Lehmziegel selber herstellen aus alten Ausfachungen




Hi liebe Fachwerker :-)

Ich habe mal wieder eine Frage.

Ich möchte in meiner Ausenwand die alten zerbröselten Gefache neu ausmauern und möchte dabei Lehmziegel anstelle der zuvor verwendeten Stakenbauweise einbringen.

Diese Lehmziegel möchte ich gern selbst herstellen und hatte dabei überlegt, dass Material der ehemaligen Gefache wieder zu verwenden.

Ich habe dieses trocken eingelagert und in rauen Mengen verfügbar.
Ich würde es in einem Kübel ein paar Tage einweichen lassen um wieder eine homogene formbare Masse zu erhalten und diese dann in entsprechende Formen verdichten.

eventuell würde ich diese dann sogar bei 50-70 Grad auf dem Kaminofen trocknen, damit es etwas schneller geht, da ich ja derzeit sowieso täglich einfeuern muss.

Ist das so in Ordnung oder seht ihr irgendwelche Probleme die ich diesbezüglich bekommen werde?

Vielen Dank im Vorraus!



Lehmsteine



herstellen,geht mit etwas Aufwand Prima, allerdings sollten sie nicht Mechanisch getrocknet werden sondern bestenfalls Luftig und Frostfrei Lagern und ab und zu mal gewendet werden ... also braucht man Platz,ansonsten geht das..
Greets. Flakes:)



Ich würde dad hingegen...



als Unsinn abtun. Allein schon des vielen Wassers wegen, daß man sich in die Wohnung holt (auf Ofen trocknen). Außerdem hat der Lehm allerlei Stoffe aufgenommen, und stinkt möglicherweise eim einsumpfen ziemlich...

Kipp den Lehm in ein Loch auf der Wiese, mische etwas Sand unter und sähe Gras...

Grüße

Thomas



Adobe



Lieber Schäfer,
wenn Sie viel Zeit, Langeweile und Lust auf Oberarmtraining haben hier der Ablauf eines Lehmrecycling:
Ausgebauten Lehm gründlich waschen. Dazu in Mörtelwannen o.ä. füllen, gründlich mit dem Wasserschlauch aufschlämmen und gut durchrühren.
Abwarten bis der Lehm sedimentiert (die Lehmteilchen setzen sich nach etwa einem Tag ab) und das oben aufstehende Wasser samt Verunreinigungen abschöpfen/gießen.
Das mehrfach wiederholen bis das Wasser klar ist. Die Behältnisse in einer trockenen Scheune o.ä. abstellen und mindestens einen Winter durchfrieren lassen.
Danach Lehm herausstechen, die Klumpen locker auf Haufen setzen, weiter trocknen lassen. Dabei regelmäßig umsetzen und die Klumpen mit Spaten, Schaufel und Harke zerkleinern.
Formen bauen.
Bei Erreichen der Erdfeuchte die Bindekraft prüfen und den Lehm durch Zugabe von Schlämmkorn oder Sand einstellen.
Bei Bedarf Stroh, Häcksel o.ä. untermischen.
Dann den erdfeuchten Lehm in die Formen füllen und gründlich einstampfen.
Ausformen, an der Luft eine Saison lang trocknen lassen.
Im nächsten Jahr können Sie dann anfangen zu mauern.
Oder sich ein paar Abbruchziegel besorgen.





wofür ist das abfrieren gut?was passiert dabei?

warum ist es notwendig den Lehm zu waschen?

es ist Abraum aus einem Wohngebäude, vorrangig Innenwände...was sollte denn da großartig rein gekommen sein?....und letztlich wäre es doch so, hätte ich die Wände nicht eingerissen und würde die Räume einfach so weiter bewohnen...was ja teilweise auch der Fall ist...dann ist dieser Lehm ja auch nicht gewaschen?!...ich wollte den Abruch eigentlich gerade deshalb verwenden, weil ich die Herkunft kenne...allerdings würde das bei dem Aufwand jeden Sinn übersteigen.



Lehm...



kann bekannterweise Schadstoffe durch seine feinen Strukturen aufnehmen. Da ist also der Mief der Jahrhunderte drin. Schimmliges, Modriges, Furziges...

Zum anderen: Lehmziegel werden eben nicht im Verfahren "Kleckselburg" hergestellt.

Nicht alles, was alt ist, muß nur deswegen wiederverwendet werden, weil es alt ist...

Grüße

Thomas