Außenwände aus 30cm Leichtlehm




Moin,

Ich bin neulich auf eine mir bisher noch unbekantte Situation gestoßen.

Ein Kunde wollte seine Außenwände mit insgesamt 30-35 cm Holzleichtlehm ausstampfen.

Nun steht ja in den neuen Lehmbauregeln, dass diese einbaustärke (30cm) in der Theorie machbar ist. Ich habe trotzdem davon abgeraten. Die Gefahr der Verrottung gerade bei HOLZleichtlehm war mir zu groß. Alternativ habe ich angeboten die Gefache mit Lehmsteinen auszumauern und Innen eine weitere Leichtlehmschale (Leichtlehmsteine oder Blähtonleichtlehm) einzubauen. Es entfällt jede Menge Feuchtigkeit und meiner Meinung nach ist das auch deutlich praktikabler.

Wollt jetzt mal eure Meinung hören.

Ein Geschäft ist übrigens nicht Zustande gekommen. Vielleicht auch besser so.

Viele Grüße an alle Antwortenden
Josh Mohwinkel



30cm Leichtlehm



Hallo Josh,
ich bin auf meiner Wanderschaft in den 80ern auf Lehmbauer gestoßen die 30 cm dicke Strohleichtlehmwände hergestellten. Die hatten damals schon Erfahrung damit und mittlerweile muss sich ja rausgestellt haben ob das klappt. Die Adresse: AG Fachwerk GmbH
Wahlheimer Hof 16
D 55278 Hahnheim
Tel: 067/760760Ansprechpartner:
Hans-Peter Kersting
lehm.hm@web.de
In Saarbrücken und in Bous bei Saarlouis wurden Ende der 80er je zwei Siedlungen mit je 14 Häusern mit 30cm Wänden aus Strohleichtlehm in Strohleichtlehm gebaut.
Du hast zwar nach holzleichtlehm gefragt, aber die Probleme mit dem Rottungsprozess beim Trocknen dürften die gleichen sein wie beim Strohleichtlehm.
Falls Du Hans-Peter Kersting anrufst oder mailst: gruß von mir.
Ralph Schneidewind



Großer Unterschied zu Stroh



Hallo Ralph,

vielen Dank für die Antwort.

Doch Strohleichtlehm ist nochmal was anderes. Beim Holzleichtlehm ist der Lehmanteil deutlich höher als beim Strohlehm. Somit also auch der Wasseranteil um das Gemisch erdfeucht zu halten.

So und wenn nun im Holzleichtlehm auch noch Borkenreste sind gammelts noch schneller.

Mehr Meinungen zum Thema fänd ich ja schon nicht schlecht:)