wasserleitung schwitzt

10.01.2008



meine wasserversorgung in meinem haus von 1885 erfolgt durch eine quelle,
die sehr kaltes wasser das ganze jahr ueber hat. die Leitung ist aus kunststoff
in das haus gelegt und schwitzt staendig. die leitung geht vom aussenliegenden wasserspeicher durch die Aussenwand und liegt dann frei im haus bis zur wasserpumpe. wie kann ich nun das staendige schwitzten der leitung verhindern. sollte ich sie Isolieren oder in die Wand verlegen. das schwitzen ist meiner meinung nach nur weil die leitung frei liegt, aber ich wollte nun noch mehr auskunft darueber haben.
vielen dank im vorraus fuer jegliche antwort.





die Leitung Isolieren!
verlegst du sie ins Mauerwerk fällt das Kondensat in der Wand aus und du hast richtig Probleme!

gruß jens



Kommt darauf an.



Wie liegen die Wasserrohre im restlichen Haus?
Klingt zwar blöd, aber wenn du das Rohr zur Pumpe dämmst, kann das Wasser auch schlechter warm werden, und die Pumpe bringt dir das kalte Wasser in das restliche Rohrsystem. Damit könnte das Kondenswasser nun woanders anfallen! Ob dies besser ist? Jetzt ist es vermutlich nach der Pumpe deutlich besser mit dem Kondeswasser. Warum? Weil der "Klotz" Pumpe relativ viel Wärme an das Wasser abgeben kann ohne selbst sehr kalt zu werden. Dies ist natürlich nur bei kurzzeitiger Wasserentnahme so. Wenn du viel Wasser brauchst, wird auch sie kalt. Nun hat aber deine Plasteleitung kaum Wärmespeichervermögen. Sie wird praktisch sofort mit kalt. Deshalb dann das Kondenswasser.

So Problem beschrieben und noch keine Lösung. Wenn die restlichen Leitungen im Haus isoliert sind, solltest du diese bis zur Pumpe auch isolieren. Wenn nicht würde ich es lassen. In diesem Fall muss dem Wasser möglichst schnell Wärme zugeführt werden. Toll, aber wie? Keine Ahnung! Einen Speicher auf die warme Seite setzen? z.B.100 Liter Speicher(ohne Isolierung) bei 18°C und 50 Liter für die Waschmaschine kommen mit 8°C rein. So bleibt der Speicher mit Sicherheit über 13°C. Damit könnte weniger bis garkein Kondenswasser an der Leitung danach anfallen. Damit wäre das Kondesproblem nur noch vor dem Speicher. Da könnte man nun Isolieren. Probleme gibt es nur, wenn du relativ viel Wasser in kurzer Zeit verbrauchst und der Speicher seine Wärme nicht schnellgenug durch die umgebende Luft "aufgefüllt" hat. Dann wird der ganze Speicher kalt und Wasser kondensiert an ihm. Dies hat aber den Vorteil, du weist wo es kondensiert und kannst es auffangen. Wäre also ein recht brauchbarer Kondeswasserschutz für das nachfolgende Leitungssystem im Haus aber teuer. Wenn du mit der jetzigen Lösung keine Probleme mit den Rohren nach der Pumpe hast, dann sorge ggf. für ein auffangen der Tropfen vom Rohr und fertig.

Gruß Marko



Das Tauwasser an der Leitung macht doch überhaupt nichts!



Lassen Sie doch das Rohr schwitzen.
Evtl. eine kleine Wanne drunter um das Abtropfen aufzufangen.
Am Feuchtigkeitsgehalt im Keller ändert dies überhaupt nichts.



@ E.Bromm



Der Tipp ist ja nicht schlecht, doch ist er noch zeitgemäß?

Die Wohnnutzungsansprüche sind doch völlig verändert, auch in alten Häusern.
Ich kenne auch noch die Situationen, wo meine Großeltern im Winter Lappen oder Decken um's Rohr gewickelt haben.
Und dann die ewigen Behälter und Näppelchen zum Tropfen auffangen.

Für heutige Aspekte ist da schon eine geringfügige Kondensatschutzhülle sinnvoll und auch ästhetisch.
Das kalte Wasser bringt unweigerlich eine Kondensation an der wärmeren Oberfläche des Rohres, doch an den Metallverbindungen wird es über kurz oder lang zu Rostungserscheinungen kommen. Und dann sollte man spätestens handeln.
Nur eben keinen "Überdämmwahn" bekommen, Kondensatschlauch tut es einfach schon.

Grüße Udo



PU



ES gibt PU-Schaumstoffröhren zum Leitungsdämmenn. Der Meter kostet etwa 29 cent (bei 2 cm Durchmesser). Ich hab damit meinen Antennenständer gedämmt, der auch immer massiv schwitzte, und seither ist es vorbei.

Grüsse
stt



noch was



Hier ein Leidensgenosse

stt

http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?thema=78237&headline=Wasserleitungen kondensieren



Schwitzende Wasserleitung im Keller



Hallo, ich habe in meinem 100 Jahre alten Bruchsteinkeller im Sommer regelmäßig eine stark schwitzende Wasserleitung gehabt, mit Pfützenbildung. Die Feuchtigkeit diffundierte durch den Mörtel zwischen den Steinen. Außen liegt das Erdreich/Lehm an der Mauer ohne weitere Isolierungen. Gegen die Feuchtigkeit habe ich einen Raumtrockner eingesetzt, der im 1. Sommer täglich 10 Liter Wasser aus dem ca. 85qm großen Keller geholt hat. Nach 3-4 Monaten 24h Dauerbetrieb ging es auf 5 Liter zurück und im Winter (Keller ca. 12°C) ist nur noch gelegentlicher Betrieb. Bei Regenwetter steigt der Betrieb wieder an, aber der Keller ist insgesamt trocken. Luftfeuchte schwankt zwischen 50-60°. Damit verhindere ich Gammelgeruch und nichts Verschimmelt mehr im Keller. Dabei müssen aber die Kellerfenster geschlossen bleiben, da sonst wieder Feuchte Luft ausgetrocknet werden muß. Eine Drainage ums Haus wäre zig 1000e Euro teuer geworden, so steigt nur leicht die Stromrechnung. Die Wasserleitung hat nicht den Anflug von Schwitzwasser mehr!
Gruß C.G.