Sockelleisten and ungeraden Wänden + Rundung

27.01.2013 JoernB



Hallo ihr,

Wir sind eben dem Verlegen unseres Dielenbodens fertig geworden und jetzt geht es um die Sockelleisten. Das Problem ist dass die Wände sehr ungerade und teilweise kurvig sind. An einer stellen haben wir sogar eine komplette Rundung in der Ecke.
Hab ihr Tips? Was für Materialien könnt ihr empfehlen?

Dankeschön. Jörn



Aus Plaste



gibts ne Menge flexibler Leisten z.b FN pro-flex be1.

Holzleisten kann von hinten einschlitzen,bewirkt das die Leiste sich biegen lässt,ich denke bei der Kurve auf dem Foto ginge das.Hohe und schmale Leisten sind beweglicher ,wie ein Viertelstab.

Grüße Martin



Sockelleisten and ungeraden Wänden + Rundung



Dankeschön für die schnelle Antwort. Das mit dem einschlitzen hört sich gut an.
Hier ist noch ein Bild von der Rundung. Was wäre hier die beste Möglichkeit?





Die Dielen sind aber schon recht knapp an der Wand oder?
Was sagen die Holzfachmänner dazu?



Wetter



is Kacke und ich hab Zeit zu googln,Biegesockelleiste aus Massivholz von Neuhofer Holz.
Nur mit selber schlitzen geht die Rundung wohl nicht:-(

Mit nassem Holz arbeiten wäre auch ne option.

Grüße Martin



kommt



da Noch Belag drauf ? das sieht ja sehr nach Rauspund aus. Stirnseitig mag der Platz veilleicht reichen, aber wenn der Rauspund sehr trocken war, könnte es an der Langseite bei höherere Luftfeuchte im Sommer wirklich eng werden. Der meiste Rauspund trockent aber noch zusammen ......



sockelleisten



Hallo
da habe ich mal eine schöne und ganz einfache Lösung gesehen und zwar hat sich da jemand rundherum ca. 15mm dickes Seil, vielleicht war es auch Sisal verlegt. Das sah sehr sauber aus und ließ sich wohl auch gut mit dem Staubsauger reinigen.
Herzliche Grüße





Andere Möglichkeit sehe ich in (Suchbegriff) Teppichleisten, Kettelleisten, Oberkante gekettelt. Eine helle beigefarbene Ausführung sollte man da finden in der Bucht.



Moin Jörn,



da ihr die Dielen so traumhaft akkurat reingeschnitten habt:

Wozu noch eine Sockelleiste?

Gruss, Boris





Vielleicht ist es ihnen nicht überall so gut gelungen. Wir sehen schließlich nur 150cm ?
Vielleicht auch die Sorge, das die Lücken beim Schrumpfen des Holzes größer werden.

Aber Recht hast du, was man sehen kann ist schon mit viel Liebe gemacht.



Apropos,



hab gerade vor 3 Wochen ein Parkett rausgerupft, da hatten sie die Rundung aus ca. 6cm Stücken gemacht.

Gruss, Boris



Inzwischen



Sind die Dielen abgeschliffen und eingeölt/gewachst. Sieht super aus.
Sie sind hinten und vorne natürlich ein bisschen geschrumpft aber nicht viel. Die Sockelleisten wären eher auch um ca. 7cm abgebröckelte Wand abzudecken, werden also eher hoch als tief.
Danke für die Kommentare.



Ich würde...



...sägerauhe Bretter nicht als Dielung bezeichnen. Der Schleifaufwand hinterher steht in keinem gesunden Verhältnis zum Minderpreis des rohen Holzes. Welche Holzfeuchte hatte das da denn überhaupt?

Wandabstände sind im massiven Bereich mit 15mm umlaufend zu Wänden und allen durchdringenden Bauteilen wie Balken, Heizungsrohren einzuhalten.

Das ist nun zwar für Joern schon Geschichte, aber hier lesen ja noch mehr mit.

Biegungen kann man mithilfe einer guten Kappsäge aus Segmenten herstellen. Es können ferner dünne (ca. 2mm) Holzstreifen über einer Form verleimt werden.

(Dünne) Stehende Wandleisten sind aber eher etwas für Parkette (Mehrschicht), für Dielen würde ich liegende Leisten mit leichter Profilierung empfehlen. Das entspricht nicht nur der historischen Verlegeweise, sondern geht auch einfacher (auf Dielung stiften, statt Schraube und Dübel in ggf. unsicherem Unrergrund). Wandleisten sind nicht dazu da, die Rückenprobleme des Putzers zu kaschieren :-)

Grüße

Thomas



Hier



wäre der Klassiker Dreikantleisten mit ungefähr 30 mm Seitenlänge. Aus D kenne ich eher die massivere Variante, stehende Profile mit mindestens 20 mm Dicke und 10 cm Höhe, davor Viertelstab. Diese Variante findet man in Österreich eigentlich nur aus Eiche in Häusern von der Villa aufwärts.



