Leichtbeton herstellen mit Blähton.

07.06.2017 Bodo



Hallo Freunde,
ich habe 5 Big bags Blähton von privat gekauft.
Die Kügelchen in den Säcken sind feucht weil sie draussen gelagert wurden.
Kann ich mit dem feuchten Blähton Leichtbeton herstellen, oder muss das Material vorher getrocknet sein?
Trocknungsversuche in einer trockenen Garage haben gezeigt das die Kügelchen relativ langsam trocknen und daher kommen mir nun Zweifel. Der vorgesehene Leichtbeton soll ja nicht ewig trocknen.
Schreibt von Euren Erfahrungen



Leichtbeton



Was für Blähton?
Wofür ist der Leichtbeton gedacht?
Was für Leichtbeton soll es werden (dicht oder haufwerksporig?)





Der Blähton hat eine Körnung von 4 - 10 mm.
Das Mischungsverhältnis für die Mischmaschine soll ca.
50l Blähton, 12,5 l Zement, 8 l Wasser betragen.
Der entstandene Leichtbeton ist Bestandteil eines Fußbodenaufbaus über einem Kappen Kellergewölbe. Die Höhe des
Betons über der tiefsten Stelle des Gewölbes beträgt 15cm.
Die Kappen werden ungefähr 3-4 cm übergossen mit der o.a Mischung. Darauf folgt der weitere Fussbodenaufbau.
Die Lufttrocknung in der gelüfteten Garage ist heute seit 2 Wochen in Gang. Das Material ist noch nicht durchgetrocknet.
Da ich den Blähton auch gerne als Trocken Schüttung nehmen möchte hatte ich mit der Trocknung begonnen.



Leichtbeton



Deshalb weiß ich immer noch nicht WAS für Blähton Sie rumstehen haben. Die angegebene Körnung mach mich stutzig, üblich sind im Bauwesen Korngruppen wie 4/8 oder 8/16.
Ich hoffe für Sie es ist LIAPOR.
Die Feuchte macht dem nichts aus, jedenfalls für die Herstellung von haufwerksporigem Leichtbeton.
Für den geschilderten Verwendungszweck halte ich Leichtbeton für nicht besonders geeignet. Besser wäre es die Zwickel bis etwa Höhe Scheitel- wenigstens bis zur halben Höhe- mit Estrichbeton aufzufüllen. Die restliche Überschüttung bis über die Gewölbescheitel kann dann mit einer gebundenen Schüttung erfolgen. Dafür ist der Liaporbeton zwar geeignet, aber von den Dämmeigenschaften her suboptimal. Auch da gibt es besseres.
Was solls. Nehmen Sie es halt.
Vor Beginn der Arbeiten muss die Kappenoberfläche bis in die Zwickel hinein sorgfältig gesäubert werden, alles Lose muß weg, vor allem Staub (Sicherung der Verbundwirkung Gewölbe- Beton).
Die Zwickelbereiche (das sind die tiefsten Stellen)leicht vornässen, dann bis etwa 10 cm Höhe (oder etwa 5 cm unter Scheitelhöhe) mit Beton (2/3 Liapor, 1/Sand, diese Mischung im Verhältnis 3:1 mit Zement plastisch anmischen), auffüllen, verdichten.
Nach dem Festwerden (2 Tage)können Sie bis zur angedachten Höhe den Leichtbeton nach angegebener Rezeptur zwischen Lehren abgezogen einbauen.
Sie können natürlich Ihr Ding durchziehen und den gesamten Aufbau mit dem angedachten Leichtbeton realisieren, die Eigenfeuchte spielt nur eine Rolle bei der Wasserzugabe.
Deshalb fällt die Decke nicht ein.
Warum der schwere Zwickelbeton: Das Gewicht stabilisiert das Gewölbe, die Stützlinie verläuft durch den Verbund zum Gewölbe im sicheren Bereich.