Lehmunterputz und nun?



Guten Morgen, ich habe hier schon Vieles gelesen und unglaublich viel gelernt und wahrscheinlich stehe ich lediglich komplett auf dem Schlauch, aber...
Wir haben ein Fachwerkhaus aus 18?? und haben jetzt die Dinge aus den 1970/80erJahren wie übertapezierte Lehmputzdecken bis auf den Lehmunterputz (bei uns Lehm(?) mit Strohgemisch, sieht sehr professionell verarbeitet aus und ist sehr fest) runter. Jetzt sind wir nicht sicher, was auf diesen Lehmunterputz kommt... Geht nur Lehmputz oder gibt es etwas, was man analog Rigipsplatten an diese Stellen bringen kann? Lehmputzplatten? Mir geht es um eine schnelle Variante, die Decken zu schließen, aber eben auch so, dass es nachher nicht zu ungewollten Schäden an Fachwerk/vorhandenen Lehmunterputz kommt.
Wir versuchen soviel wie möglich selbst zu gestalten, bei "Lehmputz über Kopf aufbringen" bezweifele ich, dass es für uns möglich ist...
Vielen herzlichen Dank an jeden, der sich hier beteiligt und mit Tipps/Tricks diese Community nährt!
AusAltmachNeu



Probieren und üben



Ihr tut euch mit einem dünnen Lehm-Deckputz wesentlich leichter, als irgendwelche blöden Platten anzubringen. Als ich angefangen habe, unser Haus zu sanieren, hatte ich gar keine Erfahrung mit Verputzen. Den Dreh habt Ihr nach wenigen Quadratmetern raus und Ihr spart unzählige Stunden Schufterei, um Platten zurecht zu schneiden und an der Decke zu befestigen. Und damit ist es noch nicht einmal getan, denn verspachteln müsst Ihr die Fugen immer noch.

Viele Grüße
Tilman



Lehmunterputz und nun?



Vielen Dank, Tilman, für die Antwort. Das wird wahrscheinlich tatsächlich so kommen, dass wir per Hand verputzen. Ausprobieren werden wir es auf alle Fälle!



Lehmunterputz und nun?



Vielen Dank, Tilman, für die Antwort. Das wird wahrscheinlich tatsächlich so kommen, dass wir per Hand verputzen. Ausprobieren werden wir es auf alle Fälle!



Re: Lehmunterputz und nun?



Wenn ihr den Untergrund mehrfach gut anfeuchtet und den Oberputz nicht zu dünn aufzieht, habt ihr mehr Zeit zum Aufziehen, Abziehen und Reiben des Oberputzes.
Und, wenn ihr schon am Üben seid, übt gleich mit großem Werkzeuge. Also einer großen Glättscheibe zum Aufziehen, einer mind. 1 m lange Kartätsche, oder einem mind. 50 cm langen Schmetterling (Flächenspachtel/Rakel) zum Abziehen und einem Schwammbrett (keinen Schwamm) zum Filzen. Denn, je größer das Werkzeug umso ebener wird die Fläche.

Um Risse im Putz zu vermeiden, solltet ihr den Putz zweilagig aufziehen und dabei in die erste Lage ein Armierungsgewebe vollflächig einbetten. Dabei werden die einzelnen Bahnen ca. 8 -10 cm überlappt und an den Deckenränder ebenfalls ca. 8 -10 cm auf die Wänden runter gezogen und eingespachtelt.