Ich hab hier an drei Häusern 20000 Euro verbuddelt und man sieht da nix von,musste aber sein!
@Anna das Prüfprotokoll gilt 20 Jahre wenn nicht s am Kanal verändert wird.
Grüße Martin



Sorry....



... wir wollten keine Disskusion zum Forenfüllen vom Zaun brechen.
1. geht es uns privat um ca. 1000 m² gepflasterten, denkmalgeschützten Bodenbelag in welchen die Tonrohre ohne Gummidichtringe (verhanft und verschmiert) liegen. Diese sind natürlich nicht mehr überall in Betrieb. Zu dem haben wir das Grundstück erschlossen gekauft. Außerdem bezieht sich die Sanierung der Wohnhäuser nur auf die "Wohnhäuser"-> Grundstücksbedarf ca. 12% der gesamten Hoffläche. Wer sagt, das der Denkmalschutz nicht auf neue Steinzeugrohre besteht? Wir haben schon die beklopptesten Forderungen erlebt! Aber wer viel fragt, bekommt halt auch unbequeme Antworten...
2. und für uns primär: Wie viele Gesetze sollen wir noch willkürlich auf unsere Kosten hinnehmen.
Erklärung:
- Multicar-> unser Bau- und Versorgungsfahrzeug für Lehm, Feldsteine, Sand und weiteren Alternativbaustoffen nicht mehr nutzbar. Wir wohnen "glücklich" in einer Umweltzone auf dem Dorf.(in einer der feinstaubbelastetsen Städte Deutschlands TROTZ Umweltzone!)
- Straßenausbausatzung (wie geschrieben Kfz- Steuer)?????
- Grundsteuererhöhung

Wir sind natürlich auch für eine verbesserte Umwelt. Aber wer verbietet eine energieintensive Herstellung von Zement und deren Zusatzstoffe. Wer verbietet Braunkohlekraftwerke welche nicht nur CO² Schleudern sind, sondern auch die Landschaften incl. der Ortschaften auffrisst.
Wer tut endlich was für einen flüssigen Verkehrsstrom um Bremsstaub und Anfahrten zu vermeiden?

Unser Beitrag bezieht sich wie schon gesagt auf eine willkürliche nicht gerechtfertigte Gestzesverabschiedung auf die Kosten der Kleinen. Wir werden uns hier um eine Pedition bemühen, sonst können wir uns einen Schlafplatz unter einer Brücke suchen...





Noch einmal. Was dicht seien muss sind Schmutzwasserleitungen nicht die Regenwasserleitungen.
Ich glaube bei aller liebe nicht das unter Euerm Bauernhof mehrere 100 Meter Schmutzwasserleitungen liegen.
Wenn dort Tonrohre liegen dürfte es sich dabei um Regenwasserleitungen handeln.

Grüße
Oliver Struve



Oliver



...du bist ja so schlau... unser Regenwasser ist Sickerwasser (Feldsteinpflaster). Wie unser Abwassersystem aussieht, wissen wir nur für die bewohnten Bereiche, da alles andere nicht mit Wasser und somit Abwasser genutzt wird. Schon mal einen alten Bauernhof gesehen? Da hast Du ein Ü-Ei nach dem anderen. Alles, was Du aufreisst, sieht NIE so aus, wei Du gedacht hast. Außerdem wurde zu DDR-Zeiten und auch davor genommen, was an Material da war bzw. irgendwie besorgt werden konnte. Denkmalschutzgerecht haben wir an nix Hand angelegt, was wir (auch finanziell) vermeiden konnten.

Was soll also die Feststellung von Dir? Wir wollen nur zum Nachdenken anregen!!! Vielleicht auch für manche zum Reagieren, da anscheinend vielen die persönliche Tragweite nicht bewußt ist!



Tonrohre?



Hallo Katja, Oliver


Tonrohre wurden bis 1990 für Drainageleitungen genutzt, hab ich selbst verlegt bei der Melioration.
Keramikleitungen mit Gummiringdichtungen und Vermörtelung wurden bis 1989 als Abwasserleitungen (Grundleitungen) verlegt.
Zu Beginn der Abwasserentsorgung gab es mal Keramik bzw Gußrohre mit Hanfdichtung und Bleiwollestopfung bzw Bleiverguß bei den größeren Gußverrohrungen...
Kunststoffrohre waren in der DDR als Abwasserleitungen selten...



Andreas



Vielen Dank



für alle Beiträge, Hinweise und Anregungen hier im Forum.
Wer Interesse an einer Lösung des Problems im Allgemeininteresse (nicht unseres Privaten) hat, meldet sich bitte in unserem Profil oder per E-mail.
Wir wollen das Forum nicht überstrapazieren.

Nochmals vielen Dank
Steffen und Katja a.L.



Nicht gerechte Gesetzesverabschiedung



@Katja ,ihren Unmut verstehe ich.

Aber ,die allerwenigsten Eigentümer kämen von sich aus auf den Gedanken ihre Abwasserrohrleitungen auf Dichtigkeit überprüfen zu lassen.Das liegt alles im Boden verbuddelt , keiner denkt drüber nach und aus den Augen aus dem Sinn.
Natürlich werden wir immer mehr durch Gesetzgebung gegängelt und unserer Verantwortung enthoben,auf der anderen Seite wollen die wenigsten die Eigenverantwortung für ihr Eigentum übernehmen.
Alles was ich hier in den nächsten zehn Jahren sanieren werde sind in erster Linie Schäden die dadurch entstanden sind ,weil das Haus sich selbst überlassen wurde.Aus Dummheit oder Unwissenheit ist dieses Haus zur halben Ruine geworden,ich schreie jetzt aber nicht nach einem Eigentumsinstandhaltungsgesetz.

