Zum Thema feuchte Aussenwand

24.07.2010


Die West- und Nordseite meines Backsteingebäudes ist wetterbedingt starkem Schlagregen ausgesetzt. Es kann vorkommen, dass sich der Backstein vollsaugt und dann ist die Feuchte an der Innenwand.
Im Sommer trocknet der Stein und das Spiel beginnt ab Herbst neu. Das ist ist ja logisch so wie auf Regen Sonnenschein folgt. Oder etwas unpassend ein Spruch zum Besten: Der Bauer vesinkt in tiefe Gram, verhält sein Hahn sich monogam.
Also ich betreibe Versuche am Mauerwerk mit dem Aufpinseln von Leinöl. Ich erwarte mir davon einen Abperleffekt des Regens.
Hat jemand Ahnung ob diese Methode sinnvoll ist und ist möglicherweise ein nicht rückgängig zu machender
negativer Effekt möglich, also zB. Verhindern von Diffusionsfähigkeit des Steins?
Oder verstärkte Schmutzablagerung? Eine Verharzung schließe ich mal aus.




Leinöl auf Backsteinmauerwerk





Ihre Schadensanalyse halte ich für falsch,
Ihre Sanierungsversuche mit Leinöl für groben Unfug.

Komisch finde ich, das Sie wissen was Sie tun aber es trotzdem machen.


Grüße aus Schönebeck





Zitiere Grüße aus Schönebeck
Komisch finde ich, das Sie wissen was Sie tun aber es trotzdem machen.

Dann denken Sie verkehrt.

Ich finde die Fragen nicht komisch, sondern richtig. Denn:
beim Leinöl in Verbindung mit Holz ist die Kapillarbildung gegeben, Feuchte kann sehr gut diffundieren. Das funktioniert bei Leinöl sogar sehr gut. Und gleichzeitig verhindert es das Eindringen von Wassser ins Holz. Dieser Vorteil wird ja auch seit Jahrhunderten genutzt.
Die Frage ist, ob jemand Erfahrungswerte bei der Anwendung von Leinöl in Verbindung mit gebranntem Backstein hat? Was soll daran verkehrt sein? Könnte ja sein sein, dass ausser
Ihnen selbstverständlich, dieses Verfahren schon einmal jemand praktiziert hat.
Gruß HansHorst





Nun gut,

Dann wissen Sie es doch nicht so genau.

Ihre Zweifel in der Eingangsfrage gehen genau in die richtige Richtung

Kapillarität und Diffusionsfähigkeit sind zwei unterschiedliche paar Schuhe.

Aber eigentlich wissen Sie es ja doch, denn Sie schreiben ganz richtig:

>>>“gleichzeitig verhindert es das Eindringen von Wassser”<<<

Grüße aus Schönebeck



Nun ja,



Auf Leinöl basierende Hartöle eignen sich auch für Klinker und Natursteine. Ich hoffe nur, dass da kein Salatöl verwendet wurde, denn dass kann ranzig werden.
Aber ich vermute mal, dass die Ursache anderweitig zu suchen ist. Selbst bei längerem starken Schlagregen ist ein saugfähiger Stein nicht in der Lage, Feuchtigkeit bis in die Innenschale abzugeben. Das ist mir bis heute nur bei sehr hart gebrannten Steinen, speziell bei Keramikverblendern untergekommen. Da das Phänomen im Herbst, also bei absinkenden Temperaturen auftritt, liegt der Verdacht auf Kondenswasser nahe.
MfG
dasMaurer





Die Wände sind inzwischen Saniert, ohne Leinöl aber mit
reichlich viel Lehm und Luftkalk etwa 10 Tonnen.
Vor kurzem noch waren die Wände durchfeuchtet, -da nie geheizt wurde und das übliche Desaster mit Schrottputz und
Styropodämmung gegeben war. Bin wohl ein wenig aus der
Spur und das Warten überdrüssig. Bis die Wand durchgetrocknet ist brauchts Zeit und Geduld



Haben Sie



schon mal das erneuern der Mauerwerksfugen mit Luftkalkmörtel angedacht?

Grüsse