Lehmwände verputzen/ausbessern?

18.09.2014



Guten Tag,

unser Vermieter lässt in unserem Haus die Elektrizität erneuern. Dafür werden Teile der Wände aufgerissen und die Leitungen erneuert.

Es wird die Rauhfasertapete entfernt, darunter befindet sich eine Lehmwand. Die Löcher die beim austauschen der Wände entsteht werden mit grauem Putz wieder zugemacht.

Maler- und Tapezierarbeiten übernimmt der Vermieter nicht, daher müssen wir das ausbessern.

Wir sind optisch nicht besonders anspruchsvoll und wollen einfach nur die Lehmwand nicht schädigen. Wir hatten gedacht wir Verputzen die betroffenen Stellen einfach und Streichen dann weiß.

Hat jemand eine bessere Idee bez. einen Vorschlag was wir zum ausbessern der Stellen verwenden? Gips?

Vielen Dank im vorraus!



Warum nicht wieder Lehm nehmen?



Dann bleibt die Wand wenigstens einigermaßen Homogen.



Das geht leider nicht



Die Tapete wird nur streifenweise entfernt und die Handwerker benutzen hinterher grauen Putz, das können wir nunmal nicht verhindern. Das Ergebnis wird später also ein Misch aus drei Dingen sein: 80% Tapete, 10% Lehm und 10% grauer Hausputz, der zum Teil über Tapete und Lehm gespachtelt wird, was tapezieren unmöglich macht. Es dreht sich hier also nur um ein paar Stellen/Streifen.





Die Verputzung mit der "grauen Masse" ist gewöhnlicher Pfusch. Bezüglich möglicher Folgen müßte man den genauen Namen des "grauen" Verputzmaterials kennen. Je nach gewähltem Verputzmaterial kann es durchaus sein, das bei kräftigerem Ziehen am Stecker einer Steckdoese, diese samt Verputz und Leitung ein Stück mit aus der Wand kommt.

Eine Chance auf eine sauber tapezierte Wand, haben sie m.E. bei der beschriebenen Ausführung nicht.

Gruß





Das haben wir uns schon gedacht.

Leider können wir dagegen nur schwer angehen, bleiben in dieser Wohnung auch nicht lange und wollen es nur optisch einigermaßen kaschieren. Tapezieren ist wie gesagt nicht möglich, was also dann?





Alles was über streichen und tapezieren hinausgeht ist Sache des Vermieters/Eigentümers, ohne seine ausdrückliche schriftliche Zustimmung sollten sie auch nicht mehr machen. Optisch kaschieren könnten sie mit einem dünnen Überputz auf Gipsbasis, z.b. Gipsfeinspachtel (z.b. von Pufas,) oder Rotband (knauf). Derer gibt es viele. Murks bleibt es trotzdem und ein (unzulässiger) Eingriff ins Eigentum. Wohnungen mit schlecht ausgeführten Sanierungenmaßnahmen bergen ein hohes Streitpotential und sind oft nur schwerer bzw. billiger als fachgerecht sanierte zu vermieten. Letzlich schadet der Vermieter sich damit nur selbst.

Gruß
Selle



Locker zurücklehnen....



....und dem gesamten Baupfusch gelassen zusehen.
Ist nicht euer Haus und somit sollte man damit auch keine private Energier daran verwenden.
Es beginnt bereits bei der Vorbereitung der Installationsarbeiten.
Keine Schlitzfräsen bei Lehmwänden, die Dosen mittels Fliesenkleber oder Lehm mit Schnellzement vermischt einsetzen, die Kabelführungen mit Nagelklemmen befestigen und die Kanäle dann mit einem Lehmputz schließen.
Tapete ist auf einem dünnen Kalkputz?
Stehe gern zu weiteren Aussagen bereit.