Lehmputz an der Dachschräge




hallo,

...und unser Kotten ist immer noch nicht fertig, unser Budget fast gänzlich ausgeschöpft und ich erschöpft...
Doch nun zu meiner Frage: wir haben an unseren Dachschrägen nach all dem üblichen Aufbau für die Isoloc-Dämmung zur Rauminnenseite nun eine häßliche Ansicht, die irgendwie zugemacht werden muss. Die häßliche Ansicht besteht aus der diffusionsoffenen Folie und darauf quer zu den Sparren jeweils ca. 120 mm Holzlatten, ca. 18 mm dick, die im Abstand von 100 bis 120 mm an die Sparren genagelt worden sind. Hierdrauf sollten Schilfmatten getackert werden und dann der Lehmputz aufgetragenwerden.
Ich bezweifle, dass ein derart instabiler Untergrund für den Lehmputz ausreicht.
Wie sehen es die Fachleute hier? Oder welche besonders kostengünstige Alternativen gibt es dazu?

Dank und Gruß





Habe bei mir eine velorene Schalung aus Rauhspund 19mm vollflächig gemacht, hat nicht die Welt gekostet.
Darauf Schilfrohr 70-stengelig getackert und dann Lehmputz. Dabei empfehlen sich zwei Aufträge,
für optimale Haftung und geringeres Arbeiten der Schalung.
Entgegen meiner Erwartung klappt das besser als erwartet,
und klingt nachher auch schön massiv.

Wenn Du mit dem Matten keine Schilfrohr-Platten meinst,
dann würde ich an Deiner Stelle die Lücken in der Schalung
mit weiteren Holzlatten 18mm oder auch Rauhspund 19mm
auffüllen,
kleinere Lücken könten auch bleiben oder mit Lehm verfüllen werden.

Viele Grüße,
Philipp Kawalek

P.S.:
"...und unser Kotten ist immer noch nicht fertig, unser Budget fast gänzlich ausgeschöpft und ich erschöpft..."
Mir geht's genauso, aber das hilft Dir nicht :-(



Isofloc vs. Folie?


Wandheizung im Dachgeschoß: Auf DHD und Heraklith (1)

Meintest Du statt der Folie etwa das blaue Baupapier?
Eine querverlaufende Stützlattung ist in Ordnung, doch der Abstand erscheint uns zu groß (mind. 50 mm Achsmaß!). Auch sollten die Latten eher geschraubt als genagelt sein.
Darauf kommt dann wie bereits vom Vorschreiber Herrn Kawalek erörtert, eine Sparschalung mit fallenden Breiten. Ebenfalls geschraubt! Dabei Vorsicht, daß die verwendeten Schrauben nicht die darunterliegende Winddichtungsebene berühren!!
Eindringtiefe im Holz mit beachten!
Instalationen sollten auch nicht mehr durch die Winddichtungsebene geführt oder verlegt werden.
Dazu sollte die Kreuzlattung (Installationsebene) genutzt werden.

nunmehr kann man Schilfrohrputzträgergewebe 70-stengelig auftackern (quer zur Lattung aber auch richtig herum verlegt!!!) oder eine weitere Alternative wären magnesithgebundene Heraklithplatten. Stärken ab 25 mm sollten verwendet werden.

Darauf ist dann ein 2-lagiger Lehmputz mit Strohanteil und vollflächiger Gewebeeinbettung problemlos möglich.


Gutes Gelingen

Udo Mühle





Danke für eure Antworten, bringt mich schon mal ein Stück weiter.

Phillip,was ist eine "verlorene" Schalung??
Ich meine mit Schilfrohrmatten die Matten, keine Platten.
Scheinbar gibt es noch so einige Menschen, die sich mit Zeit und Geld verschätzt haben, dazu kommt noch, dass die eigene Energie und Motivation nachlässt und diese wieder anzukurbeln wiederum Energien verbraucht.
wünsche uns beiden weiterhin Mut und Elan, um das Werk zu vollbringen. Wir werden erstmal den Innenausbau so gering wie möglich halten, eben nur so gestalten, dass wir im haus wohnen können und zu späterer zeit erst den Bodenbelag und evtl. auch den Putz am Dach anbringen, geht leider nicht anders.

Udo, ja, mit Folie meine ich das blaue Baupapier und mit Isoloc natürlich Isofloc.
Ich bin mir nicht so sicher, ob die Latten wirklich genagelt oder verschraubt sind, da ich bei der Arbeit nicht dabei war und von unten sieht man das schlecht, aber ich werde drauf achten.

Noh eine kleine Frage: wie wäre es, auf den benannten Aufbau, also auf die Latten, 20 mm dicke Holzfaserweichplatten oder wie vorgeschlagen Heraklitplatten vollflächig anzubringen und diese dann zunächst so zu lassen? Mein Gedanke dabei ist es, evtl. mit dem Lehmputz aus Kostengründen noch zu wartenwarten - oder ist es unsinnig, da die Holzfaserplatten wie auch Heraklit nicht gerade die günstigsten Baumaterialien sind?

Schönen Gruß



Aus optischer Sicht ist Heraklit...



...nicht gerade eindrucksvoll, und es krümelt ein wenig.

Verputzt es doch selber. Beim Lehm gibt es immer eine 2. Chance. Es dürfte eine der preiswerteren Varianten sein.

Gutes Gelingen (stand auch schon 'mal mit leerer Baukasse, und viel Restleistung da)

Thomas



Fermacell aus Kostengründen



Auch kann man alternatv mit Ferrmacell arbeiten.
Auf eine Schalung (Achsabstand 30 cm mittig!) aufschrauben nach Herstellervorgaben und dann verspachteln.
Später kann man darauf ebenfalls mit Lehmdünnschichtputz gestalterisch arbeiten.
Stehe auch gern informativ telefonisch zur Verfügung.

Grüße ins Wochenende

Udo Mühle





Die Witznummer überhaupt............ho ho ho



@ Spandau Balett



Welchen Part spielen Sie hier jetzt?

Sicherlich keine musikalischen Grüße!