Weitere....



... Möglichkeit mit breiten bzw. schmalen Randfugen umzugehen bzw. kleinere Feuchtschäden im Sockelbereich zu verbergen .Einfach mal ein bisschen kreativ werden.



Sowas...



habe ich noch nicht gesehen. Geschmack kann ja nun jeder einen anderen haben, aber das Anbringen von Feuerholz im Sockelbereich zeigt für mich keinerlei Kreativität.

Zudem: Wo es Putzschäden zu verstecken gilt, ist die Wand vielleicht noch ein wenig feuchter, als es für den Altbau zu erwarten wäre? Das Holz da drauf kann leicht zu Schwammfutter werden.

Kreativität ohne Fachwissen zeugt potentiell Ruinen.

Grüße

Thomas



Solche eine...



...Aussage kann ja nur eine eher konservativer Handwerker vom Fach treffen!
Leider war es mir nicht möglich die alten Innenwände mit einer neuen Horizontalsperre ausustatten.Weiterhin wurden die Wände mit Kalkputz verputzt und mit Sumpfkalk gestrichen.Trotz all dieser Bemühungen haben wir ab und an ein paar Wasserflecken im unteren Sockelberich.
Weiterhin hab ich das"Feuerholz"nicht direkt auf die Wand, sondern auf eine 1cm dicke Traglattung(feuchtunempfindliches Laminat) geschraubt und weiterhin liegen die Brettchen nicht auf dem Fußboden auf sondern haben ca.1 cm Luft damit es nicht zu besagtem Feuchtestau kommt. Nun hoffe ich dem Problem ,auf eine mir schicke Art und Weise Herr geworden u sein.



Statt...



...hier albern minuszupünkteln, sollten Sie sich bauklimatisch ein wenig schlauer machen. Das Wasser kommt da nicht nur nicht weg, sondern es ist auch eine zusätzliche Kondensatanreicherung wahrscheinlich.

Weiterhin: Laminat ist keinesfalls feuchteunempfindlich, was mittelfristig Ihre Konstruktion instabil macht.

Wenn es für die teueren VIA-Fliesen reicht, sollte ein wenig (sinnvolles) Engagement im Sockelbereich selbstverständlich sein. Das feuchteakkumulierende Abdecken von nassen Stellen gehört da nun 'mal nicht dazu.

Letztlich: Ja, ich bin in Sachen Holz eher konservativ (d.h. für mich auf den Erkenntnissen meiner Fachvorgänger aufbauend) und vom Fach. Das hindert mich nicht, auf dieser Basis auch neue GUTE Lösungen zu suchen und bei anderen zu akzeptieren.

Die Ihre gehört nur eben nicht dazu.

Suchen Sie die Feuchtequelle, und beseitigen Sie diese. Das ist nicht zwingend an eine Horizontalsperre gebunden.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas



Feuchtequellen!?



Die Feuchtequelle ist einfach zu beschreiben.Aufsteigene Feuchtigkeit an einer nicht horizontal gesperrten Innenwand im Altbau(Mix aus Ziegel,Backstein und Bruchstein)!Leider zieht sich das Wasser über die Fugen ins Mauerwerk und es entstehen besagte Feuchteflecken.Alles andere wie mehrfaches Stoßlüften über einen längeren Zeitraum oder das Einstemmen einer Heizungszuleitung in die besagten Wände wurden durchgeführt und haben aber leider zu keinem besseren Ergebniss geführt!

Irgendwo muss man auch akzeptieren das eine 150 Jahre altes Haus kein Neubau ist und seine Ecken und Kanten hat.

Mit dem jetzigen Ergebniss kann ich auf jeden Fall leben und Falls meine Konstruktion irgendwann einmal den Geist aufgeben sollte,werd ich mir etwas neues Einfallen lassen.

Ach und übrigens,die Zemntfliesen sind nicht von VIA.Die wären mir auch zu teuer gewesen.Wir haben uns für Miracolour aus Aachen entschieden. Nahezu gleiche Qualität für weniger Geld.

Weitere Fehlerquellen fallen mir auch nicht ein.Die Dachentwässerung ist Neu und das Haus bekommt auch keinen Druck von irgend einmal Hang.Es steht quasi auf plattem Land.


VG



Eine nasse Innenwand...



hat immer auch eine Feuchtequelle. Die hätte man suchen sollen (und zwar vor dem fliesen), statt die Wasserflecken zu verstecken und auf das Lüften zu hoffen. So etwas läuft definitiv nicht unter "normal im alten Haus". Und es birgt ein gewisses Schadenspotential.

Das wollen Sie nicht wissen, ist ja nicht zu überlesen. Möglicherweise finden Sie aber in den Forenregeln, unter welchen Umständen eine negative Bewertung als angemessen betrachtet wird. Diese hier zählen nicht dazu.

Weiterhin viel Spaß beim Bau wünscht

Thomas