Grüße Martin





Entschuldigung das ich versucht habe Euch etwas zu erklären soll nicht wieder vorkommen.

Und, ja ich habe schon mal einen alten Bauernhof gesehen.



Entwässerung



Liebe Katja und Steffen,
jetzt weiß ich immer noch nicht warum Ihr Eure Grundleitungen mit Farbbomben sprengen wollt- oder habe ich da was falsch verstanden?

Irgenwann solltet Ihr zumindest verstanden haben das es nur! um eure Anschlußleitung Schmutzwasser vom Wohngebäude zum Hausanschlußschacht geht. Auf einem Bauernhof kann so ein Anschluß nicht allzu alt sein; Abwasser lief früher oft auf die Straße, in die Jauchegrube oder in die hauseigene Klärgrube.
Stellt erst mal fest wo die Anschlußleitung verläuft.
Dann solltet Ihr klären, ob diese eine Leitung in Ordnung ist oder nicht (ohne Sprengung mit Farbbömbchen).
Erst bei einem Defekt gibt es Handlungsbedarf.

Viele Grüße

Habt Ihr überhaupt einen Hausanschlußschacht?
Das mit der Farbbombe nicht vergessen, ich lerne gern dazu!





noch solch Schlauberger ;-))





Ich warte ja nur noch auf das Spendenkonto.



Forum



@ Olli



"noch solch Schlauberger ;-))"


wen meinst Du?





Ich meinte, nicht so ganz ernst, Georg Böttcher.



Moin Katja & Steffen,



wir haben gerade die Kamerauntersuchung hinter uns,( 2 Mann, 2 Stunden plus Fahrzeug 300 € brutto) wissen jetzt was auf uns zukommt und haben noch 4 Jahre Zeit das in Ordnung zu bringen.......

Die Trägheit deutscher Behörden dazugerechnet bleiben also 5 Jahre, um das Geld anzusparen, was nötig ist. Sollte doch machbar sein, oder?

Die Dichtigkeit wird hier in BaWü jedenfalls nicht mit Farbbomben geprüft.

Das Denkmalamt dürfte bei euch dann sicher auf eine historische Bombenmischung bestehen.....;-)

Grüsse, Boris



Entwässerung



Katja und Steffen haben sich bei mir wegen der Farbbomben gemeldet, ich zitiere aus Ihrer Email:
..."Z.Z. prüfen die Wasserwerke im Rahmen der Gesetzgebung in unserem Raum die Einleitungspunkte. Da werden Farbbomben in den Abwasserschacht versenkt und geschaut wo der Farbnebel austritt.
Wehe der Abfluß ist ausgetrocknet!"

Oh weh mir ich versteh immer noch nix.
Ich versuche mir mal daraus was zusammenzureimen:

Der Abwasserbetrieb prüft, ob es illegale Einleitungen gibt. Man könnte es z.B. auf Schichten- und Grundwasser aus Dränanlagen und Kellerentwässerungen abgesehen haben. Das kann man leicht bei trockenem Wetter prüfen, erst mal an der Menge des Trockenabflusses und an der Farbe (Schwebteilchen, Schluff, Sand).
Einfärbungen des Wassers werden eingesetzt, um festzustellen wo eingeleitetes Wasser hinläuft. Nicht mit einer Farbbombe, sondern mit ein oder zwei Löffelchen Farbe und einem Wasserschlauch. Ich praktiziere das bei Bedarf auch, dazu nehme ich Uranin AP.
Falls kein Trockenabfluß vorliegt, könnte man mit Nebelmaschinen oder Nebelkerzen einen Hausanschlußkanal einnebeln, so sieht mal ob und wo etwas eingeleitet wird. Das wäre bei Dachentwässerungen interessant, wenn auf dem Grundstück versickert werden soll. Wenn es dann aus der Dachrinne dampft wars das. So eine Methode kenne ich aus der Praxis noch nicht, wäre interessant zu wissen ob meine Vermutung richtig ist.
"Wehe der Abfluß ist ausgetrocknet!"
Liebe Katja und Steffen,
was ihr mit dieser dunklen Drohung sagen wollt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Jedenfalls wird euer Pflaster auf dem Hof dabei ganz bleiben.


Viele Grüße



Mich ärgert dabei vor allem eines ...



Ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema, da bei mir wahrscheinlich nicht saniert werden kann, sondern neu gebaut werden muss (Kostenvoranschläge zwischen 25.000 und 30.000 Euro). Dasselbe in Grün bei meinem Elternhaus, das von meiner alten Mutter bewohnt wird, die das weder selber finanzieren noch organisieren kann.

Dennoch bin ich bereit und willens, das alles in Angriff zu nehmen, aber mich ärgert, dass es weder in meiner Gemeinde noch in der meiner Mutter irgendeine Unterstützung gibt. Keine Beratung, weder zur Planung und Durchführung noch zur Finanzierung. Keine Koordinierung mit den Kanalarbeiten der Stadt. Und mit dem Nachbarn, der seine Abwässer über mein Grundstück leitet und sich weigert, mitzuziehen, muss ich mich auch noch auseinandersetzen.

Ich bestreite gar nicht den grundsätzlichen Sinn dieses Gesetztes, aber wenn man solche Gesetze erlässt, sollte man den Betroffenen ein wenig Hilfestellung anbieten.

Gruß



Kredit



Wir haben das hier über einen KFW Kredit finanziert.

Grüße Martin



KfW-Kredit



@Martin

Danke für die Info, aber das entsprechende KfW-Programm wird gerade eingestellt. Da bin ich leider zu spät drauf gekommen.

Grüße



Das Sächsische Umweltministerium meint zu diesem Thema.



http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/6716.htm