Blähglasschotter



Hallo,
wer von den Lehmbauern hat Erfahrung mit Blähglasschotter
als alleinigen oder zusätzlichen Zuschlag zu Leichtlehm
für Fachwerkaußenwand?
Wie ist die Mischung zu verarbeiten?
Wie ist die Dämmung im Vergleich zu Hackschnitzel-Leichtlehm, sicher trocknet die Wand doch schneller, da kein
Wasser im Blähglas aufgenommen wird ?
Welches Gewicht hat dieses Material?
Wie ist die Energiebilanz?

Vielen Dank.



Blähglas



Ich habe im vergangenen jahr einem Kunden auf Wunsch einen Leichtlehm-Innenputz aufgebracht, und zwar eine Eigenmischung aus Lehmpulver, bei dem wir die Hälfte des Sandanteiles durch Blähglas 2-4mm ersetzt haben. Produktname war Liaver. Der Vorteil war, daß man es mit der Mörtelpumpe Verarbeiten konnte. Die Erfahrungen waren im Allgemeinen ganz gut. Auf die Schichtdicke mußte geachtet werden, und zu dünnflüssig durfte es auch nicht sein, da sonst die Kügelchen im Mischer oben schwammen. Mit etwas mehr Erfahrung lässt sich da bestimmt eine gute Mischung finden, evtl. auch mit Faserzusatz. Liaver hat zu den technischen und bauphysikalischen Daten einen speziellen Lehmbausprospekt für zu stampfende Leichtlehmmischungen.
Evtl. gibt es auch noch andere Hersteller. Viele Grüße, Johannes Prickarz



Vor einigen Jahren...



... habe ich die Bereiche um eine Unterverteilung einer ansonsten mit Strohleichtlehm gedämmten Fachwerkwand mit einer Mischung aus Blähton und ungemagertem, fettem Baulehm aufgefüllt. Hat hervorragend geklappt... werden daher im EG hauptsächlich so verfahren, allerdings zusätzlich immer wieder Strohleichtlehm als Armierung einarbeiten...
Um das Mischungsverhältnis Dämmstoff / Lehmschlämme herauszufinden, habe ich den Blähton in einen Eimer gefüllt, mit einem Sieb abgedeckt und mit Wasser aufgefüllt...,

Dichte kannst du dir ja dann ausrechnen (Schotter + Lehm)...

Wichtiger als die Energiebilanz dürfte die Kapillarität und die Diffusionsdichte sein (zmindest bei Sichtfachwerk)... Hier kann ich nur Vermutungen anstellen:
1) Diffusionsoffenheit: gut
2) Kapillarität: abhängig vom Lehmanteil, bis zur Zwischenraumsättigung eher schlecht, darüber hinaus besser werdend, wahrscheinlich stark von der Kornverteilung abhängig...

Kenne leider kein Buch, das dieses Material näher beschreibt, wäre für Infos ebenfalls dankbar.

Gruß Frank



Blähglasleichtlehm



Hallo Herr Holm,
ich heb in meinem Haus Blähglasleichtlehm eingebaut. Allerdings nicht mit Schotter, sondern mit den kleinen Kügelchen 2-4 mm. Verarbeitung problemlos. Dämmung bestens.
Ich habe damals (vor 3 Jahre) ca 40m³ eingbaut. Ich denke, die Dämmung ist besser als mit Hackschnitz-Leichtlehm, da ich es für einen Neubau verwenden musste, hat er bei 18 cm Aufbau die Wärmeschutzverordnung erfüllt. Das Gewicht lag glaube ich bei 450 kg/m³.
Wenn Sie noch Fragen haben, stehe ich gern zur Verfügung.





Hallo Herr Wolf, wie war das bei Ihnen mit der Austrocknung,
war die nur einseitig oder beidseitig möglich und wie lang hats gedauert ?
Wurde die Mischung nur eingeschüttet oder gestampft?
Wie "Lehmig" wurde gemischt- so daß die Kügelchen nur verklebt sind oder das alle Zwischenräume ausgefüllt sind?
Womit habt ihr dann geputzt ?
Gruß H




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