Lehmqualität für Verfüllung

22.05.2019 Pfuscher



Ich habe in meinem neuen Haus eine Holzbalkendecke und möchte nun als Schallschutz eine Einschubdecke realisieren, also Dachlatten an die Balken und darauf OSB-Platte, Rieselschutz und dann Lehm.

Da mein Grundstück und ein angrenzender Hang aus Lehmboden besteht, könnte ich den Lehm direkt hinterm Haus vom Hang "abbauen". Es hat sich am Hang über die Jahre eine Vegetationsschicht von ca 10 cm gebildet, die ich natürlich abtragen würde.

Meine Frage. Kann ich diesen Lehm verwenden oder bedarf es besonderer Qualitäten für den Lehm. Was muss ich unbedingt beachten?

Bekannte Fallen:
- OSB-Ablage nicht zu knapp beschnitten, da durch feuchten Lehm eine Quellung einsetzen könnte
- Abstände der Dachlattenbefestigung mit Statiker abklären
- Rieselschutz nicht vergessen
- Lehm ordentlich verdichten und in jede kleine Ecke stopfen



Lehmdecke



Hallo

Überschätzen Sie bitte nicht die Physik in Ihrem Haus … 

eine schwere Decke ist zwar sicher sehr gut gegen den Schallschutz … allerdings sollten Sie die Schallnebenwege auch berücksichtigen … man unterscheidet immer Luft- und Trittschall … 

Vom Prinzip her könne Sie sicher den eigenen Lehm hernehmen … ich würde den aber dann mit Splitt oder anderen geeigneten Zuschlagstoffen "abmagern" und dann auf eine ausreichende Durchtrocknung achten …

Viel Erfolg

Florian Kurz 



Der Lehm



sollte natürlich frei von Schadstoffbelastungen sein. Auch würde ich den Lehm vor dem Einbau trocknen



Paar Tipps



Den Lehm können Sie gut verwenden, achten Sie nur auf folgendes:

die OSB-Platten würde ich zur besseren Feuchtigkeitsvorsorge lieber gegen Rauspund tauschen. Achten Sie des Weiteren darauf, dass der Lehm völlig durchgetrocknet ist, bevor Sie die obere Bodenschicht montieren. Als Faustregel würde ich bei erdfeuchtem Einbau pro Zentimeter mindestens eine bis 1,5Wochen zur Trocknung rechnen. Der Prozess verlangsamt sich mit zunehmender Tiefe und sollte kontrolliert werden.